Ein aktuelles Urteil des Kammergerichts Berlin zeigt, dass der Missbrauch einer Generalvollmacht gravierende Folgen haben kann, einschließlich des Verlusts des Pflichtteils. Der Fall betraf einen Adoptivsohn, der einer Mutter eine Generalvollmacht erteilt hatte, anstatt diese im Interesse seiner Mutter auszuüben. Dies führte zur Entziehung des Pflichtteils durch die Mutter. Das Urteil betont die Bedeutung des Vertrauens zwischen Erblasser und Bevollmächtigter, da eine bloße Enterbung nicht ausreicht, um einen Pflichtteilsanspruch zu verlieren. Ein Missbrauch der Vollmacht kann sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Konsequenzen haben.
Monat: August 2026
Vergessene Rentenansprüche: Warum Ihr Notfallordner auch die betriebliche Altersversorgung enthalten sollte
Werner Hoffmann, ein renommierter Fachautor und Rentenberater, beleuchtet die oft unterschätzte Bedeutung von betrieblicher Altersversorgung. Er gibt praktische Tipps, wie man seinen Notfallordner organisiert und welche Unterlagen man dort ablegt, um im Falle eines Todes die Ansprüche auf eine Zusatzrente oder Hinterbliebenenversorgung zu sichern.
Minijob-Revolution seit 1. Juli 2026: Jetzt wieder volle Rentenansprüche sichern!
Ein Beitrag von

– Rentenberater (RDG).
www.Renten-experte.de .
Viele Minijobber haben sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Das sparte Beiträge, konnte aber Nachteile haben: weniger Pflichtbeitragszeiten, schlechtere Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente und geringere Ansprüche auf Rehabilitation.

Seit dem 1. Juli 2026 kann die Befreiung einmalig aufgehoben werden. Danach besteht wieder Rentenversicherungspflicht.
Was kostet die Rückkehr?

Im gewerblichen Minijob zahlt der Arbeitgeber 15 Prozent, der Minijobber 3,6 Prozent. Bei 603 Euro Verdienst sind das 21,71 Euro monatlich.
Im Privathaushalt beträgt der Arbeitgeberanteil fünf Prozent, der Eigenanteil 13,6 Prozent. Bei niedrigen Verdiensten gilt eine Mindestbeitragsbemessungsgrundlage von 175 Euro.
Welche Vorteile entstehen?
Durch den Eigenanteil zählt der Minijob als Pflichtbeitragszeit. Das kann wichtig sein für:
– die Erfüllung von Wartezeiten,
– einen früheren Rentenbeginn,
– medizinische oder berufliche Reha,
– Übergangsgeld,
– den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente,
– staatlich geförderte Altersvorsorge.

Auch der Verdienst wird bei der Rentenberechnung vollständig berücksichtigt. Wer zugleich einen versicherungspflichtigen Hauptjob hat, erhält den Monat jedoch nicht doppelt angerechnet. Jeder Kalendermonat zählt nur einmal.
Wie funktioniert der Antrag?
Der Antrag wird schriftlich oder elektronisch beim Arbeitgeber gestellt. Dieser dokumentiert den Eingang und meldet die Änderung an die Minijob-Zentrale.

Im Privathaushalt erfolgt die Meldung über den Änderungsscheck.
Die Versicherungspflicht beginnt im Folgemonat nach Antragseingang. Eine rückwirkende Beitragszahlung ist nicht möglich.
Die Entscheidung gilt für alle Minijobs
Die Aufhebung gilt für alle gleichzeitig ausgeübten und später aufgenommenen Minijobs. Sie bleibt bestehen, bis kein Minijob mehr ausgeübt wird.
Eine erneute Befreiung ist danach nicht mehr möglich.

Mein Rat
Die monatliche Ersparnis durch die Befreiung ist gering. Der Verlust an sozialrechtlichem Schutz kann dagegen erheblich sein.
Besonders Minijobber ohne versicherungspflichtige Beschäftigung sollten die Rückkehr prüfen. Der Eigenbeitrag kann für Rente, Reha, Erwerbsminderung und geförderte Altersvorsorge entscheidend sein.

#Minijob #Rentenversicherung #Erwerbsminderungsrente #Altersvorsorge #Rentenberatung
KI-Hinweis: Alle in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich der Illustration.
Russische Fake-News-Offensive vor der Landtagswahl – So soll unsere Demokratie manipuliert werden
Ein Beitrag von


Kurz vor wichtigen Landtagswahlen warnen deutsche Sicherheitsbehörden erneut vor einer massiven Welle gezielter Desinformation aus Russland. Besonders im Fokus stehen soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und KI-generierte Inhalte. Ziel ist es nicht nur, einzelne Parteien oder Politiker anzugreifen – sondern vor allem das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in Demokratie, Medien und staatliche Institutionen zu erschüttern.

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden werden professionelle Fake-News-Kampagnen verbreitet. Dazu gehören täuschend echte Videos und Bilder, die mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Häufig werden dabei sogar Logos bekannter Medien missbraucht, um den Eindruck seriöser Berichterstattung zu erwecken.
Zu den verbreiteten Falschmeldungen gehören unter anderem frei erfundene Korruptionsvorwürfe, angebliche Veruntreuung von Steuergeldern oder erfundene Straftaten. Ebenso werden gesellschaftliche Konflikte bewusst angeheizt – etwa durch falsche Behauptungen über eine systematische Benachteiligung Ostdeutscher oder andere emotionale Themen, die Misstrauen und Wut erzeugen sollen.

Nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden handelt es sich dabei um koordinierte Desinformationskampagnen, die unter anderem der sogenannten „Matrjoschka“-Operation zugerechnet werden. Tausende Fake-Accounts und automatisierte Bots verbreiten die Inhalte gleichzeitig über verschiedene Plattformen und verstärken sich gegenseitig.
Das eigentliche Ziel dieser Kampagnen besteht nicht darin, eine einzelne Lüge glaubhaft erscheinen zu lassen. Vielmehr soll bei möglichst vielen Menschen der Eindruck entstehen, man könne weder Medien noch Politik oder Behörden vertrauen. Dadurch werden Unsicherheit, Polarisierung und gesellschaftliche Spaltung gefördert – ein klassisches Ziel moderner hybrider Kriegsführung.

Gerade in Wahlkampfzeiten ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Spektakuläre Behauptungen sollten immer anhand mehrerer seriöser Quellen überprüft werden. Wer ungeprüfte Inhalte weiterleitet, trägt ungewollt dazu bei, dass sich Desinformation noch schneller verbreitet.

Eine starke Demokratie lebt von Meinungsfreiheit – aber ebenso von überprüfbaren Fakten. Kritisches Denken, Medienkompetenz und das sorgfältige Prüfen von Informationen sind heute wichtiger denn je. Nur wer Informationen hinterfragt und Quellen überprüft, kann verhindern, dass gezielte Manipulation unsere demokratischen Entscheidungen beeinflusst.
#FakeNews #Desinformation #Russland #Demokratie #Wahlen
Quellen:
- Reuters, 05.08.2026
- Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV)
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
- WELT
- Süddeutsche Zeitung
Studie enthüllt: Warum Terroranschläge das Wahlverhalten verändern – und weshalb die AfD davon besonders profitiert
Ein Beitrag von

Marc Raschke
Dass die AfD bei Wahlen überproportional stark von Anschlägen profitiert, ist kein Märchen, sondern wissenschaftlich erwiesen. Eine #Studie der Uni Frankfurt hat deutsche Kommunen seit 2010 untersucht, in denen es zu Anschlägen gekommen war. Das traurige Fazit: Terroranschläge beeinflussen das #Wahlverhalten in betroffenen Gemeinden deutlich, wurden in dieser Hinsicht aber bisher unterschätzt.
In Gemeinden mit erfolgreichen Anschlägen (erfolgreich im Sinne von z. B. „Bombe detonierte tatsächlich“) stieg der AD-Stimmenanteil bei Landtagswahlen um etwa 4,5 Prozentpunkte (rund 26 % mehr als in anderen Regionen). Besonders bizarr: Etwa 75 Prozent der betrachteten Anschläge waren rechtsextrem und richteten sich überwiegend gegen #Ausländer – #Rechtsextreme wurden also selbst zu Terroristen. Und trotzdem profitiert die AD davon.
Drei zentrale Mechanismen machen die Autor:innen der Studie für dieses Phänomen verantwortlich:
- Terror mobilisiert zur Wahl: Die #Wahlbeteiligung steigt lokal um rund 16 Prozentpunkte, wovon die AfD überproportional profitiert.
- Einstellungen verschieben sich nach rechts: Sorgen über #Zuwanderung nehmen zu, besonders bei politisch bislang Inaktiven, Parteilosen und Menschen ohne Hochschulabschluss.
- Lokale Medien berichten stark über erfolgreiche Anschläge und thematisieren den Islam, während der #Rechtsextremismus der Täter oft in den Hintergrund tritt.

Angesichts hoher AfD-Umfragewerte vor Landtagswahlen wird daher inzwischen jeder Anschlag als potenzieller Wahlkampffaktor angesehen. Dieser Effekt zeigte sich vor allem bei Landtagswahlen (Erklärung: Innere #Sicherheit ist stark Ländersache, Anschläge werden regional wahrgenommen). Und was haben wir in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin demnächst? Genau: Landtagswahlen.
#Terrorismus #Wahlverhalten #Demokratie #Rechtsextremismus #Politik
Quelle der Studie:
Sabet, Navid; Liebald, Marius; Friebel, Guido (2025): Terrorism and Voting: The Rise of Right-Wing Populism in Germany. American Economic Journal: Economic Policy, Band 17, Ausgabe 3, S. 407–440.
Quelle des Beitrags von Marc Raschke:
https://www.linkedin.com/posts/marc-raschke-109787163_studie-wahlverhalten-auslaeunder-share-7487125778443210752-eYqi/?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0
EU zieht die Notbremse: US CLOUD Act bringt Amazon, Google und Microsoft massiv unter Druck
Ein Beitrag von

Furkan Yildiz
Die EU-Kommission zieht beim US CLOUD Act endgültig den Notschalter.
Das neue „Tech Sovereignty Package“ schränkt US-Clouds massiv ein.
Keine sensiblen Regierungsdaten mehr auf Servern von Amazon, Google oder Microsoft.
Das ist ein ungeschöntes Eingeständnis.
Jahrelang wurde uns gepredigt, die DSGVO und Standardvertragsklauseln (AVV) würden unsere Daten schützen. Jetzt zeigt das Vorgehen der EU: Das war nur Beruhigungstherapie.
Wenn es um ihre eigenen Daten geht, traut die EU diesen Papiertigern nicht mehr.
Weil sie wissen, dass US-Behörden im Zweifel immer Vollzugriff haben. Selbst wenn die Server in Frankfurt stehen.
Die EU zieht für sich selbst die Notbremse.

In der freien Wirtschaft passiert genau das Gegenteil.
Hier schreiben IT-Leiter weiter 50-seitige Risikoanalysen, um das nächste Microsoft 365 Abo zu rechtfertigen.
Eine absurde Zweiklassengesellschaft der Datensicherheit.
Wenn die Regierung ihre eigenen Daten vor US-Servern in Sicherheit bringt.
Dann hat das intellektuelle Eigentum deines Unternehmens dort erst recht nichts verloren.
Ein Kommentar von Werner Hoffmann
Seit Jahren weise ich darauf hin, dass eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Staaten ein erhebliches Risiko darstellt. Das betrifft nicht nur Software aus den USA, sondern ebenso Produkte und digitale Infrastrukturen aus China.
Gerade in einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen müssen Europa und Deutschland ihre digitale, wirtschaftliche und technologische Souveränität stärken. Ziel sollte sein, möglichst viele Schlüsseltechnologien, Cloud-Dienste, Softwarelösungenund sicherheitsrelevante Produkte aus der Europäischen Union oder aus anderen verlässlichen demokratischen Partnerstaaten zu beziehen.
Die politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch die USA nicht mehr automatisch als dauerhaft berechenbarer Partner angesehen werden können. Deshalb braucht Europa eigene leistungsfähige Alternativen – nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus Gründen der Versorgungssicherheit, Datensicherheitund strategischen Unabhängigkeit.

Digitale Unabhängigkeit beginnt nicht erst bei der Cloud, sondern bereits beim Betriebssystem, der Bürosoftwareund der vollständigen Kontrolle über die eigenen Daten.

#Datensouveränität #Cloud #Europa #OpenSource #Cybersicherheit

1. Übersicht über die bisherigen Artikel auf Blog-Demokratie zum Thema Linux Mint und digitale Souveränität:
https://blog-demokratie.de/?s=Linux+Mint
2. Originalbeitrag von Furkan Yildiz auf LinkedIn
Hinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden teilweise mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder bearbeitet. Sie dienen ausschließlich der Illustration des Themas und stellen keine realen Fotografien oder tatsächlichen Ereignisse dar.
#TechSovereignty #CloudAct #Datenschutz #DigitaleSouveränität #Cybersicherheit
Revolution in der Rentenberatung: Warum ich eine eigene KI-Software entwickle
Ein Beitrag von

Seit einigen Wochen arbeite ich an der Entwicklung einer speziellen KI-Software, die ausschließlich für die Rentenberatung und Generationenberatung konzipiert ist. Beta-Test wird im Dezember 2026 sein.

Es handelt sich nicht um eine allgemeine KI, sondern um ein hochspezialisiertes System, das meine tägliche Arbeit langfristig erheblich erleichtern und meinen Mandanten einen echten Mehrwert bieten soll.
Besonders wichtig ist mir dabei der Datenschutz.

Mein Ziel ist es, möglichst unabhängig von Cloud-Diensten zu arbeiten.
Soweit externe Dienste überhaupt erforderlich sind, sollen diese ausschließlich in Europa betrieben werden und den europäischen Datenschutzstandards entsprechen.
Sensible Mandantendaten sollen grundsätzlich auf meinem eigenen Rechner beziehungsweise Server verarbeitet werden.

Damit eine leistungsfähige KI lokal arbeiten kann, reicht ein normaler Büro-Laptop meist nicht aus.
Für die Verarbeitung großer Sprachmodelle und umfangreicher Dokumentensammlungen werden Hochleistungsrechner benötigt.
Häufig kommen dafür Gaming-Laptops oder vergleichbare Systeme mit leistungsstarken Grafikprozessoren (GPU) zum Einsatz.
Je nach Ausstattung liegen die Anschaffungskosten bei etwa 5.000 Euro oder darüber.
Das Herzstück der Software ist die intelligente Auswertung tausender Dokumente.
Gesetze, Verordnungen, sozialversicherungsrechtliche Rundschreiben, Fachinformationen und Gerichtsentscheidungen werden aus lokal gespeicherten PDF-Dateien durchsucht und miteinander verknüpft.

Ergänzt werden diese Informationen durch die individuellen Angaben des Mandanten, wie sie ein Renten- oder Generationenberater für eine qualifizierte Beratung benötigt.
Die KI erstellt innerhalb weniger Sekunden strukturierte Analysen und konkrete Handlungsempfehlungen. Recherchen, die heute oft viele Stunden in Anspruch nehmen, werden dadurch auf wenige Augenblicke reduziert.
Natürlich ersetzt die KI keine fachliche Prüfung. Alle Ergebnisse müssen weiterhin anhand der Originalquellen überprüft werden. Sie übernimmt jedoch den zeitaufwendigen Teil der Recherche und erleichtert dadurch die tägliche Arbeit erheblich.
Ein besonderes Ziel ist die Nachvollziehbarkeit. Jede Empfehlung soll mit den zugrunde liegenden gesetzlichen Vorschriften, Verwaltungsvorschriften oder Gerichtsentscheidungen belegt werden.
Nach meiner derzeitigen Marktkenntnis gibt es bislang keine Software, die speziell für Rentenberater und Generationenberater einen derart umfassenden Funktionsumfang bietet. Genau diese Lücke möchte ich schließen.

Ich bin überzeugt:
Künstliche Intelligenz wird den Rentenberater nicht ersetzen.
Sie wird aber zu einem leistungsstarken Werkzeug, das Fachwissen schneller verfügbar macht, Routinearbeiten reduziert und mehr Zeit für das Wesentliche schafft – die persönliche und individuelle Beratung der Menschen.
#KünstlicheIntelligenz #Rentenberatung #Generationenberatung #Digitalisierung #Datenschutz
Wassermangel wird immer größer! Herr Merz, aussitzen geht nicht!
Ein Beitrag von

Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme (HTW Berlin).
Spaziergang im #Rhein.

Normalerweise steht hier das Wasser «. Jetzt kann man hier laufen.
Uberall, wo man hinschaut, sieht man die krassen Folgen der #Klimakrise 8
Es ist nicht nur extrem heiß und trocken. Inzwischen entstehen auch der Wirtschaft Milliardenschäden Y.
Wann wird #Klimaschutz endlich wieder Chefsache, Herr Merz?
Die AfD wurde demokratisch gewählt. ABER
Nur weil ein Wolf durch das Gartentor spaziert, wird er nicht zum Schäferhund.
#Deutschland #AfD #Wahlen und was dann passiert!

Hinweis zu den KI-Bildern:
Die in diesem Beitrag verwendeten Illustrationen wurden mit Unterstützung einer Künstlichen Intelligenz erstellt. Sie dienen ausschließlich der symbolischen Veranschaulichung des Themas und zeigen keine realen Personen, Rechenzentren oder tatsächlichen Situationen.
KI – Künstliche Intelligenz – Vorsicht bei Nutzung bei neuen Sprachmodellen, die über eine Cloud laufen!
Ein Beitrag von


Viele kennen Ollama als Software, mit der große KI-Sprachmodelle lokal auf dem eigenen Computer ausgeführt werden können. Der Vorteil: Die Daten bleiben auf dem eigenen Gerät. Entwickelt wird Ollama von Ollama Inc. mit Sitz in Palo Alto (Kalifornien, USA).
Nun bietet Ollama zusätzlich Cloud-Modelle an. In einer E-Mail wurde das neue DeepSeek-V4-Flash-0731 vorgestellt.
Kurz übersetzt:
Das Modell kann jetzt über die Ollama-Cloud genutzt werden. Laut Ollama bietet es eine schnellere Verarbeitung, bessere Fähigkeiten zum logischen Schlussfolgern sowie zuverlässige Werkzeugaufrufe auch bei langen Eingaben. Unterstützt werden drei Denkstufen (Low, High und Max).
Das Modell wird in Rechenzentren in den USA und Europa betrieben. Nach Angaben von Ollama werden Nutzerdaten nicht dauerhaft gespeichert (Zero Data Retention) und nicht zum Training der KI verwendet.

Wo liegen die Risiken?
Auch wenn Ollama Datenschutz zusichert, gilt grundsätzlich:
Bei einer Cloud-KI verlassen Ihre Eingaben den eigenen Computer. Nutzer müssen darauf vertrauen, dass technische und organisatorische Datenschutzmaßnahmen dauerhaft eingehalten werden.
Hinzu kommen weitere Punkte:
- Abhängigkeit vom Anbieter: Preise, Nutzungsbedingungen oder sogar die Verfügbarkeit können sich jederzeit ändern.
- Internetzwang: Ohne Internet ist keine Nutzung möglich.
- Rechtlicher Zugriff: Ein US-Unternehmen unterliegt grundsätzlich auch dem US-Recht. Welche Behörden im Einzelfall Zugriff verlangen können, richtet sich nach den jeweils geltenden Gesetzen.
- Technische Ausfälle: Störungen oder Serverprobleme können die Arbeit jederzeit beeinträchtigen.

USA 2.0 – neue digitale Abhängigkeiten
Mit jeder Cloud-Lösung wächst die Abhängigkeit von ausländischen Rechenzentren und deren Betreibern. Gerade Behörden, Unternehmen und alle, die vertrauliche Daten verarbeiten, sollten deshalb genau prüfen, welche Informationen überhaupt eine Cloud verlassen dürfen.

Mein Fazit:
Lokale KI bietet die größte digitale Unabhängigkeit. Cloud-KI kann leistungsfähig und komfortabel sein, erfordert aber Vertrauen in den Anbieter, dessen Infrastruktur und die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen. Wer sensible Daten verarbeitet, sollte diese Unterschiede kennen und bewusst entscheiden.

#KünstlicheIntelligenz #Ollama #CloudComputing #Datenschutz #DigitaleSouveränität
Hinweis zu den KI-Bildern:
Die in diesem Beitrag verwendeten Illustrationen wurden mit Unterstützung einer Künstlichen Intelligenz erstellt. Sie dienen ausschließlich der symbolischen Veranschaulichung des Themas und zeigen keine realen Personen, Rechenzentren oder tatsächlichen Situationen.

