Studie enthüllt: Warum Terroranschläge das Wahlverhalten verändern – und weshalb die AfD davon besonders profitiert

Ein Beitrag von

Marc Raschke

Dass die AfD bei Wahlen überproportional stark von Anschlägen profitiert, ist kein Märchen, sondern wissenschaftlich erwiesen. Eine #Studie der Uni Frankfurt hat deutsche Kommunen seit 2010 untersucht, in denen es zu Anschlägen gekommen war. Das traurige Fazit: Terroranschläge beeinflussen das #Wahlverhalten in betroffenen Gemeinden deutlich, wurden in dieser Hinsicht aber bisher unterschätzt.

In Gemeinden mit erfolgreichen Anschlägen (erfolgreich im Sinne von z. B. „Bombe detonierte tatsächlich“) stieg der AD-Stimmenanteil bei Landtagswahlen um etwa 4,5 Prozentpunkte (rund 26 % mehr als in anderen Regionen). Besonders bizarr: Etwa 75 Prozent der betrachteten Anschläge waren rechtsextrem und richteten sich überwiegend gegen #Ausländer#Rechtsextreme wurden also selbst zu Terroristen. Und trotzdem profitiert die AD davon.

Drei zentrale Mechanismen machen die Autor:innen der Studie für dieses Phänomen verantwortlich:

  • Terror mobilisiert zur Wahl: Die #Wahlbeteiligung steigt lokal um rund 16 Prozentpunkte, wovon die AfD überproportional profitiert.
  • Einstellungen verschieben sich nach rechts: Sorgen über #Zuwanderung nehmen zu, besonders bei politisch bislang Inaktiven, Parteilosen und Menschen ohne Hochschulabschluss.
  • Lokale Medien berichten stark über erfolgreiche Anschläge und thematisieren den Islam, während der #Rechtsextremismus der Täter oft in den Hintergrund tritt.

Angesichts hoher AfD-Umfragewerte vor Landtagswahlen wird daher inzwischen jeder Anschlag als potenzieller Wahlkampffaktor angesehen. Dieser Effekt zeigte sich vor allem bei Landtagswahlen (Erklärung: Innere #Sicherheit ist stark Ländersache, Anschläge werden regional wahrgenommen). Und was haben wir in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin demnächst? Genau: Landtagswahlen.

#Terrorismus #Wahlverhalten #Demokratie #Rechtsextremismus #Politik

Quelle der Studie:
Sabet, Navid; Liebald, Marius; Friebel, Guido (2025): Terrorism and Voting: The Rise of Right-Wing Populism in Germany. American Economic Journal: Economic Policy, Band 17, Ausgabe 3, S. 407–440. 

Quelle des Beitrags von Marc Raschke:
https://www.linkedin.com/posts/marc-raschke-109787163_studie-wahlverhalten-auslaeunder-share-7487125778443210752-eYqi/?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0

EU zieht die Notbremse: US CLOUD Act bringt Amazon, Google und Microsoft massiv unter Druck

Ein Beitrag von

Furkan Yildiz

Die EU-Kommission zieht beim US CLOUD Act endgültig den Notschalter.

Das neue „Tech Sovereignty Package“ schränkt US-Clouds massiv ein.

Keine sensiblen Regierungsdaten mehr auf Servern von Amazon, Google oder Microsoft.

Das ist ein ungeschöntes Eingeständnis.

Jahrelang wurde uns gepredigt, die DSGVO und Standardvertragsklauseln (AVV) würden unsere Daten schützen. Jetzt zeigt das Vorgehen der EU: Das war nur Beruhigungstherapie.

Wenn es um ihre eigenen Daten geht, traut die EU diesen Papiertigern nicht mehr.

Weil sie wissen, dass US-Behörden im Zweifel immer Vollzugriff haben. Selbst wenn die Server in Frankfurt stehen.

Die EU zieht für sich selbst die Notbremse.

In der freien Wirtschaft passiert genau das Gegenteil.

Hier schreiben IT-Leiter weiter 50-seitige Risikoanalysen, um das nächste Microsoft 365 Abo zu rechtfertigen.

Eine absurde Zweiklassengesellschaft der Datensicherheit.

Wenn die Regierung ihre eigenen Daten vor US-Servern in Sicherheit bringt.

Dann hat das intellektuelle Eigentum deines Unternehmens dort erst recht nichts verloren.

Ein Kommentar von Werner Hoffmann

Seit Jahren weise ich darauf hin, dass eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Staaten ein erhebliches Risiko darstellt. Das betrifft nicht nur Software aus den USA, sondern ebenso Produkte und digitale Infrastrukturen aus China.

Gerade in einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen müssen Europa und Deutschland ihre digitalewirtschaftliche und technologische Souveränität stärken. Ziel sollte sein, möglichst viele SchlüsseltechnologienCloud-DiensteSoftwarelösungenund sicherheitsrelevante Produkte aus der Europäischen Union oder aus anderen verlässlichen demokratischen Partnerstaaten zu beziehen.

Die politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch die USA nicht mehr automatisch als dauerhaft berechenbarer Partner angesehen werden können. Deshalb braucht Europa eigene leistungsfähige Alternativen – nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus Gründen der VersorgungssicherheitDatensicherheitund strategischen Unabhängigkeit.

Digitale Unabhängigkeit beginnt nicht erst bei der Cloud, sondern bereits beim Betriebssystem, der Bürosoftwareund der vollständigen Kontrolle über die eigenen Daten.

#Datensouveränität #Cloud #Europa #OpenSource #Cybersicherheit


1. Übersicht über die bisherigen Artikel auf Blog-Demokratie zum Thema Linux Mint und digitale Souveränität:

https://blog-demokratie.de/?s=Linux+Mint

2. Originalbeitrag von Furkan Yildiz auf LinkedIn

https://www.linkedin.com/posts/furkan-yildiz-fluesta_die-eu-kommission-zieht-beim-us-cloud-act-share-7487753889283248128-nGtt/?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0


Hinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden teilweise mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder bearbeitet. Sie dienen ausschließlich der Illustration des Themas und stellen keine realen Fotografien oder tatsächlichen Ereignisse dar.

#TechSovereignty #CloudAct #Datenschutz #DigitaleSouveränität #Cybersicherheit

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