Kickstart im Kanzleramt? Wer folgt auf Thorsten Frei?

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.

Mit meiner Einschätzung zur Nachfolge von Jens Spahn lag ich offenbar nicht schlecht.

Ich hatte den damaligen Chef des Bundeskanzleramts, Thorsten Frei, bereits mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent als aussichtsreichsten Nachfolger für den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eingeschätzt.

Nun rückt eine neue Schlüsselfrage in den Mittelpunkt: Wer übernimmt künftig das Bundeskanzleramt als engster politischer Koordinator von Bundeskanzler Friedrich Merz? Aktuelle Medienberichte nennen mehrere Namen als mögliche Nachfolger. (FOCUS online⁠)

Meine persönliche Einschätzung:

  • Martin Jäger: 40 %
  • Hendrik Hoppenstedt: 30 %

Eher nicht:

  • Nina Warken: 15 %
  • Steffen Bilger: 10 %
  • Philipp Amthor: 5 %

Gerade Steffen Bilger und Philipp Amthor halte ich persönlich für keine überzeugende Lösung. Beide standen in der Vergangenheit wegen verschiedener Vorgänge in der öffentlichen Kritik. Wer sich ein eigenes Bild machen möchte, findet dazu Informationen unter anderem in den jeweiligen Wikipedia-Artikeln.

Kurzinfo zu Martin Jäger

Martin Jäger ist derzeit Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND). Zuvor war er unter anderem deutscher Botschafter sowie Staatssekretär in verschiedenen Landesregierungen. Er gilt als erfahrener Verwaltungsmanager, Diplomat und Krisenkoordinator. Nach Medienberichten zählt er zu den aussichtsreichsten Kandidaten für das Kanzleramt. (FOCUS online⁠)

Kurzinfo zu Hendrik Hoppenstedt

Hendrik Hoppenstedt ist Jurist, CDU-Bundestagsabgeordneter und war bereits von 2018 bis 2021 Staatsminister im Bundeskanzleramt unter Angela Merkel. Heute gehört er als Parlamentarischer Geschäftsführer zu den wichtigsten Organisatoren der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und kennt die Arbeitsabläufe des Kanzleramts aus eigener Erfahrung. Diese Erfahrung macht ihn aus meiner Sicht zu einem sehr ernstzunehmenden Kandidaten. (FOCUS online⁠)

#Kanzleramt #CDU #ThorstenFrei #FriedrichMerz #Bundespolitik

Wikipedia:

Wer macht aus Opfern plötzlich Täter? Der gefährliche Wandel unserer Wahrnehmung

Ein Beitrag von

Peter Sinapius

OPFER ODER TÄTER?

Vor zehn Jahren wurde der syrische Flüchtlingsjunge Alan Kurdi tot an der türkischen Ägäis-Küste angeschwemmt. Das Bild ging um die Welt und wurde zum Symbol des Leids von Menschen auf der Flucht.

Heute wird oft ein anderes Bild gezeichnet: Flüchtlinge erscheinen nicht mehr als Opfer, sondern als Bedrohung. Zehntausende Migranten erreichten in den vergangenen Tagen von Marokko aus die spanische Exklave Ceuta. Ein Großteil ist inzwischen zurückgekehrt.

Dabei gerät fast in Vergessenheit, dass mindestens 72 Menschen bei ihrer Flucht ertrunken sind.

Kritiker werfen Spanien eine zu liberale Migrationspolitik vor. Doch vor wem sollen die Außengrenzen geschützt werden? Vor Menschen, die schwimmend eine Grenze überwinden und dabei ihr Leben riskieren?

Inzwischen ist deutlich geworden, dass Flüchtlinge für politische Machtinteressen instrumentalisiert werden. Wo aus Schutzsuchenden „Eindringlinge“ gemacht werden, wächst Angst – und mit ihr die Bereitschaft, einfache Schuldige zu präsentieren.

Wer kennt das nicht? Geschieht etwas Unerwartetes, sucht man schnell einen Verantwortlichen. Man fragt oft nicht mehr nach den Ursachen, sondern nach einem Täter, dem man die Schuld zuschieben kann.

Hat man diesen gefunden, muss man sich mit den eigentlichen Problemen nicht mehr beschäftigen. So geraten die Menschen aus dem Blick, die auf der Flucht ihr Leben verlieren.

Wer flüchtet, ist kein Täter.

Täter üben Macht aus.

Zu einem Opfer wird man gemacht.

Ein Kommentar von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann, Überzeugter demokratischer Europäer.
Gerade in Wahlkampfzeiten wird versucht, Ängste zu schüren und Menschen gegeneinander auszuspielen.

Wer Schutzsuchende pauschal als Bedrohung darstellt, lenkt häufig von den eigentlichen Ursachen von Flucht, Krieg, Verfolgung und Armut ab.

Eine demokratische Gesellschaft muss ihre Grenzen schützen können – aber ebenso ihre Menschlichkeit bewahren. Sicherheit und Humanität sind keine Gegensätze. Wer Probleme lösen will, sollte auf Fakten statt Angst, auf Menschlichkeit statt Feindbilder und auf Verantwortung statt Schuldzuweisungen setzen.

#Flucht #Menschenrechte #Demokratie #Europa #Menschlichkeit

Quelle:

Peter Sinapius, LinkedIn-Beitrag „OPFER ODER TÄTER?“

https://www.linkedin.com/posts/peter-sinapius_opfer-oder-t%C3%A4ter-vor-zehn-jahren-wurde-share-7489757643524440064-BAjY/?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0

Ceuta ist nicht Spanien! Wie Rechtspopulisten und Rechtsextreme mit falschen Bildern Angst vor Flüchtlingen schüren

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann, Überzeugter demokratischer Europäer.

Die aktuellen Bilder aus der spanischen Exklave Ceuta werden von Rechtspopulisten und Rechtsextremen genutzt, um den Eindruck zu erwecken, ganz Spanien werde von Flüchtlingen überrannt. Auch US-Präsident Donald Trump machte die liberale spanische Regierung für die Ereignisse verantwortlich und bezeichnete die Situation als Folge einer verfehlten Migrationspolitik.

Doch die Fakten zeichnen ein differenzierteres Bild.

Ceuta liegt nicht auf dem europäischen Festland, sondern an der nordafrikanischen Küste direkt an der Grenze zu Marokko. Viele Migranten schwammen lediglich ein bis zwei Kilometer um die Grenzanlagen herum bis an die Küste von Ceuta. Das ist etwas völlig anderes, als das spanische Festland zu erreichen.

Zum Vergleich: Die kürzeste Entfernung zwischen Marokko und dem spanischen Festland über die Straße von Gibraltar beträgt rund 14 Kilometer. Von Ceuta bis Algeciras auf dem spanischen Festland sind es etwa 21 Kilometer. Zudem gehört Ceuta zwar politisch zu Spanien, aber nicht zum Schengen-Raum. Wer Ceuta erreicht, kann deshalb nicht einfach ohne weitere Kontrollen nach Spanien oder in andere EU-Staaten weiterreisen.

Genau diesen entscheidenden Unterschied verschweigen viele Beiträge in den sozialen Medien. Dadurch entsteht der Eindruck, Millionen Menschen könnten ungehindert nach Europa gelangen. Tatsächlich handelt es sich um eine außergewöhnliche Situation an einer einzigen EU-Außengrenze in Nordafrika.

Hinzu kommt: Die Lage hat sich bereits wieder deutlich entspannt. Nach Angaben der spanischen Behörden sind innerhalb von 48 Stunden mehr als 48.000 Menschen nach Marokko zurückgekehrt. Spanien hat seine Grenzsicherung zusätzlich verstärkt. (Reuters⁠)

Natürlich darf und muss über Migration diskutiert werden. Eine demokratische Debatte sollte jedoch auf nachprüfbaren Fakten beruhen und nicht auf irreführenden Bildern oder bewusst verkürzten Darstellungen. Wer den geografischen und rechtlichen Hintergrund von Ceuta verschweigt, trägt nicht zur Aufklärung bei, sondern schürt Ängste und erschwert eine sachliche Diskussion.

#Ceuta #Spanien #Marokko #Flüchtlinge #Faktencheck


Hinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten KI-generierten Bilder dienen ausschließlich der symbolischen Veranschaulichung. Sie stellen keine realen Personen, Orte oder konkreten Ereignisse dar und wurden ausschließlich zur Illustration des Themas erstellt.

Quellen: Reuters (31.07./01.08.2026), spanisches Innenministerium, Europäische Kommission.

error

Gefällt Dir der Blog-Demokratie? Einfach weiterempfehlen