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Nach den ersten 100 dokumentierten Vorgängen folgt Teil 2 mit den Fällen 101 bis 200. Im Mittelpunkt stehen erneut Parteispenden, finanzielle Interessen, Lobbykontakte, E-Fuels, Automobil- und Mineralölwirtschaft, Verkehrspolitik, fossile Energien, Gas, LNG, Atomkraft sowie Denkfabriken und politische Netzwerke.
Persönliche Bewertung des Autors:
Warum diese FDP – von Kritikern auch als „FossileDeutschePartei“ bezeichnet – politisch so dermaßen unter die Räder gekommen ist, haben aus meiner Sicht Politiker wie Christian Lindner, Christian Dürr, Wolfgang Kubicki & Co. mit zu verantworten.
Spenden und auffällige zeitliche Zusammenhänge rund um einzelne Spenden sowie die Vernetzung mit verschiedenen Organisationen und Interessengruppen sind dabei nur zwei Bereiche.
Die nachstehenden Fakten sollen nachvollziehbar machen, warum ich persönlich zu dieser äußerst kritischen Bewertung der Partei gelangt bin.
Und ja: Ich selbst habe diese Partei auch einmal gewählt – einmal vielleicht zu viel.
Dabei gilt auch für Teil 2: Eine Parteispende ist kein Beweis für eine politische Gegenleistung. Ein Lobbykontakt ist nicht automatisch unzulässig. Entscheidend ist die Transparenz darüber, wo Geld, wirtschaftliche Interessen, politischer Zugang und konkrete politische Forderungen zusammentreffen.

Parteispenden und wirtschaftliche Interessen
101. 2,245 Millionen Euro Großspenden allein im Januar 2025
Im Januar 2025 erhielt die FDP 15 meldepflichtige Großspenden mit zusammen 2,245 Millionen Euro. Bei der Gesamtsumme lagen in diesem Monat nur CDU und AfD höher. Das geht aus der Unterrichtung der Bundestagspräsidentin vom 7. April 2025 hervor.
102. 500.000 Euro von Bitpanda
Die österreichische Kryptoplattform Bitpanda GmbH spendete der FDP am 15. Januar 2025 500.000 Euro.
103. Bitpanda unterstützte mehrere Parteien
Bitpanda spendete ebenfalls 500.000 Euro an die CDU und 500.000 Euro an die SPD. Die Zahlung an die FDP war damit keine exklusive Unterstützung.
104. 100.000 Euro von Viessmann
Auch die Viessmann Generations Group gehörte 2025 zu den größeren FDP-Spendern.
105. Großunternehmen unterstützen häufig mehrere Parteien
Dies ist bei der Bewertung wichtig: Unternehmensspenden belegen allein keine besondere oder gar rechtswidrige politische Gegenleistung.
106. 200.000 Euro von Tadeusz Cymermann
Ende Januar 2025 wurde eine weitere FDP-Großspende von 200.000 Euro veröffentlicht.
107. 100.000 Euro von VÖLKEL
Die VÖLKEL GmbH unterstützte die FDP ebenfalls mit einer sechsstelligen Summe.
108. 100.000 Euro von Hagedorn Management
Auch von der Hagedorn Management GmbH erhielt die FDP eine Großspende.
109. 50.000 Euro von Jan-Dirk Lüders
Eine weitere veröffentlichte Zuwendung kam von einem in Chicago angegebenen Spender.
110. 50.000 Euro von Ralph Dommermuth
Auch der Unternehmer und United-Internet-Gründer Ralph Dommermuth gehörte zu den FDP-Spendern.
111. 40.000 Euro vom Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie
Der vbm überwies der FDP im Januar 2025 40.000 Euro.
112. Der Verband hatte die FDP schon früher unterstützt
Damit bestand die finanzielle Unterstützung der Partei durch den Industrieverband nicht erst im Bundestagswahljahr 2025.
113. Noch einmal 500.000 Euro von Dieter Morszeck
Am 6. Januar 2025 erhielt die FDP von Dieter Albert Richard Morszeck eine weitere halbe Million Euro.
114. Eine Million Euro innerhalb weniger Wochen
Zusammen mit seiner bereits Ende 2024 veröffentlichten Spende summierten sich Morszecks Zahlungen innerhalb kurzer Zeit auf eine Million Euro.
115. 165.000 Euro von Bert Flossbach
Der Vermögensverwalter Dr. Bert Flossbach spendete der FDP am 6. Januar 2025 165.000 Euro.
116. 141.996,75 Euro von MMI Leisure & Capital Management
Am 24. Februar 2025 erhielt die FDP genau 141.996,75 Euro von der MMI Leisure & Capital Management GmbH. Zuvor waren von demselben Unternehmen weitere 56.859,39 Euro veröffentlicht worden.
117. 119.619 Euro von smart TV market
Am 17. März 2025 folgte eine weitere Großspende über 119.619 Euro.
118. Auch Ende 2025 weitere Unternehmensspenden
Am 19. November 2025 erhielt die FDP 50.000 Euro von der Deutschen Vermögensberatung AG.
119. Niedrigere Veröffentlichungsschwelle seit 2024
Seit März 2024 müssen Spenden von mehr als 35.000 Euro der Bundestagspräsidentin unverzüglich angezeigt und veröffentlicht werden.
120. Mehr Transparenz – aber kein vollständiger Echtzeitüberblick
Die Reform macht mehr Großspenden zeitnah sichtbar. Zahlreiche kleinere Zuwendungen erscheinen jedoch weiterhin erst später in den Rechenschaftsberichten.

Geld, Unternehmen und politischer Zugang
121. FDP war Ende 2024 Spitzenreiter bei gemeldeten Großspenden
Bereits im Dezember 2024 hatte die FDP besonders hohe meldepflichtige Spendeneingänge verzeichnet.
122. Großspenden unmittelbar vor einer Bundestagswahl
Die zeitliche Nähe zum Wahlkampf erhöht die öffentliche Bedeutung solcher Zahlungen.
123. Unternehmer und Beteiligungsgesellschaften als Geldgeber
Zu den veröffentlichten Unterstützern gehörten vermögende Privatpersonen ebenso wie Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften.
124. Finanz- und Verkehrspolitik betreffen Unternehmensinteressen unmittelbar
In der Ampelregierung führte die FDP sowohl das Bundesfinanzministerium als auch das Bundesverkehrsministerium.
125. Parteispenden bedeuten nicht automatisch politische Gegenleistungen
Für die Behauptung eines Kaufs politischer Entscheidungen wäre ein konkreter Nachweis erforderlich.
126. Politischer Einfluss funktioniert nicht nur über Spenden
Auch persönliche Gespräche, Veranstaltungen, Verbände, Studien, Parteitage und Netzwerke eröffnen Möglichkeiten, politische Positionen zu vermitteln.
127. Parteitage als Kontaktplattform
Unternehmen und Verbände nutzen Parteitage regelmäßig für Gespräche und öffentliche Präsenz.
128. Sponsoring und Parteispende sind rechtlich nicht dasselbe
Beim Sponsoring steht typischerweise eine Gegenleistung wie Werbung oder Präsentation gegenüber.
129. Unterschiedliche Geldflüsse erschweren den Gesamtüberblick
Wer den Einfluss wirtschaftlicher Interessen bewerten will, darf deshalb nicht ausschließlich auf klassische Parteispenden schauen.
130. Wirtschaftsnahe Positionierung der FDP
Die FDP versteht sich selbst als marktwirtschaftliche und unternehmensfreundliche Partei. Genau deshalb ist die Transparenz über ihre wirtschaftlichen Kontakte besonders relevant.
Porsche, E-Fuels und der Verbrennungsmotor

131. Direkte Kommunikation zwischen Lindner und Porsche-Chef Blume
Die inzwischen veröffentlichten Nachrichten dokumentieren Kontakte während der politischen Auseinandersetzung um E-Fuels und das Verbrenner-Aus.
132. Lindner bat um „argumentative Unterstützung“
Eine der veröffentlichten Nachrichten zeigt, dass der damalige Finanzminister Porsche-Chef Oliver Blume um argumentative Unterstützung in der E-Fuel-Debatte bat.
133. Porsche sagte Unterstützung zu
Blume antwortete mit „volle Unterstützung von Porsche Seite“ und bedankte sich für Lindners politischen Einsatz.
134. Zwölf Nachrichten wurden erst nach einer Klage veröffentlicht
Das Bundesfinanzministerium gab die Nachrichten 2025 nach einem Rechtsstreit mit abgeordnetenwatch.de heraus.
135. Die Kommunikation stammt aus dem Sommer 2022
Damit fand der Austausch mitten in einer wichtigen europäischen Auseinandersetzung über den Verbrennungsmotor statt.
136. Porsche bestritt eine Einflussnahme auf den Koalitionsvertrag
Auch diese Gegenposition gehört zur vollständigen Darstellung: Oliver Blume erklärte in der veröffentlichten Kommunikation, keinen Einfluss auf die Koalitionsverhandlungen genommen zu haben.
137. Porsche hatte ein wirtschaftliches Interesse an E-Fuels
Der Sportwagenhersteller investierte selbst in die Entwicklung beziehungsweise Produktion synthetischer Kraftstoffe.
138. Deutschland setzte eine E-Fuel-Ausnahme auf EU-Ebene durch
Die Bundesregierung verlangte eine Perspektive für ausschließlich mit klimaneutralen Kraftstoffen betriebene Verbrenner nach 2035.
139. Die FDP wertete dies als Erfolg ihrer Technologieoffenheit
E-Fuels wurden zu einem der sichtbarsten energie- und verkehrspolitischen FDP-Themen.
140. Auch 2025 blieb die Position bestehen
Die Partei trat weiterhin gegen ein vollständiges politisches Ende des Verbrennungsmotors ein.
141. FDP bezeichnete Verbote synthetischer Kraftstoffe als falsch
FDP-Abgeordnete verteidigten im Bundestag eine technologieoffene Regulierung.
142. Emissionshandel statt detaillierter Technologieverbote
Die FDP setzte beim Klimaschutz stärker auf CO₂-Preise und Marktmechanismen.
143. Flüssige Kraftstoffe erhalten bestehende Infrastrukturen
E-Fuels könnten Tankstellen, Teile der Mineralölwirtschaft und Verbrennungstechnologien länger wirtschaftlich relevant halten.
144. Daraus entstehen Interessenüberschneidungen
Eine Interessenüberschneidung zwischen FDP-Politik und Unternehmen beweist keine rechtswidrige Einflussnahme, ist aber politisch dokumentationswürdig.
145. Mineralölverbände warben selbst offensiv für E-Fuels
Damit traf die FDP-Forderung auf ein erhebliches wirtschaftliches Interesse der Kraftstoffbranche.
Verkehrspolitik und Klimaschutz

146. Verkehr blieb ein Problemsektor beim Klimaschutz
Während der Ampelzeit wurden die Emissionsziele im Verkehrsbereich wiederholt verfehlt.
147. FDP führte das Verkehrsministerium
Bundesverkehrsminister Volker Wissing gehörte bis zum Koalitionsbruch 2024 der FDP an.
148. Kein allgemeines Tempolimit
Die FDP gehörte zu den entschiedensten Gegnern eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen.
149. Statt zusätzlicher Sofortmaßnahmen wurde das Klimaschutzgesetz verändert
Die bisherige starke Orientierung an einzelnen Sektoren wurde abgeschwächt.
150. Bundestag änderte 2024 das Klimaschutzgesetz
Stärker als zuvor sollte nun die Gesamtentwicklung der Treibhausgasemissionen betrachtet werden.
151. FDP sprach vom Abschied von „Planwirtschaft“
FDP-Abgeordneter Tobias Dürr verteidigte die Reform im Bundestag als Wechsel zu marktwirtschaftlichem und technologieoffenem Klimaschutz.
152. Opposition sprach von „Lex Wissing“
Janine Wissler von der Linken kritisierte, die Reform entlaste insbesondere das Verkehrsministerium. Das ist eine politische Bewertung der Opposition.
153. Kritik an schwächerer Sektorverantwortung
Umwelt- und Klimaschutzvertreter warnten davor, dass einzelne Ministerien weniger unmittelbaren Druck zum Nachsteuern hätten.
154. Auch aus der Energiewirtschaft gab es Kritik
In parlamentarischen Anhörungen wurde dafür plädiert, die zielgerichtete Wirkung von Sektorvorgaben nicht zu verlieren.
155. Kommunale Vertreter verlangten belastbare Kontrollmechanismen
Klimaziele seien nur wirksam, wenn regelmäßig überprüft und gegebenenfalls nachgesteuert werde.
156. EU-Zielverfehlungen können teuer werden
Werden europäische Verpflichtungen nicht erreicht, können zusätzliche Kosten entstehen.
157. FDP verteidigte sektorübergreifende Flexibilität
Aus ihrer Sicht sollte dort CO₂ eingespart werden, wo dies möglichst effizient möglich ist.
158. Der Verbrennungsmotor blieb politisches Symbolthema
Die FDP präsentierte die Offenhaltung von E-Fuels als Erfolg gegen ein vollständiges Verbrenner-Aus.
159. Keine grundlegende Abschaffung der Dienstwagenregelung
Die steuerliche Behandlung privat genutzter Dienstwagen wurde während der Ampelregierung nicht grundsätzlich beendet.
160. Tempolimit blieb ebenfalls aus
Auch diese schnell umsetzbare Maßnahme wurde politisch nicht beschlossen.
Gebäudeenergiegesetz, Gas und Wasserstoff

161. FDP stellte frühe GEG-Pläne massiv infrage
Die Partei verlangte weitreichende Änderungen am ursprünglichen Gebäudeenergiegesetz.
162. Das endgültige Gesetz wurde technologieoffener
Neben Wärmepumpen blieben weitere Lösungen einschließlich Fernwärme, Biomasse und unter bestimmten Bedingungen Gas möglich.
163. FDP sprach davon, das Gesetz „vom Kopf auf die Füße“ gestellt zu haben
Der FDP-Abgeordnete Lukas Köhler verwendete diese Formulierung in der Bundestagsdebatte.
164. Öl und Gas sollten weiter genutzt werden können
Köhler erklärte ausdrücklich, seine Fraktion habe dafür gesorgt, dass Holz, Öl und Gas auch künftig genutzt werden können.
165. Kommunale Wärmeplanung gewann an Bedeutung
Zahlreiche Verpflichtungen wurden stärker mit der örtlichen Wärmeplanung verzahnt.
166. Wasserstoff blieb als Heizoption im Gesetz
Die FDP setzte sich dafür ein, sogenannte H₂-ready-Lösungen nicht grundsätzlich auszuschließen.
167. Wasserstoff im Gebäudebereich ist fachlich umstritten
Kritiker verweisen auf Energieverluste, Kosten und begrenzte Mengen grünen Wasserstoffs.
168. Fossile Heiztechniken erhielten längere Übergänge
Die endgültige Regelung war weniger strikt als frühere Entwurfsstände.
169. FDP begründete dies mit Eigentum und finanzieller Belastung
Sie argumentierte, Bürger dürften nicht zu einer einzelnen Heiztechnik gezwungen werden.
170. Interessen von Gaswirtschaft und FDP überschnitten sich teilweise
Beide Seiten wollten vermeiden, dass gasbasierte Systeme kurzfristig vollständig aus dem Markt gedrängt werden.
LNG und fossile Gasinfrastruktur

171. 81 FDP-Abgeordnete stimmten für die LNG-Gesetzesänderung 2023
Bei der namentlichen Abstimmung am 7. Juli 2023 stimmten 81 FDP-Abgeordnete mit Ja, keiner mit Nein; elf nahmen nicht an der Abstimmung teil.
172. Genehmigungen sollten weiter beschleunigt werden
Die Gesetzgebung sollte zusätzliche LNG-Infrastruktur schneller ermöglichen.
173. Hintergrund war die Energiekrise nach Russlands Angriff auf die Ukraine
Deutschland musste kurzfristig Ersatz für große Mengen russischen Pipelinegases schaffen.
174. Gleichzeitig entstand neue langfristige Infrastruktur
Terminals und Leitungen besitzen Nutzungsdauern, die weit über die akute Krise hinausreichen können.
175. Kritik am fossilen Lock-in
Umweltverbände warnten davor, dass milliardenschwere Gasinfrastruktur den Ausstieg aus fossilen Energien erschweren könne.
176. Versorgungssicherheit war das zentrale Gegenargument
Ohne alternative Importmöglichkeiten bestand 2022 ein erhebliches Risiko für die Gasversorgung.
177. FDP unterstützte schnelle Planungs- und Genehmigungsverfahren
Das entsprach ihrer generellen Forderung nach weniger Bürokratie bei Infrastrukturprojekten.
178. Wasserstoff als spätere Perspektive
Politisch wurde argumentiert, Teile der LNG-Infrastruktur könnten später klimafreundlichere Energieträger transportieren.
179. Ob dies überall wirtschaftlich funktioniert, ist offen
Die technische Umrüstbarkeit hängt vom jeweiligen Terminal und vom transportierten Energieträger ab.
180. Versorgungssicherheit erhielt kurzfristig Vorrang
Die energiepolitische Entscheidung zeigt den Konflikt zwischen akuter Versorgung und langfristigem Klimaschutz.
Atomkraft

181. FDP unterstützte den Weiterbetrieb der letzten Kernkraftwerke bis April 2023
Der Bundestag verlängerte am 11. November 2022 die Laufzeit der drei letzten deutschen Kernkraftwerke bis zum 15. April 2023.
182. FDP wollte teilweise noch längere Laufzeiten
Innerhalb der Bundesregierung plädierte die Partei für weitergehende Optionen.
183. Nicht jeder Atomkraft-Antrag der Opposition wurde unterstützt
Die FDP stimmte nicht automatisch jedem Vorschlag von CDU/CSU oder AfD zur Kernenergie zu.
184. Pro Atomkraft bedeutete nicht Kooperation mit der AfD
Bei entsprechenden parlamentarischen Initiativen lehnte die FDP auch Anträge der AfD ab.
185. Atompolitik blieb innerhalb des Bundestages stark umstritten
Versorgungssicherheit, Sicherheit, Kosten und Klimawirkungen wurden unterschiedlich bewertet.
186. Nach dem Atomausstieg hielt die FDP am Thema fest
Die Partei forderte weiterhin eine mögliche Rückkehr zur Kernenergie.
187. Wiederinbetriebnahme bestehender Kraftwerke sollte rechtlich ermöglicht werden
Im Wahlprogramm 2025 wollte die FDP hierfür die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen.
188. Small Modular Reactors
Auch kleinere modulare Reaktoren wurden von der FDP als mögliche Zukunftstechnologie genannt.
189. Änderung des Atomrechts
Die FDP forderte grundsätzlich offenere Rahmenbedingungen für neue Kernenergietechnologien.
190. Auch Kernfusion gehörte zur langfristigen Strategie
Forschung und mögliche kommerzielle Nutzung sollten nach FDP-Vorstellungen regulatorisch unterstützt werden.
Prometheus, Frank Schäffler und internationale Netzwerke

191. Frank Schäffler und Prometheus
Der damalige FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler war zugleich eine zentrale Person hinter der Denkfabrik Prometheus.
192. Verbindung zum Atlas Network
Prometheus ist in internationale marktliberale und libertäre Netzwerke eingebunden.
193. CORRECTIV recherchierte finanzielle Unterstützung aus dem Atlas-Umfeld
Die Recherche von Annika Joeres und Elena Kolb erschien am 19. Dezember 2024.
194. Streit über frühere Aussagen zur Finanzierung
CORRECTIV berichtete, Schäffler habe zuvor erklärt, Prometheus habe kein Geld vom Atlas Network erhalten. Die Recherche stellte dieser Aussage dokumentierte Förderungen gegenüber.
195. Prometheus bestritt eine inhaltliche Abhängigkeit
Auch diese Position muss berücksichtigt werden: Finanzierung ist nicht automatisch gleichbedeutend mit politischer Weisung oder Kontrolle.
196. Klimapolitik als Schwerpunkt der Kritik
CORRECTIV verwies darauf, dass im internationalen Atlas-Umfeld auch Organisationen aktiv sind, die klimaskeptische Positionen vertreten.
197. Keine pauschale Gleichsetzung mit Rechtspopulismus
Das Netzwerk ist heterogen. Nicht jede angeschlossene Organisation kann deshalb pauschal als rechtspopulistisch oder klimaskeptisch bezeichnet werden.
198. Denkfabriken prägen politische Debatten
Sie veröffentlichen Studien, organisieren Veranstaltungen, entwickeln Argumentationen und schaffen Kontakte zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik.
199. Finanzierung solcher Organisationen ist daher politisch relevant
Gerade wenn Denkfabriken politische Entscheidungen beeinflussen wollen, ist die Frage nach Geldgebern und institutionellen Verbindungen von öffentlichem Interesse.
[BILD 9 – Große Lupe über einem Netzwerk aus FDP, Unternehmen, Spendern, Denkfabriken, E-Fuels, LNG und Atomkraft]
200. Was die Fälle 101 bis 200 zeigen
Der zweite Teil dokumentiert erneut keinen einheitlichen Beweis für einen gekauften politischen Kurs. Er zeigt aber zahlreiche tatsächliche Schnittstellen zwischen großen Parteispenden, wirtschaftlichen Interessen, direktem Zugang zu politischen Entscheidungsträgern, E-Fuels, Automobilwirtschaft, Gas, LNG, Kernenergie und international vernetzten Denkfabriken.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Größenordnung der Finanzierung: Allein im Januar 2025 erhielt die FDP 15 meldepflichtige Großspenden im Gesamtwert von 2,245 Millionen Euro.
Gleichzeitig zeigen die veröffentlichten Porsche-SMS, wie direkt der Austausch zwischen einem Bundesminister und einem Konzernchef während einer laufenden politischen Auseinandersetzung sein konnte. Die Nachrichten dokumentieren Kontakte und gemeinsame Interessen; einen Rechtsverstoß oder den Kauf einer Entscheidung weisen sie nicht nach.
Beim Gebäudeenergiegesetz erklärte die FDP selbst, sie habe wesentliche Änderungen durchgesetzt und unter anderem dafür gesorgt, dass Öl und Gas weiterhin genutzt werden können.
Beim Klimaschutzgesetz setzte die Ampel 2024 eine stärker sektorübergreifende Betrachtung durch. Die FDP begrüßte dies ausdrücklich als marktwirtschaftlicheren Ansatz; Kritiker sahen darin dagegen eine Entlastung des FDP-geführten Verkehrsministeriums.
Beim LNG-Ausbau stimmten 81 FDP-Abgeordnete für die Gesetzesänderung, während kein FDP-Abgeordneter dagegen votierte.
Und bei Prometheus und dem Atlas Network bestehen nach den Recherchen von CORRECTIV dokumentierte internationale Finanzierungs- und Netzwerkverbindungen, über deren politische Bedeutung zugleich gestritten wird.
Damit bleibt die entscheidende Frage nicht, ob jeder einzelne Vorgang für sich einen Skandal darstellt. Entscheidend ist vielmehr, welches Gesamtbild entsteht, wenn Spenden, Lobbykontakte, wirtschaftliche Interessen, politische Entscheidungen und personelle Netzwerke gemeinsam betrachtet werden.
Quellenbasis: Deutscher Bundestag und Bundestagsverwaltung, namentliche Abstimmungen des Deutschen Bundestages, Bundestagsdebatten zum Klimaschutzgesetz und Gebäudeenergiegesetz, abgeordnetenwatch.de, CORRECTIV sowie öffentlich zugängliche FDP-Programmdokumente.
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Hinweis zu den KI-Bildern:
Die in diesem Beitrag verwendeten Illustrationen können teilweise mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt worden sein. Sie dienen ausschließlich der symbolischen und redaktionellen Veranschaulichung der behandelten Themen. KI-generierte Darstellungen sind keine fotografischen Belege für die beschriebenen Vorgänge, Kontakte oder Personenbeziehungen. Maßgeblich für die Tatsachenbehauptungen sind die genannten Quellen, parlamentarischen Dokumente und Originalunterlagen.































































