Schiffsfonds: Vom Traum vom Reichtum zum finanziellen Albtraum vieler Anleger

Ein Beitrag von
Werner Hoffmann

Auch ich kenne so manchen Geschäftsführer in meinem Umfeld, der auf dieses Versprechen hereingefallen ist.

Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 2014. Ein Nachbar erklärte mir voller Überzeugung, Schiffsbeteiligungen und Flugzeugbeteiligungen seien die wahren Renditebringer. Geschlossene Beteiligungen galten als exklusiv und wurden oft als Geldanlagen für besonders erfolgreiche Unternehmer und Geschäftsführer dargestellt.

Genau dieses Gefühl wurde in vielen Verkaufsgesprächen vermittelt. Wer sich beteiligte, war nicht einfach Anleger, sondern Kommanditist einer Gesellschaft. Manche trugen diesen Status mit sichtbarem Stolz vor sich her und glaubten, nun zu einem elitären Kreis zu gehören.

Ich dachte damals nur:

„Hochmut kommt vor dem Fall.“

Aus diesem Grund habe ich mich bewusst gegen solche Beteiligungen entschieden. Mir war das unternehmerische Risiko einfach zu hoch. Ich habe weder in Schiffs- noch in Flugzeugbeteiligungen investiert.

Viele Anleger ließen sich von Hochglanzprospekten, optimistischen Renditeprognosen und der vermeintlichen Sicherheit des Welthandels überzeugen. Doch die Realität sah bei zahlreichen Schiffsfonds ganz anders aus. Die weltweite Schifffahrtskrise, sinkende Charterraten und Überkapazitäten führten dazu, dass viele Fondsgesellschaften Insolvenz anmelden mussten.

Für zahlreiche Anleger bedeutete dies den Verlust ihrer gesamten Einlage. Teilweise kam noch hinzu, dass zuvor erhaltene Ausschüttungen vom Insolvenzverwalter zurückgefordert wurden. Vielen war dieses Risiko beim Beitritt überhaupt nicht bewusst.

Hinzu kam, dass bei vielen geschlossenen Fonds ein erheblicher Teil des Anlegerkapitals zunächst in Vertriebskosten, Provisionen, Konzeption, Finanzierung und andere Weichkosten floss. Dadurch musste das Schiff diese Kosten erst einmal erwirtschaften, bevor überhaupt Gewinne für die Anleger entstehen konnten.

Natürlich waren nicht alle Schiffsbeteiligungen erfolglos. Dennoch zeigen die vielen Insolvenzen, dass solche Beteiligungen erhebliche unternehmerische Risiken bergen und keineswegs mit einer sicheren Geldanlage verwechselt werden dürfen.

Meine Lehre daraus:

Lassen Sie sich niemals von Prestige, Exklusivität oder hohen Renditeversprechen blenden. Entscheidend sind nicht schöne Verkaufsprospekte, sondern die wirtschaftlichen Fakten, eine unabhängige Beratung und das ehrliche Verständnis der Risiken.

Gerade wenn eine Geldanlage als „exklusiv“, „nur für ausgewählte Investoren“ oder als „sichere Rendite“ beworben wird, sollte man besonders kritisch werden. Denn am Ende entscheidet nicht das Verkaufsgespräch über den Erfolg einer Investition, sondern die wirtschaftliche Realität.

Ab und zu sollte man eben doch mal auf den Nachbarn hören, der sich mit Finanzen besser auskennt und nicht auf Empfehlungen von Bekannten, Freunden, Strukturvertrieben oder einer Bank!

Es ist schon verwunderlich, wie Menschen mit einer Prestige-Position auf solche Geschäftsmodelle aufgrund ihrer Ehrenkäsigkeit auf solche Kapitalanlagen hereinfallen.

#Schiffsfonds #Schiffsbeteiligung #Kapitalanlage #Finanzbildung #Anlegerschutz


Hinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt. Sie dienen ausschließlich der symbolischen Veranschaulichung des Themas und zeigen keine realen Personen oder tatsächlichen Ereignisse.

„Früher gab es auch heiße Sommer!“ – Diese Grafik beendet die Ausreden in wenigen Sekunden

Ein Beitrag von

Dr. Martin Bethke.

„Es wird wieder heiß, es brennt allerorts, aber auch hier gibt es ja immer wieder einige aus der Fraktion: ‚Früher gab es auch schon heiße Sommer.‘

Hier ist die Antwort darauf, denn ich diskutiere das nicht mehr.

Und wer seine Region einmal einsehen möchte, einfach bei Ed Hawkins nachsehen.“


Erläuterung von Werner Hoffmann

Immer wieder wird behauptet: „Früher gab es doch auch schon heiße Sommer.“ Das stimmt. Entscheidend ist jedoch nicht das Wetter eines einzelnen Jahres, sondern die langfristige Entwicklung über viele Jahrzehnte.

Genau das zeigen die Klimastreifen (Warming Stripes). Aus überwiegend blauen Farbtönen werden im Laufe der Jahrzehnte immer mehr rote und dunkelrote Streifen. Sichtbar wird damit die kontinuierliche Erwärmung unseres Planeten – basierend auf gemessenen Temperaturdaten und nicht auf Meinungen.

Die Warming Stripes wurden 2018 vom britischen Klimaforscher Prof. Ed Hawkins von der University of Reading entwickelt. Jeder Streifen steht für ein Jahr der gemessenen Durchschnittstemperatur einer Region. Blau bedeutet kühler als der Durchschnitt, Rot wärmer. Die Darstellung kommt bewusst ohne Zahlen und Achsen aus und macht den langfristigen Erwärmungstrend auf einen Blick verständlich.

Natürlich gab es auch früher heiße Sommer. Entscheidend ist aber, dass heiße Jahre heute deutlich häufiger auftreten und sich der langfristige Temperaturtrend weltweit nach oben bewegt. Genau das zeigen die Messdaten.

Über den nachfolgenden Link kann jeder selbst die Entwicklung nachvollziehen. Auf der Website lassen sich Kontinente, Länder und in vielen Fällen sogar einzelne Regionen oder Städte auswählen. Die jeweiligen Klimastreifen zeigen eindrucksvoll, dass sich die langfristige Erwärmung weltweit beobachten lässt. Regionale Unterschiede gibt es zwar, doch der Trend ist nahezu überall derselbe: Die Temperaturen steigen.

Beispiel Europa

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Beispiel Deutschland

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Region Stuttgart

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Klimastreifen Brasilien.

#Klimawandel #Klimakrise #ShowYourStripes #Erderwärmung #Klimafakten

Internetlink zur Auswertungsseite der Klimastreifen interaktiv

https://showyourstripes.info

Quelle des Artikels bei LinkedIn:

https://www.linkedin.com/posts/dr-martin-bethke-24a8351b_klima-klimakrise-share-7489906762054045696-mLTw/?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0

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