Ein Beitrag von

Furkan Yildiz.

Ein europäisches Land zieht gerade den Stecker bei der US-Tech-Abhängigkeit.
Die niederländische Regierung hat STACKIT zur offiziellen Cloud-Alternative gemacht. Kein Pilotprojekt, sondern eine verbindliche Rahmenvereinbarung für Regierungsbehörden – einschließlich der Zentralbank.
Der Grund ist einfach: Die Niederlande haben verstanden, was in Deutschland noch immer häufig unterschätzt wird.
Der US CLOUD Act stellt für viele europäische Organisationen ein erhebliches Risiko dar. Unter bestimmten Voraussetzungen können US-Behörden auf Daten zugreifen, die von US-Unternehmen oder deren Tochtergesellschaften kontrolliert werden – selbst dann, wenn sich die Server in Frankfurt oder Amsterdam befinden.

Deshalb ziehen die Niederlande jetzt die Konsequenzen:
Nur europäische Server. Keine US-Muttergesellschaft.
Sollte STACKIT jemals von einem Unternehmen außerhalb der EU übernommen werden, greift automatisch eine Kündigungsklausel. Das ist gelebte digitale Souveränität und konsequenter Schutz sensibler Daten.
Währenddessen diskutieren viele Unternehmen in Deutschland noch über die neuesten KI-Trends. Gleichzeitig wären – nach Einschätzung von fluesta – zahlreiche Betriebe ohne US-Software innerhalb kurzer Zeit kaum noch arbeitsfähig.
Deshalb verfolgt fluesta einen klaren Ansatz: Zero Data Retention, EU-first und konsequente Datensouveränität. Souveränität ist keine lästige Compliance-Vorgabe, sondern messbares Risikomanagement – insbesondere bei sensiblen Sprach-, Meeting- und Unternehmensdaten.
Schleswig-Holstein hat sich bereits in weiten Bereichen der Landesverwaltung von Microsoft verabschiedet. Die Niederlande gehen nun den nächsten Schritt.

Die Frage lautet deshalb nicht mehr, ob Europa digital unabhängiger werden muss – sondern wie lange Deutschland noch wartet.
Ein Kommentar von Werner Hoffmann
Seit Jahren weise ich darauf hin, dass eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Staaten ein erhebliches Risiko darstellt. Das betrifft nicht nur Software aus den USA, sondern ebenso Produkte und digitale Infrastrukturen aus China.
Gerade in einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen müssen Europa und Deutschland ihre digitale, wirtschaftliche und technologische Souveränität stärken. Ziel sollte sein, möglichst viele Schlüsseltechnologien, Cloud-Dienste, Softwarelösungen und sicherheitsrelevante Produkte aus der Europäischen Union oder aus anderen verlässlichen demokratischen Partnerstaaten zu beziehen.
Die politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch die USA nicht mehr automatisch als dauerhaft berechenbarer Partner angesehen werden können. Deshalb braucht Europa eigene leistungsfähige Alternativen – nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus Gründen der Versorgungssicherheit, Datensicherheit und strategischen Unabhängigkeit.

Digitale Unabhängigkeit beginnt nicht erst bei der Cloud, sondern bereits beim Betriebssystem, der Bürosoftware und der vollständigen Kontrolle über die eigenen Daten.

#Datensouveränität #Cloud #Europa #OpenSource #Cybersicherheit











1. Übersicht über die bisherigen Artikel auf Blog-Demokratie zum Thema Linux Mint und digitale Souveränität:
https://blog-demokratie.de/?s=Linux+Mint
2. Originalbeitrag von Furkan Yildiz auf LinkedIn:
Hinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden teilweise mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder bearbeitet. Sie dienen ausschließlich der Illustration des Themas und stellen keine realen Fotografien oder tatsächlichen Ereignisse dar.

