Ein Beitrag von

Dr. Martin Bethke.
„Es wird wieder heiß, es brennt allerorts, aber auch hier gibt es ja immer wieder einige aus der Fraktion: ‚Früher gab es auch schon heiße Sommer.‘
Hier ist die Antwort darauf, denn ich diskutiere das nicht mehr.
Und wer seine Region einmal einsehen möchte, einfach bei Ed Hawkins nachsehen.“

Erläuterung von Werner Hoffmann
Immer wieder wird behauptet: „Früher gab es doch auch schon heiße Sommer.“ Das stimmt. Entscheidend ist jedoch nicht das Wetter eines einzelnen Jahres, sondern die langfristige Entwicklung über viele Jahrzehnte.
Genau das zeigen die Klimastreifen (Warming Stripes). Aus überwiegend blauen Farbtönen werden im Laufe der Jahrzehnte immer mehr rote und dunkelrote Streifen. Sichtbar wird damit die kontinuierliche Erwärmung unseres Planeten – basierend auf gemessenen Temperaturdaten und nicht auf Meinungen.
Die Warming Stripes wurden 2018 vom britischen Klimaforscher Prof. Ed Hawkins von der University of Reading entwickelt. Jeder Streifen steht für ein Jahr der gemessenen Durchschnittstemperatur einer Region. Blau bedeutet kühler als der Durchschnitt, Rot wärmer. Die Darstellung kommt bewusst ohne Zahlen und Achsen aus und macht den langfristigen Erwärmungstrend auf einen Blick verständlich.
Natürlich gab es auch früher heiße Sommer. Entscheidend ist aber, dass heiße Jahre heute deutlich häufiger auftreten und sich der langfristige Temperaturtrend weltweit nach oben bewegt. Genau das zeigen die Messdaten.
Über den nachfolgenden Link kann jeder selbst die Entwicklung nachvollziehen. Auf der Website lassen sich Kontinente, Länder und in vielen Fällen sogar einzelne Regionen oder Städte auswählen. Die jeweiligen Klimastreifen zeigen eindrucksvoll, dass sich die langfristige Erwärmung weltweit beobachten lässt. Regionale Unterschiede gibt es zwar, doch der Trend ist nahezu überall derselbe: Die Temperaturen steigen.

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Internetlink zur Auswertungsseite der Klimastreifen interaktiv
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