Rentenexperte Werner Hoffmann Sachkundeprüfung Rentenberater nach RDG (Theor.) www.Renten-Experte.de
Über zwei Millionen Menschen werden zu Hause gepflegt. Mehr als die Hälfte aller Pflegebedürftigen in Deutschland werden alleine durch Angehörige zu Hause versorgt.
Ende 2019 waren das 2,1 Millionen Menschen mit Pflegegrad 2 bis 5, wie aus einer Zählung des Statistischen Bundesamts hervorgeht.
„Der Anteil der zu Hause versorgten Pflegebedürftigen sinkt mit deren zunehmendem Alter“, erklärten die Statistiker.
Während Pflegebedürftige von 65 bis unter 70 Jahren im vergangenen Jahr zu 84,5 Prozent zu Hause versorgt wurden, lag der Anteil der zu Hause betreuten über 90-Jährigen bei 64,6 Prozent. Außerdem gilt: „Je schwerer die Beeinträchtigungen der Pflegebedürftigen, desto häufiger übernehmen ambulante Pflegedienste – zumindest teilweise – deren Versorgung.“
Hinweis 1: Wer Angehörige pflegt und selbst schon eine Regelaltersrente bezieht, sollte ggf. eine Rentenreduzierung um 1 % prüfen lassen, so dass nur eine Teilrente von 99 % bezahlt wird. Grund: Sofern die Pflegezeit 10 Stunden wöchentlich erreicht und der Pflegegrad 2 erreicht ist, bezahlt die Pflegekasse (privat oder auch gesetzlich) einen Rentenversicherungsbeitrag an die gesetzliche Rentenversicherung. Daraus ergibt sich dann zum kommenden 1.7. eine Rentenerhöhung. Die Berechnung kann durch die gesetzliche Rentenversicherung erfolgen. Sofern auch eine betriebliche Altersversorgung gezahlt wird, sollte auf jeden Fall auch eine Auswirkung auf die Betriebsrente geprüft werden.
Hilfreich sind hierbei Rentenberater bzw. Betriebswirte für betriebliche Altersversorgung.
Hinweis 2: Sofern eine Person Pflegefall ist, sollte für diese Person – falls noch nicht vorhanden und es noch möglich ist – eine Generalvollmacht erstellt werden. Ebenso ist zu prüfen, ob ein notarielles Testament hier nicht sinnvoll ist. Durch ein notarielles Testament wird im Todesfall kein Erbschein, sondern eine Testamentseröffnung benötigt. Eine Testamentseröffnung kostet etwa 100 Euro.
Besteht kein Testament oder kein notarielles Testament, dann ist im Todesfall ein Erbschein notwendig. Der Erbschein kostet genauso viel, als wenn zu diesem Zeitpunkt ein notarielles Testament erstellt werden würde. Die Ausstellung eines Erbscheines kann zeitlich länger dauern, als eine Testamentseröffnung.
GANZ WICHTIG: Besonders sinnvoll ist eine Übersicht mit allen Dokumenten (in Klarsichtfolien) in einem Notfallordner – Vorsorgeordner. Hier sind nicht nur viele Tipps vorhanden, sondern auch Übersichtstabellen für alle wichtigen Sachverhalte. Ja nach Berufsgruppe gibt es über 90 verschiedene #Notfallordner #Vorsorgeordner So muss die #Notfallvorsorge bei einem Arbeitnehmer oder Rentner völlig anders organisiert sein, wie bei einem #Beamten, #Pensionär, #Selbstständigen, #Handwerker, #Arzt, #Apotheker, #Zahnarzt oder einem #Unternehmer einer GmbH Der #Notfallordner – #Vorsorgeordner ist ab 27 Euro erhältlich bei
davor gewarnt, dass der schwedische Sonderweg nicht funktionieren kann.
Dies hatte ich mathematisch angezweifelt. Leider hatte ich recht. Zu viele Menschen sind verstorben und zu viele werden noch folgen, wobei auch noch einige sogenannte „Genesenen“ folgen werden.
Auch wirtschaftlich ist der schwedische Sonderweg eine Katastrophe. Rund 10% Arbeitslosigkeit trotz Kurzarbeitergeld und eine extreme Zusatzlast der Bürgerversicherung ist nun die Rechnung. ——— —> Schwedens König Carl Gustav XVI hat die Strategie seines Landes in der Pandemie für gescheitert erklärt.
„Ich glaube, wir haben versagt“, sagt das Staatsoberhaupt in einer zu Weihnacht aufgezeichneten Rede an die Nation.
„Wir haben eine hohe Zahl an Toten, und das ist furchtbar“, sagt Carl Gustav in dem Beitrag, der am kommenden Montag vollständig ausgestrahlt werden soll.
Schweden ist in der Pandemie einen Kurs gefahren, der Lockdowns weitgehend vermieden hat.
So blieben Schulen, die Gastronomie und Geschäfte weitgehend geöffnet. Auch eine generelle Maskenpflicht gibt es nicht.
Bislang sind in dem Land mehr als 7800 Coronavirus-Tote registriert worden.
Die Pro-Kopf-Rate ist damit wesentlich höher als in den anderen skandinavischen Staaten.
Schweden geht in der Pandemie von Beginn an einen anderen Weg als die meisten Länder.
Die Regierung belässt es bei Appellen und Hinweisen. Doch zuletzt steigt die Zahl der Toten deutlich – vor allem unter Senioren. Nun zieht der Monarch ein bitteres Fazit.
Schwedens König hat deutliche Kritik am Umgang der Regierung mit der Corona-Pandemie geäußert. „Ich denke, dass wir gescheitert sind“, sagte Carl XVI. Gustaf in einer zu Weihnacht aufgezeichneten Rede an die Nation. „Viele Menschen sind gestorben, das ist furchtbar.“
Der Beitrag soll am Montag ausgestrahlt werden.
Ähnlich hatte sich jüngst eine Kommission geäußert, die Schwedens Weg in der Pandemie untersucht. Beobachter waren überrascht von den deutlichen Worten des Monarchen, der sich üblicherweise aus dem politischen Tagesgeschäft heraushält.
Sein Sohn und seine Schwiegertochter waren vergangenen Monat positiv auf das Coronavirus getestet worden. Schweden geht seit Beginn der Corona-Pandemie einen weniger restriktiven Weg als die meisten anderen europäischen Länder. Kritiker warfen den Behörden deshalb vor, mit ihrer Strategie Menschenleben zu gefährden. Dennoch verzichtete die Regierung lange auf das Verhängen von Einschränkungen und sprach stattdessen Empfehlungen für die Bürger aus. So blieben Schulen, die Gastronomie und Geschäfte weitgehend geöffnet.
Als Reaktion auf die steigenden Neuinfektionen verhängte die Regierung Mitte November erstmals verbindliche Einschränkungen, unter anderem für Treffen in der Öffentlichkeit und den Verkauf von Alkohol.
Treffen in privaten Wohnungen werden durch die Regelung jedoch nicht eingeschränkt, und auch eine Maskenpflicht gibt es nicht.
Seit Beginn der Pandemie wurden in Schweden knapp 350.000 Corona-Infektionen und rund 7.800 Todesfälle registriert. Allein in der vergangenen Woche wurden 500 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet.
Die Pro-Kopf-Rate ist damit wesentlich höher als in den anderen skandinavischen Staaten, aber niedriger als etwa in Großbritannien, Italien, Spanien oder Frankreich.
Die Todesrate in Schweden ist unlängst vor allem bei älteren Menschen gestiegen, wodurch der Kurs der Regierung zunehmend in die Kritik geraten ist. Einer Umfrage der Tageszeitung „Dagens Nyheter“ zufolge hat nur noch ein Drittel der Bevölkerung Vertrauen in die Behörden beim Umgang mit der Pandemie. Im Sommer waren es noch 56 Prozent.
Im Übrigen ist davon auszugehen, dass die derzeitigen Maßnahmen (kleiner Lockdown) wohl nur die Infektionsrate auf dem derzeitigen Niveau bestenfalls „halten“ wird.
Die Infektionszahlen werden hierdurch nicht wesentlich geringer werden. Hierzu wäre ein harter Lockdown über mindestens 3 Wochen notwendig. Und bei genauer Betrachtung des Kalenders wäre die beste Zeit für den Lockdown wohl zwischen dem 21.12.2020 bis 10.1. bzw. 15.1.2021.
Ja, die Wahrheit ist eben oft auch unbequem. Ohne diesen harten Lockdown werden die Infektions- und Todesraten weiter ansteigen. Eine tägliche Todesrate von 300 bis 600 Personen ist sehr schnell erreicht.
Welche Entwicklung kommt 2021?
Eines Vorab: Niemand kann diese Entwicklung wirklich garantiert voraussagen.
Zu umfangreich sind die Einflussfaktoren.
Bis 31.03.2021 dürfte die Anzahl „an oder mit COVID-19-Verstorbenen zwischen 60.000 bis 95.000 Menschen betragen.
Man darf nicht vergessen: Hinter jedem Covid-Verstorbenen steckt ein Schicksal und sehr oft auch eine Familie und ein Freundeskreis.
Ebenso darf man nicht unterschätzen, dass die Menschen, die diese Krankheit als „genesen“ überstanden haben, noch lange nicht gesund sind.
Neben Herz-, Lungenfunktions-, Nieren erkrankung sind auch Schlaganfälle überproportional bei davor COVID-19-Erkrankten festgestellt worden. Längere Müdigkeitsphasen sind ebenso typisch.
Wer später an einer Folgeerkrankung stirbt, wird nicht mehr bei den Covid-Verstorbenen mitgezählt. Er wurde als „Genesener“ gezählt.
Was muss in der gesetzlichen Rentenversicherung unbedingt beachtet werden? www.Renten-Experte.de
Achten die Deutschen Einwohner auf die AHA-L-Regeln, wird die Anzahl natürlich etwas geringer sein.
Ebenso spielt das Wetter eine erhebliche Rolle.
Die Impfung wird bis 31.3.2021 noch keine große Rolle spielen, denn bis ein hoher Anteil geimpft ist, wird es wahrscheinlich Herbst 2021 werden.
Völlig verantwortungslos sind die Verschwörungstheoretiker.
Ein Vergleich mit Flugzeugabstürzen macht die Höhe der Todeszahl deutlich
Wir wünschen Allen ein besinnliches Weihnachtsfest.
Keiner sollte in dieser Pandemie vergessen, dass es uns in Deutschland verdammt gut geht.
Und wer meint, wir sind in den Grundrechten durch Maskentragen eingeschränkt, der sollte einmal in andere Länder reisen bzw. in so manchem anderen Land versuchen zu demonstrieren.
#Michael #Ballweg, der Anführer der selbsternannten „Querdenker“ hat bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart gerade einmal lächerliche 1,2 % Stimmen bekommen.
Die sind nicht das Volk!
Liebe 1,2 %: Werdet vom #Querdenker zum #Nachdenker,
so wie dies auch rund 99% tun.
Vom #Querdenker zum #NachdenkerDas Verhalten der #Querdenker ist vergleichbar mit der GurtpflichtWelcher normale Mensch würde den Sicherheitsgurt weglassen, weil…Sicherheitsgurt weglassen, weil er mich einschränkt und wir so tolle Chirurgen haben, die mich im Ernstfall super gut zusammenflicken können.
Ballweg hatte bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart kandidiert.
Schaut man sich die einzelnen Gruppen an, die bei den #Querdenkern dabei sind….
– #Verschwörungstheoretiker
– #Verkäufer von #Nahrungsergänzungsmittel
– #Heiler
– #alternativer #Verkäufer von #Medizin
– #Heilpraktiker
– #Esoteriker
– #braune #Esoteriker
– #Corona-#Verharmloser
– #Rechtspopulisten
– #Reichsbürger
– #Rechtsradilale.
Diese Gruppierungen werden über Reisebusse in die einzelnen Demostädte gebracht.
Wahrscheinlich verdient #Ballweg an den Reisetickets kräftig mit.
Und auch bei den Attesten, die ausgestellt werden (oft auch von den gleichen Ärzten) läßt sich Geld verdienen.
Ob die Einwohner, die in einer Stadt leben, eine Demonstration von Personen wollen, die aus ganz Deutschland anreisen wollen, ist sehr zweifelhaft.
Es wird höchste Zeit, dass die Teilnahme an regionalen Demonstrationen auf die Menschen beschränkt bleibt, die in diesee Stadt wohnen oder arbeiten, zumindest auf einen regionalen Radius beschränkt wird.
Ausnahmen nur bei Bundeshauptstadt oder Landeshauptstädten (auf Bundesland).
Denn eines ist sicher. Die meisten Einwohner haben an Ballweg & Co. kein Interesse. 98,8 % wollen #Ballweg NICHT!!!
Es geht um Milliarden, die die oben genannten Gruppen durch Corona verdienen oder verlieren.
Je mehr Menschen krank werden und sich nicht impfen, desto mehr verdienen diese Gruppen auch durch „alternative Medizin“.
Hier einige kritische Filmbeiträge über die Tätigkeitsfelder der #Heilpraktiker
Die US-Seuchenzentren CDC geben 143.333 neue Positiv-Tests und 1210 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt mehr als 13,14 Millionen Infektionen und 265.166 Tote verzeichnet.
Die Schweiz – auch seit einigen Jahren ein Land mit #Bürgerversicherung – Länder mit einer staatlichen #Krankenvorsorge (z.B. #Großbritannien), einer #Bürgerversicherung (z.B. Schweiz) oder einer ausschließlich #freiwilligen #privaten #Krankenversicherung (z.B. #USA) kommen wesentlich schwerer durch die #Corona-#Pandemie. Das #duale #deutsche #Krankenversicherungssystem hat sich sehr gut bewährt.
In Deutschland ist die Anzahl der Intensivbetten pro 100.000 Menschen bei 33,9.
Italien hat beispielsweise nur 8,6
Die Schweiz hatte bisher 12,6 Intensivbetten und hatte diese auf 14 Betten pro 100.000 aufgestockt.
Die Situation abzeichnete sich in den vergangenen Tagen bereits ab, nun ist auch das letzte #Intensivbett in der #Schweiz belegt. Das teilt die Schweizer Gesellschaft für #Intensivmedizin mit und bittet die Menschen gleichzeitig darum, ihre #Patientenverfügungen zu aktualisieren.
In der Schweiz hat die zweite Welle einen neuen Höhepunkt erreicht. Alle Intensivbetten „sind aktuell praktisch vollständig belegt“, teilte die Schweizer Gesellschaft für Intensivmedizin mit.
Dabei handelt es sich um insgesamt 876 von der Schweizerischen Gesellschaft für #Intensivmedizin (SGI) für Erwachsene zertifizierte #Intensivbetten. Bisher wurden nach Angaben des Bundesrates 240 weitere Intensivbetten geschaffen.
Sie sind aber noch nicht zertifiziert. Inzwischen sind 60 Prozent aller Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, Anfang November waren es noch 46 Prozent.
Eine Überlastung habe bisher nur deshalb verhindert werden können, weil vielerorts nicht dringende Eingriffe und Behandlungen verschoben wurden. Außerdem seien mehrere kritisch kranke Patientinnen und Patienten wegen mangelnder intensivmedizinischer Ressourcen in andere Kantone verlegt worden.
„Diese Verlegungen aus der eigenen Wohnregion sind für die betroffenen Patientinnen und Patienten und für ihre Angehörigen eine große Belastung“, heißt es.
Gleichzeitig appellierte die Gesellschaft an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung.
„Die Spezialisten in den Intensivstationen tun aber ihr Möglichstes, um diesen im Vergleich zur ersten #Covid19-Welle erhöhten Zustrom an kritisch kranken Patientinnen und Patienten zu bewältigen und auch künftig alle kritisch kranken Patientinnen und Patienten versorgen zu können.“ Nun sei es wichtig, die Infektionszahlen zu senken.
Entscheidungen erleichtern
Wie kritisch die Situation ist, lässt sich einer Bitte entnehmen, die die Intensivmediziner formulieren.
Jeder, besonders aber Corona-Risikopatienten werden „gebeten, sich im Rahmen einer #Patientenverfügung Gedanken dazu zu machen, ob sie im Falle einer schweren Erkrankung lebensverlängernde Maßnahmen erhalten möchten oder nicht“.
Es wird darauf hingewiesen, dass dadurch eigene Angehörige, aber auch die Teams der Intensivstationen bei ihren Behandlungsentscheidungen unterstützt werden.
In der Schweiz hatte es in der vergangenen Woche hitzige Debatten über die sogenannte #Triage gegeben.
Dabei entscheiden die Mediziner aufgrund verschiedener Kriterien, welche Erkrankten #intensivmedizinisch versorgt werden und wer möglicherweise nicht.
In den Anfang November aktualisierten Leitlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen #Wissenschaften und der Gesellschaft für #Intensivmedizin wird dazu festgestellt, dass für die Triage die kurzfristige Prognose entscheidend ist.
Demnach haben die Patienten die höchste Priorität, deren Prognose für ein Verlassen des Krankenhauses „mit Intensivbehandlung gut, ohne diese aber ungünstig ist“.
Patienten, die nicht intensivmedizinisch versorgt werden können, sollen demnach palliativ begleitet werden.
Im Oktober waren die Neuinfektionen in der Schweiz erheblich angestiegen. Zwischenzeitlich gab es dem Bundesamt für Gesundheit zufolge mehr als 10.000 Infektionen innerhalb von 24 Stunden.
Inzwischen liegt die Zahl knapp über 6000 Fällen, die Zahl der Intensivpatienten und Todesopfer steigt jedoch. Am Dienstag starben 85 Covid-19-Patienten.
Wer durch Unfall oder Krankheit geschäftsunfähig wird, sollte davor auf jeden Fall
eine Gemeralvollmacht
eine Patientenverfügung
einen Notafallordner
erstellt haben.
Durch die Generalvollmacht kann eine von Ihnen berechtigte Person alle Dinge regeln, die Sie dieser Person erlauben.
Die Generalvollmacht ist auch bei Eheleuten notwendig.
Auch volljährige Kinder benötigen eine eigene Generalvollmacht. Nur dann können die Eltern für volljährige Kinder aktiv sein.
Wenn es keine Generalvollmacht gibt, legt das Betreuungsgericht einen Betreuer fest. Die kann ein Verwandter oder Ehegatte sein, aber auch ein Berufsbetreuer.
Wenn der Ehegatte als Betreuer aufgrund einer fehlenden Generalvollmacht festgelegt wird, muss der Ehegatte wie ein Berufsbetreuer viele gesetzliche Regelungen beachten (zB getrennte Verwaltung des Vermögens).
Ebenso muss ein Betreuer (auch der Ehegatte) einmal jährlich eine Vermögensbilanz und Einnahme-/Überscchussrechnung beim Betreuungsgericht vorlegen.
Insoweit ist die Betreuung erheblich aufwendiger, natürlich zum Schutz des Geschäftsunfähigen.
Die Patientenverfügung darf mit der Generalvollmacht nicht verwechselt werden.
Mit der Patientenverfügung legt der Patient fest, was mit ihm in welcher Lebenssituation geschehen soll.
Hier wird also festgelegt unter welchen Umständen lebenserhaltende Maßnahmen abgeschaltet werden sollen.
Die Patientenverfügung sollte alle 2 Jahre neu unterschrieben werden, denn die Lebenseinstellung ändert sich im Laufe des Lebens.
Besonders wichtig ist auch eine Dokumentation in einem Notfallordner.
In einem Notfallordner sollen die Unterlagen teilweise vorhanden sein und auch wichtige Informationen hinterlegt werden.
Auch auf besondere Erfordernisse, die sich durch den beruflichen Status ergeben, müssen hier berücksichtigt werden.
Den Notfallordner von www.notfallordner-vorsorgeordner.de gibt es in über 90 verschiedenen Versionen.
Für Arbeitnehmer und Rentner ist die Version „Notfallordner Privat“ ausreichend.
Für Beamte, beihilfeberechtigte Ehegatten und Pensionäre ist der „Notfallordner Beamte“ passend.
Bei Selbstständigen (Einzelfirma Personengesellschaft) und Unternehmern (Kapitalgesellschaft) ist die Auswahl umfangreicher, da es zum einen auf die Unternehmensform und zum anderen auch von der Branche abhängig ist.
Ein Notfallordner für Gesundheitsberufe (Arzt, Zahnarzt, Apotheker) benötigt andere Informationen, als ein Notfallordner einer der 41 unterschiedlichen zulassungspflichtigen 41 Handwerksberufe oder einem zulassungsfreien Berufe tätig ist,
Warnung vor digitalen Notfallordner
So verführerisch es ist den Notfallordner über Pc, Öaptop oder eine App zu führen.
Es ist nicht empfehlenswert. Die Gründe sind sehr einfach.
So müssten die Personen, die Zugriff auf den Notfallordner haben sollten, Zugriff auf diese Information haben und wissen, wo sich diese Informationen genau befinden.
Bei einer App müssten nicht nur die Personen eingeweiht sein und die Funktion anwenden können, sondern auch sichergestellt sein, dass der Dienstleister auch in 10 oder 20 Jahren noch existiert.
Ebenso stellt sich die Frage, wo die Angaben in einer Cloud gespeichert werden (Datenschutz).
Und letztendlich braucht man dann trotzdem einen Ordner, in dem die Originalunterlagen aufbewahrt werden.
Dies sind nicht nur Stammbuch, Impfbuch etc. Sondern auch spezielle Unterlagen (z.B. Original-Scheidungsurteil, das in bestimmten Fällen bei der Beantragung des Erbscheines wichtig ist).
Pflegepflichtversicherung Wer Angehörige pflegt, sollte die nachfolgende Information beachten.
Besonders für Rentner, die Angehörige pflegen, ist der letzte Ratschlag sehr wichtig. So viele pflegende Angehörige wie nie sind gesetzlich rentenversichert Rente: Wer einen Angehörigen pflegt, für den zahlt die Pflegekasse unter Umständen in die gesetzliche Rentenversicherung ein – 2018 so viel wie nie.
Rente für pflegende Angehörige: Die #Pflegekassen zahlen für 673.000 Personen in die gesetzliche Rentenversicherung ein Die Zahl der pflegenden Angehörigen, für die nun in die Rentenversicherung eingezahlt wird, ist seit 2016 deutlich gestiegen 88 Prozent der versicherten Pflegepersonen waren 2018 weiblich. Die Zahl der pflegenden Angehörigen, für die die Pflegekassen Beiträge in die #gesetzliche #Rentenversicherung einzahlen, hat sich innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt. Das geht aus den Versichertenzahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor, über die die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Donnerstag) berichtet. Demnach waren Ende 2018 rund 673.000 Pflegepersonen ohne #Rentenbezug in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Ende 2016 hatte ihre Zahl erst bei rund 302.000 gelegen. Entsprechend seien auch die Einnahmen der Rentenversicherung durch die Beitragszahlungen der Pflegeversicherung deutlich gestiegen, heißt es in dem Bericht weiter. Lagen die Beitragseinnahmen für Pflegepersonen im Jahr 2016 noch bei rund einer Milliarde Euro, so kletterten sie 2018 auf rund 2,2 Milliarden Euro.
Rente für pflegende Menschen: Reform der Alterssicherung sorgt für Verbesserung
Die Entwicklung mache deutlich, dass die Anfang 2017 in Kraft getretene Reform die Alterssicherung der pflegenden Menschen tatsächlich verbessert habe, sagte ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung der Zeitung. „Es fließen nun für erheblich mehr Pflegende Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung und verbessern damit deren Absicherung.“ Nach einem Jahr Pflege könne sich dadurch die spätere monatliche Rente um bis zu 31 Euro erhöhen. 88 Prozent der versicherten Pflegepersonen waren laut DRV-Statistik 2018 weiblich.
Die Pflegekassen zahlen unter bestimmten Bedingungen Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige. Voraussetzung ist häusliche Pflege an mindestens zehn Stunden pro Woche, verteilt auf wenigstens zwei Tage wöchentlich. Bis zur Reform der #Pflegeversicherung waren mindestens 14 Stunden pro Woche Bedingung. Außerdem darf die Pflegeperson neben der Pflege nicht mehr als 30 Stunden berufstätig sein. Die Höhe der Beiträge ist abhängig vom Pflegegrad des Pflegebedürftigen.
Der besondere Tipp: Pflegt ein Rentner / eine Rentnerin einen Pflegefall, wird ab Pflegegrad 2 ein Beitrag von der Pflegeversicherung an die Rentenversicherung gezahlt, wenn der/die #Rentner/In keine #Vollrente erhält. Jeder Rentner kann auf 1% Rente verzichten und erhält dann eine #Teilrente.
Bei einer 99%igen Teilrente bezahlt die #Pflegeversicherung dann einen Beitrag in die #Rentenversicherung. Zum nächsten Rentenanpassungstermin erhöht sich dann die Rente. Besteht jedoch auch eine Betriebsrente, muss genau geprüft werden, ob dies sinnvoll ist.
Grund: Je nach Durchführungsweg kann sich eine gesetzliche Teilrente auch negativ auf die betriebliche Altersversorgung auswirken (Beispiel: §232 VAG bei Pensionskassen)
Die Prüfung sollte auf jeden Fall ein #Rentenberater mit einer Spezialausbildung in der #betrieblichen #Altersversorgung (#bAV) oder ein #Fachanwalt für Sozialrecht mit Spezialkenntnissen in der #bAV durchführen.
Beachten sollte man aber auch zusätzlich,dass
alle Papiere
eine Generalvollmacht
das Testament in einen #Notfallordner vorhanden sind und später bei Geschäftsunfähigkeit oder im Todesfall alle Unterlagen vorhanden sind.
Coronavirus #Langeweile und was man Zuhause alles machen könnte.
Eine völlig neue Lebenssituation ist durch das Covid-19 – ein Virus aus der Gruppe der Coronaviren entstanden.
Homeoffice oder Kurzarbeit, in beiden Lebenssituationen muss man sich auf einen veränderten Alltag einstellen.
Bis die Kontaktsperre aufgehoben wird, dauert es aus jetziger Sicht mindestens bis 20.4.2020.
Da macht es vielleicht jetzt auch Sinn, die Dinge zu erledigen, die man gerne aufschiebt.
Der
Hier ein paar Vorschläge:
Steuererklärungen vom letzten Jahr
Notfallordner bestellen und ausfüllen und hierzu einige Gedanken machen www.notfallordner-vorsorgeordner.de
Rentenversicherungsverlauf von gesetzlicher Rentenversicherung anfordern und durchsehen
Überprüfung der bestehenden Absicherung bei
Krankengeld
Berufsunfähigkeitsversicherung
Todesfall (Hinterbliebenenversorgung)
Berechnung der gesetzlichen Rente und wann man in Rente gehen kann
Haben sich Veränderungen in der persönlichen Situation ergeben, die eine Veränderung bei den anderen Versicherungen notwendig machen? Z.B.:
Ausbildungsende
Eigene Wohnung / Umzug
Kauf / Verkauf Wohnung oder Haus?
Scheidung / Heirat
Geburt eines Kindes
Tod des Partners / Eltern
Rentenbeginn
Lebensalter bis 44 Jahre
Lebensalter 45-58 Jahre
Lebensalter 58-65 Jahre
Erbschaft
Vermögensübertragung
Arbeitgeberwechsel
Besteht schon eine Generalvollmacht, wenn ich durch Unfall oder Krankheit selbst nicht mehr handeln kann und eine andere Person (zB: Ehegatte, Kinder, Lebensgefährte) dafür zuständig sein soll. Hierbei geht es nicht nur um die gesundheitliche Versorgung, sondern auch um Rechtsgeschäfte. Wann ist die Generalvollmacht beim Notar immer erforderlich?
Patientenverfügung
Testament Wann ist ein Testament wie zu Schreiben?
Wann ist es sinnvoll und finanziell besser, da Testament beim Notar zu machen?
Wie spare ich und meine Angehörigen Gebühren bei der Generalvollmacht, Testamentserstellung, Erbschein?
Michael Brendler und Regine Warth, 18.05.2020 – 14:40 Uhr
Menschen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, entwickeln ein hohes Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder akutes Nierenversagen. Forscher versuchen herauszufinden, was dahinter steckt.
Bei der Frau sprach alles für ein gefährliches Herzproblem: Das Organ pumpte nur noch mit halber Kraft, was die massive Müdigkeit der 53-Jährigen erklärte. Die Zacken auf dem EKG ähnelten denen eines Infarktpatienten, sagt der italienische Notfallmediziner Ende März in der Fachzeitung Jama Cardiology.
Auch das viele Troponin im Blut war besorgniserregend. Das Protein taucht in derart großen Mengen eigentlich nur im Kreislauf auf, wenn er von zerstörten und sterbenden Herzmuskelzellen freigesetzt wird. Im Prinzip ein Krankheitsbild, wie es Mediziner täglich erleben. Dass der Bericht trotzdem in der Fachzeitung veröffentlicht wurde, hatte einen Grund: Bei der Untersuchung fanden sich keine verstopften Herzkranzgefäße, dafür jedoch im Rachenabstrich das Coronavirus.
Die Virusinfektion greift nicht nur die Lunge an – sondern auch das Herz
In der Zwischenzeit hat es noch mehr solcher Berichte gegeben, die den Verdacht bestätigen, dass die Virusinfektion nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz angreift: So könnte es sein, dass die von der Infektion ausgelösten entzündlichen Prozesse und Immunreaktionen für diese Herzschädigungen verantwortlich sind. Oder aber das Virus selbst kann diese Schäden verursacht haben.
Eine plausible Erklärung wäre zur Hand: Die Struktur, an die der Erreger andockt und über die er in Zellen eindringt, gibt es nicht nur reichlich in Lunge und Atemwegen, sondern auch in Herzmuskelzellen. Hier hilft der sogenannte ACE2-Rezeptor ebenfalls dabei, den Blutdruck zu regulieren. Er ist aber auch in vielen anderen Organ zu finden: Auf Leber- und Darmwänden, dem Inneren von Blutgefäßen, sogar im Nervensystem.
Mehr als 80 Prozent der Infizierten entwickeln eine Riech- und Geschmacksstörung
Das würde nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologiebeispielsweise erklären, warum mehr als 80 Prozent der Covid-19-Patienten eine Riech- und Geschmacksstörung entwickeln. Demnach liegen diese Andockstellen auf Zellen, die etwa die Sinneszellen in der Nase mit Nährstoffen und ähnlichen Dingen versorgt. Blockiert das Virus diese Rezeptoren, können die Sinneszellen nicht mehr funktionieren.
Ob ein ähnlicher Prozess auch dazu führt, dass nach Beobachtung von Roland Francis, stellvertretender Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité Berlin, viele Intensivpatienten mit einer Covid-19-Infektion ein akutes Nierenversagen entwickeln, ist noch unklar. Eine alternative Erklärung: Störungen der Nierenfunktion zählen zu den potenziellen Nebenwirkungen jeder Intensivtherapie. Flüssigkeitsverluste und Medikamente, die für die Nieren schlecht verträglich sein können wie einige Antibiotika, addieren sich oft zu einer toxischen Mischung, die die Organfunktion zusammenbrechen lässt.
Das Immunsystem reagiert auf den Erreger ganz besonders sensibel
Dies gilt im Besonderen, wenn Abwehrzellen den Körper mit ihren Botenstoffen überschwemmen. Solche Zytokinstürme lassen Gerinnungssystem, Gefäße und Blutzellen verrücktspielen. Bei Covid-19 sind sie überdurchschnittlich häufig. Offenbar reagiert das Immunsystem auf diesen Erreger ganz besonders sensibel.
Eine weitere Beobachtung, die zeigt, wie vielfältig das Virus den Körper und seine Organe angreift, lieferten Hamburger Pathologen Anfang Mai in ihrem Bericht in der Fachzeitung „Annals of internal medicine“. Bei der eine Autopsie von zwölf Covid-19-Verstorbenen fielen ihnen neben Virusspuren in Niere, Herz und Leber, besonders viele Blutgerinnsel in den Beinvenen auf – und zwar bei mehr als der Hälfte der Patienten.
Bei vielen Patienten finden sich Blutgerinnsel – etwa in der Lunge
Thrombosen und durch Blutgerinnsel verstopfte Gefäße seien zwar nicht ungewöhnlich bei schwerkranken Intensivpatienten, aber längst nicht so häufig und in vergleichbaren Dimensionen wie bei Covid-19-Fällen, sagt Paul Biever, der Covid-Koordinator der Intensivstationen der Uniklinik Freiburg. Bei einem von drei schwerkranken Corona-Patienten lösen sich solche Thromben und werden in die Lunge ausgeschwemmt. Lungeninfarkt oder -embolie nennt sich die lebensgefährliche Komplikation. Thromben wurden aber auch schon in den Nieren und in anderen Organen von Covid-19-Opfern entdeckt. Dort können sie ebenfalls die Blutzufuhr gefährlich abschnüren. Ob das Virus auch auf diese Weise das Schlaganfallrisiko erhöht, ist noch unklar. Generell sei die Datenlage zu Covid-19 und den neurologischen Folgen „noch recht dünn“, so die Deutsche Schlaganfall Gesellschaft.
Die Gründe, warum der Erreger im Blut so ein Chaos anrichtet, sind ebenfalls noch nicht geklärt. Möglicherweise ist auch dies eine Folge der Überreaktion der Abwehrzellen. Gerinnungs- und Immunsystems sind eng miteinander verzahnt. Bei SARS-CoV-2 kommt womöglich dazu, dass der Erreger durch eine Attacke auf die Gefäßwandzellen auch indirekt die Bildung von Thromben anstößt. Darauf deutet eine Studie vom Uniklinikum Zürich hin – ebenfalls durchgeführt von Pathologen. Diese gehen davon aus, dass die Lungenerkrankung Covid-19 zu einer „systemischen Gefäßentzündung“ führt, die Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüsse verursacht.
Leber und Darm bleiben von den Viren nicht verschont – aber der Effekt ist nicht so schlimm
Andere Organe bereiten den Medizinern weniger Schwierigkeiten. Durchfall – der Erreger wurde inzwischen auch in Darmzellen entdeckt – seien zwar bei Coronapatienten nicht selten, aber das bekomme man schnell in Griff, erzählt Dawid Staudacher, der zusammen mit Biever auf der Intensivstation der Freiburger Klinik tätig ist. Die Leber erledigt ebenfalls mehr oder weniger ungestört ihre Funktion.
In Hinblick auf das Herz hat die Medizin inzwischen weitestgehend Entwarnung gegeben. Manchmal müsse man zwar Medikamente geben, um den Blutdruck der Patienten zu stabilisieren, berichtet der Berliner Roland Francis, „aber wir sehen nicht, dass die Infektion sich negativ auf die Herzleistung auswirken würde.“ Auch Rhythmusstörungen haben die beiden Internisten Staudacher und Biever in Freiburg kaum beobachten können. Der hohe Troponinwert scheint nicht zu bedeuten, dass das Virus im großen Umfang Herzmuskelzellen schädigt.
Der schwedische Sonderweg in der #Coronakrise war wohl doch nicht sinnvoll.
#Schweden meldet eine überraschend hohe Totenzahl: So viele Menschen starben in den ersten sechs Monaten des Jahres wie zuletzt vor 150 Jahren. Covid-19 treibt die Fallzahl deutlich höher als es etwa in Deutschland der Fall ist.
Eine neue Zahl aus Schweden gibt weiteren Aufschluss über den dortigen Verlauf der Corona-Pandemie.
Die Statistikbehörde des Landes meldete, dass in den ersten sechs Monaten des Jahres so viele Menschen gestorben sind wie seit 150 Jahren nicht mehr.
So habe es insgesamt 51.405 Todesfälle geben, nur 1869 waren es mit 55.431 noch mehr.
Damals war eine schwere Hungersnot der entscheidende Faktor, diesmal war es die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19.
Von den mehr als 50.000 Schweden seien bei etwa 4500 eine Coronavirus-Infektion die Todesursache gewesen, hieß es.
Die sogenannte Übersterblichkeit, also die erhöhte Sterblichkeitsrate im Vergleich zu mehreren Vorjahreszeiträumen, habe bei zehn Prozent gelegen.
Das ist zumindest gegenüber Deutschland eine recht hohe Zahl. Wie das Statistische Bundesamt meldet, lag hierzulande die Übersterblichkeit lediglich im April bei zehn Prozent. In allen anderen Monaten des ersten Halbjahres 2020 habe es nicht mehr Todesfälle als in den vergangenen Jahren gegeben.
In Schweden habe die Übersterblichkeit im April 40 Prozent erreicht, hieß es von der dortigen Statistikbehörde. Das sind ähnliche Werte wie in den Corona-Hotspots Italien, Spanien und Frankreich. Nach der Hochphase im Frühling gingen aber auch in Schweden die Zahlen deutlich zurück.
Das ist aufschlussreich, weil noch immer die Frage im Raum steht, ob der schwedische Sonderweg bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie womöglich doch der Klügere war. Die Frage lässt sich auch jetzt noch nicht abschließend klären, aber die Auswertung der Übersterblichkeit gibt neue Hinweise. Sie bestätigt, dass die schwedische Strategie unter dem Staatsepedemiologen #Anders #Tegnell zumindest im ersten Halbjahr nicht erfolgreicher war als die strengeren Maßnahmen in den meisten anderen europäischen Ländern.
Verfügbarkeit eines Impfstoffs entscheidend für Bewertung
#Tegnell hatte einen Lockdown des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens vermieden und stark auf freiwillige Maßnahmen gesetzt.
So gibt es keine Maskenpflicht, Geschäfte blieben während der gesamten Zeit geöffnet, dafür wurden aber Veranstaltungen mit mehr als 50 Leuten verboten. Zudem betonen schwedische Verantwortliche, dass die Menschen im Land freiwillig ihr Verhalten änderten und etwa stärker darauf achteten, Abstand voneinander zu halten.
Allerdings war es auch Ziel der Schweden, eine sogenannte „Herdenimmunität“ zu erreichen. Die wäre gegeben, wenn eine große Mehrheit der Menschen im Lande, der Berliner Virologe Christian Drosten sprach einmal von mindestens 60 Prozent, eine Infektion überstanden habe.
Dem liegt aber die Annahme zugrunde, dass genesene Covid-19-Patienten immun gegen das Virus sind.
Genau das ist aber zweifelhaft. So gibt es immer wieder Fälle die zeigen, dass die Patienten lediglich eine zeitlang immun sind.
Bekanntes Beispiel ist etwa Hollywood-Star Tom Hanks, der eine Covid-19-Erkrankung überstand, aber schon einige Zeit später keine Antikörper mehr im Blut hatte.
Entscheidend für die Bewertung, ob nun schwedisches Laissez-Faire oder strenges Abriegeln im Kampf gegen Corona erfolgreicher waren, wird auch die Verfügbarkeit eines Impfstoffs sein. Käme dieser tatsächlich früh im kommenden Jahr auf den Markt, könnte man wenigstens gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen besser schützen.
Damit wäre zumindest aus heutiger Sicht die Wende in der Pandemie erreichbar. Kommt der Impfstoff aber nicht, wovor Experten weiterhin warnen, und schwappen weitere Infektionswellen um den Globus, könnte eine erhöhte Grundimmunität in der Bevölkerung tatsächlich von Vorteil sein. Die Fragezeichen bleiben also zahlreich.