ExxonMobil warnt vor bis zu 3 Grad Erderwärmung – und steht selbst im Mittelpunkt der Kritik

Ein Beitrag von Daniel Mautz auf LinkedIn

Daniel Mautz greift in einem LinkedIn-Beitrag einen aktuellen Bericht der taz über den neuen Energieausblick von ExxonMobil auf. Die zentrale Aussage ist brisant: Der US-Ölkonzern rechnet bis 2050 mit einer globalen Erwärmung von 2,5 bis 3 Grad Celsius.

Als wesentlichen Grund nennt ExxonMobil die weiterhin starke Nutzung fossiler Energieträger – besonders von Kohle.

Nach dem aktuellen Global Outlook von ExxonMobil soll Kohle im Jahr 2050 noch rund 15 Prozent des weltweiten Energiemixes ausmachen. Vor allem in China und anderen Teilen Asiens bleibe Kohle ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung.

ExxonMobil verweist dabei auf Versorgungssicherheit, geopolitische Risiken und den weiter steigenden Energiebedarf.

Besonders deutlich wird die Lücke beim CO₂-Ausstoß: ExxonMobil erwartet für 2050 noch rund 30 Milliarden Tonnen energiebedingte CO₂-Emissionen pro Jahr.

Im vorherigen Ausblick waren es noch rund 27 Milliarden Tonnen.

Nach den von ExxonMobil selbst herangezogenen IPCC-Szenarien müssten die energiebedingten Emissionen dagegen auf etwa 11 Milliarden Tonnen sinken, um mit einer Erwärmung von unter 2 Grad vereinbar zu sein.

Auch bei der CO₂-Abscheidung und -Speicherung – CCS fällt die neue Prognose schwächer aus.

Während ExxonMobil zuvor für 2050 mit rund 3,1 Milliarden Tonnen abgeschiedenem CO₂ pro Jahr rechnete, sind es im aktuellen Ausblick nur noch etwa 2 Milliarden Tonnen.

Mautz verbindet diese Zahlen mit einem besonders kritischen Punkt aus der Vergangenheit:

Eine 2023 veröffentlichte wissenschaftliche Auswertung interner Exxon-Unterlagen zeigte, dass Forscher des Unternehmens bereits seit Ende der 1970er-Jahre die globale Erwärmung erstaunlich präzise berechnet hatten.

Gleichzeitig wurde der Zusammenhang zwischen fossilen Energien und Klimawandel in der öffentlichen Kommunikation des Konzerns über Jahrzehnte deutlich zurückhaltender dargestellt.

Genau darin liegt die besondere Brisanz des heutigen Energieausblicks:

ExxonMobil beschreibt selbst eine Zukunft, in der die weltweiten Emissionen deutlich über dem Niveau liegen würden, das nach den herangezogenen Klimaszenarien für eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2 Grad erforderlich wäre.

Quellen:

Daniel Mautz, LinkedIn-Beitrag

Kai Schöneberg, taz, 20.09.2026
https://taz.de/Exxonmobil-prognostiziert-Klimawandel/!6149302/

ExxonMobil, Global Outlook 2026
https://corporate.exxonmobil.com/publications/global-outlook

#Klimawandel #ExxonMobil #CO2Emissionen #Energiewende #ErneuerbareEnergien

KI-Bilder: Werner Hoffmann. Hinweis: Die verwendeten Bilder wurden mit künstlicher Intelligenz erstellt.

41 % weniger CO₂ durch Elektromobilität – wurde diese Studie indirekt von Auto- und Fossilinteressen beeinflusst?

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Die Zahl „41 Prozent“ macht Schlagzeilen.

Ein Whitepaper der Technischen Universität München kommt nach Auswertung von 19 Studien und 47 Szenarien zu dem Ergebnis, dass batterieelektrische Autos über den Lebenszyklus durchschnittlich 41 Prozent weniger CO₂ verursachen als Verbrenner. Auftraggeber war TUM-Präsident Thomas F. Hofmann. Federführend waren Prof. Johannes Fottner, Prof. Magnus Fröhling und Prof. Tim Büthe.

Doch welche Verbindungen bestehen zur Autoindustrie?

Bei Johannes Fottner und Magnus Fröhling sind Kooperationen mit der Branche dokumentiert. Beide waren am Forschungsprojekt „Future Sustainable Car Materials“ beteiligt. Konsortialführer war die BMW Group; außerdem wirkten unter anderem Dräxlmaier und Thyssenkrupp Steel mit. Das Projekt wurde öffentlich durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Auch beim Projekt „Car2Car“ arbeiteten Fottner und Fröhling mit BMW zusammen. BMW war dort Projektleiter beziehungsweise Projektpartner. Auch dieses Projekt erhielt öffentliche Förderung.

Fottners Lehrstuhl weist zudem frühere Industriekooperationen mit BMW, BMW M, Audi, Continental, Bosch, MAN, Schaeffler und weiteren Unternehmen aus.

Auch die TUM selbst unterhält umfangreiche Wirtschaftskooperationen. Zu ihren Unternehmenspartnern gehören unter anderem BMW und MAN. Als „Partners of Excellence“ werden unter anderem BMW, Audi, MAN, Volkswagen, RWE und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft genannt.

Politisch ist der Zeitpunkt bemerkenswert. Die TUM erklärt selbst, Hofmann habe die Untersuchung „vor dem Hintergrund der im Herbst anstehenden politischen Entscheidungen zur Zukunft der Automobilindustrie in Europa“ beauftragt.

Markus Söder greift die 41-Prozent-Zahl für seine Forderung auf, das EU-Verbrenner-Aus zurückzudrehen.

Dabei kann man dieselbe Zahl völlig anders lesen:

Elektroautos verursachen laut Whitepaper durchschnittlich nicht „nur“ 41 Prozent weniger CO₂, sondern immerhin 41 Prozent weniger. Zudem nennt die TUM selbst eine große Spannweite: Je nach Szenario kann der Vorteil des Elektroautos bis zu 89 Prozent betragen.

Warum wird also gerade die niedrig wirkende Zahl „41 Prozent“ politisch so stark hervorgehoben?

Aus einem deutlichen CO₂-Vorteil der Elektromobilität wird damit ein Argument für eine Technologie gemacht, die dauerhaft fossile Kraftstoffe benötigt.

Genau hier beginnt die politische Instrumentalisierung einer wissenschaftlichen Zahl.

#Elektromobilität #VerbrennerAus #TUM #BMW #Energiewende

Hinweis: Die verwendeten Bilder wurden teilweise mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Solar knackt 3 Terawatt: Warum Atom-Fans jetzt nervös werden

Ein Beitrag von

Daniel Mautz.

Die Welt hat einen historischen Energie-Meilenstein erreicht: Weltweit sind inzwischen mehr als drei Terawatt Photovoltaik-Leistung installiert. Das ist keine Randnotiz, sondern ein klares Signal: Die Solarenergie ist längst aus der Nische herausgewachsen und wird zur tragenden Säule der Stromversorgung.

Bemerkenswert ist das Tempo. Für das erste Terawatt brauchte die Welt rund zehn Jahre. Das zweite kam in weniger als drei Jahren hinzu. Das dritte folgte nun in weniger als zwei Jahren. Wer immer noch erzählt, Photovoltaik sei nur eine nette Ergänzung, hat die Entwicklung der letzten Jahre verschlafen.

Natürlich kommt sofort der bekannte Einwand: Installierte Leistung sei nicht gleich Stromerzeugung. Nachts liefere Photovoltaik nichts. Das stimmt. Aber daraus folgt nicht weniger Solar, sondern mehr Speicher, bessere Netze, intelligente Steuerung und mehr Nachfrageflexibilität. Genau darüber spricht die Branche längst.

Auch der Blick auf die Atomkraft zeigt: Grundlast-Romantik löst keine realen Probleme. In Frankreich mussten Atomkraftwerke bei Hitzewellen bereits gedrosselt werden, weil Flüsse zu warm wurden oder zu wenig Kühlwasser führten. Auch Atomstrom ist also nicht automatisch krisenfest, wenn Klimaextreme zunehmen.

China treibt den Ausbau weiter massiv voran. Aber die Solarwelle ist längst breiter geworden. Auch Länder wie Pakistan, Nigeria, die Philippinen, Kuba oder der Libanon bauen stark aus. Inzwischen haben 74 Länder mindestens ein Gigawatt Solarleistung installiert; 2020 waren es erst 42.

BloombergNEF rechnet damit, dass die weltweite Solarleistung bis 2036 auf mehr als neun Terawatt steigen kann. Entscheidend ist: Wer baut Speicher, Netze und flexible Verbraucher mit?

Kommentar von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann, Überzeugter demokratischer Europäer.

Ein Punkt wird unterschlagen: Windkraft und Solarenergie liefern weltweit zusammen 6.600 bis 7.500 Terawattstunden Strom pro Jahr.

Um diese Menge durch Atomkraft zu ersetzen, bräuchte man überschlägig etwa 900 bis 1.030 große AKW-Blöcke mit je 1 Gigawatt Leistung.

Zum Vergleich:

Weltweit gibt es nur rund 440 kommerzielle Reaktoren.

Wer Atomkraft als Ersatz für Wind und Sonne verkauft, muss erklären, wo zusätzliche Reaktoren, Kühlwasser, Endlager, Fachkräfte und Akzeptanz herkommen sollen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

Solar oder Wind oder Speicher?

Sondern: Wie schnell bauen wir Wind, Solar, Speicher, Netze und flexible Verbraucher zusammen aus? Die Energiewende produziert Strom in einer Größenordnung, die sich nicht wegdiskutieren lässt.

#Photovoltaik
#Solarenergie
#ErneuerbareEnergien
#Energiewende
#Atomkraft

Hinweis zur KI-Bilderstellung:
Für diesen Beitrag können KI-generierte Bilder verwendet werden. Sie dienen der symbolischen Illustration des Themas und zeigen keine dokumentarische Aufnahme eines konkreten Ereignisses.

Quellen:
pv magazine, Alessandra Neris, 17.08.2026
IEA-PVPS, Snapshot 2026
BloombergNEF, 08.07.2026
World Wind Energy Association, Global Statistics, 01.04.2026
World Nuclear Association, Global Nuclear Industry Performance, 2025

Kleine Eiszeit entlarvt: Warum sie den menschengemachten Klimawandel NICHT widerlegt!

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann - Wir brauchen ein funktionierendes Klima auf der Erde.
Werner Hoffmann – Wir brauchen ein funktionierendes Klima auf der Erde.

Immer wieder wird von Vertretern der fossilen Lobby behauptet, die heutige Erderwärmung sei nichts Besonderes. Oft wird die sogenannte Kleine Eiszeit angeführt.

Dieses Argument hält einer Überprüfung allerdings nicht stand.

Die Kleine Eiszeit war eine kühlere Klimaperiode, die etwa vom 14. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte.

Europa, Nordamerika und Teile Asiens waren betroffen. Strenge Winter, vorrückende Gletscher und Missernten prägten diese Zeit.

Die Abkühlung war nicht überall auf der Erde gleich stark oder gleichzeitig zu beobachten.

Was verursachte die Kleine Eiszeit?

Die heutige Klimaforschung kommt zu einem klaren Ergebnis. Mehrere Faktoren wirkten zusammen. Besonders starke Vulkanausbrüche schleuderten große Mengen Schwefeldioxid in die Stratosphäre. Dort entstanden Aerosole, die einen Teil der Sonnenstrahlung zurück ins Weltall reflektierten. Dadurch kühlte sich die Erdoberfläche über Jahre ab.

Hinzu kam eine Phase geringer Sonnenaktivität, insbesondere das sogenannte Maunder-Minimum zwischen etwa 1645 und 1715. Die Sonne strahlte in dieser Zeit weniger Energie ab und verstärkte die bereits eingetretene Abkühlung. Veränderungen der Meeresströmungen sowie Rückkopplungseffekte durch Schnee und Eis trugen zusätzlich dazu bei.

Vulkanausbrüche waren der wichtigste Auslöser der Kleinen Eiszeit, während die geringere Sonnenaktivität die Entwicklung zusätzlich verstärkte.

Unterschied zur heutigen Situation.

Der aktuelle Klimawandel wird nicht durch Vulkane verursacht – im Gegenteil:

Große Vulkanausbrüche wirken kurzfristig sogar eher kühlend.

Die heutige Erwärmung wird vor allem durch den rasanten Anstieg von Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan verursacht, die durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas sowie andere menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre gelangen.

Wer also die Kleine Eiszeit als Beweis gegen den menschengemachten Klimawandel anführt, vermischt zwei völlig unterschiedliche Ursachen. Natürliche Klimaschwankungen hat es in der Erdgeschichte immer gegeben. Das bedeutet jedoch nicht, dass der heutige Klimawandel ebenfalls natürlichen Ursprungs ist.

Wissenschaftliche Messungen, physikalische Zusammenhänge und zahlreiche unabhängige Studien zeigen eindeutig, dass der Mensch heute der dominierende Treiber der globalen Erwärmung ist.

Bildung hilft. Wissenschaft statt Mythen. Fakten statt Desinformation.

Gerade rechtsextreme Gruppierungen wie auch die AfD wollen die Schulbildung abschaffen, um die Aufklärung hierüber zu minimieren.

Nicht ohne Grund unterstützt die fossile Lobby besonders die Rechtspopulisten.

Dies ist nicht nur unter Trump in den USA2.0, sondern auch in Deutschland durch die AfD, FDP und Teile der CDU zu beobachten.

#KleineEiszeit #Klimawandel #Klimakrise #BildungHilft #Wissenschaft

Hinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden teilweise mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und dienen der Illustration des Themas.

Autonomes Fahren: Warum das eigene Auto bald zum Auslaufmodell werden könnte

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann. Überzeugter demokratischer Europäer.

Die Automobilwelt steht nach meiner Einschätzung vor der größten Veränderung seit der Erfindung des Automobils. Ich bin überzeugt, dass autonome Fahrzeuge unsere Gesellschaft ähnlich stark verändern werden wie das Smartphone vor rund 20 Jahren.

Schon heute zeigen fahrerlose Taxis in den USA, dass diese Technik keine Zukunftsmusik mehr ist. 2024 konnte ich mich selbst von den Waymo-Taxis überzeugen. Es war ein beeindruckender Moment, ein Fahrzeug völlig ohne Fahrer durch den Straßenverkehr fahren zu sehen.

Ich glaube, dass in einigen Jahren viele Menschen kein eigenes Auto mehr besitzen werden. Stattdessen bestellt man per App genau das Fahrzeug, das gerade benötigt wird. Für den Einkauf genügt ein kleiner Stadtwagen. Für den Familienausflug oder einen Abend mit Freunden kommt ein großer Van oder eine Luxuslimousine. Das Fahrzeug fährt selbstständig vor, bringt die Fahrgäste ans Ziel und übernimmt anschließend den nächsten Auftrag.

Die Folgen wären enorm. Man muss keinen Parkplatz mehr suchen, keine Werkstatttermine organisieren, keine Versicherung abschließen und sich nicht mehr um Wertverlust oder Wiederverkauf kümmern. Fahrzeuge würden nicht mehr rund 95 Prozent ihrer Lebenszeit ungenutzt auf Parkplätzen stehen, sondern nahezu rund um die Uhr unterwegs sein.

Auch unser Verständnis von Luxus dürfte sich grundlegend verändern. Das Statussymbol wird künftig nicht mehr der Besitz eines bestimmten Autos sein. Luxus bedeutet vielmehr, jederzeit genau das Fahrzeug auswählen zu können, das gerade zur Situation passt. Natürlich wird es weiterhin Menschen geben, die einen Porsche oder andere Sportwagen besitzen möchten – wegen des Fahrerlebnisses, des Designs oder des charakteristischen Motorsounds.

Ich glaube jedoch, dass der Höhepunkt des klassischen Autobesitzes bereits hinter uns liegt. Die eigentliche Zukunft beginnt erst mit der autonomen Mobilität.

Waymo setzt auf Kameras, Radar und LiDAR, um die Umgebung dreidimensional zu erfassen. Tesla verfolgt einen anderen technischen Ansatz und verzichtet derzeit auf LiDAR. Dieser Ansatz wird immer wieder kontrovers diskutiert. Über die unterschiedlichen Technologien und ihre Vor- und Nachteile gibt es ausführliche Dokumentationen, unter anderem in der ARD-Mediathek.

Aus meiner Sicht wird dieser Wandel nicht nur die Automobilhersteller verändern. Auch Autohäuser, Werkstätten, Parkhäuser, Tankstellen, Versicherungen und selbst die Stadtplanung werden sich anpassen müssen. Gleichzeitig eröffnet autonomes Fahren neue Chancen – insbesondere für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Wer nicht mehr selbst fahren kann, gewinnt dadurch ein großes Stück Selbstständigkeit zurück.

Dies ist meine persönliche Einschätzung. Ich vertrete sie bereits seit mehreren Jahren und bin überzeugt, dass wir erst am Anfang dieser Entwicklung stehen.

#AutonomesFahren #Mobilität #Innovation #Elektromobilität #Zukunft

Interessante Ergänzungen

https://www.ardmediathek.de/video/buten-un-binnen-regionalmagazin/testfahrt-in-bremen-sind-selbstfahrende-autos-die-zukunft/ard/Y3JpZDovL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlL29wZW5tZWRpYXRlc3QvcmFkaW9icmVtZW4uZGUvb3Blbm1lZGlhLzJfMTc1MTQ0NS9zZWN0aW9uL3VybjphcmQ6ZXBpc29kZTo4MTcwZTk1MjYxOGZkMjM1
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Autonomes Fahren mit Öffentliche Verkehrsmitteln

https://www.ardmediathek.de/video/lokalzeit-owl/autonomer-elektrobus-startet-testbetrieb-in-herford/ard/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtMTgwODY1OGUtZWIwNC00MTQ4LTkxNzQtZDU3NjUxMmQ3OTU3

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EEG-Reform: Wird die Energiewende jetzt ausgebremst?

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann. Überzeugter demokratischer Europäer.

Nach monatelanger Verzögerung hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche einen Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sowie ein neues Netzpaket vorgelegt. Während die Bundesregierung von notwendigen Anpassungen spricht, kommt aus der Energiebranche erhebliche Kritik.

Viele Fachleute befürchten, dass Deutschland damit ausgerechnet in einer Phase des weltweiten Ausbaus erneuerbarer Energien an Tempo verlieren könnte.

Kritisiert wird insbesondere, dass der Gesetzentwurf keine grundlegende Beschleunigung des Ausbaus von Wind- und Solarenergie erkennen lässt. Stattdessen würden zahlreiche Änderungen vor allem den Netzbetreibern zusätzliche Einflussmöglichkeiten verschaffen.

Investoren beklagen, dass dadurch Planungssicherheit verloren gehen könnte.

Projekte könnten verzögert oder wirtschaftlich unattraktiver werden. Gerade Windparks, Photovoltaikanlagen, Stromspeicher und neue Netzinfrastrukturen benötigen jedoch langfristig verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen.

Besonders problematisch erscheint vielen Beobachtern der Zeitplan. Da die parlamentarischen Beratungen erst nach der Sommerpause fortgesetzt werden sollen, wächst die Sorge, dass es 2027 zu Förderlücken oder erheblichen Investitionsunsicherheiten kommen könnte.

Unternehmen müssen häufig Jahre im Voraus planen, bevor Milliardenbeträge in neue Energieprojekte investiert werden.

Auch aus den Bundesländern wächst der Widerstand. Schleswig-Holstein und Niedersachsen fordern unter anderem, die Förderung erneuerbarer Energien langfristig abzusichern und zentrale Punkte des Gesetzentwurfs zu überarbeiten.

Sie warnen davor, dass Unsicherheit bei Investoren letztlich nicht nur die Energiewende, sondern auch den Wirtschaftsstandort Deutschland schwächen könnte.

Dabei ist der weitere Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur eine Frage des Klimaschutzes.

Es geht ebenso um Versorgungssicherheit, bezahlbare Strompreise und wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Jede zusätzliche Kilowattstunde aus Wind- und Solarenergie reduziert langfristig den Bedarf an importierten fossilen Energieträgern. Gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze, Wertschöpfung und technologische Chancen im Inland.

Meine Bewertung

Eine erfolgreiche Energiewende braucht Verlässlichkeit statt Unsicherheit.

Wer Investitionen in erneuerbare Energien verzögert, erschwert oder finanziell unattraktiver macht, riskiert nicht nur das Erreichen der Klimaziele.

Deutschland könnte auch im internationalen Wettbewerb um Zukunftstechnologien weiter zurückfallen.

Gerade in Zeiten einer steigenden Stromnachfrage durch Elektromobilität, Wärmepumpen, Digitalisierung, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz ist ein konsequenter Ausbau der erneuerbaren Energien wichtiger denn je.

Die kommenden Beratungen im Bundestag werden deshalb entscheidend sein.

Es geht um die Frage, ob Deutschland die Energiewende konsequent fortsetzt – oder ob durch halbherzige Änderungen erneut wertvolle Zeit verloren geht.

Quelle

Jörg Staude: „Reiches Kosmetik an den Strom-Gesetzen“, Klimareporter, 20. Juli 2026:
https://klimareporter.de/strom/reiches-kosmetik-an-den-strom-gesetzen

#Energiewende #ErneuerbareEnergien #EEG #Stromnetz #Energiepolitik

KI-Hinweis: Alle in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich der Illustration.

Godzilla El Niño: Steht uns 2027 das heißeste Jahr der Menschheitsgeschichte bevor?

Ein Beitrag von

Daniel Mautz

Daniel Mautz.


Godzilla El Niño: Klimaforscher warnen vor einem außergewöhnlich starken Wetterphänomen, das 2027 zum heißesten Jahr der Menschheitsgeschichte machen könnte. Gleichzeitig zeigt sich: Erneuerbare Energien wachsen rasant – doch die Politik bremst den notwendigen Wandel vielerorts noch immer aus.


Klimaforscherinnen und Klimaforscher gelten normalerweise als zurückhaltend.

Umso bemerkenswerter ist es, wenn sie von einem „Godzilla El Niño“ sprechen.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Sorge vor einem außergewöhnlich starken El-Niño-Ereignis im Pazifik, das die ohnehin durch den Klimawandel steigenden Temperaturen zusätzlich antreiben könnte.

Nach aktuellen Projektionen könnte 2027 weltweit das bisher heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden.

In einigen Modellrechnungen werden globale Durchschnittstemperaturen von rund 1,7 Grad über dem vorindustriellen Niveau erwartet.

Einzelne Szenarien reichen sogar bis nahe 1,9 Grad. Damit würde sich ein Temperaturbereich einstellen, den viele Klimamodelle noch vor wenigen Jahren erst für die späten 2030er-Jahre erwartet hatten.


Die Folgen wären weltweit spürbar:

längere und intensivere Hitzewellen, eine erhöhte Waldbrandgefahr, veränderte Monsunzyklen sowie wachsende Risiken für Landwirtschaft und Wasserversorgung.

Was lange als Zukunftsszenario galt, könnte bereits in wenigen Jahren zur Realität werden.


Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Dabei zeigt sich gleichzeitig ein bemerkenswerter Fortschritt bei den erneuerbaren Energien.

In den USA stammte im vergangenen Jahr der überwiegende Teil der neu installierten Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Quellen.

Vor allem Solarenergie und Batteriespeicher werden immer günstiger und wirtschaftlich attraktiver.

Die technologische Entwicklung verläuft schneller, als viele Expertinnen und Experten noch vor wenigen Jahren erwartet hatten.


Klimawandel trifft die Landwirtschaft

Dennoch bleibt eine entscheidende Herausforderung: Der Ausbau sauberer Energien reicht bislang nicht aus, um den weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen schnell genug zu senken.

Während Technologien zunehmend verfügbar und wirtschaftlich konkurrenzfähig sind, bremsen politische Konflikte, regulatorische Hürden und das Festhalten an fossilen Strukturen vielerorts den notwendigen Wandel.


Daniel Mautz erklärt die Klimaprognosen

Das Jahr 2027 könnte deshalb weit mehr sein als nur ein weiteres Rekordjahr.

Es könnte deutlich machen, wie groß die Lücke zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und politischem Handeln inzwischen geworden ist.


#Klimawandel #ElNiño #ErneuerbareEnergien #Klimaschutz #Energiewende

Quelle: https://www.linkedin.com/posts/danielmautz_klimaforscherinnen-nennen-es-den-godzilla-activity-7484547616588984320-d7XV?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0

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Bundesrechnungshof warnt: Deutschlands Wasserstoffstrategie braucht einen neuen Kurs

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Der Bundesrechnungshof stellt zentrale Annahmen der deutschen Wasserstoffstrategie infrage. Nach seiner Bewertung reichen die bisherigen Maßnahmen voraussichtlich nicht aus, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Gefordert werden eine grundlegende Überarbeitung der Strategie und ein belastbarer Plan B für die Klimaziele, falls der erwartete Hochlauf von Wasserstoff ausbleibt.

Besonders deutlich wird die Lücke beim Ausbau der Elektrolyse. Deutschland will bis 2030 eine inländische Elektrolyseleistung von zehn Gigawatt erreichen. Tatsächlich ist bislang nur ein kleiner Teil dieser Kapazität in Betrieb. Weitere Anlagen befinden sich im Bau oder in Planung, doch selbst bei günstiger Entwicklung dürfte das ursprüngliche Ziel nur schwer erreichbar sein.

Politische Zielsetzungen und tatsächlicher Ausbau liegen damit weit auseinander.

Gleichzeitig entwickelt sich auch die Nachfrage langsamer als erwartet. Große Projekte in der Stahl- und Chemieindustrie werden verschoben, verkleinert oder wirtschaftlich neu bewertet. Hinzu kommen Unsicherheiten bei Wasserstoffimporten, Transportwegen, Netzen und langfristigen Abnahmeverträgen.

Für Unternehmen und Kommunen bedeutet das: Planungen dürfen nicht allein auf der Annahme beruhen, dass kurzfristig große Mengen günstigen Wasserstoffs verfügbar sein werden.

Wasserstoff wird dadurch allerdings nicht überflüssig. Er bleibt vor allem dort wichtig, wo eine direkte Nutzung von Strom technisch kaum möglich ist. Dazu gehören Teile der Stahl- und Chemieproduktion, möglicherweise der Schiffs- und Luftverkehr sowie einzelne industrielle Hochtemperaturprozesse.

In vielen anderen Bereichen ist die direkte Elektrifizierung jedoch deutlich effizienter. Für Gebäude und große Teile der Wärmeversorgung bieten sich vor allem Wärmepumpen, Power-to-Heat, Batteriespeicher und die unmittelbare Nutzung erneuerbaren Stroms an.

Der entscheidende Grund liegt im Energieverbrauch: Bei der Herstellung, Speicherung, dem Transport und der späteren Nutzung von Wasserstoff entstehen erhebliche Umwandlungsverluste. Direkt eingesetzter Strom benötigt deshalb häufig deutlich weniger Energie als der Umweg über Wasserstoff.

Die Konsequenz sollte nicht der vollständige Ausstieg aus Wasserstoff sein, sondern eine klare Priorisierung. Wasserstoff gehört dorthin, wo er tatsächlich benötigt wird. Wo eine direkte Elektrifizierung möglich ist, sollte sie bevorzugt werden.

Die Energiewende scheitert nicht an einer Kurskorrektur. Sie scheitert eher dann, wenn unrealistische Annahmen zu lange verteidigt werden.

Deutschland braucht deshalb eine technologieoffene, aber wirtschaftlich nachvollziehbare Planung: Wasserstoff als gezielter Baustein – nicht als Universallösung für Gebäude, Verkehr und Industrie.

Quellen:

Bundesrechnungshof – Berichte und Sonderberichte zur Nationalen Wasserstoffstrategie
Deutscher Bundestag – Informationen zum Bericht des Bundesrechnungshofes
Dirk Specht – „Die Causa Gaskraftwerke ist ein Skandal“

#Wasserstoff #Energiewende #Wärmepumpe #Industrie #Klimaschutz

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Neue Studie: Wie die BILD mit dem „Heizungshammer“ die Wärmepumpen-Debatte anheizte

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Der Begriff „Heizungshammer“ gehört zu den erfolgreichsten politischen Schlagworten der vergangenen Jahre – obwohl es nie ein Gesetz mit diesem Namen gab. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere die Berichterstattung der BILD die öffentliche Wahrnehmung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erheblich beeinflusst habe.

Die Untersuchung beschreibt, dass durch die wiederholte Verwendung emotionaler Begriffe wie „Heizungshammer“ oder „Heizverbot“ bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Eindruck entstand, funktionierende Öl- und Gasheizungen müssten kurzfristig ausgebaut werden. Das entsprach jedoch nicht dem Inhalt des Gesetzes. Bestehende Heizungen durften grundsätzlich weiter betrieben und repariert werden. Die Regelungen betrafen vor allem den Einbau neuer Heizungen unter bestimmten Voraussetzungen.

Besonders kritisch bewertet die Studie den Einfluss zugespitzter Medienberichterstattung auf die politische Debatte. Nach ihrer Analyse wurde ein komplexes Gesetz auf wenige emotionale Schlagworte reduziert. Dadurch sei aus einer sachlichen Diskussion über Klimaschutz, Energieversorgung und Heiztechnik ein emotionaler Kulturkampf geworden.

Die BILD gehört zum Axel-Springer-Konzern. Die Studie kritisiert insbesondere die Berichterstattung der BILD und kommt zu dem Ergebnis, dass diese wesentlich zur Verbreitung des Begriffs „Heizungshammer“ und zur Emotionalisierung der öffentlichen Diskussion beigetragen habe. Dadurch seien Fehleindrücke über den tatsächlichen Inhalt des Gebäudeenergiegesetzes entstanden.

Die Folgen waren erheblich: Die Debatte wurde polarisiert, viele Menschen verunsichert und das Vertrauen in die Energiewende geschwächt. Unabhängig davon, wie man das Gebäudeenergiegesetz bewertet, zeigt dieser Fall, welche Macht große Medien durch Framing besitzen können. Demokratische Entscheidungen sollten auf überprüfbaren Fakten beruhen – nicht auf Schlagworten, die komplexe Inhalte verzerren.

Meine persönliche Meinung

Die Art und Weise, wie durch zugespitzte Schlagzeilen und wiederholtes Framing politische Debatten beeinflusst werden können, erinnert mich zunehmend an die historische Rolle des Medienunternehmers Alfred Hugenberg in der Endphase der Weimarer Republik.

Das Bundesverwaltungsgericht stellte in seinem Urteil vom 17. März 2005 (Az. 3 C 20.04) fest, dass Hugenberg ein „Wegbereiter der nationalsozialistischen Herrschaft“ war.

Selbstverständlich handelt es sich hierbei nicht um eine Gleichsetzung, sondern um den Hinweis, dass große Medienhäuser aufgrund ihrer Reichweite eine besondere Verantwortung für eine faktenbasierte und ausgewogene Berichterstattung tragen.

#Heizungsgesetz #Wärmepumpe #Medien #Energiewende #Politik

KI-Hinweis: Alle in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich der Illustration.

Quellen:

Hornbach macht Schluss mit der Lade-Ausrede: 414 Schnellladepunkte an 97 Standorten!

Autor: Daniel Mautz

Erzählt mir nochmal, es gäbe keine Ladeinfrastruktur.

Hornbach hat es einfach gemacht. Alle 97 Standorte in Deutschland sind jetzt mit Schnellladesäulen ausgestattet. 414 HPC-Ladepunkte mit bis zu 400 kW, von Kiel bis Kempten.

Kein Pilotprojekt, kein Schaufenster, sondern flächendeckende Realität. Zusammen mit den Pfalzwerken, seit 2018 gewachsen, jetzt um 15 Jahre verlängert. Da plant jemand nicht in Quartalsberichten, sondern in Infrastrukturzyklen.

Hornbach ist dabei längst nicht allein. Lidl, Aldi, Rewe, Kaufland und viele weitere Handelsunternehmen rüsten ihre Parkplätze mit Schnellladern aus. Die Logik dahinter ist simpel. Wer einkauft, steht ohnehin 20 bis 45 Minuten auf dem Parkplatz.

In dieser Zeit lädt ein modernes E-Auto locker von 15 auf 80 Prozent. Bei durchschnittlichen Alltagsstrecken reicht das für eine ganze Woche. Wenigfahrer:innen kommen sogar mehrere Wochen damit aus.

Mit dem richtigen Ladepass zahlt man je nach Anbieter und Uhrzeit zwischen 39 und 59 Cent pro Kilowattstunde. Das ist die alltägliche Ladelösung für alle, die zu Hause keine Wallbox haben. Kein Eigenheim nötig, keine Tiefgarage, kein kooperative/r Vermieter:in. Einfach laden beim Einkauf.

Das Narrativ vom Infrastrukturmangel hält sich trotzdem hartnäckig. In Talkshows wird es recycelt, von Verfechter:innen der sogenannten Technologieoffenheit als Totschlagargument gegen das E-Auto benutzt.

Dabei ist diese vermeintliche Offenheit nichts anderes als eine Vertagungsstrategie. Wer 2026 noch behauptet, man könne im Alltag nicht elektrisch fahren, hat sich nicht informiert. Oder will es nicht.

Anmerkung

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann. Überzeugter demokratischer Europäer.

Der Preis des Ladestroms hängt davon ab, wie du an der Hornbach-Ladesäule (Pfalzwerke) lädst – also per Kreditkarte (Ad-hoc) oder mit einer Ladekarte/App.

#Elektromobilität #Hornbach #Schnellladen #Ladeinfrastruktur #EMobilität

Quellen:

  1. https://ecomento.de/2026/06/30/alle-hornbach-baumaerkte-bundesweit-mit-schnellladern-ausgestattet/
  2. https://www.linkedin.com/posts/danielmautz_erz%C3%A4hlt-mir-nochmal-es-g%C3%A4be-keine-ladeinfrastruktur-activity-7478311538697785344-op-D?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0
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