Egal was Jens Spahn macht. Es hat immer damit zu tun, dass er rechtspopulistische Kreise fördert.
Ob es um die Themen:
Fossile Lobby
Wahl der Verfassungsrichter
Das Gesundheitswesen
Die Ausnutzung der Versichertengemeinschaft der Krankenkassen
Indirekte Unterstützung von dem langjährigen Bekannten und dem Rechtsaußen Milliardär Frank Gotthardt (der Eigentümer von dem rechtspopulistischen Medium NIUS ist)
Die Finanzierung seiner damaligen Villa im Wert von rund 4,2 Mio. Euro
Monatelang gab es Gerüchte, jetzt ist es für viele Nutzer Realität:
ChatGPT 5. Überraschend dabei:
OpenAI hat keinen großen PR-Knall gezündet, sondern das neue Modell schrittweise in der App freigeschaltet.
ChatGPT
Wer das Plus-Abo hat, sieht in der Auswahl inzwischen „ChatGPT 5“ – genau so, wie du es gerade nutzt.
Einführung: stiller Rollout seit Juni 2025
Nach internen Tests im Frühjahr begann OpenAI ab Juni 2025 mit einer sukzessiven Freischaltung für ChatGPT-Plus.
Kein Livestream, keine Keynote – stattdessen ein kontrollierter Start direkt in der App.
So konnten Kapazitäten skaliert und Kinderkrankheiten im Betrieb behoben werden.
Kosten: Mehr Leistung, gleiches Abo
ChatGPT Plus kostet weiterhin 20 US-Dollar pro Monat (je nach Wechselkurs etwa 18–20 €). Das neue Modell ist für Plus-Nutzer auswählbar; die kostenlose Version bleibt in der Regel auf ältere Modelle beschränkt.
Was ist neu in ChatGPT 5?
Größerer Kontext: Längere Gespräche und Dokumente werden zuverlässiger gehalten, weniger Vergessen mitten im Thread,
Höhere Genauigkeit: Präzisere Antworten bei komplexen Recherchen, Analysen und Argumentationen,
Mehr Multimodalität: Besseres Zusammenspiel von Text, Bild und (wo verfügbar) Audio-Inputs,
Natürlichere Sprache: Flüssigere Formulierungen, weniger Wiederholungen, bessere Stiltreue,
Feiner steuerbar: Tonalität und Format lassen sich genauer vorgeben – von sachlich knapp bis kreativ ausführlich.
Warum ohne großes Marketing?
Ein „Silent Launch“ reduziert Lastspitzen und gibt dem Team Zeit, Feedback aus echtem Gebrauch auszuwerten. Für Nutzer heißt das: Ein stabilerer Start statt Hype-Überlastung am ersten Tag.
Für wen lohnt sich das besonders?
Professionelle Schreiber & Researcher: Längere Kontexte und konsistentere Quellen-Diskussion,
Bild- und Content-Workflows: Reibungsärmere Arbeit mit Multimodalität,
Produktivitätsteams: Bessere Formatsteuerung für Briefings, E-Mails, Blogposts,
Tech & Daten: Robuster bei komplexen, mehrstufigen Aufgaben.
Transparenzhinweis
OpenAI hat den Rollout nicht mit einem einzelnen, öffentlichkeitswirksamen Datum verkündet. Die Einordnung basiert auf der sichtbaren Bereitstellung in der App ab Juni 2025 sowie verbreiteten Nutzerbeobachtungen. Preise können regional variieren.
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Zusatzartikel: Open-Source-Alternativen zu ChatGPT in Europa (mit Schweizer Bezug)
Neben den großen US-Modellen entstehen in Europa – teils mit Beteiligung aus der Schweiz – starke Open-Source-Projekte, die ähnliche Funktionen wie ChatGPT bieten. Der Vorteil: Transparenz, Anpassbarkeit und häufig geringere Kosten, weil nur die Infrastruktur bezahlt wird.
1) Hugging Face & HuggingChat
Plattform mit starker EU-Community und riesigem Katalog an Open-Source-LLMs (inkl. Chatbot-Varianten),
Kosten: Open-Source-Ressourcen kostenfrei, keine fertigen Chatbots – Fokus auf Messstandards.
Warum diese Open-Source-Modelle wichtig sind
Transparenz: Einblick in Architektur und Trainingsdaten ermöglicht bessere Kontrolle von Bias und Risiken,
Souveränität: Europäische Sprachen, Datenschutzanforderungen und Compliance leichter umsetzbar,
Kostenkontrolle: Keine Abo-Pflicht für das Modell, gezahlte Kosten betreffen primär Rechenleistung/Hosting,
Anpassbarkeit: Feintuning, Domänenspezialisierung und On-Prem-Betrieb sind möglich.
Hinweis: Verfügbarkeit, Lizenzdetails und API-Preise können sich ändern. Für produktiven Einsatz stets die jeweilige Lizenz und Preisdokumentation auf den Projektseiten prüfen.
– Demokrat der Mitte, weil Aufklärung besser ist als billige Empörung –
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Zum Vorlesen
Link https://youtu.be/MmXaVcve_8E?si=PkvVphRS1LDIaEZJ
Kaum ein Thema lässt sich so leicht emotionalisieren wie Kindheitsklassiker im Fernsehen.
Genau hier setzen rechtspopulistische Kampagnen an:
Mit zugespitzten Behauptungen, Halbwahrheiten und Empörungsritualen wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) als angeblicher Zensor diffamiert.
Paradebeispiel:
die Debatte um die Winnetou-Filme.
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Die Behauptung
In einschlägigen Kanälen hieß es: ARD und ZDF würden aus „woken“ Gründen keine Winnetou-Filme mehr zeigen – angeblich ein ideologisches Verbot gegen Tradition und Kultur.
Die Fakten
Bei der ARD sind die Ausstrahlungsrechte für die Winnetou-Klassiker bereits 2020 ausgelaufen und wurden programmstrategisch nicht verlängert,
das ZDF besitzt weiterhin Rechte und sendet die Filme in seinem Programm,
ein „Verbot“ existiert nicht – es geht um Lizenzen, Terminplanung und Programmprofile.
So funktioniert die Empörungsmaschine
Der Winnetou-Fall folgt einem wiederkehrenden Muster der Desinformation, das Vertrauen in unabhängige Medien systematisch aushöhlen soll.
Dauerschleife: Wiederholung in Social-Media-Blasen bis zur Schein-Wahrheit.
Warum das verfängt
Empörung ist schneller als Einordnung. Schlagzeilen, Kurzvideos und Memes liefern einfache Feindbilder – und genau das reicht, um ARD und ZDF als „politisch gesteuert“ zu framen.
Die nüchterne Erklärung (Lizenzen!) wirkt daneben trocken, aber sie ist die Realität.
Winnetou ist nur ein Beispiel
Das gleiche Drehbuch taucht bei Themen wie „Gendern“, „Klima-Berichterstattung“ oder „Ukraine“ auf.
Der ÖRR wird dabei nicht kritisiert, sondern delegitimiert – mit dem Ziel, Vertrauen in professionelle, überprüfbare Information zu zerstören.
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Weshalb der ÖRR wichtig bleibt
Demokratisches Grundrauschen: Verlässliche Nachrichten, Kultur, Bildung für alle,
Kontext suchen: Was wurde weggelassen, wer profitiert von der Empörung,
Gelassen bleiben: Nicht jede Schlagzeile ist ein Skandal.
Kurz gesagt
Der Winnetou-Aufreger ist kein Beweis für „Zensur“, sondern ein Beispiel dafür, wie aus einer simplen Lizenzfrage eine politische Kampagne gebastelt wird.
Wer Demokratie und Debattenkultur ernst nimmt, lässt sich von Empörungsmarketing nicht vor den Karren spannen.
Dies war am 1. Januar 2025 ein Winnetou-Film im ZDF (genauer: bei ZDF neo) mit einer ganzen Serie an einem Tag ausgestrahlt.
Gezeigt wurden an diesem Tag mehrere Klassiker, darunter
– „Der Schatz im Silbersee“,
– „Winnetou I“,
– „Winnetou II“,
– „Unter Geiern“,
– „Winnetou III“,
– „Old Surehand“,
– „Winnetou und
– das Halbblut Apanatschi“
sowie „Winnetou und sein Freund Old Firehand“
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Teil 2: Wie gezielt gegen ARD & ZDF gehetzt wird – und welche privaten Medienkonzerne davon profitieren
Ein Beitrag von Werner Hoffmann
– Demokrat der Mitte, weil Aufklärung besser ist als billige Empörung –
1. Systematische Diskreditierung des ÖRR
Eines vorab: Es sind nicht nur die Medien, die gegen öffentlich – rechtliche Sender Stimmung machen.
Besonders die AfD – höchstwahrscheinlich angeleitet auch durch Russland – oder auch die Familie Berlusconi oder auch Trump machen Stimmung gegen öffentlich-rechtliche Medien.
Mathias Döpfner, dem ein größerer Teil von dem Axel-Springer-Verlag gehört muss hier natürlich auch genannt werden, denn der fossile Grossinvestor KKR hat besonderes Interesse daran, die erneuerbare Energie zu diskreditieren.
Ein nicht zu unterschätzender Einfluss besteht durch diese Personen auf die gekauften Medien.
Rechtspopulistische Akteure nutzen bewusst ein wiederkehrendes Muster, um ARD & ZDF als ideologisch motivierte „Zensoren“ zu diffamieren:
Emotionale Trigger: Kindheitserinnerungen (z. B. Winnetou-Filme), Gendern oder Klimaberichterstattung dienen als Aufreger,
Verschwörungsnarrative: Sachliche Entscheidungen (z. B. Lizenzen) werden als „Zensur“ umgedeutet,
Kontextverschweigen: Rechte, Programmentwicklung oder wirtschaftliche Faktoren werden ausgeblendet,
Verstärkung durch Social Media: In Echokammern entsteht der Eindruck eines breiten Konsenses gegen den ÖRR.
Die italienische Mediengruppe MFE – MediaForEurope (Berlusconi-Familie) strebt eine beherrschende Kontrolle über ProSiebenSat.1 Media an; die Familie steht politisch rechtskonservativ bis rechtspopulistisch und pflegt enge Verbindungen zu autoritären Regimen wie Russland.
Zu RTL Deutschland (RTL Group) gehören
Free-to-Air:
RTL,
VOX,
RTL Zwei,
VOXup,
Nitro,
RTLup,
Super RTL,
Toggo Plus,
n-tv.
Sparten-/Pay-TV:
RTL Crime,
RTL Living,
RTL Passion,
GEO Television.
3. Axel Springer SE – Einfluss auf TV & Online
Zur Axel Springer SE gehören u. a. Bild, Die Welt sowie der Nachrichtensender WELT (ehemals N24),
BILD TV wurde als TV-Projekt gestartet und Ende 2023 eingestellt,
In Kommentaren und Berichten finden sich regelmäßig ÖRR-skeptische bis ablehnende Perspektiven, die das Framing gegen ARD & ZDF verstärken.
4. Frank Gotthardt & „Nius“ – Deutschlands Fox-News-Versuch
Mäzen und Investor Frank Gotthardt unterstützt Nius (unter Leitung von Julian Reichelt) als rechtskonservative Plattform mit Meinungsformaten,
Nius expandiert von Online in DAB+-Radio und plant TV-Formate,
Gotthardt ist zudem im regionalen TV (z. B. TV Mittelrhein) engagiert und fördert medienpolitisch rechts geprägte Initiativen.
Fazit: Warum der ÖRR verteidigt werden muss
RTL/ProSiebenSat.1 (Berlusconi): Private Sender mit konservativer, teils rechtspopulistischer Ausrichtung,
Axel Springer SE: Prägende Medienmacht mit klarer Meinungsmacht auch im TV-Segment (WELT),
Frank Gotthardt/Nius: Rechtskonservative Plattform mit wachsender Reichweite im Netz und Radio.
Das Zusammenspiel dieser Akteure schafft ein Umfeld, in dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk zum Feindbild stilisiert wird; umso wichtiger sind Medienbildung, Transparenz und demokratische Kontrolle, besonders wenn Falschbehauptungen gezielt zur Destabilisierung genutzt werden.
Teil 3: Warum es den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk gibt – und warum er gebührenfinanziert bleiben muss
Ein Beitrag von Werner Hoffmann – Demokrat der Mitte, weil Aufklärung besser ist als billige Empörung
1. Auftrag und Funktion des ÖRR
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (Ö R R) ist eine tragende Säule demokratischer Gesellschaften. Sein Kernauftrag besteht aus:
Unabhängigkeit von staatlicher Kontrolle und wirtschaftlichen Konzernen,
Meinungsvielfalt sicherstellen,
Flächendeckende Versorgung mit verlässlichen Informationen, Bildung, Kultur und Unterhaltung,
Ausgleich privater Medienmacht, um Monopole zu verhindern.
Die Gebührenfinanzierung (Rundfunkbeitrag) sorgt dafür, dass Sender nicht vom Wohlwollen von Politik oder Werbekunden abhängen.
2. Historische Hintergründe – Lehren aus Weimar und NS-Zeit
Alfred Hugenberg nutzte in den 1920/30ern ein Medienimperium (Zeitungen, Ufa, Agenturen), um rechtskonservative, antidemokratische Positionen zu verbreiten und Hitler medial groß zu machen,
Gleichschaltung ab 1933: Rundfunk und Presse wurden zentral kontrolliert, der Rundfunk wurde zur Propagandamaschine (Stichwort „Volksempfänger“),
Nach 1945: Die Alliierten etablierten ein staatsfernes, unabhängiges Modell nach BBC-Vorbild – damit nie wieder Staat oder Medienmogule Informationshoheit monopolisieren.
3. Internationale Perspektive – Wo gibt es Ö R R und Gebührenpflicht?
Mit Gebührenpflicht:
Deutschland: Rundfunkbeitrag (haushaltsbezogen),
Großbritannien: TV-Licence Fee (BBC),
Frankreich: bis 2022 Gebühr, jetzt zweckgebundener Steueranteil,
Österreich: GIS-Beitrag (Gebühren Info Service), der geräteabhängig ist (Radio/TV)
Schweiz: geräteunabhängige Haushaltsabgabe
Italien: Gebühr über Stromrechnung,
Japan: NHK-Gebühr,
Norwegen/Schweden: ehemals Gebühr, heute zweckgebundene Steuerfinanzierung.
Ö R R ohne klassische Gebührenpflicht (steuerfinanziert):
Kanada (CBC),
Australien (ABC),
USA (PBS/NPR) – geringere staatliche Finanzierung, starke Spendenbasis.
Nachteil steuerfinanzierter Modelle: Regierungen können den Geldhahn kurzfristig zudrehen – sei es unter Sparvorwänden oder wenn der ÖRR unbequem wird. Beispiel USA unter Donald Trump: wiederholte Drohungen, die Finanzierung von PBS/NPR drastisch zu kürzen, weil Berichterstattung kritisch war.
Unabhängigkeit von Werbung und parteipolitischem Druck.
5. Demokratiepolitischer Schutzwall
ÖRR ist ein Bollwerk gegen einseitige mediale Macht. Die Erfahrungen mit Hugenberg und der NS-Propaganda zeigen: Medien in der Hand weniger Machtgruppen ebnen autoritären Entwicklungen den Weg. In Zeiten von Echokammern, Desinformation und Polarisierung braucht es verlässliche, geprüfte, staatsferne Stimmen – dauerhaft abgesichert durch Beiträge statt Haushaltslaunen.
Werner Hoffmann – Demokrat der Mitte, weil ich einen starken Rechtsstaat will, der sich nicht von Empörungswellen, rechten Kampagnen und populistischer Stimmungsmache treiben lässt.
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Der Rückzug von Prof. Dr. Brosius-Gersdorf ist mehr als nur ein bedauerlicher Schritt.
Er ist ein politisches Alarmsignal.
Ein Beleg dafür, wie stark sich das Klima in Deutschland bereits verändert hat – weg von rechtsstaatlicher Nüchternheit, hin zu Empörungsbewirtschaftung durch rechtsgerichtete Medien, rechte CDU-Politiker und Akteure am äußersten Rand der Debatte.
Ich finde es schade, dass Prof. Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur zurückgezogen hat.
Ich respektiere diese Entscheidung.
Sie zeigt Größe – aber auch, wie vergiftet der öffentliche Raum geworden ist, wenn selbst Jurist:innen von höchster Qualifikation dem Druck nicht mehr ausgesetzt werden wollen.
Doch noch viel erschreckender finde ich die widerlichen Äußerungen von rechtspopulistischen Stimmen – auch und gerade aus dem Umfeld der CDU. Jens Spahn etwa, der sich offenbar als Türöffner für die rechtsnationale Fraktion innerhalb der Union versteht, hat mit seinen Aussagen nicht nur Öl ins Feuer gegossen, sondern sich politisch disqualifiziert.
CDU driftet ins autoritäre Lager
Was Spahn sagt, klingt nicht nach demokratischer Debatte, sondern nach autoritärer Ausgrenzung:
Wer nicht ins eigene Weltbild passt, wird medial demontiert.
Wer die Unabhängigkeit von Wissenschaft und Recht verteidigt, wird als „linke Aktivistin“ diffamiert.
Es ist genau diese Sprache, die den Rechtsstaat unterminiert.
Und es ist ein offenes Einfallstor für eine systematische Delegitimierung rechtsstaatlicher Institutionen.
——
Der VDJ (Vereinigung Demokratischer Jurist:innen) bringt es in seiner Pressemitteilung vom 07.08.2025 treffend auf den Punkt: „Die Eignung einer Richterin wird nicht mehr im Richterwahlausschuss geprüft, sondern dem Empörungsvermögen eines radikalisierten Rechtspopulismus überlassen.“
Rechtsstaat oder rechter Mob?
Was bleibt, ist ein fader Beigeschmack – und die Erkenntnis, dass sich künftig nur noch Kandidat:innen dem Richterwahlausschuss stellen können, die dem rechten Lager genehm sind. Ein demokratietheoretischer Alptraum. Der Rückzug von Brosius-Gersdorf ist damit nicht nur ein persönliches Drama – sondern ein politischer Dammbruch.
Wenn eine Partei wie die CDU es zulässt, dass solche Mechanismen wirken, dann hat sie ihren Kurs verlassen.
Die viel beschworene „Brandmauer“ existiert in solchen Momenten nur noch als leerer Slogan.
Stattdessen werden Tür und Tor geöffnet – für Medien wie „NIUS“, für Empörungsschleudern in sozialen Netzwerken und für die toxische Rhetorik rechter Gruppen.
Resümee: Eine gefährliche Verschiebung
Es ist nicht die Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts, politische Wünsche zu erfüllen.
Es ist seine Aufgabe, das Grundgesetz zu schützen – vor jedem Extrem.
Wer aber die Auswahl seiner Richter:innen den Empörungsmechanismen der Rechten überlässt, gefährdet genau dieses Gleichgewicht.
Die Büchse der Pandora ist geöffnet. Die CDU trägt dafür Verantwortung. Und Jens Spahn wird als politischer Brandstifter in Erinnerung bleiben.
Rekordrenditen made in Germany – und warum Indien das nächste große Ding ist
Ein Beitrag von Werner Hoffmann,
Wer glaubt, man müsse nach Amerika schauen, um Aktien mit starkem Kurswachstum zu finden, der sollte sein Depot mal gründlich durchforsten – oder sich einfach dieses Bild anschauen (Entwicklung in diesem Kalenderjahr 2025):
Bilfinger +96,90 %
Strabag +115,29 %
Vossloh +81,13 %
Invesco MSCI World ESG +12,51 %
Allein diese deutschen (und teils europäischen) Titel zeigen, wie stark Industrie, Infrastruktur und ESG-Themen durch staatliche Investitionen, Infrastrukturprogramme und den Umbau der Energieversorgung profitieren.
Diese Titel stehen exemplarisch für die Chancen der deutschen Wirtschaft im Wandel. Doch auch international lohnt sich ein Blick – besonders auf Indien.
MSCI India – ein Einstieg in den am schnellsten wachsenden Kapitalmarkt der Welt?
Im abgebildeten Portfolio fällt ein Titel auf: iShares MSCI India (Acc). Trotz eines Rückgangs von -10,94 % im aktuellen Jahr bietet er ein spannendes langfristiges Potenzial.
Denn:
Der ETF bildet den MSCI India Index ab – einen breit gestreuten Index aus rund 100 großen und mittelgroßen Unternehmen Indiens.
Diese Unternehmen spiegeln das rasante Wachstum Indiens in den Bereichen IT, Finanzen, Infrastruktur und Energie wider.
Die Kursentwicklung nach unten ist nicht das Ergebnis der Wirtschaft, sondern kommt durch die Erstarkung des Euro.
Demografische Explosion – das Bevölkerungswachstum Indiens
Indien ist mittlerweile das bevölkerungsreichste Land der Erde.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt die Dynamik:
2015: ca. 1,31 Milliarden Menschen,
2025: ca. 1,43 Milliarden Menschen (Schätzung laut UN).
Das bedeutet ein Bevölkerungswachstum von über 120 Millionen Menschen in 10 Jahren – das entspricht mehr als der Gesamtbevölkerung von Deutschland.
Und:
Über 50 % der Bevölkerung ist jünger als 30 Jahre – eine riesige potenzielle Arbeits- und Konsumentenschicht.
Weg von Kohle – hin zu Solar, Wind und Wasserstoff
Indien ist auf dem besten Weg, sich von seiner fossilen Vergangenheit zu lösen:
Solarstrom: Indien gehört heute zu den fünf größten Solarproduzenten der Welt. Große Projekte wie der Rewa Solar Park (750 MW) zeigen den Wandel,
Windkraft: Vor allem im Süden des Landes entstehen zunehmend Windparks – etwa im Bundesstaat Tamil Nadu,
Wasserstoff: Indien investiert massiv in grünen Wasserstoff – u. a. durch das „National Hydrogen Mission“-Programm,
Ziel: Bis 2030 sollen 500 GW an erneuerbarer Energie installiert sein – mehr als das Doppelte der gesamten heutigen Stromkapazität Deutschlands.
Elektromobilität – die indische Revolution auf zwei und vier Rädern
Indien geht bei der Elektromobilität einen eigenen Weg – besonders bei Zweirädern:
E-Scooter und E-Bikes boomen (z. B. Marken wie Ola Electric oder Ather Energy),
Autohersteller wie Tata Motors, Mahindra & Mahindra oder Maruti Suzuki bringen erschwingliche E-Autos auf den Markt,
Förderprogramme wie FAME II (Faster Adoption and Manufacturing of Electric Vehicles) unterstützen die Entwicklung massiv.
Ziel der Regierung: 30 % aller Fahrzeuge sollen bis 2030 elektrisch sein.
Resümee – Warum sich der Blick auf Indien lohnt
Wer in sein Depot schaut und sich über 80 % Kursgewinne bei deutschen Industrieaktien freut, sollte gleichzeitig den Blick nach vorne richten:
Indien bietet langfristig ein Wachstumspotenzial, das seinesgleichen sucht – nicht nur wegen seiner demografischen Stärke, sondern auch durch den strukturellen Umbau seiner Energie- und Mobilitätswirtschaft.
Der iShares MSCI India (Acc) ist dafür ein passiver und breit gestreuter Einstieg – und auch wenn er aktuell unter dem Jahreshöchststand liegt: Die Reise hat gerade erst begonnen.
Und weil Demokratie mehr braucht als Wut – sie braucht Menschen, die denken, zweifeln, handeln und bleiben.
In einer Zeit, in der Schreihälse Reichweite gewinnen und die Parolen lauter sind als die Argumente, braucht unsere Demokratie einen klaren moralischen Kompass: Vernunft.
Aber genau das verweigern viele Rechtspopulisten und Rechtsradikale.
103 Gründe, warum Vernunft stärker ist als rechter Radikalismus
Besonders die
Verhaltensmuster der ersten 3 Punkte (1 bis 3) erlebe ich bei manchen Personen immer wieder –
– der Stinkefinger,
– Wer nachdenkt, baut Lösungen – wer „linksversifft“ brüllt, bleibt stehen,
– das Dauerplappern ohne Gegenargumente zuzulassen,
– der Versuch, jede Debatte durch Floskeln abzuwürgen
oder schnell das Thema zu wechseln.
Hier die unvollendete Liste.
Rechtsradikale zeigen gern den Stinkefinger – Demokraten zeigen Haltung, Rückgrat und Herz,
Wer nachdenkt, baut Lösungen – wer „linksversifft“ brüllt, bleibt stehen,
Demokraten diskutieren. Rechtspopulisten und Rechtsradikale haben eine andere Strategie: „Das muss man ja wohl noch sagen dürfen…“ – und dann plappern sie ohne Punkt und Komma, dann schnell das Thema wechseln, bevor ein Gegenargument kommt.
Vernunft baut Brücken, Radikale ziehen Mauern,
Wer denkt, wählt Demokratie – wer hasst, den Untergang,
Vernunft stellt Fragen – Extremismus gibt Parolen,
Demokratie verlangt Argumente – Rechtsradikalismus nur Gehorsam,
Vernunft erkennt Fehler – Radikale geben immer anderen die Schuld,
Vernunft braucht keine Helden – sondern Mitmenschen,
Wer demokratisch denkt, kennt den Wert des Anderen,
Vernunft schützt die Schwachen – Rechte trampeln auf ihnen herum,
Demokratie wächst mit Vernunft – Radikalismus schrumpft an sich selbst,
Vernunft ist das Fundament jeder freien Gesellschaft,
Wer vernünftig denkt, bleibt Mensch – auch wenn es schwerfällt.
Diese Reaktionsmuster sind keine Stärke, sondern der Offenbarungseid einer Ideologie, die keine Antworten hat – nur Lautstärke.
Deshalb brauchen wir einen Gegenentwurf.
Kein weiteres „Gegen die!“, sondern ein starkes
„Für Vernunft. Für Demokratie. Für uns.“
Resümee:
Diese 103 Gedanken sind keine Provokation, sondern ein Weckruf. Nicht für die Radikalen – sondern für alle, die noch unentschlossen schweigen.
Denn die Demokratie lebt nicht davon, dass sie „alles aushält“ – sondern davon, dass genug Menschen laut sagen: „Wir stehen für Vernunft, Respekt und Menschlichkeit.
Werner Hoffmann Rentenexperte – www.Renten-Experte.de
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Die AfD gibt sich gern als Partei der kleinen Leute – doch bei genauerem Blick auf ihr Rentenkonzept offenbart sich ein gefährlicher Cocktail aus Populismus, wirtschaftlicher Verantwortungslosigkeit und sozialer Spaltung.
Wie perfide und unglaubwürdig die AfD ist, wird nachfolgend erklärt.
Hinter wohlklingenden Forderungen wie „70 % Rentenniveau“ verbergen sich Pläne, die Rentenversicherung zu destabilisieren, Gewerkschaften zu entmachten, den Mindestlohn auszuhöhlen und ethnische Kriterien in die Sozialpolitik einzuführen.
Hier die wichtigsten Inhalte, Pläne und perfiden Folgen der AfD-Rentenpolitik – mit konkreten Beispielen und Warnsignalen:
1. Rentenniveau angeblich auf 70 % – aber mit welchen Löhnen?
Die AfD ist gleichzeitig für die Abschaffung des Mindestlohns bzw. für dessen Stagnation,
Gewerkschaften sollen entmachtet und Tarifverhandlungen erschwert werden,
Lohnverhandlungen ohne starke Arbeitnehmervertretungen führen zu sinkenden Reallöhnen,
Wenn das Rentenniveau an schlechtere Löhne gekoppelt ist, bedeutet 70 % nicht Sicherheit, sondern Armut im Alter.
Beispiel:
Unstreitig ist, dass ohne Gewerkschaften, ohne Tarifvertrag der Durchschnittslohn erheblich niedriger wäre. Dies hat auch schon eine Untersuchung in Betrieben ergeben, bei denen kein Tarifvertrag oder kein Betriebsrat vorhanden ist.
AfD: 70 % von 2.500 € Netto sind nur 1.750 €Bruttorente!
Wie hoch ist das Durchschnitts-Brutto, Durchschnitts-Netto und die 48%-Rente derzeit?
48 % aus 4.207 € Brutto (Bruttodurchschnittseinkomnen in der GRV: mtl. 4.207 € bzw. Jährlich: 50 493 €) sind 2.019 € Bruttomonatsrente
Ergebnis:
Würde die AfD die Gewerkschaften, den Betriebsrat und den Tarifvertrag abschaffen, dann würde die gesetzliche Rente bei der AfD zwar prozentual 70% betragen, aber die Rente in Euro etwa 250 Euro im Durchnitt geringer.
Noch dazu würde die deutsche Rentenversicherung weniger Beitrag einnehmen, denn geringere Löhne bedeuten auch weniger Sozialversicherungseinnahmen.
Dafür müsste der Staat dann aber auch noch 100 Milliarden € jedes Jahr in die Rentenversicherung zusätzlich einzahlen!
Hinzu käme dann noch Punkt zwei:
2. Abschaffung der „versicherungsfremden Leistungen“ – ein gefährlicher Etikettenschwindel
Die AfD fordert, dass der Staat die sogenannten versicherungsfremden Leistungen vollständig aus Steuermitteln finanzieren soll – das klingt zunächst gerecht, ist aber eine perfide Strategie:
Mütterrenten,
Renten für Kindererziehungszeiten,
Pflegezeiten,
Renten für Kriegsversehrte oder Spätaussiedler.
Diese Leistungen sollen laut AfD aus dem Rentensystem ausgelagert werden, wodurch sie künftig leichter gekürzt, gedeckelt oder vollständig gestrichen werden können.
Besonders betroffen wären: Frauen mit Erziehungszeiten, pflegende Angehörige, Zugewanderte, Kriegs- und Gewaltopfer.
Richtiger Weg: Diese Leistungen sollten im System der gesetzlichen Rentenversicherung bleiben, aber vollständig durch Steuermittel des Bundes ersetzt werden – aus allen Steuerquellen, rechtlich verbindlich und verlässlich.
Begründung: Die versicherungsfremden Leistungen sind keine originären Aufgaben der Rentenversicherung, sondern wurden ihr nachträglich politisch auferlegt. Selbst wenn sie sozialpolitisch wünschenswert sind, dürfen sie nicht aus Beiträgen finanziert werden, weil das die originären Rentenansprüche aller Versicherten schmälert und das Vertrauen in die Rentenversicherung untergräbt.
Die AfD nutzt hier ein scheinbar „soziales Argument“, um am Ende soziale Leistungen zu schwächen. Die Auslagerung aus dem Rentensystem ist nicht sozial, sondern ein Trick zur Aushöhlung.
3. Gewerkschaften als Feindbild – Tarifbindung vor dem Aus
Einschränkungen beim Streikrecht,
verpflichtende Schlichtungsverfahren vor Arbeitskämpfen,
Abschaffung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen,
Zurückdrängung gewerkschaftlicher Mitbestimmung im Betrieb.
Folgen: Weniger Tarifverträge, niedrigere Löhne, Machtlosigkeit der Arbeitnehmer:innen gegenüber Konzernen.
Warnsignal: Löhne können ohne Gewerkschaften beliebig gedrückt werden – was wiederum zu noch niedrigeren Rentenansprüchen führt. Die Rentenformel bleibt gleich, aber die Basis wird systematisch geschwächt.
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Teil 2: Wie die AfD die Löhne drückt, die Renten spaltet und Altersarmut in Kauf nimmt
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4. Mindestlohn schleifen – Armut zementieren
Offiziell behauptet die AfD, den Mindestlohn nicht abschaffen zu wollen – doch ihre Politik würde genau das bewirken:
Sie lehnt politische Eingriffe in die Mindestlohnhöhe ab,
möchte die Entscheidungen der Mindestlohnkommission „respektieren“,
fordert Sonderregelungen für bestimmte Branchen wie Gastronomie oder Landwirtschaft,
setzt auf staatliche Lohnaufstockung – also Steuerfinanzierung von Dumpinglöhnen.
Was bedeutet das konkret? Nicht die Arbeitgeber würden faire Löhne zahlen – sondern der Staat müsste mit Steuergeld ausgleichen, was Unternehmen nicht bereit sind zu zahlen.
Folgen:
Der Mindestlohn verliert seine untere Haltelinie,
Dumpinglöhne werden salonfähig gemacht,
Millionen Beschäftigte hätten keinen Schutz mehr vor Ausbeutung,
Die Löhne sinken insgesamt – und damit auch die Rentenansprüche.
Und damit wird auch klar: Wenn die AfD ein Rentenniveau von 70 % verspricht, dann meint sie 70 % von gesenkten, ausgehöhlten Löhnen.
70 % von 2.000 = 1.400 €
48 % von 3.500 € = 1.680 €
Das ist keine Verbesserung – das ist Armut mit Ansage.
5. Rentenversicherung nur für „Deutsche“?
Besonders perfide ist die nationalistische Komponente in der Rentenpolitik der AfD.
Rentenzuschläge oder Zusatzleistungen sollen nur „deutschen Staatsangehörigen“ zustehen,
auch wenn Migrant:innen jahrzehntelang Beiträge gezahlt haben – sie sollen ausgeschlossen werden, oder zumindest eine erheblich reduzierte Leistung beziehen,
in Landesprogrammen wie Thüringen fordert die AfD „Rentenvorteile für Deutsche“.
Was bedeutet das konkret?
Spaltung der Gesellschaft nach Herkunft, nicht nach Leistung,
Verstoß gegen Artikel 3 des Grundgesetzes (Gleichheitsgrundsatz),
Bruch mit EU-Recht,
Diskriminierung von Millionen Beitragszahler:innen – allein aufgrund ihres Passes.
Warnsignal: Die AfD verwandelt die solidarische Rentenversicherung in ein ethnisch-nationalistisches Instrument. Wer „nicht deutsch genug“ ist, bekommt weniger – unabhängig von seiner Lebensleistung.
6. Flexibles Renteneintrittsalter – aber nur auf dem Papier
Ein weiteres Beispiel für trügerische Versprechungen ist das sogenannte „flexible Renteneintrittsalter“:
Die AfD fordert, dass nach 45 Beitragsjahren ein abschlagsfreier Rentenbeginn möglich sein soll,
lehnt aber eine generelle Anhebung des Rentenalters ab,
verspricht Flexibilität, ohne soziale Absicherung.
Doch wer erreicht 45 Beitragsjahre?
Menschen mit Studium?,
Erziehende?,
Pflegende Angehörige?,
Chronisch Kranke oder Langzeitarbeitslose?,
Frauen, Ostdeutsche, Solo-Selbstständige?
Für sie bedeutet AfD-Politik:
Weiterarbeiten bis 67 oder länger,
oder früher in Rente mit Abschlägen,
bei ohnehin geringen Rentenansprüchen.
Fazit: Flexibilität ist nur dann fair, wenn sie sozial abgefedert ist.
Die AfD jedoch baut eine Zwei-Klassen-Rente: Wer durchhält, darf früher gehen – der Rest zahlt drauf.
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Teil 3: Warum ein stabilisiertes Rentenniveau kein Luxus, sondern ein Gebot der Gerechtigkeit ist
Ein Rentenniveau von 48 % wird von bestimmten Kreisen bereits als zu hoch dargestellt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Dieses Niveau liegt unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten, in denen das Sicherungsniveau oft deutlich über 50 % liegt. Länder wie Österreich, die Schweiz oder die Niederlande haben teilweise ein Nettoersatzniveau von über 70 % – und zeigen, dass ein würdiges Leben im Alter auch ohne private Zusatzvorsorge möglich ist.
Warum ein höheres Rentenniveau nicht „unbezahlbar“ ist:
Deutschland leistet sich Jahr für Jahr Steuervergünstigungen und Subventionen, von denen Besserverdienende und Konzerne überproportional profitieren,
die Steuerhinterziehung durch die reichsten 5 % der Bevölkerung kostet den Staat jährlich laut Studien bis zu 100 Milliarden Euro,
die Beiträge zur gesetzlichen Rente werden bisher nur auf Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben – alles darüber bleibt außen vor,
Kapitalerträge werden kaum zur Finanzierung des Sozialstaats herangezogen – eine moderate Steuer auf Dividenden, Aktiengewinne und Erbschaften könnte helfen, die Altersversorgung zu sichern.
Die Strategien der Kürzungsbefürworter:
die demografische Entwicklung wird als alternativloses Argument für Kürzungen genutzt,
der Generationenvertrag wird emotional aufgeladen und gegen zukünftige Beitragszahler gewendet,
es wird suggeriert, dass die gesetzliche Rente „nicht mehr zu retten“ sei – um anschließend kapitalgedeckte, private Vorsorgemodelle zu bewerben,
von Kürzungen profitieren die Finanzindustrie und private Versicherungskonzerne.
Was stattdessen gebraucht wird:
einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass versicherungsfremde Leistungen vollständig aus Steuermitteln bezahlt werden – nicht aus Beiträgen,
eine Stärkung des Rentenniveaus auf mindestens 50 %, langfristig auf über 53 %,
eine Rentenversicherung für alle – auch für Beamte, Politiker und Selbstständige mit hohem Einkommen,
ein Ende der systematischen Demontage durch mediale Kampagnen wirtschaftsnaher Akteure.
Ein Wort zur „Aktienrente“ (Generationenkapital):
Das Modell der Aktienrente, wie es unter Finanzminister Lindner und CDU/CSU propagiert wird, ist hochriskant:
es verspricht Sicherheit durch Spekulation,
es entzieht der gesetzlichen Rente langfristig Mittel,
es schafft keine stabile Alterssicherung, sondern Abhängigkeit von Finanzmärkten,
Renditen sind ungewiss, Krisen jederzeit möglich, Verluste nicht ausgeschlossen.
Die Frage ist nicht, ob wir uns eine gute Rente leisten können – sondern wem wir sie gönnen:
Eine Gesellschaft, die jedes Jahr Milliarden in Subventionen für fossile Energien, steuerliche Vorteile für Dienstwagen, Privatjets und Investmentfonds steckt, aber gleichzeitig angeblich kein Geld für eine sichere Rente hat, setzt ihre Prioritäten falsch.
Wenn wir Altersarmut verhindern, den sozialen Frieden sichern und das Vertrauen in die gesetzliche Rente wieder stärken wollen, dann führt kein Weg daran vorbei:
Windräder abgewürgt – Wie Katharina Reiche die Energiewende sabotiert
Es ist schon perfide, was die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche so alles veranlasst
Katherina Reiche (CDU).
– offenbar ganz im Sinne von Friedrich Merz, der Windräder öffentlich als „hässlich“ bezeichnet hat.
Friedrich Merz – Umbau von Deutschland in die Vergangenheit für BlackRock, Gaslobby und sonstiger fossiler Lobby.
——
Und die AfD mit ihren AfD-Tante-Weidel-Geschwätz erzählt dann im übertragenen Sinn
„Wollt Ihr den totalen Windmühlenkrieg“!!!!?
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Ziel scheint zu sein: Windkraft unattraktiv machen.
Fakt ist:
Deutschland hat nur eine Strompreiszone.
Das klingt nach Gleichbehandlung – ist aber in Wahrheit ein marktwirtschaftliches Bremsmanöver gegen die Energiewende.
Reiche will die Stromnetze so belasten, wie es der Standort der Energiequelle vorgibt – klingt vernünftig, ist aber ein Trick:
Offshore-Windkraft im Meer wird dadurch so teuer, dass sich viele Projekte wirtschaftlich nicht mehr lohnen.
Die hohen Stahlpreise und Netzentgelte erledigen den Rest.
Ein gezielter Investitionskiller für Windparks.
Auch kleinere Windkraftanlagen, etwa von Kommunen oder Stadtwerken, könnten durch diese Politik unrentabel werden.
Das Ergebnis:
Private und kommunale Investoren springen ab.
Der Ausbau erneuerbarer Energien wird systematisch sabotiert.
Gleichzeitig fördert Katharina Reiche weiter die Gasproduktion – wen wundert’s?
Sie ist eng mit der Fossil-Lobby verbandelt und war zuvor selbst in der Branche tätig.
Ihre Vergangenheit legt das offen.
Lobbyismus auf Ministerinnen-Ebene.
Dazu kommt das nächste Desaster:
Der Netzausbau vom windreichen Norden in den Süden stockt – dank CSU, Markus Söder und jahrzehntelanger Blockadepolitik.
Das hat massive Folgen für ganz Deutschland.
Denn wenn in Bayern nicht genug Windstrom ankommt, müssen dort Gaskraftwerke einspringen.
Wie funktioniert das mit dem Strompreis?
In Deutschland gilt das sogenannte Merit-Order-Prinzip.
Dabei wird der Strompreis an der Börse nicht vom günstigsten Anbieter (z. B. Windkraft) bestimmt, sondern vom teuersten noch benötigten Anbieter – meist ein Gaskraftwerk.
Das heißt konkret:
Windkraftanlagen erzeugen Strom für 5 bis 6 Cent pro Kilowattstunde,
Doch an der Börse liegt der Preis bei 15 bis 20 Cent – weil Gas so teuer ist,
Der Preis gilt dann für alle, auch für den günstigen Windstrom.
Und jetzt der Haken:
Windkraftbetreiber bekommen nur ihren festen Vergütungssatz (z. B. 6 Cent),
Die Differenz zwischen Marktpreis und Einspeisevergütung behält der Staat ein.
Wer kassiert die Differenz?
„Die Differenz?
Die kassiert der Staat – und subventioniert damit indirekt die fossile Energie.
Bezahlen tun wir es trotzdem.“
Und diese Einnahmen aus den hohen Strompreisen – die auf Gaskraft zurückgehen – werden nicht konsequent für Energiewende-Projekte genutzt, sondern dienen dem Bund u. a. zur Gegenfinanzierung fossiler Investitionen:
Subventionierung von Reserve-Gaskraftwerken,
Netzstabilisierung mit fossilen Kraftwerken,
Staatliche Kompensationen an energieintensive Industriekonzerne.
Das System unter Katharina Reiche funktioniert also so:
Sie verhindert den raschen Ausbau von Windkraft,
Der Strompreis steigt wegen Gas – nicht wegen Wind,
Die Windkraft erhält nur einen Festpreis, die Differenz kassiert der Staat,
Der Staat verwendet die Einnahmen wiederum für fossile Infrastruktur.
Statt die günstige Windkraft zu fördern, wird sie politisch stranguliert – während Gas, Netzentgelte und Preiszonen das große Geschäft für Staat und Fossillobby bleiben.
Immer häufiger stehen #Windräder still. Oft, weil Stromleitungen nicht ausreichen. Die Lösung wäre einfach: Mehrere #Strompreiszonen, mehr #Netze, #eAutos, #Wärmepumpen und #Speicher.
Warum setzt unsere Regierung stattdessen lieber auf #Gaskraftwerke? Die helfen hier gar nicht!
Windräder abgewürgt – Wie Katharina Reiche die Energiewende sabotiert
Ein Kommentar von Werner Hoffmann
Es ist schon perfide, was die Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche so alles veranlasst – offenbar ganz im Sinne von Friedrich Merz, der Windräder öffentlich als „hässlich“ bezeichnet hat. Ziel scheint zu sein: Windkraft unattraktiv machen.
Fakt ist: Deutschland hat nur eine Strompreiszone. Das klingt nach Gleichbehandlung – ist aber in Wahrheit ein marktwirtschaftliches Bremsmanöver gegen die Energiewende.
Reiche will die Stromnetze so belasten, wie es der Standort der Energiequelle vorgibt – klingt vernünftig, ist aber ein Trick: Offshore-Windkraft im Meer wird dadurch so teuer, dass sich viele Projekte wirtschaftlich nicht mehr lohnen. Die hohen Stahlpreise und Netzentgelte erledigen den Rest. Ein gezielter Investitionskiller für Windparks.
Auch kleinere Windkraftanlagen, etwa von Kommunen oder Stadtwerken, könnten durch diese Politik unrentabel werden. Das Ergebnis: Private und kommunale Investoren springen ab. Der Ausbau erneuerbarer Energien wird systematisch sabotiert.
Gleichzeitig fördert Katharina Reiche weiter die Gasproduktion – wen wundert’s? Sie ist eng mit der Fossil-Lobby verbandelt und war zuvor selbst in der Branche tätig. Ihre Vergangenheit legt das offen. Lobbyismus auf Ministerinnen-Ebene.
Dazu kommt das nächste Desaster: Der Netzausbau vom windreichen Norden in den Süden stockt – dank CSU, Markus Söder und jahrzehntelanger Blockadepolitik. Das hat massive Folgen für ganz Deutschland.
Denn wenn in Bayern nicht genug Windstrom ankommt, müssen dort Gaskraftwerke einspringen.
Wie funktioniert das mit dem Strompreis?
In Deutschland gilt das sogenannte Merit-Order-Prinzip. Dabei wird der Strompreis an der Börse nicht vom günstigsten Anbieter (z. B. Windkraft) bestimmt, sondern vom teuersten noch benötigten Anbieter – meist ein Gaskraftwerk.
Das heißt konkret:
Windkraftanlagen erzeugen Strom für 5 bis 6 Cent pro Kilowattstunde,
Doch an der Börse liegt der Preis bei 15 bis 20 Cent – weil Gas so teuer ist,
Der Preis gilt dann für alle, auch für den günstigen Windstrom.
Und jetzt der Haken:
Windkraftbetreiber bekommen nur ihren festen Vergütungssatz (z. B. 6 Cent),
Die Differenz zwischen Marktpreis und Einspeisevergütung behält der Staat ein.
Wer kassiert die Differenz?
„Die Differenz? Die kassiert der Staat – und subventioniert damit indirekt die fossile Energie. Bezahlen tun wir es trotzdem.“
Und diese Einnahmen aus den hohen Strompreisen – die auf Gaskraft zurückgehen – werden nicht konsequent für Energiewende-Projekte genutzt, sondern dienen dem Bund u. a. zur Gegenfinanzierung fossiler Investitionen:
Subventionierung von Reserve-Gaskraftwerken,
Netzstabilisierung mit fossilen Kraftwerken,
Staatliche Kompensationen an energieintensive Industriekonzerne.
Das System unter Katharina Reiche funktioniert also so:
Sie verhindert den raschen Ausbau von Windkraft,
Der Strompreis steigt wegen Gas – nicht wegen Wind,
Die Windkraft erhält nur einen Festpreis, die Differenz kassiert der Staat,
Der Staat verwendet die Einnahmen wiederum für fossile Infrastruktur.
Statt die günstige Windkraft zu fördern, wird sie politisch stranguliert – während Gas, Netzentgelte und Preiszonen das große Geschäft für Staat und Fossillobby bleiben.
Dank Jan Schmiermund bin ich auf eine geniale Recycling-Idee gestoßen – und die kommt aus Polen!
Ich habe durch einen Beitrag von
Jan Schmirmund.
Jan Schmirmund auf LinkedIn einen wirklich spannenden Artikel bei Euronews entdeckt. Darin geht es um eine neue, umweltfreundliche Methode zur Wiederverwertung alter Kleidung – und zwar mit Pilzen!
Quelle*
Ein polnisches Startup namens Myco Renew arbeitet an einer völlig neuen Art des Textilrecyclings: Statt chemischer Prozesse setzen sie auf Pilzkulturen, die in der Lage sind, alte Kleidung zu „verdauen“. Klingt erstmal kurios – ist aber eine wissenschaftlich durchdachte und bereits funktionierende Lösung.
Die Pilze zersetzen sowohl natürliche als auch synthetische Stoffe wie Baumwolle, Polyester oder Mischgewebe innerhalb von etwa vier Wochen – ganz ohne energieintensive Verfahren. Was übrig bleibt, ist ein ökologischer Reststoff, aus dem sich z. B. Baumaterialien, Dämmstoffe oder sogar Öko-Leder herstellen lassen.
Das Ganze basiert auf einem Pilz-Konsortium, also mehreren Mikroorganismen, die sich gegenseitig ergänzen. Sie bauen die Textilien so effizient ab, dass am Ende hochwertige, wiederverwertbare Substanzen entstehen. Im Prinzip machen sie aus Müll wieder einen Rohstoff – und das klimaneutral und umweltfreundlich.
Derzeit befindet sich das Verfahren noch auf Laborstufe (TRL 3), aber mit einer Förderung durch die ING Bank soll schon bald ein größerer, halbautomatisierter Prototyp entstehen – voraussichtlich in einem Jahr.
Besonders spannend: Das Ganze wurde bereits auf der Berliner Fashion Week präsentiert. Städte wie Łódź, Warschau oder Radom unterstützen das Startup bereits mit Altkleiderspenden. Weitere Kooperationen mit London, Paris oder Ghana sind in Planung.
Auch Schweizer Investoren zeigen Interesse – nicht nur wegen des Umweltschutzes, sondern auch wegen des wirtschaftlichen Potenzials. Denn wenn man aus Textilmüll wieder hochwertige Rohstoffe machen kann, entsteht ein völlig neuer Kreislauf – mit echten Vorteilen für Umwelt und Industrie.
Im Team von Myco Renew arbeiten bekannte Experten wie die Pilzökologin Prof. Catherine Turnau, der MIT-Innovator Dr. Vivek Dave und die Designerin Ranita Sobanska. Das zeigt, wie ernsthaft und professionell das Projekt aufgestellt ist.
Für mich ist klar: Das ist kein Nischenprojekt, sondern ein echter Gamechanger. Wir stehen vor einer Zukunft, in der Mode nicht länger Müll produziert – sondern Rohstoffe für etwas Neues. Und das auf Basis von Pilzen. Verrückt? Vielleicht. Aber eben auch genial.