Klima —> Noch nie -seit Beginn der Wetteraufzeichnung – war es auf der Erde 3 Monate hintereinander so heiss, wie in diesem Jahr.

Nachweislich ist die Klimaveränderung eine Folge der Industriealisierung.

„…und ein wichtiges Klimaphänomen baut sich gerade erst auf…..
So titelte es gerade die Düddeutsch Zeitung
—> Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen waren drei aufeinander folgende Monate so heiß wie in diesem Jahr. 2023 könnte das heißeste erfasste Jahr werden – und ein wichtiges Klimaphänomen baut sich gerade erst auf.

https://www.sueddeutsche.de/wissen/hitze-sommer-temperatur-klimawandel-1.6199594

Eine ergänzende Sammlung von Artikeln zum Thema #Klima gibt es hier —>

Stichwort #Klima: Hierzu gibt es einige interessante Artikel bei diesem Link.
Erläuterung: Wenn man den ganzen Artikel lesen möchte, auf die Überschrift klicken. Dann wird gesamter Artikel sichtbar.

Wenn man danach auf zurück klickt ( <— ) dann kommt man wieder in Gesamtübersicht.

Stichwort Klimaänderung gibts einige Artikel —>

https://blog.forum-55plus.de/?s=Klima

Schweinefleisch leitete das Ende der ersten deutschen Demokratie ein.

Ende 1927 stürzten weltweit die Preise für Schweinefleisch.

Von Yves W.

Ein agrarischer Dominoeffekt setzte ein: Erst die Futtermittelpreise, später die vieler anderer Produkte. Schnell folgte eine Agrarkrise: Überschuldung der Betriebe, Zwangsversteigerungen, die Gewalt auf dem Land endete in den Bombenattentaten der „Landvolkbewegung“.

Die Politik gelähmt, vor allem auch, weil die traditionellen Interessensvertreter der Bauern sich parteiintern auf keine Lösung für die Agrarkrise einigen konnten. Denn die konservativen Parteien waren gespalten in ihren Loyalitäten. Die Forderung der Bauern nach Einfuhrzöllen stand diametral entgegen der Interessen der exportorientierten Großindustrie, die sich vor einem Handelskrieg fürchtete. Die innere Spaltung zwischen Wählerinteressen und Spenderinteressen ging bei DNVP und DVP zugunsten der Großspender aus. Die Bauern wurden zorniger.

Die folgende Wahl 1928 wirkte wie der Sieg der Demokratie. Die Rechtsextremen – trotz aggressivem emotionalen Wahlkampf (siehe Bild) – hatten nur 2,6 % der Stimmen erhalten.

Und dennoch war die Wahl wohlmöglich fatal, denn sie enthielt die Saat des späteren Aufstiegs der NSDAP. Die demoskopischen Daten aus der Weimarer Zeit sind nicht so präzise wie die heutigen. Die Frage, wer denn eigentlich die Rechtsextremen 1930 und 1932 gewählt hat, wird bis heute deswegen in der Forschung kontrovers diskutiert. Professor Jürgen Falter untersucht mit statistischen Methoden in seinem 2020 neuaufgelegten Werk „Hitlers Wähler“ die drei konkurrienden demoskopischen Denkschulen.

Er sieht eine zentrale Rolle bei den „sonstigen“ Parteien. Bei der Reichstagswahl 1928 konnten sie ihren Stimmenanteil von zuvor 7,5% auf fast 15% verdoppeln. Acht statt bisher drei kleine Regional- und Interessensparteien, die zumeist in populistischer Weise agrarische, regionale und/oder mittelständische Partikularinteressen vertraten, saßen auf einmal im Reichstag. Aus Sicht von Professor Falter zeigt sich dann ein sichtbarer Zusammenhang in den Wahlkreisen zu den späteren Stimmenanteilen der NSDAP. Sein Fazit zu den Kleinparteien: „Eine Art Durchlauferhitzer zur NSDAP“.

Verglichen zur Bundestagswahl 2021 ist der Stimmenanteil der „Sonstigen“ von damals 3,4% in den aktuellen Umfragen auf bis zu 10% gestiegen. Die nun in mehreren Bundesländern antretenden „Freie Wähler“ sicherlich ein Faktor. Es wäre fatal, wenn dies ein erneuter „Durchlauferhitzer“ wäre.

weremember #neveragain #neverforget #demokratie #fdgo

Wenn Gelähmte wieder laufen oder sprechen können

Die Fortschritte in der Medizin sind gewaltig

Eine erstaunliche Entwicklung! Dank künstlicher Intelligenz kann eine gelähmte Frau, die seit 18 Jahren nicht mehr sprechen konnte, wieder sprechen!

Forscher der UC San Francisco und der UC Berkeley haben ein Gehirnimplantat entwickelt, das Gedanken in synthetisierte Sprache umwandelt.

Diese neue Gehirn-Computer-Technologie ermöglicht es gelähmten Menschen, über einen digitalen Avatar zu kommunizieren, der einem Menschen ähnelt.

Dies ist das erste Mal, dass Sprache oder Mimik aus Gehirnsignalen synthetisiert wurden. Dies ermöglicht es gelähmten Patienten, auf natürlichere Weise zu kommunizieren.

Ein drahtloses Modell, kombiniert mit ChatGPT und ElevenLabs (der fortschrittlichsten Text-to-Speech- und Voice-Klon-Software, die jemals entwickelt wurde), könnte für Millionen von Menschen ein kompletter Game Changer sein.

Um eine Perspektive zu gewinnen; Allein in den USA sind etwa 5,4 Millionen Menschen gelähmt. Diese Innovation kann ihr Leben buchstäblich verändern.

Die Kombination von Künstlicher Intelligenz + Gesundheitswesen ist die aufregendste technologische Entwicklung, die die Welt für immer verändern wird.

Link zum Film—> Wenn Gelähmte wieder sprechen können. Die Medizintechnik und künstliche Intelligenz sind oft sehr hilfreich

—> https://youtu.be/8AkBbOx8jFY?si=5UfAfw3rM2VseRDb

Die Dolchstoßlegende

Die perfideste aller Fake News : Der „Dolchstoß“ der „Novemberverbecher“.

von Yves W.

Am 27.September 1918 war der Krieg militärisch verloren.

Die Alliierten hatten die Front an der „Siegfriedlinie“ durchbrochen. Die deutschen Generäle versuchten nun nur noch einen Schuldigen zu finden .

Die Sozialdemokraten sollten es werden.

General Ludendorff schriftlich an den Kaiser: „Sie (die SPD) sollen die Suppe auslöffeln, die sie uns eingebrockt haben.“ In „Eingebrockt“ spiegelte sich nur der Hader gegen die SPD, die seit längerem einen Verhandlungsfrieden aus der Postionen einer relativen Stärke gefordert hatte.

Nun war klar: die Postion der Stärke war verloren wegen des fanatischen Beharrens der Generäle auf einen „Siegfrieden“.

Getrieben von der eigenen Eitelkeit, unterstützt von der Propaganda der rechtsextremen „Alldeutschen“ hatten sie alles auf eine Karte gesetzt und sich verzockt, deswegen wollten sie sich rächen.

Der perfide Plan ging auf, auch wegen gut gemeinter Missgeschicke der SPD. Um den Frieden im Inneren zu erhalten, rief Präsident Ebert den zurückkehrenden Soldaten zu „Ihr seid im Felde unbesiegt.“ Eine falsche Aussage.

Ein Untersuchungsausschuss des Parlaments sollte 1919 die Ursachen von Kriegsausbruch und Niederlage aufarbeiten.

Die Generäle logen, Dokumente wurden zurückgehalten. Am Ende stand eine kolossale „Fake News“: „Die Mittelmächte nicht mehr schuldig als die anderen Nationen, Deutschland militärisch unbesiegt.“ Somit war nur wegen der #SPD die Monarchie gestürzt worden, dies hiernach ein „Verrat“ an Millionen Toten und Verletzten.

Generäle und Rechtsextremisten forderten von nun an bis zur Machtergreifung immer wieder die Bestrafung der „Novemberverbrecher“ und maskierten damit die eigene Verantwortung.

Die Lüge war wirksam bei den Millionen durch den Krieg traumatisierten Familien. Auf einmal gab es einen Schuldigen, an den man sich rächen konnte für die tristen Umstände.

So wurden Millionen abgelenkt von den eigentlichen maßgeblichen Verantwortlichen: dem Kaiser, der Heeresleitung und der rechtsextren Alldeutschen mit ihren Maximalforderungen für einen „Siegfrieden“.

Heute fordert die #AfD in ihrem 10 Punkte-Programm: „…alle Corona-Maßnahmen evaluieren und das geschehene Unrecht juristisch aufarbeiten“.

Die #Pandemie und ihre Folge waren für vielen Menschen traumatisch, die Politik hat nicht immer geschickt agiert, im Nachhinein hat man Gewissheiten, im Vorhinein mußte man unter Unsicherheit entscheiden, aber es waren gerade AfD-Politiker, die durch die Verbreitung von #Verschwörungstheorien und #Falschinformationen die Menschen verunsichert und die Gesellschaft gespalten haben.

Die heutige Forderung dient dazu, das damals verantwortungslose Verhalten der AfD-Politiker zu kaschieren. #Dolchstoßlegende 2.0

Ergänzung bei Wikipedia —> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dolchstoßlegende

Ein Rückblick zu Corona gibt es übrigens auch hier —> https://www.volksverpetzer.de/analyse/ich-habe-mitgemacht-querdenker-lagen-falsch/

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AfD – Herr Krah – will Schützenvereine missbrauchen –

Krah von AfD schafft Erinnerungen zu beleben

von Yves W.

Der Weg nach Buchenwald

Der monarchistische Veteranenverband „Stahlhelm“ spielte nach 1918 auch eine Rolle als verdeckte Hilfsarmee für die Reichswehr. Der Versailler Vertrag begrenzte die Truppenstärke auf 100.000 Mann.

Die Führung der Reichswehr suchte auf verschiedenen Wege diese Grenze zu umgehen. Sie unterstützte deswegen finanziell und logistisch auch den „Stahlhelm“. Dies, obgleich es ab 1922 ein eindeutig antisemitischer, ab 1928 offen antidemokratischer und gewaltbereiter „Wehrverband“ war.

Es wurden auch wehrunerfahrene Zivilisten vom „Stahlhelm“ rekrutiert und militärisch ausgebildet. Auch bei der SA ergab sich zeit- und bereichsweise eine ähnliche Zusammenarbeit mit der Reichswehr.

„Was beim „Stahlhelm“ und SA für die Armee schon immer galt, muss auch für die Polizei möglich sein.“ war wohl die Logik des preußischen Innenministers Herrmann Göring und seines NS-Kollegen Wilhelm Frick in Thüringen, als sie Mitte Februar 1933 die „Hilfspolizei“ gründeten. Zehntausende SA Leute und Angehörige des „Stahlhelms“ wurden hierzu berufen. Gestern Straßenschläger, heute Ordnungshüter. (siehe Bild)

Noch lief ein theoretisch demokratischer Wahlkampf. Aber die „Hilfspolizei“ war das zentrale Mittel zur Einschüchterung der Demokraten und Kommunisten. Verschleppung, Folter und illegale Inhaftierung von Gegnern nun durch den Hilfspolizei-Status legitimiert. Die Kollegen von der Ordnungspolizei guckten weg.

Der Minister Frick befahl am 3. März, zwei Tage vor der Reichstagswahl, drei Wochen vor dem Ermächtigungsgesetz, dass ein KZ eröffnet wird . Es war das erste.

Das Gebäude war eine ehemalige Heimatschule in Weimar-Nohra , die Wachmannschaft bestand aus Hilfspolizisten von SA und Stahlhelm. Bis zu 220 Kommunisten wurden ohne Rechtsgrundlage verhaftet , verhört und drangsaliert. Die eigentliche Polizei war nicht involviert. Die Entscheidung des Landesministers, die Verhaftungen und das Handeln der Hilfspolizisten nach damaligem geltendem Recht illegal.

Das KZ Nohra wurde zweimal verlagert und umbenannt. Zuletzt hieß es „Buchenwald“.

Herr Krah von der AfD will nun Schützenvereine als „Reservepolizisten“ einsetzen. Schon 2017 warnte der thüringische Verfassungsschutz, dass Rechtsextremisten gezielt in Schützenvereinen eintreten. Eine gemeinsame Antwort aller Demokraten täte Not.

Infos über Maximilian Krah bei Wikipedia

—> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Krah

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#AfD

#MaximilianKrah

Der Klimawandel und die Folgen

Münchner Rückversicherung warnt mit deutlichen Hinweisen

Inzwischen warnen nicht nur die Meteorologen, sondern auch deutlich die Rückversicherer, die für die Umweltschäden aufkommen.

Wie lange die Klimaschäden noch versichert werden können, wird eine Frage der Versicherungsprämien sein.

Denn irgendwann können die Beiträge sich Betroffene auch nicht mehr leisten. Spätestens wenn entweder die Prämien so extrem hoch sind, oder die Risiken vielleicht (teilweise) ausgeschlossen werden, wird der Druck durch die Bevölkerung auf die Umweltsünder so groß werden, dass dann staatliche Maßnahmen umgesetzt werden.

Allerdings ist es dann schon 10 Minuten nach 12 Uhr.

Hier ein sachliches Zitat der Münchner Rückversicherung

„Naturkatastrophen werden häufiger oder heftiger


Der Klimawandel beeinflusst wetterbedingte Naturkatastrophen. Die Wetterrisiken ändern sich, zum Beispiel durch tropische Wirbelstürme, Stürme, Überschwemmungen oder Dürren.

Der Klimawandel ist Realität und beeinflusst wetterbedingte Naturkatastrophen. Je nach Region und Naturgefahr ändert sich die Risikolage, zum Beispiel bei tropischen Wirbelstürmen, Gewittern, Überschwemmungen oder Dürren. Versicherer müssen diese Veränderungen für ihr eigenes Risikomanagement genau verstehen.

Munich Re analysiert seit fünf Jahrzehnten die Auswirkungen der globalen Erwärmung und von natürlichen Klimaschwankungen auf wetterbedingte Naturkatastrophen. Wir befassen uns mit Risiken ebenso wie mit Schadenprävention und neuen Risikotransferkonzepten. Wir nutzen Langzeitdaten zu Meteorologie und Schäden, um Risikoänderungen zu verstehen und unsere Risikomodelle daran anzupassen. Mit dieser Expertise können wir unseren Kunden unsere Risikokapazität weiter in gewohntem Umfang zur Verfügung stellen.

Wie ändert der Klimawandel das Risiko? 

Stand der Wissenschaft ist, dass die vom Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen seit Beginn der Industrialisierung zum überwiegenden Teil für ansteigende Temperaturen in der Atmosphäre und den Ozeanen verantwortlich sind. Die Folgen der Erwärmung sind vielfältig:

Meereseis und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, aktuell mit einer mittleren Rate von rund 3mm pro Jahr.

Höhere Temperaturen führen zu mehr Verdunstung und höherem Energieinhalt in der Atmosphäre. Wahrscheinlichkeiten für einzelne meteorologischer Parameter und Wettermuster ändern sich – aus Risikosicht besonders relevant.

Werden Wetterextreme häufiger und/oder intensiver, steigen die Schäden, sofern keine Maßnahmen zur Schadenminderung ergriffen werden. Denkbar sind hier bautechnische Maßnahmen oder eine geänderte Landnutzung.

Bei Schwergewittern mit Hagel in Nordamerika und Europa, bei Waldbränden in Kalifornien oder bei Hitzewellen und Dürren ist ein Einfluss des Klimawandels wissenschaflich belegt.

Tropische Wirbelstürme (je nach Region Hurrikan, Taifun oder Zyklon genannt) waren in den vergangenen Jahren mit zunehmend extremeren/stärkeren Niederschlägen  verbunden. Es deutet sich auch an, dass der Anteil besonders schwerer Stürme ansteigt.

Einzelne Schadenereignisse lassen sich nicht allein auf den Klimawandel zurückführen. Doch liefert die Analyse langfristiger Trends von meteorologischen Daten in Verbindung mit versicherungstechnischen und sozioökonomischen Daten wichtige Hinweise auf sich ändernde Risiken aus Unwettergefahren.

Klimawandel und Treibhausgase – Ein komplexer Prozess, einfach erklärt

Link zum Film —>

Entschiedenes Handeln nötig

Die Versicherungswirtschaft ist von den Auswirkungen des Klimawandels direkt betroffen. Wetterextreme führen zu hohen Sachschäden an Gebäuden und Infrastruktur ebenso wie zu Ertragsverlusten in der Landwirtschaft. Im Kern geht es um zwei Herausforderungen:

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wie sich Risiken in der Versicherung und in der Kapitalanlage ändern. Im nächsten Schritt folgen dann Lösungen zur Schadenminderung, zum Risikotransfer durch Versicherung oder in der Portfoliosteuerung bei Investments.

Die Bedeutung der Pariser Klimaziele im Kampf gegen den Klimawandel

Der Klimawandel macht entschlossenes Handeln zwingend notwendig, um die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst auf 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen globalen Temperaturniveau zu begrenzen. Dies ist auch das Ziel der Staatengemeinschaft und wurde so 2015 im „Paris Agreement“ unter dem Dach der Vereinten Nationen festgeschrieben, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Eine zunehmende Erwärmung der Atmosphäre und Ozeane hat in vielen Regionen gravierende Folgen für Umwelt und Gesellschaft: stärkere Stürme, Dürren, Überschwemmungen, Anstieg des Meeresspiegels. Diese wiederum führen neben direkten physischen Schäden aus Naturkatastrophen auch zu langfristigen Auswirkungen auf Landwirtschaft und Artenvielfalt.

Projektionen anhand von wissenschaftlichen Klimamodellen deuten darauf hin, dass eine Erwärmung um 1,5 °C bereits in diesem oder im nächsten Jahrzehnt erreicht oder gar überschritten wird, wenn  keine wirksamen Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ergriffen werden.

Die vergangenen neun Jahre waren die neun wärmsten überhaupt. Und dies, obwohl die letzten drei Jahre (2020-2022) von einer so genannten La Niña-Phase  – der natürlichen Klimaschwankung ENSO  – geprägt waren, die einen eher kühlenden Effekt für die globale Temperatur hat. Da nun für 2023 mit dem gegenläufigen Effekt – einer so genannten El Niño-Phase – gerechnet wird, könnten die Temperaturen nun nochmals spürbar höher ausfallen.

Den Klimawandel dämpfen

Um die Erderwärmung zu begrenzen, sind neue Technologien bei Stromgewinnung, Transport, Energiespeicherung und industrieller Produktion nötig. Für uns steht daher das Arbeiten an Versicherungslösungen für solche Technologien im Mittelpunkt, um ihnen den Markteintritt zu erleichtern

Die Fortsetzung des Artikels: Link—>

https://www.munichre.com/de/risiken/klimawandel.html

Adolf Hitler, Björn Höcke, Mein Kampf und die Parallelen

Unübersichtliche Parallelen zwischen den Aussagen von Hitler und Höcke

von Yves W.n

Für den 16. September 1919 ist es zum ersten Mal dokumentiert: „Sein letztes Ziel muss aber unverrückbar die Entfernung überhaupt sein.“ So Adolf Hitler in seinem Brief an Adolf Gemlich.

Was im Rückblick wie der früh geplante Massenmord klingt, wirkte keineswegs so für die damaligen Wähler und Spender. Brendan Smith, Ian Kershaw und Peter Longerich betonen in ihren jeweiligen Hitler-Biographien, dass die „Erneuerung des deutschen Volkes durch die Entfernung der Juden“ die zentrale Aussage Hitlers war, aber dass er diese ganz bewusst vage gehalten hat, manchmal sogar getarnt hat.

In welchem Zeitraum soll dies passieren? Wer soll betroffen sein? Was heißt „Entfernung“ konkret?

Sowohl in „Mein Kampf“, in den wenigen Briefen, als auch in den vielen Reden war Hitler zwar brutal in der Wortwahl, aber vermied jegliche Konkretisierung.

So konnte es wirken, als ob die „Entfernung“ ein Fernziel sei. Wer genau die Juden seien, blieb auch vage. Auf eine klare religiöse, kulturelle, „rassische“ Definition verzichtete Hitler. Vor allem konnte man sich viel unter „Entfernung“ vorstellen . Manchmal klang es eher wie eine Art Apartheid, manchmal wie Auswanderung, manchmal „nur“ wie eine Art Deckelung des Einflusses, fast nie wie Mord.

Nach der Machtergreifung waren Ermordungen erst sporadische Exzesse. Erzwungene Auswanderung das gewählte Mittel zur „Entfernung“. Die Betroffenen wurden erst 1935 durch die „Nürnberger Gesetze“ definiert. Es war eine „rassische“ Definition. Egal welchen Glaubens, welcher Sprache, welcher Gesinnung, welcher Staatsbürgerschaft – jeder war „Jude“ ,der jüdische Vorfahren hatte.

Vom 6. bis 15. Juli 1938 trafen sich 32 Staaten im französischen Evian, um die Aufnahme der zu „entfremdenden“ deutschen jüdischen Bürger zu diskutieren. Fazit: Es gab keine „Aufnahmeländer“.

Nach dem Sieg über Frankreich 1940 verfolgte die NS Spitze zeitweilig den Plan, die gesamte jüdische Bevölkerung in die französische Kolonie Madagaskar umzusiedeln. In der heutigen Holocaustforschung gibt es zwei Denkschulen: „Intentionalisten“ und „Funktionalisten“. Für letztere spiegelt der Umsiedlungs-Plan eine reale Absicht wider.

Herr Höcke schreibt heute vom „gesamteuropäische Remigrationsprojekt“, die „geordnete Rückführung der nicht integrierbaren Migranten in ihre Heimatländer“. Er betont, „man wird bei dem (Remigrationsprojekt) nicht um eine Politik der „wohntemperierten Grausamkeit“ (…) herumkommen“.

Wer heute mit AfD Wählern spricht, sollte vielleicht darauf hinweisen, dass diesmal vor, nicht nach der Wahl klar von Herrn Höcke definiert werden sollte: 1. In welchem Zeitraum soll das passieren? 2. Wer gehört dazu, wer nicht? Wie wird „integrierbar“ definiert? Wer bestimmt darüber? 3. Was ist „wohltemperierte Grausamkeit“ ? (Herrr Höckes Verweis auf Peter Sloterdijk macht es nicht klarer) 4. Was passiert aus Herrn Höckes Sicht, wenn es, wie damals in Evian, keine Aufnahmeländer gibt?

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Der deutsche Angriffskrieg auf Polen am 1.9.1939

Am 1.September griff Deutschland im Bündnis mit der Sowjetunion Polen an.

Da der Zweite Weltkrieg am 2. September 1945 durch die Kapitulation Japans endete, war dies nicht der Beginn des Krieges.

Begonnen hatte der Krieg an der sogenannten „Marco-Polo-Brücke“ im Beijinger Bezirk Fengtai am 7.Juli 1937.

Frankreich und Großbritannien hatten vorab Polen gebeten die angesichts der sichtbaren Gefahr befohlene Mobilisierung und den Aufmarsch der Truppen zu verschieben.

Man hoffte so zu „de-eskalieren“. Die technisch überlegenen deutschen Truppen begegneten daher Einheiten mit reduzierter Truppenstärke und viele Einheiten waren gar nicht an der Grenze aufmarschiert, sondern noch im Inland.

Die polnische Armee verlor daher schnell die Kontrolle über die Grenzen, aber schlug zurück, nachdem die Mobilisierung abgeschlossen war.

Bei der Schlacht von Kutno zwang sie die Deutschen sogar zum lokalen Rückzug. Polen baute im Südwesten ein verteidigbares Gebiet auf. Dann fiel die Sowjetunion dem Land in den Rücken.

Polen kämpfte weiter.

Fast 3000 polnische Soldaten kämpften im März 1940 am Nordkap zum Schutz Norwegens, später 45.000 Soldaten der polnischen Exilarmee in Frankreich 1940, davon 150 Piloten.

Im Laufe des Krieges kämpften polnische Truppenteile in Nordafrika, in Italien und an der Westfront. In Summe fast eine Viertel Million polnischer Soldaten.

Bei der Luftschlacht um England 1940/41 verbuchte die kleine polnische Luftwaffe fast 8% aller Abschlüsse.

Die polnische 3. und 5. Division unter Befehl von General Wladyslaw Anders sind die Sieger der Schlacht am Monte-Cassino 1944. Dort waren andere alliierte Truppen gescheitert, wegen der Witterung. „Aber einem Polen schadet Regen nicht “.

Die polnische Marine war am D-Day in der Normandie dabei.

Die polnische Fallschirmjägerbrigade unter General Sosabowski sprang 1944 todesmutig in die schon verlorene Schlacht um die Brücke von Arnheim. Ein sinnloses Opfer der Fehlplanung alliierter Befehlshaber.

Der polnische Geheimdienst hat die Voraussetzung geschaffen zur wahrscheinlich kriegsentscheidenden Entzifferung der deutsche Codierungsmaschine „Enigma“.

Dank des polnischen Widerstands wurde eine ganze V-2 Rakete gesichert und nach Großbritannien gebracht.

Trotz brutalster Strafen versuchten in der „Zegota“ und anderen Organisationen zehntausende Polen jüdische Mitbürger zu retten; 7177 von Ihnen sind als „Gerechte der Völker“ benannt, mehr als in jedem anderen Land.

Die polnische Heimatarmee kämpfte den ganzen Krieg weiter. Höhepunkt der Aufstand von Warschau im Spätsommer 1944.

Es sind 240.000 polnische Soldaten gefallen, etwa sechs Millionen polnische Staatsbürger sind ermordet worden, davon etwa 3 Millionen weil sie Juden waren.

Es wäre vielleicht angebracht wenn heute jede deutsche Schulklasse, eine Stunde Unterricht dem Leben und Sterben von Leutnant Witold Pilecki widmen würde.

#weremember #neveragain #neverforget #polen #polen

Björn Höcke AfD – Wie kann man sich zum Menschenhasser der Vielfältigkeit und zum Faschisten entwickeln?

von Yves W.

Die „Causa Aiwanger“ verstört. Die moralisch abscheulichen Geschmacklosigkeiten der Jugend gleichermaßen eines führenden Politikers unwürdig, wie die aktuellen Reaktionen von Herrn Aiwanger, die man als unsensibles Versagen im Krisenmanagement beschreiben könnte.

Aber beim Blick zurück ist vielleicht auch die Person Höcke von Interesse für die Öffentlichkeit . Hier fehlen die entsprechenden Spuren.

Ein langjähriger Mitschüler hat 2016 ein Porträt über die persönliche Entwicklung von Herrn Höcke gezeichnet. Was im abschließenden Teil des Artikels gezeigt wird ist wie systematisch Herr Höcke und seine Mitkämpfer versuchen die Demokratie zu unterhöhlen.

„Seither ist alles Provokation, was Björn Höcke sagt: Rassistische Aussagen über angebliche afrikanische Reproduktionsstrategien, empörende Anspielungen wie „1.000 Jahre Deutschland“. Aber immer formuliert er so, dass Wohlmeinende ihn noch am rechten Rand des demokratischen Konservativismus verorten können, während die äußerste Rechte die Bilder wohl zu lesen weiß. Stück für Stück verschiebt er die Grenze des Sagbaren immer weiter nach rechts.“

Im Rückblick muß man sagen ist die „metapolitische“ Strategie der völkischen Rechtsextremen aufgegangen. Die damalige AfD Führung hat versagt diese völkische Unterwanderung zu vehindern, vor dem Aufstieg von Höcke machtlos resigniert oder sich ihm opportunistisch untergeordnet.

Wenn es noch „vernünftige“ Mitglieder in der AfD gäbe, müßten sie heute austreten.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-02/bjoern-hoecke-afd-rechtspopulismus-portraet/komplettansicht?utm_referrer=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2F

Wir haben keine Weimarer Zustände“ – der Vergleich stärkt nur die Rechtsextremisten

Rechtsextreme Hetze gegen das „System“ und die „Eliten“ führt heute nicht in gleicher Weise zur Ermordung von Demokraten wie damals Walter Rathenau, Kurt Eissner und später Rudolf Hilferding (siehe Bild).

Einige Historiker sagen, dass sich Geschichte nicht wiederholt, der heutige Verweis auf die Ähnlichkeit der Muster von Weimar sei möglicherweise gefährlich, weil es der AfD nur Aufmerksamkeit gibt, die sie nicht verdient.

In der Tat ist vieles anders. Es gibt keine Millionen kampferfahrene Kriegsheimkehrer, die sich in Wehrsportverbänden organisieren wie der SA, dem „Stahlhelm“, dem Rotkämpferbund und tagtäglich blutige Straßenschlachten inszenieren.

Es gibt keine frustrierten Veteranen, die sich in Mordgruppen wie der „Organisation Consul“ zum Töten demokratischer Politiker vereinen. Rechtsextreme Morde und Gewalt existieren auch heute viel zu viel, aber deutlich weniger als in Weimar.

Doch es gab und gibt unvorstellbar große Problem, die die Gesellschaft bedrücken. Die Menschen hatten Angst vor dem Kommunismus angesichts der Verbrechen, die die Kommunisten unter Bela Kun im benachbarten Ungarn 1919 ausgeübt hatten.

Die Menschen hatten Wut im Bauch angesichts der die Ersparnisse vernichtenden Inflation von 1923 und der weltweiten Agrarkrise ab 1926.

Die Menschen leugneten die Realität der Folgen des unsinnigen, vom Deutschen Reich maßgeblich mitverantworteten Ersten Weltkriegs angesichts der eigenen getöteten, verstümmelten, verletzten Väter, Ehemänner und Söhne.

Und genau hier liegt der historisch relevante Vergleich. Angst, Wut und Realitätsleugnung angesichts unstrittig massiver Probleme sind niemals gute Ratgeber. Sie verschlimmern nur die Situation, privat, beruflich und politisch.

Menschen haben damals Hitler auch deswegen gewählt, weil sie Angst vor dem Kommunismus und russischen Imperialismus hatten und er „einen großen Ostkrieg“ in „Mein Kampf“ als Lösung versprach. Er wurde gewählt, er hat sein Versprechen gehalten – und der Kommunismus und der russische Imperialismus wurden letztendlich gestärkt.

Es gibt heute Menschen, die ängstlich und wütend sind und vielleicht glauben, dass Herr Höcke mit dem in seinem Buch versprochenen „Elitetausch“ und dem „großen Remigrationsprojekt“ ihre Problem löst. Er wird es nicht. Er wird es verschlimmern.

Rechtsextremisten haben keine Lösungen, deswegen leugnen sie Realitäten. Der Hass auf das „System“ liefert keine praktischen Antworten. Nicht damals – nicht heute.

Wut, Angst und Realitätsleugnung sind die schlechtesten aller Ratgeber. Das gilt ausnahmslos für alle gesellschaftlichen Probleme. Deswegen gibt es in der Geschichte nicht eine Nation, die sich durch die Regierung von Rechtsextremisten …oder Linksextremisten besser gestellt hat.

weremember #neveragain #neverforget #demokratie #fdgo

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