Bundesrechnungshof warnt: Deutschlands Wasserstoffstrategie braucht einen neuen Kurs

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Der Bundesrechnungshof stellt zentrale Annahmen der deutschen Wasserstoffstrategie infrage. Nach seiner Bewertung reichen die bisherigen Maßnahmen voraussichtlich nicht aus, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Gefordert werden eine grundlegende Überarbeitung der Strategie und ein belastbarer Plan B für die Klimaziele, falls der erwartete Hochlauf von Wasserstoff ausbleibt.

Besonders deutlich wird die Lücke beim Ausbau der Elektrolyse. Deutschland will bis 2030 eine inländische Elektrolyseleistung von zehn Gigawatt erreichen. Tatsächlich ist bislang nur ein kleiner Teil dieser Kapazität in Betrieb. Weitere Anlagen befinden sich im Bau oder in Planung, doch selbst bei günstiger Entwicklung dürfte das ursprüngliche Ziel nur schwer erreichbar sein.

Politische Zielsetzungen und tatsächlicher Ausbau liegen damit weit auseinander.

Gleichzeitig entwickelt sich auch die Nachfrage langsamer als erwartet. Große Projekte in der Stahl- und Chemieindustrie werden verschoben, verkleinert oder wirtschaftlich neu bewertet. Hinzu kommen Unsicherheiten bei Wasserstoffimporten, Transportwegen, Netzen und langfristigen Abnahmeverträgen.

Für Unternehmen und Kommunen bedeutet das: Planungen dürfen nicht allein auf der Annahme beruhen, dass kurzfristig große Mengen günstigen Wasserstoffs verfügbar sein werden.

Wasserstoff wird dadurch allerdings nicht überflüssig. Er bleibt vor allem dort wichtig, wo eine direkte Nutzung von Strom technisch kaum möglich ist. Dazu gehören Teile der Stahl- und Chemieproduktion, möglicherweise der Schiffs- und Luftverkehr sowie einzelne industrielle Hochtemperaturprozesse.

In vielen anderen Bereichen ist die direkte Elektrifizierung jedoch deutlich effizienter. Für Gebäude und große Teile der Wärmeversorgung bieten sich vor allem Wärmepumpen, Power-to-Heat, Batteriespeicher und die unmittelbare Nutzung erneuerbaren Stroms an.

Der entscheidende Grund liegt im Energieverbrauch: Bei der Herstellung, Speicherung, dem Transport und der späteren Nutzung von Wasserstoff entstehen erhebliche Umwandlungsverluste. Direkt eingesetzter Strom benötigt deshalb häufig deutlich weniger Energie als der Umweg über Wasserstoff.

Die Konsequenz sollte nicht der vollständige Ausstieg aus Wasserstoff sein, sondern eine klare Priorisierung. Wasserstoff gehört dorthin, wo er tatsächlich benötigt wird. Wo eine direkte Elektrifizierung möglich ist, sollte sie bevorzugt werden.

Die Energiewende scheitert nicht an einer Kurskorrektur. Sie scheitert eher dann, wenn unrealistische Annahmen zu lange verteidigt werden.

Deutschland braucht deshalb eine technologieoffene, aber wirtschaftlich nachvollziehbare Planung: Wasserstoff als gezielter Baustein – nicht als Universallösung für Gebäude, Verkehr und Industrie.

Quellen:

Bundesrechnungshof – Berichte und Sonderberichte zur Nationalen Wasserstoffstrategie
Deutscher Bundestag – Informationen zum Bericht des Bundesrechnungshofes
Dirk Specht – „Die Causa Gaskraftwerke ist ein Skandal“

#Wasserstoff #Energiewende #Wärmepumpe #Industrie #Klimaschutz

KI-Hinweis: Alle in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich der Illustration.

Neue Studie: Wie die BILD mit dem „Heizungshammer“ die Wärmepumpen-Debatte anheizte

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Der Begriff „Heizungshammer“ gehört zu den erfolgreichsten politischen Schlagworten der vergangenen Jahre – obwohl es nie ein Gesetz mit diesem Namen gab. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere die Berichterstattung der BILD die öffentliche Wahrnehmung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erheblich beeinflusst habe.

Die Untersuchung beschreibt, dass durch die wiederholte Verwendung emotionaler Begriffe wie „Heizungshammer“ oder „Heizverbot“ bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Eindruck entstand, funktionierende Öl- und Gasheizungen müssten kurzfristig ausgebaut werden. Das entsprach jedoch nicht dem Inhalt des Gesetzes. Bestehende Heizungen durften grundsätzlich weiter betrieben und repariert werden. Die Regelungen betrafen vor allem den Einbau neuer Heizungen unter bestimmten Voraussetzungen.

Besonders kritisch bewertet die Studie den Einfluss zugespitzter Medienberichterstattung auf die politische Debatte. Nach ihrer Analyse wurde ein komplexes Gesetz auf wenige emotionale Schlagworte reduziert. Dadurch sei aus einer sachlichen Diskussion über Klimaschutz, Energieversorgung und Heiztechnik ein emotionaler Kulturkampf geworden.

Die BILD gehört zum Axel-Springer-Konzern. Die Studie kritisiert insbesondere die Berichterstattung der BILD und kommt zu dem Ergebnis, dass diese wesentlich zur Verbreitung des Begriffs „Heizungshammer“ und zur Emotionalisierung der öffentlichen Diskussion beigetragen habe. Dadurch seien Fehleindrücke über den tatsächlichen Inhalt des Gebäudeenergiegesetzes entstanden.

Die Folgen waren erheblich: Die Debatte wurde polarisiert, viele Menschen verunsichert und das Vertrauen in die Energiewende geschwächt. Unabhängig davon, wie man das Gebäudeenergiegesetz bewertet, zeigt dieser Fall, welche Macht große Medien durch Framing besitzen können. Demokratische Entscheidungen sollten auf überprüfbaren Fakten beruhen – nicht auf Schlagworten, die komplexe Inhalte verzerren.

Meine persönliche Meinung

Die Art und Weise, wie durch zugespitzte Schlagzeilen und wiederholtes Framing politische Debatten beeinflusst werden können, erinnert mich zunehmend an die historische Rolle des Medienunternehmers Alfred Hugenberg in der Endphase der Weimarer Republik.

Das Bundesverwaltungsgericht stellte in seinem Urteil vom 17. März 2005 (Az. 3 C 20.04) fest, dass Hugenberg ein „Wegbereiter der nationalsozialistischen Herrschaft“ war.

Selbstverständlich handelt es sich hierbei nicht um eine Gleichsetzung, sondern um den Hinweis, dass große Medienhäuser aufgrund ihrer Reichweite eine besondere Verantwortung für eine faktenbasierte und ausgewogene Berichterstattung tragen.

#Heizungsgesetz #Wärmepumpe #Medien #Energiewende #Politik

KI-Hinweis: Alle in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich der Illustration.

Quellen:

Photovoltaik und Luft-zu-Luft-Wärmepumpe: Die perfekte Kombination gegen Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und Stromkosten

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Während über Wärmepumpen meist im Zusammenhang mit dem Heizen im Winter gesprochen wird, wird ein entscheidender Vorteil oft übersehen: Luft-zu-Luft-Wärmepumpen sind im Sommer echte Alleskönner.

Sie können kühlen, entfeuchten, die Raumluft filtern und sorgen selbst an extrem heißen Tagen für ein angenehmes Raumklima. In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage entsteht eine Kombination, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich überzeugt.

Ein Blick auf meine eigenen Verbrauchsdaten aus Juni 2026 zeigt dies eindrucksvoll.

Meine Photovoltaikanlage erzeugte im Juni 521,0 kWh Strom. Davon wurden 366,1 kWh in das öffentliche Stromnetz eingespeist, während 154,9 kWh direkt selbst genutzt wurden. Für den eingespeisten Strom erhalte ich derzeit lediglich 8,5 Cent je Kilowattstunde.

Im gleichen Zeitraum verbrauchte meine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe nur 163,8 kWh Strom. Dabei herrschten an einzelnen Tagen Außentemperaturen von über 42 Grad Celsius. Trotz dieser extremen Hitze konnten mehrere Räume angenehm gekühlt werden. Gleichzeitig wurde die Luftfeuchtigkeit reduziert und die Raumluft über integrierte Filter gereinigt.

Gerade die Entfeuchtung wird häufig unterschätzt. Nicht allein die Raumtemperatur entscheidet darüber, ob wir uns wohlfühlen. Hohe Luftfeuchtigkeit macht selbst Temperaturen von 26 Grad oft unangenehm. Eine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe entzieht der Raumluft Feuchtigkeit. Dadurch fühlen sich bereits 25 bis 26 Grad im Haus angenehm kühl an.

Ein weiterer Unterschied zeigt sich im Vergleich zu einer Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe.

Zwar können viele Luft-zu-Wasser-Wärmepumpen ebenfalls kühlen, allerdings funktioniert dies im Regelfall nur dann, wenn eine Fußbodenheizung oder ein anderes wassergeführtes Kühlsystem vorhanden ist. In Wohnhäusern erfolgt die Kühlung meist über die Fußbodenheizung und kann die Raumtemperatur in der Regel nur um etwa 2 bis 3 Grad Celsius absenken.

Eine stärkere Kühlung ist meist nicht möglich, weil sich sonst Kondenswasser auf dem Fußboden bilden kann. Dieses Kondenswasser könnte Bodenbeläge beschädigen und zur Rutschgefahr werden. Deshalb begrenzen die Anlagen die Kühlleistung automatisch.

Hinzu kommt: Eine Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Raumluft keine Feuchtigkeit. Gerade an schwülen Sommertagen bleibt die Luft deshalb oft drückend. Eine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe kühlt dagegen nicht nur deutlich effektiver, sondern sorgt gleichzeitig für trockene und angenehm frische Luft.

Noch deutlicher wird der Unterschied im Vergleich zu einer mobilen Monoblock-Klimaanlage. Solche Geräte arbeiten mit einem Abluftschlauch, erzeugen im Raum Unterdruck und ziehen dadurch ständig warme Außenluft nach. Deshalb benötigen sie für die gleiche Kühlleistung erheblich mehr Strom.

Während meine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe im Juni nur 163,8 kWh verbrauchte, hätte eine typische Monoblock-Klimaanlage für eine vergleichbare Kühlleistung je nach Gerät schätzungsweise 230 bis 300 kWh benötigt. Das entspricht einem Mehrverbrauch von rund 40 bis 80 Prozent.

Aus ökologischer Sicht ergänzen sich Photovoltaik und Luft-zu-Luft-Wärmepumpe nahezu perfekt. Ausgerechnet an sonnigen und heißen Tagen produziert eine Photovoltaikanlage den meisten Strom – genau dann, wenn der Kühlbedarf am größten ist.

In meinem Fall gibt es allerdings noch einen Nachteil: Die Photovoltaikanlage befindet sich auf einem separaten Carport und nicht direkt am Wohnhaus. Deshalb konnte der überschüssige Solarstrom die Wärmepumpe bislang nicht unmittelbar versorgen.

Stattdessen wurden 366,1 kWh ins öffentliche Netz eingespeist, während die Wärmepumpe ihren Strom über das öffentliche Netz bezog.

Genau hier kommt eine der spannendsten Neuerungen des Jahres 2026 ins Spiel: Energy Sharing.

Seit Juni 2026 besteht in Deutschland die gesetzliche Grundlage, selbst erzeugten Strom unter bestimmten Voraussetzungen auch über das öffentliche Stromnetz gemeinsam zu nutzen. Voraussetzung sind unter anderem Smart Meter, die Teilnahme im gleichen Netzgebiet des Verteilnetzbetreibers sowie die technische und vertragliche Umsetzung.

Für Anlagen wie meine eröffnet dies völlig neue Möglichkeiten. Die 366,1 kWh, die heute noch für 8,5 Cent je Kilowattstunde eingespeist werden, könnten künftig bilanziell dem eigenen Haus zugeordnet und beispielsweise von der Luft-zu-Luft-Wärmepumpe genutzt werden.

Da der monatliche Strombedarf der Wärmepumpe mit 163,8 kWh deutlich unter der eingespeisten Strommenge liegt, könnte der Kühlbetrieb im Sommer rechnerisch vollständig mit dem selbst erzeugten Solarstrom gedeckt werden. Der Netzbezug für die Klimatisierung ließe sich dadurch weitgehend vermeiden.

Auch wenn beim Energy Sharing weiterhin Netzentgelte und gesetzliche Preisbestandteile anfallen, verbessert sich die Wirtschaftlichkeit des selbst erzeugten Solarstroms erheblich.

Wer seine Anlage dafür vorbereiten möchte, sollte beim zuständigen Verteilnetzbetreiber nach den Möglichkeiten für Energy Sharing fragen, ein Smart Meter installieren lassen und prüfen, ob Erzeugungsanlage und Verbrauchsstelle im gleichen Netzgebiet liegen.

Meine Zahlen aus dem Juni 2026 zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial bereits heute vorhanden ist.

Eine Photovoltaikanlage, kombiniert mit einer Luft-zu-Luft-Wärmepumpe und künftig Energy Sharing, verbindet Klimaschutz, Wohnkomfort, gesunde Raumluft und wirtschaftliche Vernunft.

Gerade in Zeiten zunehmender Hitzewellen ist das nicht nur eine technische Spielerei, sondern ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Wohnens.

Rückblickend bin ich froh, dass ich:

  • Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Carport bauen ließ,
  • Einen Vollstromer fahre (Verbrauch gegenüber einem Verbrenner je 100 km nur 2,25 € je 100 km),
  • Eine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe installiert wurde.

Und welche Noch-Offenen Baustellen gibt es und warum?

Im Badezimmer habe ich keine Wärmepumpe bisher installiert. Diese muss noch eingebaut werden. Zum Trocknen von Handtücher ist eine Luft-Zu-Luft-Wärmepumpe besser, als eine Infrarotheizung.

Auch das Wasser muss noch durch einen Durchlauferhitzer umgestellt werden. Bei einem Zweipersonenhaushalt wird auch weniger Warmwasser benötigt, als mit 4 Personen.

Auf dem Dach sind bei mir allerdings große Fenster (10 m² insgesamt vorne und hinten). Diese gehen elektrisch seitlich auf. Dadurch fehlt derzeit noch die Fläche für eine größere Photovoltaikanlage.

Aussenwärmepumpe auf Dachgaube

Darüber hinaus musste zunächst eine Außen-Wärmepumpe noch auf die Dachgaube gestellt werden, weil der Nachbar sich beklagt hatte, da diese wohl um 1,2 m von der Grenze weg sein sollten.

Fakt ist jedoch:

Diese Aussage ist falsch.

Deshalb kann ich diese Photovoltaikanlage in meinem speziellen Fall auch noch versetzen.

Dadurch habe ich dann die Möglichkeit zunächst einmal die Dachgauben für Photovoltaikanlage zu nutzen.

Zusätzlich würde noch Platz für eine Photovoltaikanlagen bis zur Grundstücksgrenzesein,

In Baden-Württemberg muss kein Grenzabstand gehalten werden.

Und auch neben den Fenstern kann voraussichtlich in zwei bis vier Jahren eine Photovoltaikanlage direkt auf den Dachziegeln als flexible Fotovoltaikanlage installiert werden.

Dann lassen sich auch die Dachflächenfenster komplett ohne Behinderung durch eine Photovoltaikanlage öffnen.

Übrigens:

Flexible Photovoltaikanlagen können inzwischen auch schon als flexiblen Sonnenschutz auf Sonnenschirme und Markisen verbaut werden.

Damit kann dann auch Energie nicht nur durch Photovoltaik und Balkonkraftwerke, sondern auch über Markisen gewonnen werden.

Noch ist dies oben ein KI-Bild, aber es gibt bereits Firmen, die tatsächlich flexible Photovoltaik-Markisen herstellen.

Allerdings derzeit noch zu teuer. Das wird noch etwa zwei bis vier Jahre dauern, bis diese Preise ebenso fallen.

Dachflächenfenster 2 x 2,5 Meter auf jeder Seite

#Photovoltaik #LuftZuLuftWärmepumpe #EnergySharing #Klimaschutz #Energiewende

Weitere Fotos

Beispiele von Firmen, die flexible Photovoltaik-Markisen herstellen:

  • Israel: Apollo-Power https://apollo-power.com/
  • Frankreich: Mintjavila: https://www.mitjavila.com/the-solar-awning/?lang=en
  • China: Awnlux https://www.awnlux.com/
  • USA, Nevada: Xponent Power: https://xponentpower.com/

Luft-zu-Luft- oder Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe? Der große Unterschied wird oft unterschätzt

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Viele denken bei einer Wärmepumpe automatisch an eine Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe. Dabei gibt es mit der Luft-zu-Luft-Wärmepumpe eine Alternative, die gerade in Zeiten heißer Sommer und steigender Energiekosten enorme Vorteile bietet.

Beide Systeme nutzen die Außenluft als kostenlose Energiequelle. Selbst bei Minusgraden kann der Luft Wärme entzogen und zum Heizen genutzt werden. Der Unterschied liegt darin, wie diese Wärme ins Haus gelangt.

Die Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe überträgt die gewonnene Wärme auf das Heizungswasser. Dieses versorgt die Fußbodenheizung oder Heizkörper und erwärmt meist auch das Brauchwasser zum Duschen und Baden. Sie eignet sich daher besonders für Gebäude mit wassergeführtem Heizsystem.

Die Luft-zu-Luft-Wärmepumpe arbeitet anders. Hier wird die Wärme direkt an die Raumluft abgegeben. Ein Außengerät entzieht der Außenluft Energie, ein Innengerät verteilt die erwärmte Luft anschließend im Gebäude.

Im Sommer funktioniert der Kreislauf umgekehrt: Die Wärme wird aus dem Haus nach draußen transportiert und die Räume werden angenehm gekühlt.

Gerade hier liegen die größten Vorteile. Während eine Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe Gebäude meist nur um wenige Grad kühlen kann, arbeitet eine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe wie eine leistungsfähige Klimaanlage. Gleichzeitig wird der Raumluft Feuchtigkeit entzogen. Dadurch verschwindet die oft belastende Schwüle und das Wohnklima verbessert sich deutlich.

Ein weiterer Vorteil sind die Luftfilter in den Innengeräten. Sie entfernen Staub, Pollen und andere Schwebstoffe aus der Raumluft. Besonders Allergiker profitieren von der besseren Luftqualität.

Da kein Heizungswasser erwärmt werden muss, reagiert eine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe außerdem sehr schnell auf Temperaturänderungen. Häufig ist auch der Installationsaufwand geringer, weil keine wasserführenden Heizungsleitungen erforderlich sind.

Die Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe bleibt dagegen die richtige Wahl, wenn neben der Heizung auch die Warmwasserbereitung vollständig übernommen werden soll.

Fazit: Beide Systeme arbeiten effizient und nutzen erneuerbare Umweltenergie. Wer hauptsächlich heizen und Warmwasser erzeugen möchte, ist mit einer Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe gut beraten. Wer zusätzlich Wert auf starke Kühlung, Entfeuchtung, Pollenfilterung und hohen Wohnkomfort im Sommer legt, sollte die Luft-zu-Luft-Wärmepumpe unbedingt in die engere Wahl ziehen.

#Wärmepumpe #LuftLuftWärmepumpe #Energiewende #Klimaschutz #Heizen

42,5 °C im Garten – warum eine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe an Hitzetagen zum echten Gamechanger wird

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann - Wir brauchen ein funktionierendes Klima auf der Erde.
Werner Hoffmann.
– Wir brauchen ein funktionierendes Klima auf der Erde.

Heute ist Schwitzen angesagt. Während das Thermometer offiziell bereits 41 °C anzeigt, wurden in unserem Garten sogar schon 42,5 °C gemessen – Tendenz steigend. Solche Temperaturen sind längst keine Ausnahme mehr, sondern treten in Deutschland immer häufiger auf.

Zum Glück können wir uns ins Haus zurückziehen. Dort sorgt eine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe für ein angenehmes Raumklima. Gerade an extrem heißen Tagen zeigt sich, welchen Unterschied diese Technik machen kann.

Viele Hausbesitzer setzen inzwischen auf eine Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe. Was viele jedoch nicht wissen: Diese kann über eine geeignete Fußbodenheizung zwar auch zur Kühlung genutzt werden, allerdings nur sehr eingeschränkt. In der Praxis liegt die Absenkung der Raumtemperatur häufig bei etwa 2 bis 3 Grad, da die Vorlauftemperatur nicht zu niedrig werden darf. Andernfalls könnte sich Kondenswasser auf dem Boden bilden.

Hinzu kommt ein weiterer Nachteil: Die Luftfeuchtigkeit bleibt nahezu unverändert. Gerade an schwülen Sommertagen empfinden viele Menschen die Räume deshalb trotz etwas niedrigerer Temperatur weiterhin als belastend.

Hier spielt die Luft-zu-Luft-Wärmepumpe ihre größten Vorteile aus. Sie kühlt die Raumluft direkt und entzieht ihr gleichzeitig Feuchtigkeit. Dadurch sinkt nicht nur die Temperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit – und genau das sorgt für ein deutlich angenehmeres Wohngefühl. Viele Menschen empfinden 25 °C bei trockener Luft wesentlich angenehmer als 22 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Wer heute über eine neue Heizungsanlage oder eine Modernisierung nachdenkt, sollte deshalb nicht nur den Winter im Blick haben. Angesichts immer häufiger auftretender Hitzewellen gewinnt auch der sommerliche Wärmeschutz zunehmend an Bedeutung.

Mein Fazit: Eine Luft-zu-Wasser-Wärmepumpe ist eine hervorragende Lösung zum Heizen und kann Gebäude leicht temperieren. Wer jedoch im Sommer eine spürbare Kühlung und gleichzeitig eine Entfeuchtung der Raumluft möchte, für den ist eine Luft-zu-Luft-Wärmepumpe oft der entscheidende Vorteil – gerade an Tagen mit über 40 °C.

#Klimawandel #Hitzewelle #Wärmepumpe #Energie #Kühlen

Ditzingen: Warum die Wärmepumpe das Gasnetz vor große Herausforderungen stellt

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer

Werner Hoffmann.

Die Energiewende findet direkt vor unserer Haustür statt – in Ditzingen.

Immer mehr Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern ersetzen ihre Gasheizung durch eine Wärmepumpe.

Viele Menschen erkennen, dass Erdgas langfristig immer teurer wird. Neben den eigentlichen Brennstoffkosten steigen auch CO₂-Abgaben und Netzentgelte.

Besonders einfach ist der Umstieg bei Ein- und Zweifamilienhäusern, da keine anderen Eigentümer gefragt werden müssen.

Attraktive Förderprogramme erleichtern den Wechsel zusätzlich.

Welche Wärmepumpen werden besonders häufig eingebaut?

Erstens: Luft-zu-Wasser-Wärmepumpen

Diese nutzen die Außenluft, um Heizungswasser und Warmwasser zu erwärmen. Die vorhandenen Heizkörper können meist weiter genutzt werden.

Zweitens: Luft-zu-Luft-Wärmepumpen

Auch hier wird die Energie aus der Außenluft genutzt. Hier wird die Raumluft erwärmt.

Gleichzeitig können diese Systeme im Sommer kühlen und die Luft entfeuchten.

Gerade bei zunehmenden Hitzewellen wird dieser Vorteil immer wichtiger.

Für das Duschwasser wird meist eine kleine Brauchwasser-Wärmepumpe oder ein elektrischer Durchlauferhitzer eingesetzt.

In kleineren Haushalten fallen die Mehrkosten meist kaum ins Gewicht. Bei größeren Haushalten mit hohem Warmwasserverbrauch sollte die Lösung individuell geplant werden.

Die stille Veränderung im Gasnetz

In Ditzingen ist dieser Wandel bereits sichtbar. In manchen Straßenzügen sind nach Schätzungen bereits 5 bis 10 Prozent der ursprünglich gasbeheizten Gebäude auf Wärmepumpen umgestiegen. Und dies dürfte erst der Anfang sein.

Doch genau hier entsteht ein Problem, über das bislang kaum gesprochen wird.

Die Gasleitungen in den Straßen bleiben bestehen, auch wenn einzelne Häuser ihren Anschluss stilllegen. Die Hauptleitungen müssen weiterhin kontrolliert, gewartet und teilweise erneuert werden. Diese Kosten des Gasnetzes werden immer weniger Kunden verteilt.

Wenn früher 100 Haushalte die Netzkosten getragen haben und künftig nur noch 80, 60 oder 40 Haushalte übrig bleiben, muss jeder verbleibende Kunde einen größeren Anteil übernehmen.

Die Kosten-Spirale

Es entsteht eine Kosten-Spirale:

  • Höhere Netzkosten machen Gas unattraktiver.
  • Weitere Haushalte wechseln zur Wärmepumpe.
  • Die Zahl der Gaskunden sinkt weiter.
  • Die Kosten pro verbleibendem Kunden steigen erneut.

Dieser Effekt könnte sich in den kommenden Jahren immer stärker bemerkbar machen.

Die entscheidende Zukunftsfrage

Wie lange lässt sich ein großes Gasnetz wirtschaftlich betreiben, wenn immer mehr Kunden aussteigen?

Entfernung der Gasleitung, ein Hausanschluss auf Wärmepumpe umgestellt hat.

Die Energiewende verändert nicht nur die Heizungen in unseren Häusern. Sie verändert Schritt für Schritt die gesamte Energie-Infrastruktur unserer Städte.

Die Entwicklung in Ditzingen könnte deshalb beispielhaft für viele andere Städte in Deutschland sein.

#Ditzingen #Wärmepumpe #Gasnetz #Energiewende #ErneuerbareEnergien

Die Stinker der Welt: Warum auch Deutschland zum fossilen Drecks-Club gehört – und was Norwegen & Schweden längst besser machen

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Werner Hoffmann
– Die Welt gibt es nur einmal…..
Die Erde kann auch ohne uns Menschen bestehen…
eben dann wieder mit Kleinlebewesen und ohne Menschen.

——

Während sich viele deutsche Politiker

– allen voran CDU-Chef Friedrich Merz –

damit herausreden, Deutschland verursache ja „nur 1,5 %“ der weltweiten CO₂‑Emissionen, verschleiern sie dabei eine unbequeme Wahrheit:

Deutschland gehört nach wie vor zu den größten fossilen Energieverbrauchern pro Kopf weltweit.

Die internationalen Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache:

Wer behauptet, Deutschland sei ein Vorreiter, lügt sich selbst in die Tasche.

Der „fossile Fingerabdruck“ der Bundesrepublik ist immer noch erschreckend hoch – weit höher als in vielen anderen Industrienationen.

 Top 10 Länder nach absolutem CO₂-Ausstoß (2023)

  • 1. China – ~34 %
  • 2. USA – ~12 %
  • 3. Indien – ~7,6 %
  • 4. Russland – ~5,3 %
  • 5. Japan – ~2,4 %
  • 6. Iran – ~2 %
  • 7. Indonesien – ~1,7 %
  • 8. Saudi-Arabien – ~1,6 %
  • 9. Deutschland – ~1,5 %
  • 10. Kanada – ~1,5 %

Deutschland liegt hier auf Rang 9 – immer noch unter den größten Klimasündern der Welt. Und das, obwohl unser Bevölkerungsanteil an der Welt bei unter 1,1 % liegt!

⚡ CO₂-Ausstoß pro Kopf

  • 1. Katar – ~35,5 t/Jahr
  • 2. Kuwait – ~25 t
  • 3. USA – ~14 t
  • 4. Kanada – ~15 t
  • 5. Australien – ~16 t
  • 9. Deutschland – ~8 t
  • – Welt-Durchschnitt – ~4,8 t

Deutschland emittiert pro Bürger immer noch fast das Doppelte des weltweiten Durchschnitts.

️ Ölverbrauch (Barrel pro Tag)

  • 1. USA – ~19,7 Mio. (≈ 20 % Weltanteil)
  • 2. China – ~12,8 Mio.
  • 3. Indien – ~5 Mio.
  • Deutschland – ~2,2 Mio. (≈ 2 %)

Trotz Energiewende: Deutschlands täglicher Ölverbrauch ist noch immer auf fossilem Hochleistungsniveau.

 Erdgasverbrauch (pro Jahr)

  • 1. USA – 886 Mrd. m³ (~22 %)
  • 2. Russland – 453 Mrd. m³ (~11 %)
  • 3. China – 405 Mrd. m³ (~10 %)
  • 9. Deutschland – 75,7 Mrd. m³ (~1,9 %)

 Fossiler Gesamtverbrauch pro Kopf (kWh/Jahr)

  • 1. Kanada – ~99.900 kWh
  • 2. USA – ~77.000 kWh
  • 3. Australien – ~63.300 kWh
  • 4. Schweden – ~56.300 kWh
  • 5. Luxemburg – ~56.000 kWh
  • 6. Norwegen – ~45.000 kWh
  • 7. Deutschland – ~38.000 kWh

➡️ Deutschland liegt damit auf Rang 7 weltweit! Nicht bei der Erneuerbaren, sondern bei der fossilen Energie pro Kopf

☀️ Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch

  • Norwegen – ~66 %
  • Schweden – ~66 %
  • Deutschland – ~19,6 %
  • EU-Schnitt – ~24,5 %

Norwegen erzeugt seinen Strom zu über 99 % aus Wasserkraft. Schweden kombiniert Wasserkraft, Windkraft und Bioenergie – effizient und zukunftsorientiert. Deutschland dagegen blockiert sich selbst mit Lobbyinteressen, kurzfristigen fossilen Denkweisen und politischen Nebelkerzen.

❗ Resümee: Deutschland ist nicht sauber – sondern fossil satt

Die Zahlen sind eindeutig: Deutschland ist kein Vorbild, sondern weiterhin Teil des Problems. Statt wie Norwegen oder Schweden den Umstieg auf erneuerbare Energien entschlossen umzusetzen, wird hierzulande weiter diskutiert, gedeckelt, verwässert.

Fossile Energie ist bei uns keine Notwendigkeit – sie ist eine politische Entscheidung.

#Energiewende
#FossileLobby
#DeutschlandStinkt
#Klimakrise
#SchwedenVorbild

Wärmepumpen-Wunder Norwegen: Warum die Skandinavier uns beim Heizen deklassieren – trotz eisiger Temperaturen!

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

In Norwegen herrschen Winter, die deutsche Heizungen zum Zittern bringen würden – und doch setzt das Land fast ausschließlich auf Wärmepumpen.

Wie kann das sein? Warum kommen die Norweger mit -20 °C klar, während in Deutschland noch immer das Märchen von „Wärmepumpen funktionieren bei Kälte nicht“ erzählt wird?

Ein Blick in den Norden entlarvt nicht nur viele deutsche Ausreden – sondern zeigt auch, wie echte Energiewende geht.

 Norwegen: Minusgrade, aber klimafreundlich

In Norwegen liegt die Durchschnittstemperatur im Winter in vielen Regionen bei unter –10 °C, in Nordnorwegen sogar bei –20 °C und darunter. Trotzdem haben über 60 % aller Haushalte Wärmepumpen, in manchen Regionen sogar über 80 %.

Zum Vergleich:
In Deutschland, wo die Winter im Flachland selten unter –5 °C fallen, beträgt die Wärmepumpenquote nur rund 5–6 % aller Heizsysteme (Stand 2024). Stattdessen: Gas, Öl, und Angst vor Technik, die im Norden längst Alltag ist.

 Der große Unterschied: Heizen in Norwegen vs. Deutschland

  • 1. Durchschnittstemperaturen im Winter

    Norwegen: –5 °C bis –25 °C (je nach Region)

    Deutschland: –1 °C bis –5 °C (selten darunter)
  • 2. Haupt-Heizsysteme

    Norwegen: Wärmepumpen (v. a. Luft-Luft)

    Deutschland: Gas- und Ölheizungen, teils noch Kohle
  • 3. Warmwasserbereitung

    Norwegen: Elektrisch separat (z. B. Boiler, Durchlauferhitzer)

    Deutschland: Kombiniert mit Zentralheizung
  • 4. Gebäudearten

    Norwegen: Meist freistehende Holzhäuser ohne zentrale Heizsysteme

    Deutschland: Viele Altbauten mit Zentralheizung
  • 5. Stromquellen

    Norwegen: Fast 100 % Wasserkraft (günstig und sauber)

    Deutschland: Fossiler Energiemix mit Kohle und Gas
  • 6. Politische Rahmenbedingungen

    Norwegen: Klare Förderung, technologieoffen für Erneuerbare

    Deutschland: Verzögerung, Lobbydruck, zögerliche Gesetzgebung

 Norwegens Favorit: Luft-Luft-Wärmepumpe

Norwegen liebt Luft-Luft-Wärmepumpen – und das aus gutem Grund:

  • ✅ Günstig in der Anschaffung
  • ✅ Einfach zu installieren
  • ✅ Ideal für Einzelraumheizung
  • ✅ Auch als Klimaanlage nutzbar
  • ✅ Funktioniert auch bei tiefen Temperaturen

 Und wie machen sie das mit dem Warmwasser?

Da Luft-Luft-Wärmepumpen kein Warmwasser liefern, setzen Norweger auf getrennte Systeme:

  • 1. Elektrische Boiler / Durchlauferhitzer
  • 2. Warmwasserspeicher mit Heizstab
  • 3. Kombination mit Holzöfen oder Kaminen
  • 4. Solarthermie (selten)

 Alternative Lösung: Luft-Wasser-Wärmepumpen

In Neubauten oder bei Renovierungen kommen auch Luft-Wasser-Wärmepumpen zum Einsatz, die sowohl Warmwasser als auch Heizwärme liefern – etwa bei Fußbodenheizung.

 Und Deutschland?

Während Norwegen längst auf elektrische Wärmepumpen mit Wasserkraft setzt, debattiert Deutschland weiter über „Technologieoffenheit“, neue Gasheizungen und klebt an der Vergangenheit. Dabei ist die Technik da – und das Vorbild auch.

 Fazit:

Wenn Norwegen mit –20 °C auf Wärmepumpen setzt – warum zögert Deutschland bei +2 °C?
Die Antwort liegt nicht im Klima. Sondern im Kopf.

 Infografik:

 Hashtags:

#Wärmepumpe
#NorwegenVsDeutschland
#EnergiewendeJetzt
#Heizungswende
#KlimaschutzOhneAusreden

40-Grad-Hitzeschock! Deutschland droht der Hitzekollaps – und das ist erst der Anfang

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann
– Die Welt gibt es nur einmal…..
Die Erde kann auch ohne uns Menschen bestehen…
eben dann wieder mit Kleinlebewesen und ohne Menschen.

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Deutschland steht am Rand des Hitzekollapses.

Schon Ende Juni erreichte uns die erste große Hitzewelle – doch es wird noch heißer!

Der Deutsche Wetterdienst warnt:

Mitte Juli drohen in vielen Regionen Temperaturen von über 40 °C.

Was jetzt auf uns zurollt, ist mehr als Sommerwetter – es ist eine extreme Wetterlage mit enormen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen.

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🌡️ Temperaturen im Ausnahmebereich

  • Rheinland & Südwesten: 40 bis 41 °C möglich
  • Mitte & Süden: 37 bis 39 °C
  • Norden: 33 bis 36 °C, etwas kühler an der Küste

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Der Hitzegipfel wird laut Prognosen Mittwoch bis Donnerstag erreicht – dann kann es lokal zu Temperaturrekorden kommen.

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Die Nächte bleiben tropisch mit über 20 °C und sehr hoher Luftfeuchtigkeit – keine Abkühlung, keine Erholung.

⚠️ Gefahr für Gesundheit und Infrastruktur

  • Kreislaufkollaps: Besonders gefährlich für ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke
  • Produktivitätsverlust: Jeder Hitzetag kostet die Wirtschaft Milliarden
  • Waldbrandgefahr: Trockenheit und Hitze sind ein explosives Gemisch

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnt bereits vor der Kombination aus extremer Hitze und nachfolgender Unwetterlage.

Denn sobald kalte Luftmassen auf die heiße Atmosphäre treffen, kann es zu heftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen.

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🌍 Der Klimawandel klopft an – immer lauter

Diese Hitzewelle kommt nicht aus dem Nichts. Sie ist Teil eines besorgniserregenden Trends:

Deutschland heizt sich immer schneller auf.

Bereits 2023 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, und 2025 könnte diesen Rekord brechen.

Experten sehen einen klaren Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel.

Während der politische Diskurs oft um Bürokratie und Förderprogramme kreist, zeigt das Thermometer eine unmissverständliche Realität:

Die Erderhitzung ist da. Jetzt.

✅ Was du jetzt tun solltest

  • Trinke viel – mindestens 2 bis 3 Liter täglich
  • Vermeide körperliche Anstrengung zur Mittagszeit
  • Halte dich in kühlen Räumen auf
  • Beobachte Wetterwarnungen genau

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Zum Glück bin ich gerade in Norwegen unterwegs

und habe zu Hause seit Januar 2023 eine Luft-/Luft-Wärmepumpe, die auch kühlt und die Luftfeuchtigkeit reduziert.

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🔭 Und was kommt nach der Hitzephase?

Nach dieser Hitzephase droht bereits die nächste: Modelle rechnen mit einem weiteren Hochdruckgebiet ab dem 10. Juli – diesmal mit bis zu 43 °C. Was wie ein dystopisches Szenario klingt, ist meteorologisch realistisch.

Fazit: Diese Hitzewelle ist ein Weckruf – für Bürger, Politik und Wirtschaft. Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, werden 40 °C zur neuen Normalität.


#Hitzewelle #Klimakrise #Deutschland40Grad #Extremwetter #Klimawandel

Der Sommer brennt durch! Seit Juni über 40 °C – Deutschland am Limit!

Ein Beitrag von k

Werner Hoffmann
Die Welt gibt es nur einmal….. Die Erde kann auch ohne uns Menschen bestehen…
..eben dann wieder mit Kleinlebewesen und ohne Menschen.

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Wir schreiben Anfang Juli 2025 – und ganz Deutschland stöhnt unter einer historischen Hitzewelle, die bereits seit Mitte Juni anhält.

In vielen Regionen steigen die Temperaturen täglich auf 38 bis über 41 °C.

Städte wie Frankfurt, Leipzig, Karlsruhe und Berlin erreichen dabei neue Allzeitrekorde.

Trotzdem ist klar:

die Hitzewelle verläuft nicht linear – zwischendurch kann es zu kurzfristigen Abkühlungen kommen.

Denn:

Wenn sich ein extrem feuchtes Hochdruckgebiet über dem Mittelmeer mit einem kalten Tiefdrucksystem aus Nordeuropa trifft, entstehen gefährliche Wetterkonflikte.

Die Folge sind heftige Temperaturstürze, explosive Gewitterzellen, lokale Tornados und Starkregen mit Überflutungsgefahr.

In Regionen mit aufgeheiztem Boden und gesättigter Luft treffen dabei gewaltige Energiemengen aufeinander – das Risiko für Unwetter, Blitzeinschläge und Hagelstürme steigt dramatisch.

Was sich aber durchzieht wie ein roter Faden:

Die Grundtendenz ist heiß, feucht und belastend. Die Wetterdynamik wird durch die Klimakrise instabiler – mit Extremwerten in beide Richtungen.

️ Deutschland schwitzt – Hitzeschock auch im Norden

In ganz Deutschland werden derzeit Tageshöchsttemperaturen von 37 bis 42 °C gemessen – selbst in Regionen wie Schleswig-Holstein oder dem Sauerland, die traditionell eher mildes Sommerklima kennen.

Die Nächte bleiben oft tropisch warm, teilweise mit Werten über 24 °C, was den Körpern kaum Erholung lässt.

Berlin, Frankfurt, Stuttgart und viele andere Städte verzeichnen den heißesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Luftfeuchtigkeit steigt parallel auf 65–75 %, was die gefühlte Temperatur auf 45–50 °C treibt. Krankenhäuser melden vermehrt Hitzeschläge und Dehydrierungen – vor allem bei älteren Menschen und Kindern.

 Warum hohe Luftfeuchtigkeit so gefährlich ist

Der menschliche Körper kühlt sich bei Hitze durch Schwitzen. Der Schweiß verdunstet auf der Haut – dabei wird Wärme entzogen, ähnlich wie bei einem nassen Handtuch, das in der Sonne trocknet.

Doch dieser natürliche Kühlmechanismus funktioniert nur, wenn die Luft trocken genug ist.

Bei einer Luftfeuchtigkeit von 65–75 % ist die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf stark reduziert.

Das bedeutet konkret:

  • Der Schweiß bleibt länger auf der Haut stehen, weil er nicht verdunsten kann.
  • Der Körper kühlt sich dadurch schlechter oder gar nicht mehr ab.
  • Es entsteht ein Wärmestau im Inneren des Körpers.

Die Folge:

Überhitzung trotz Schwitzen

  • Die Körperkerntemperatur steigt gefährlich an.
  • Der Kreislauf wird überlastet.
  • Es kommt zu Hitzeschlag, Dehydrierung, Kreislaufkollaps – besonders gefährlich für:
    • Ältere Menschen
    • Kinder
    • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Gefühlte Temperatur:
Die gefühlte Temperatur (auch „Humidex“ oder „Heat Index“) berücksichtigt sowohl die tatsächliche Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit.
35 °C bei 70 % fühlen sich an wie 45–50 °C – selbst wenn das Thermometer „nur“ 35 °C anzeigt.

Resümee:
Hohe Luftfeuchtigkeit ist ein „unsichtbarer Verstärker“ der Hitze.

Sie blockiert die körpereigene Kühlung und macht Sommerhitze zur ernsten Gesundheitsgefahr – besonders in Städten mit wenig Luftbewegung.

 Mittelmeer als Wärmespeicher – +5 °C gegenüber langjährigem Durchschnitt

Auch das Mittelmeer zeigt alarmierende Werte.

Die Wassertemperaturen liegen teilweise bei 30–31 °C, was nicht nur Touristen überrascht, sondern auch die Meeresökosysteme massiv belastet.

Fische sterben, Algen blühen, und in Küstenregionen kommt es vermehrt zu Hitzestürmen und hoher Luftfeuchtigkeit.

Laut einem aktuellen Bericht von Le Monde und Reuters liegt die Temperaturabweichung teils bei +5 bis +6 Grad im Vergleich zu den langjährigen Mitteln.

Die Folgen sind nicht nur regional spürbar, sondern verstärken auch heiße Luftmassen über Europa.

 Flüsse schrumpfen – Atomkraftwerke und Schifffahrt betroffen

Die monatelange Trockenheit zeigt nun auch drastische Auswirkungen auf die Flüsse in Deutschland und Europa:

  • Rhein, Elbe und Main führen vielerorts Niedrigwasser.
  • Die Schifffahrt ist eingeschränkt – Frachter fahren mit halber Last oder werden umgeleitet.
  • Auch Versorgungswege und Industriebetriebe sind betroffen.

In Frankreich spitzt sich die Lage weiter zu:

  • Viele Atomkraftwerke nutzen Flusswasser zur Kühlung.
  • Bei zu niedrigen oder zu warmen Pegeln darf das Wasser nicht mehr verwendet werden.
  • Mehrere Reaktoren wurden daher gedrosselt oder komplett heruntergefahren.

Zum Glück liefern Solaranlagen bei dieser extremen Sonneneinstrahlung zuverlässig Strom – während die Kernkraftwerke Kühlprobleme bekommen, arbeiten PV-Anlagen zuverlässig und dezentral.

Photovoltaik.

 Wasser wird zur Überlebensfrage – Städte reagieren, Regionen verbieten

In Städten wie Köln, Hamburg und München wurden neue Wasserstationen eingerichtet – Trinkbrunnen, mobile Wasserspender, Hilfsteams. Besonders ältere Menschen und Wohnungslose profitieren.

Gleichzeitig greifen viele Städte zu drastischen Maßnahmen:

  • Gartenbewässerung, Poolbetrieb und Autowäsche sind vielerorts verboten.
  • Landwirte kämpfen mit ausgetrockneten Böden und drohenden Ernteausfällen.

❄️ Warum Luft-/Luft-Wärmepumpen jetzt im Vorteil sind

Wärmepumpe Außengerät Klimawandel.

  • Kühlen und entfeuchten effizient – weit stromsparender als mobile Klimageräte
  • Flexibel steuerbar und ganzjährig nutzbar (Heizen im Winter inklusive)
  • Längere Lebensdauer, leiser Betrieb, kein Kältemittel-Leckagerisiko

易 Fazit: Der Juli 2025 ist ein Weckruf

Wir erleben nicht einfach „einen heißen Sommer“ – wir leben in einem neuen Klimazeitalter.
Hitzewellen, Wasserknappheit, tropische Nächte, glühende Städte und trockene Flüsse sind keine Ausnahmen mehr, sondern die neue Realität.

Jetzt ist die Zeit zum Handeln – politisch, technologisch und gesellschaftlich.


#Klimakrise #Hitzewelle #Energieversorgung #Solaranlagen #Wärmepumpe

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Ein Kommentar von

Claudia Kempfert – Professorin für Energieökonomie und Energiepolitik Universität Lüneburg und Deutsches Institut für Wirtschaftsförderung

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️ Frage ist nicht mehr OB, sondern WIE STARK: Klimawandel und aktuelle Hitzewellen

Immer wieder hört man: „Kann man diese Hitzewelle wirklich dem Klimawandel zuschreiben?“

Die Antwort der Wissenschaft ist kristallklar:
JA!

Die Fakten (Stand Mai 2025):

 Neue Attributionsstudie: Wissenschaftler der World Weather Attribution untersuchten 67 extreme Hitzeereignisse der letzten 12 Monate
→ JEDES EINZELNE wurde durch den Klimawandel wahrscheinlicher gemacht

 Konkrete Zahlen:

  • 4 Milliarden Menschen (49% der Weltbevölkerung) erlebten mindestens 30 Tage extreme Hitze
  • Klimawandel verdoppelte die Zahl der Hitzetage weltweit
  • Aktuelle US-Hitzewelle: 3x wahrscheinlicher durch Klimawandel

 Wissenschaftlicher Konsens:
„Jede Hitzewelle, die heute auftritt, ist heißer als sie ohne den menschengemachten Klimawandel gewesen wäre“ – Dr. Friederike Otto, World Weather Attribution

Die Attributionsforschung nutzt etablierte, peer-reviewte Methoden und kann mittlerweile in Echtzeit den „Klimawandel-Fingerabdruck“ nachweisen.

Es ist Zeit, aufzuhören zu fragen OB der Klimawandel Hitzewellen verursacht.

Die wichtigeren Fragen an die Politik:
️ WIE erreichen wir die Klimaziele bis 2030?
️ WELCHE konkreten Maßnahmen werden JETZT umgesetzt?
️ WIE schützen wir Menschen vor zunehmender Extremhitze?

Die Wissenschaft hat ihre Arbeit getan. Jetzt ist die Politik am Zug! ️

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Quelle: Maischberger 1.7.2025 ARD Mediathek & Das Erste

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