Analyse des Sommerinterviews von Alice Weidel

Ein Beitrag von Sebastian Walz

Ich habe mir das Sommerinterview von Alice Weidel angesehen und mir die Mühe gemacht, zu versuchen, alles feinsäuberlich auseinanderzunehmen und für euch aufzubereiten. Wer das Gespräch aufmerksam verfolgt hat, konnte erleben, wie systematisch inhaltlichen Fragen ausgewichen wurde und wie rhetorische Muster genutzt wurden, um unbequeme Fakten durch aggressive Polemik und eigene Erzählungen zu ersetzen.

1. Die Entkopplung von Klimawandel und Menschenleben

Schon zu Beginn baute der Moderator auf dem Balkon eine inhaltliche Brücke: Er stellte den österreichischen Klimaschutzplan bis 2040 den rund 12.000 Hitzetoten des Sommers in Deutschland gegenüber. Die Frage zielte direkt auf das Schweigen der AfD zu den gesundheitlichen Folgen der Erderwärmung ab. Alice Weidel ging mit keinem Wort auf die Opfer oder den Folgenschutz ein. Stattdessen folgte ein zweistufiges Ausweichmanöver: Erst wurde das Phänomen mit der Aussage relativiert, Klimawandel habe es „schon immer gegeben“. Direkt danach wurde das Thema schlagartig weg von der Gesundheit hin zu Wirtschaftspolitik, Fahrverboten und der angeblichen Zerstörung des industriellen Kerns gedreht.

2. Die Flucht vor den chinesischen Marktrealitäten

Nach dem Wechsel an den Interviewtisch ging es um die Krise der deutschen Autoindustrie und den Einbruch des Exports nach China. Auf die Kernfrage, wie die AfD den Verbrennungsmotor ausgerechnet auf einem chinesischen Markt wieder zum Erfolg machen will, der längst massiv auf E-Mobilität setzt, blieb Weidel jede ökonomische Antwort schuldig. Als der Moderator im selben Kontext auf die Verantwortung der bisherigen Regierungen und der CDU zu sprechen kam, nutzte Weidel den Ball: Anstatt ein eigenes Konzept für die industrielle Transformation vorzulegen, schlug sie einen Haken zur Parteipolemik („Die DNA der CDU ist die Lüge“). Dieser abrupte Wechsel von der globalen Marktrealität hin zu einem Frontalangriff auf die Union diente einzig dazu, die eigene Inhaltsleere beim Thema Elektromobilität durch Aggressivität zu überspielen.

3. Romantisierung statt Marktanalyse

Um die Realität des globalen Wandels auszublenden, bediente sich Weidel anschließend eines persönlichen Nostalgie-Narrativs. Unter Verweis auf ihre eigenen Jahre in China behauptete sie, dass die Menschen dort eigentlich weiterhin deutsche Verbrenner fahren wollten. Mit einem linguistischen Exkurs über die Bedeutung des chinesischen Namens für Deutschland („Déguó“ als Land der Tugend) versuchte sie persönliche Autorität aufzubauen – ignoriert dabei aber schlicht die tatsächlichen Kaufentscheidungen der chinesischen Konsumenten.

4. Parolen statt Lösungen in der Migrationspolitik

Beim Thema Migration zeigte sich das argumentative Defizit besonders deutlich. Obwohl die Asyl- und Migrationspolitik das Kernfeld der AfD darstellt, beschränkte sich Weidel auf das Wiederholen bekannter Maximalforderungen wie Grenzschließungen und flächendeckende Zurückweisungen. Den konkreten Nachfragen zu den rechtlichen Hürden, dem internationalen Recht oder den praktischen Konsequenzen für den europäischen Binnenmarkt wich sie aus. Statt organisatorische oder rechtlich belastbare Wege aufzuzeigen, bediente sie rein emotionale Bedrohungsszenarien und die Erzählung eines angeblichen Staatsversagens.

5. Der Fauxpas mit den „Flachzangen“

Im weiteren Verlauf, als das Gespräch auf Regierungsverantwortung und politische Konkurrenten zu sprechen kam, leistete sich Weidel ihren größten verbalen Fauxpas. Anstatt inhaltlich zu argumentieren, verfiel sie in eine bemerkenswerte Schärfe und bezeichnete Führungspolitiker anderer Parteien wörtlich als „Flachzangen“, von denen man sich nicht mehr anlügen lassen wolle. Dieser Ausfall markierte den Tiefpunkt der Auseinandersetzung. Als Moderator Wulf Schmiese ihr daraufhin ein „mimosenhaftes Verhalten“ vorwarf, weil die AfD bei eigener Kritik regelmäßig empfindlich reagiere, wich sie erneut aus und flüchtete sich in die Opferrolle.

6. Der emotionale Appell zum Abschluss

Bei den abschließenden Themen EU und Euro mündete das Interview schließlich in eine stark emotionalisierte Erzählung. Mit Formulierungen wie „mir blutet das Herz“ und dem Verweis auf den angeblich betrogenen Bürger wurde ein klassisches populistisches Wir-gegen-die-Muster bedient. Sachliche Folgeanalysen eines EU-Austritts für eine Exportnation wurden durch das Schüren von Existenzängsten überlagert.

Das Sommerinterview offenbart eine tieferliegende Taktik rechtspopulistischer Kommunikation im Fernsehen: Das Gespräch dient nicht der Vermittlung eigener Lösungsansätze, sondern funktioniert als geschlossenes Abwehrsystem. Sobald komplexe, globale Transformationsprozesse – sei es der Wandel der Automobilmärkte, die Folgen der Erderwärmung oder die rechtlichen Realitäten der Migrationspolitik – sachliche Kompetenz erfordern, weicht die Argumentation auf emotionale Kampfbegriffe, Nostalgie und das Beschwören von Feindbildern aus. Es geht im Kern nicht darum, Antworten für das Land zu liefern, sondern der eigenen Anhängerschaft das Narrativ einer unfairen Eliten-Verschwörung zu bestätigen und die Institutionen des Ausgleichs konsequent zu delegitimieren.

Bildquelle: ZDF

Quelle des Beitrags: Sebastian Walz, Facebook, August 2026


Kommentar von Werner Hoffmann

Die verbale Strategie von Alice Weidel ist inzwischen so langweilig und abartig, dass ich mir diese Frauen nicht mehr anhören kann.

  • Andere Menschen zu diffamieren und zur dritten Klasse reduzieren,
  • sich selbst in die Opferrolle platzieren
  • Falsche Zahlen nennen, die dann in der Recherche aufgedeckt werden

Für mich zeigt dieses Sommerinterview erneut ein immer wiederkehrendes Muster: Angriff, Ablenkung und anschließend Opferrolle.

Besonders auffällig wird es, wenn konkrete Antworten gefragt sind. Das ZDF selbst hält in seiner Zusammenfassung des Interviews fest, dass Weidel beispielsweise auf die Frage nach Rücknahmeabkommen mit Syrien und Afghanistan keine direkte Antwort gab. Stattdessen verlagerte sie die Diskussion auf Grenzschließungen und einen möglichen Austritt aus dem Schengen-System.

Hinzu kommt die Sprache. Wer andere Politiker als „Flachzangen“ bezeichnet oder erklärt, „die DNA der CDU ist die Lüge“, sollte sich anschließend nicht darüber beklagen, wenn die eigene politische Rhetorik scharf kritisiert wird.

Noch wichtiger ist jedoch der Umgang mit überprüfbaren Tatsachen. Das ZDF hat deshalb zum Sommerinterview einen eigenen Faktencheck veröffentlicht und Aussagen Weidels unter anderem zu Klimawandel, Automobilindustrie, Migration und Euro überprüft.

Und genau hier liegt für mich das eigentliche Problem:

Wer Bundeskanzlerin werden will, muss mehr anbieten als zugespitzte Formulierungen und Schuldzuweisungen. Bei der Zukunft der deutschen Automobilindustrie muss erklärt werden, wie Deutschland auf einem Weltmarkt bestehen soll, auf dem Elektromobilität insbesondere in China massiv an Bedeutung gewonnen hat. Bei Migration müssen Forderungen auch rechtlich und praktisch umsetzbar sein. Beim Klimawandel reicht der Hinweis nicht aus, dass es Klimaveränderungen schon immer gegeben habe.

Politik bedeutet, Lösungen vorzulegen und deren Konsequenzen zu erklären.

Wer dagegen Menschen abwertet, anschließend selbst die Opferrolle beansprucht und bei überprüfbaren Behauptungen immer wieder Widerspruch durch Faktenchecks erhält, sollte besonders kritisch hinterfragt werden.

Denn:

Lautstärke ersetzt keine Sachkenntnis.

Beleidigungen ersetzen keine Lösungen.

Und Empörung ersetzt keine Fakten.

Wie fast durchgängig AfD-Politiker strategisch arbeiten, zeigt dieses Originalvideo deutlich.


#AfD #AliceWeidel #Sommerinterview #Faktencheck #Demokratie

Hinweis zu den Bildern:
Die in diesem Beitrag verwendeten bzw. dargestellten Illustrationen wurden teilweise mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt. Sie dienen ausschließlich der symbolischen und redaktionellen Illustration des jeweiligen Themas und stellen keine dokumentarischen Fotografien tatsächlicher Situationen dar.

Quellen

Sebastian Walz, Facebook, August 2026: Analyse des Sommerinterviews von Alice Weidel. Der ursprüngliche Facebook-Link liegt nicht mehr vor.

ZDFheute, Jan Henrich, 23. August 2026: Sommerinterview mit Alice Weidel.

ZDFheute, Elias Altmann, Fabian Köhler und Nils Metzger, 23. August 2026: Faktencheck zum Sommerinterview mit Alice Weidel.

Die CDU hat ihre Zukunft verloren – und die Grünen werden wieder gebraucht

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann, Überzeugter demokratischer Europäer.

Ich bin noch nie Mitglied einer Partei gewesen. Ich bin Wechselwähler und bezeichne mich als unabhängigen demokratischen Europäer.

Gewählt habe ich in meinem Leben schon CDU, FDP, SPD und Grüne. Gerade deshalb schreibe ich das nicht aus Parteitreue, sondern aus Enttäuschung über eine politische Entwicklung, die ich für gefährlich halte.

Eine längere Zeit habe ich auch die CDU gewählt. Nicht, weil ich alles richtig fand, sondern weil ich in der Zuwanderung größere Chancen sah als viele andere: für den Arbeitsmarkt, für die Generationenfrage, für Fachkräfte, für Know-how und für ein offenes Europa.

Und wer jetzt mit dem Angstthema „fremde Kulturen“ und „Kriminelle“ einzelne Attentate hochspielt, sollte auch zwei andere Zahlen zur Kenntnis nehmen:

Allein 2026 wurden in Deutschland nach RKI-Schätzung bereits rund 12.500 hitzebedingte Todesfälle gezählt. Und was sagen dazu CDU, CSU, FDP und AfD?

Sie sitzen das Thema aus und wissen, dass es irgendwann wieder weniger heiß wird. Sie vergessen aber: Nach den Hitzetoten kommen die Herbststürme. Und dann heißt es wieder: „So ist halt das Wetter!“

Und bei Sexualdelikten sind Tatverdächtige laut Polizeilicher Kriminalstatistik ganz überwiegend männlich; bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Übergriffen im besonders schweren Fall liegt der Anteil männlicher Tatverdächtiger sogar bei über 90 %.

Das Problem ist also nicht „die fremde Kultur“, sondern Gewalt, Männergewalt und politisches Wegschauen.

Bitte nicht falsch verstehen:

Aber bei 12.500 Hitzetoten verstecken sich CDU, CSU, FDP und AfD. Wenn aber zehn Menschen von einem Autofahrer angefahren oder gar getötet werden, will man gleich Deutschland absperren und alle Ausländer abschieben.

Thema Atomkraft

Auch bei der Abkehr von der Kernkraft und bei der vorsichtigen Anerkennung des Klimawandels war die CDU unter Angela Merkel weiter als das, was heute aus Teilen der Union kommt.

Heute sehe ich bei CDU und CSU kein überzeugendes Zukunftskonzept mehr. Stattdessen dominiert zu oft ein rückwärtsgewandter Kulturkampf. Die Grünen werden zum Feindbild erklärt, Klimaschutz wird lächerlich gemacht, notwendige Modernisierung wird verzögert. Das stärkt nicht die politische Mitte. Es stärkt am Ende die extremistischen Kräfte.

Übrigens waren an dem Aufbau des grünen Feindbildes massiv der Axel-Springer-Verlag mit BILD/WELT und auch Focus vom Burda-Verlag sowie alle rechtspopulistischen Medien beteiligt.

Und schaut man hinter die Kulissen, dann findet man dort fossile Investoren.

Beim Axel-Springer-Verlag wurden die Wärmepumpe über 230-mal und das Elektrofahrzeug rund 150-mal madig gemacht.

Man wollte strategisch damit ein Feindbild gegen Habeck und die Grünen aufbauen, da der neue „Grüne Kurs“ eine Gefahr für die fossile Lobby war; auch eine Gefahr für USA 2.0, PutinRussland & Co.

Wenn man weiß, dass 38 % dieses Konzerns direkt dem fossilen Investor KKR gehörten und der Axel-Springer-Verlag heute im USA-Land 2.0 aktiv ist, dann weiß man, warum BILD für fossile Energie schwärmt.

Besonders problematisch ist die neoliberale Schlagseite bei CDU, CSU und FDP. Dort wird Freiheit oft mit der Freiheit der fossilen Lobby verwechselt.

Es geht dann nicht mehr um soziale Marktwirtschaft, sondern um Besitzstandswahrung für alte Geschäftsmodelle: Öl, Gas, Verbrenner, Atomkraft, Steuergeschenke und möglichst wenig Regulierung.

Diese Form von Neoliberalismus macht unsere Demokratie kaputt, weil sie die Interessen weniger wirtschaftlich Mächtiger über die Zukunft vieler stellt.

Dass CDU und CSU dieses seit 2006 bestehende Informationsrecht (Informationsfreiheitsgesetz, IFG) nach knapp 20 Jahren wieder zurückbauen wollen, indem Presse, Bürgerinnen und Bürger oder Organisationen nicht mehr einfach nachfragen können, wer wann was in einer Behörde veranlasst hat, ist der erste Axthieb beim Kahlschlag der Demokratie.

Man schafft damit einen Teil demokratischer Kontrolle ab.

Wenn ich mir Teile der heutigen Führung anschaue, etwa Friedrich Merz, Katherina Reiche, Carsten Linnemann, Steffen Bilger oder Philipp Amthor, dann sehe ich keine Politik, die Deutschland mutig in die Zukunft führt.

Ich sehe vor allem Abwehr: gegen Klimaschutz, gegen Transformation, gegen eine moderne europäische Industriepolitik.

Die SPD ist mir in dieser Lage oft zu leise und zu defensiv.

Sie erklärt zu wenig, setzt zu wenig Zeichen und lässt sich zu oft treiben.

Jetzt versucht sie, ein grünes Thema für sich zu nutzen, um mehr Wähler für sich zu gewinnen, ohne zu erkennen, dass sie damit die Grünen schwächt, aber gleichzeitig der CDU und AfD nicht weh tut.

Ja, die SPD hat vielleicht auch die Sorge, dass wenn sie zu viel rebelliert, die CDU vielleicht doch nich als Minderheitsregierung mit der AfD gemeinsame Sache macht.

Die SPD sollte – nein, sie muss – zurück zum Thema Sozialdemokratie für den Mittelstand der Arbeitnehmer, Rentner und Selbstständigen.

Dazu zählen übrigens nicht nur Sozialhilfeempfänger, sondern auch Menschen mit Einkommen bis knapp 60.000 Euro pro Jahr; der mittlere Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten lag 2025 laut Statistischem Bundesamt bei 54.066 Euro.

Aus meiner Sicht wird es Zeit, die Grünen wieder stärker zu machen.

Habeck zurück in Verantwortung wäre kein Fehler.

Natürlich machen auch die Grünen Fehler.

Aber sie benennen wenigstens die zentralen Zukunftsfragen: Klima, Energie, industrielle Transformation, Europa, Digitalisierung, Abhängigkeiten von autoritären Staaten.

Der menschengemachte Klimawandel ist keine abstrakte Theorie mehr.

Er ist sichtbar und spürbar: Hitzewellen, Wassermangel, Waldbrände, Bergstürze, Ernteausfälle und steigende Lebensmittelpreise.

Für Europa wurden für 2024 über 30.000 hitzebedingte Todesfälle geschätzt. Wer in dieser Lage Klimaschutz als Ideologie abtut, handelt verantwortungslos.

Auch die Energiefrage ist eine Freiheitsfrage.

Fossile Energie macht uns abhängig von autoritären Staaten.

Atomkraft schafft ebenfalls Abhängigkeiten. Russland kontrolliert über Rosatom einen erheblichen Anteil der weltweiten Urananreicherung.

Über 42 % der weltweiten Urananreicherung befindet sich in der Hand von Putin-Russland durch Rosatom!

Wer Atomkraft als nationale Unabhängigkeit verkauft, verschweigt diesen geopolitischen Haken.

Dazu kommt:

Die alte Energiewelt ist nicht billig.

Erneuerbare Energien gehören bei neuen Anlagen längst zu den günstigsten Stromquellen.

Dagegen bleiben Atomkraft, fossile Importe, Zwischenlagerung,

Endlagerung und Altlasten Kostenrisiken für Jahrzehnte.

Das Umweltbundesamt bezifferte umweltschädliche Subventionen in Deutschland bereits für 2018 auf mindestens 65,4 Milliarden Euro.

Im Jahr 2025 sah es nicht besser aus: Allein für die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle waren über 534 Millionen Euro vorgesehen;

das ist gut zweieinhalbmal so viel wie der gesamte Haushalt des Umweltbundesamtes (UBA) mit rund 205 Millionen Euro.

Für Zwischen- und Endlagerung zusammen waren sogar 1,4 Milliarden Euro vorgesehen.

Das UBA könnte solche Atomkosten aus eigenen Mitteln gar nicht decken.

Das ist eine Untergrenze, keine abschließende Gesamtrechnung.

Und die Asse zeigt, wohin diese Politik führt: In das marode Atommülllager dringt Wasser ein, die Vorbereitung der Rückholung wird bereits auf rund 4,7 Milliarden Euro geschätzt; die Gesamtkosten sind bis heute nicht prognostizierbar, könnten jedoch zwischen 80 und über 100 Milliarden Euro liegen.

Deutschland und Europa müssen endlich europäisch denken. Unser Geld sollte in erneuerbare Energien, Speicher, Netze, Digitalisierung, Bildung und industrielle Wertschöpfung in Europa fließen. Nicht weiter in fossile Abhängigkeiten, alte Technologien und digitale Monopole außerhalb Europas.

Demokratie braucht Zukunft. Zukunft entsteht nicht durch Rückwärtsreden, nicht durch fossile Nostalgie und nicht durch neoliberale Besitzstandspolitik. Zukunft entsteht durch Mut, Aufklärung, Investitionen und europäische Verantwortung.

#Klimaschutz #Demokratie #Energiewende #Europa #CDU

Hinweis: Die verwendeten Bilder wurden mit künstlicher Intelligenz erstellt und dienen als symbolische Visualisierung des Artikels.

Diese Quellen wurden hier berücksichtigt:

Statistisches Bundesamt, 01.04.2026: Mittlerer Bruttojahresverdienst 2025 bei 54.066 Euro
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_113_621.html

Spiegel / RKI, August 2026: Zahl der Hitzetoten laut RKI-Schätzung auf rund 12.500 gestiegen
https://www.spiegel.de/gesundheit/hitze-in-deutschland-zahl-der-hitzetoten-laut-rki-auf-12-500-gestiegen-a-6e83a5e8-7f40-42da-bbd3-d4fd6e57b70f

BKA, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2025/pks2025_node.html

BfDI, 01.01.2006: Informationsfreiheitsgesetz tritt in Kraft
https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2005/41-05InformationsfreiheitsgesetzTrittAm01012006InKraft.html

Tagesschau, 06.07.2026: Was sich bei der Informationsfreiheit ändern soll
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/informationsfreiheitsgesetz-novelle-100.html

Umweltbundesamt: Umweltschädliche Subventionen in Deutschland, 65,4 Mrd. Euro als Untergrenze
https://www.umweltbundesamt.de/daten/umwelt-wirtschaft/umweltschaedliche-subventionen-in-deutschland

Fraunhofer ISE: Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien und konventioneller Kraftwerke
https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.html

Reuters, 08.08.2025: Russland/Rosatom hält rund 44 % weltweiter Urananreicherungskapazität
https://www.reuters.com/business/energy/russias-rosatom-starts-development-uranium-deposit-eastern-siberia-2025-08-08/

Deutscher Bundestag, 08.07.2025: Bundeshaushalt 2025, Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw28-de-umwelt-1094312

BGE: Schachtanlage Asse II und Kosten der Rückholung
https://www.bge.de/de/asse/

Greenpeace: Atomstrom und weitere Folgekosten der Atomkraft
https://www.greenpeace.de/klimaschutz/energiewende/atomausstieg/atomstrom-304-milliarden-euro-subventioniert

Reuters, 26.08.2019: KKR wird größter Aktionär von Axel Springer mit 43,54 %
https://www.reuters.com/article/world/kkr-becomes-axel-springers-biggest-shareholder-idUSKCN1VG1TE/

Axel Springer, 29.04.2025: Neue Konzernstruktur, Mediengeschäft wieder unter Kontrolle von Friede Springer und Mathias Döpfner
https://www.axelspringer.com/en/ax-press-release/axel-springer-implements-new-corporate-structure

Das Volksverdummungsprogramm der AfD

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer

Wenn eine AfD Ihr Programm verkündet, dann ist das ihre Wusch-Dir-Was-Liste.

Du solltest dann einmal genau hinschauen!

Insbesondere, ob dieser Quatsch Sinn macht und finanzierbar ist.

Hier das Beispiel der Altersrente:

Die Verarschung beginnt da, wo die Aussage im Ergebnis schon falsch ist!

Weidel hatte im Fernsehprogramm gesagt, 48 % Rente sind zu wenig (Gesetzliche Rente).

Sie hatte die Aussage vertreten, 70 % Rente muss sein.

Was ich zunächst schön anhört ist jedoch eine Lüge.

Als nehme ich die anderen Teilnehmer nachgefragt hatten, was hinter den 70 % steckt, musste sie dann zugeben, dass dies nicht finanzierbar ist und dass deshalb die betriebliche Altersversorgung und insbesondere die private Altersversorgung für den 70 % beitragen.

Das bedeutet: 70 % Rente muss eben privat finanziert werden. Zum überwiegenden Teil!

Wie soll ein Arbeitnehmer die Lücke auf 70 % ansparen, wenn dann Einkommen durch die AfD weiter abgesenkt wird?

Die AfD ist gegen Mindestlohn, die AfD ist gegen Tarifverträge, die ein gewisses Lohnniveau halten.

Und sie verschweigt, dass eine staatliche Finanzierung über 160 Milliarden jedes Jahr zusätzlich für die Rentenversicherung notwendig machen.

Persönlich sehe ich das als Verarschung.

Und der einfache Mensch, der glaubt solche Aussagen und lässt sich damit aufhetzen.

#AfD #Rente #Altersarmut #Demokratie #Faktencheck

Das Wahlprogramm der AfD in Deutschland: Zehn Punkte im Faktencheck

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann, Überzeugter demokratischer Europäer.

Die AfD verkauft ihr Wahlprogramm als Rettungsplan für Deutschland. Schaut man genauer hin, bleibt von vielen Versprechen wenig übrig.

1. Migration stoppen
Die AfD behauptet, weniger Zuwanderung löse Probleme. Tatsächlich braucht Deutschland wegen Demografie und Fachkräftemangel qualifizierte Zuwanderung. Das IAB nennt langfristig rund 400.000 Nettozuwanderung jährlich, damit das Arbeitskräfteangebot stabil bleibt.

2. Asyl verschärfen
Härtere Regeln klingen einfach, lösen aber weder Wohnungsnot noch Behördenstau. Wer Integration, Arbeitserlaubnisse und Sprache blockiert, produziert höhere Folgekosten.

3. Raus aus Euro und EU-Strukturen
Ein Dexit wäre kein Befreiungsschlag, sondern ein Wirtschaftsrisiko. Das IW warnt vor bis zu 690 Milliarden Euro Wertschöpfungsverlust und Millionen gefährdeten Jobs.

4. Atomkraft zurückholen
Das klingt nach billiger Energie, ignoriert aber Kosten, Bauzeiten, Sicherheitsrisiken und das ungelöste Endlagerproblem. Zudem dominiert Russland über Rosatom Teile des nuklearen Brennstoffkreislaufs, besonders die Urananreicherung. Neue Atomkraft könnte deshalb neue Abhängigkeiten von Putin schaffen. Erneuerbare lieferten 2025 laut Bundesnetzagentur bereits 58,8 Prozent der Stromerzeugung.

5. Klimaschutz abschaffen
Die AfD bestreitet zentrale Klimapolitik. Der wissenschaftliche Stand ist klar: Menschliche Treibhausgase verursachen die Erderwärmung. Klimaschutz zu streichen verschiebt Kosten auf Bürger, Kommunen und kommende Generationen.

6. CO₂-Preis streichen
Kurzfristig klingt das nach Entlastung. Langfristig fehlen aber Investitionssignale für sparsame Technik, Gebäudesanierung und saubere Industrie. Die Rechnung kommt dann später.

7. Steuern senken
Steuersenkungen ohne solide Gegenfinanzierung bedeuten weniger Geld für Kommunen, Schulen, Pflege, Sicherheit und Infrastruktur. Besonders profitieren oft höhere Einkommen.

8. Bargeld retten
Niemand schafft Bargeld morgen ab. Die Bundesbank betont regelmäßig die Bedeutung von Bargeld. Die AfD macht daraus ein Angstthema.

9. „Leitkultur“ statt Vielfalt
Das klingt harmlos, kann aber Ausgrenzung bedeuten. Der Staat muss Grundrechte schützen, nicht Menschen nach Herkunft, Religion oder Lebensmodell sortieren.

10. Mehr direkte Demokratie
Volksabstimmungen können sinnvoll sein. Gefährlich wird es, wenn komplexe Grundrechtsfragen populistisch zugespitzt werden. Demokratie ist mehr als Mehrheit: Sie braucht Rechtsstaat, Minderheitenschutz und unabhängige Institutionen.

Fazit: Das AfD-Programm wirkt einfach, weil es schwierige Probleme auf Feindbilder reduziert. Doch Deutschland braucht Lösungen, keine politischen Scheinmedikamente.

#AfD
#AfDBund
#Faktencheck
#Demokratie
#Wahlprogramm

Hinweis: Die verwendeten Bilder wurden mit künstlicher Intelligenz erstellt. Sie dienen ausschließlich der symbolischen Illustration des Beitrags und zeigen keine realen Szenen oder Dokumente.

AfD-Plan Sachsen-Anhalt im Faktencheck: Was davon wirklich hält

Ein Kommentar von

Werner Hoffmann. - Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann. – Überzeugter demokratischer Europäer.

Die AfD Sachsen-Anhalt wirbt mit einem 100-Tage-Sofortprogramm. Zehn Punkte, kurze Parolen, klare Feindbilder. Bei genauer Prüfung bleibt von der scheinbaren Einfachheit wenig übrig.

Punkt 1: Rundfunkstaatsverträge kündigen. Ja, ein Land kann Staatsverträge grundsätzlich kündigen. Aber der Rundfunkbeitrag verschwindet dadurch nicht. Es gelten verfassungsrechtliche Vorgaben für eine staatsferne Grundversorgung.

Punkt 2: „Abschieben ab Minute eins“. Abschiebungen sind abhängig von Gerichten, Papieren, Herkunftsstaaten und Bundesrecht. Der Slogan verschweigt diese Hürden.

Punkt 3: Asylbewerber zur Arbeit verpflichten. Das ist kein neuer AfD-Geistesblitz. § 5 Asylbewerberleistungsgesetz kennt Arbeitsgelegenheiten bereits. Die AfD verkauft vorhandenes Recht als radikalen Neubeginn.

Punkt 4: „Kein Steuergeld für Altparteien-Filz“. Förderungen dürfen überprüft werden. Pauschale Streichungen gegen missliebige Projekte berühren aber Neutralität, Gleichbehandlung und Meinungsfreiheit.

Punkt 5: Führerscheine fördern Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, aber auch um 1.500 Euro Zuschuss für Auszubildende. Förderungen für Feuerwehr-Lkw-Führerscheine gab es in Sachsen-Anhalt bereits früher. Neu wäre also vor allem die Ausweitung und Finanzierung.

Punkt 6: „Unsere Kinder schützen“. Sonderklassen für Flüchtlingskinder wären rechtlich heikel. Das Bundesverfassungsgericht betont diskriminierungsfreie Teilhabe an staatlicher Bildung.

Punkt 7: Schwarz-Rot-Gold statt Regenbogen. Das ist Kulturkampf. Schulen müssen neutral sein, aber Schutz vor Diskriminierung gehört zum Bildungsauftrag.

Punkt 8: „Deutsch denken“ statt #moderndenken. Die Landes-Kampagne verweist nicht nur auf das Bauhaus, sondern auch auf Himmelsscheibe, Luther, Innovationen und Unternehmen. Die AfD verkürzt bewusst.

Punkt 9: Ministerien reduzieren. Möglich, aber Aufgaben verschwinden dadurch nicht. Weniger Minister bedeuten nicht automatisch bessere Verwaltung.

Punkt 10: Corona-Untersuchungsausschuss. Corona-Aufarbeitung gibt es in Berlin bereits parlamentarisch: Im Bundestag wurde 2025 eine Enquete-Kommission eingesetzt; ein AfD-Antrag auf Untersuchungsausschuss fand dort keine Mehrheit. Wer behauptet, alles sei Unrecht gewesen, muss dies konkret beweisen.

Fazit: Das Programm klingt einfach, ist aber oft verkürzt, rechtlich begrenzt oder finanziell offen. Besonders brisant: Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.

#AfD
#SachsenAnhalt
#Faktencheck
#Demokratie
#Rechtsextremismus

Quellen:
AfD Sachsen-Anhalt: 100-Tage-Sofortprogramm, Juli 2026

MDR Sachsen-Anhalt: „AfD präsentiert 100-Tage-Plan für Sachsen-Anhalt“, 14.07.2026

ZDFheute, Samuel Kirsch/Daniel Heymann: „Bildung und Migration: Sind die AfD-Pläne rechtlich machbar?“, 18.07.2026

BR24, Sophie Morár: „Kann die AfD den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen?“, 08.08.2026

Gesetze im Internet: § 5 Asylbewerberleistungsgesetz
Deutscher Bundestag: Abstimmung zur Corona-Enquete-Kommission und zum AfD-Antrag auf Untersuchungsausschuss, 10.07.2025

Ministerium für Inneres Sachsen-Anhalt / Verfassungsschutz: Einstufung AfD Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistische Bestrebung

KI-Bild-Hinweis:
Das Bild wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Es dient der Illustration des Beitrags und stellt keine reale Szene dar.

FAKE-Cover: Nicht darauf hereinfallen

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann. Überzeugter demokratischer Europäer.

ACHTUNG: Das angebliche SPIEGEL-Cover mit „Michael Krüger“ ist nach den vorliegenden Informationen kein echtes SPIEGEL-Titelbild.

Das echte Heft DER SPIEGEL 34/2026 nennt Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt. Auch die Nebenthemen stimmen überein. Genau das macht die Fälschung gefährlich: Sie nutzt Vertrauen in eine bekannte Marke und dreht die politische Botschaft um.

Wer so ein Fake-Cover verbreitet oder sich damit schmückt, sendet aus meiner Sicht ein politisches Signal. Es geht nicht nur um Satire, sondern um die Umdeutung eines kritischen Titels über einen AfD-Spitzenkandidaten.

Ein Vergleich:

Historische Genauigkeit ist wichtig: Hitler wurde am 30. Januar 1933 von Reichspräsident Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Die NSDAP erreichte danach, bei der Reichstagswahl vom 5. März 1933, 43,9 Prozent, aber keine absolute Mehrheit.

Diese Wahl stand bereits unter Druck, Einschüchterung und Gewalt gegen politische Gegner.

Die Lehre daraus: Eine Partei kann Wahlen nutzen, um Demokratie von innen anzugreifen. Demokratie stirbt nicht nur durch einen Putsch, sondern auch durch Hetze, Ausgrenzung, Verächtlichmachung von Institutionen und schrittweise Zerstörung demokratischer Regeln.

Die AfD Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.

Laut MDR vertrete der Landesverband verfassungsfeindliche Positionen und habe sich weiter radikalisiert.

Auch programmatisch geht es um mehr als Protest: Die AfD in Sachsen-Anhalt will die Schulpflicht durch eine „Bildungspflicht“ ersetzen. Kulturpolitisch gibt es Kritik, weil Kulturförderung stärker an nationale Identität geknüpft werden soll.

Auch wirtschaftlich wird verklärt.

Wer die „gute alte Zeit“ beschwört, sollte Zahlen nennen:

In Sachsen-Anhalt lag die Arbeitslosigkeit bei 28 % zwischen 1990 und 2000.

Die Bundesagentur für Arbeit nennt für 2025 8,0 Prozent. Eine IHK-Auswertung für Halle-Dessau nennt einen Rückgang von 20,9 Prozent im Jahr 2000 auf 8,3 Prozent.

Auch bei Energiepolitik wird Stimmung gemacht.

Wer erneuerbare Energien bekämpft und zurück zu fossilen Abhängigkeiten oder Atomkraft will, stärkt alte Machtstrukturen.

Beim Strompreis gilt das Merit-Order-Prinzip:

Das teuerste noch benötigte Kraftwerk bestimmt den Börsenpreis; häufig sind das Gaskraftwerke.

Russland spielt im Atomsektor eine erhebliche Rolle;

Reuters berichtete 2025, Russland kontrolliere etwa 44 Prozent der weltweiten Urananreicherung.

Fazit: Dieses Fake-Cover ist nicht harmlos. Das echte SPIEGEL-Cover meint Ulrich Siegmund. Die Kritik an der AfD ist belegbar.

Nicht teilen ohne zu prüfen. Nicht relativieren

Ich kann den Artikel bei LinkedIn jetzt nicht mehr lesen, da mich der Inhaber wahrscheinlich gesperrt hat oder vielleicht auch den Artikel inzwischen entfernt hat.

#FakeCover #AfD #UlrichSiegmund #DemokratieVerteidigen #NieWiederIstJetzt

Hinweis: Die verwendeten Bilder wurden mit KI bearbeitet bzw. als KI-gestützte Bildmontage erstellt.

Quellen: SPIEGEL-Shop, DER SPIEGEL 34/2026; Bundesarchiv, 30.01.1933; Deutscher Bundestag, 05.03.1933; MDR, 08.11.2023 und 09.02.2026; tagesschau, 17.02.2026; ZDFheute, 15.08.2026; Bundesagentur für Arbeit, 2026; IHK-Faktenpapier Arbeitsmarkt, 2026; bpb, 16.06.2025; Reuters, 08.08.2025.

„Demokratisch gewählt“ heißt nicht automatisch demokratisch – warum wir aus 1933 lernen müssen

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann, Überzeugter demokratischer Europäer.

Immer wieder hört man von Funktionären und Anhängern der AfD das Argument: „Die AfD ist doch demokratisch gewählt.“

Wenn ich diesen Satz höre, denke ich an die deutsche Geschichte. Dabei ist eine Klarstellung wichtig: Adolf Hitler wurde nicht vom Volk zum Reichskanzler gewählt. Reichspräsident Paul von Hindenburg ernannte ihn am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler. Die NSDAP war zuvor durch Wahlen zur stärksten Partei im Reichstag geworden. Bei der Reichstagswahl vom 5. März 1933 erreichte sie 43,9 Prozent.

Das zeigt: Eine Partei kann durch Wahlen politische Macht erlangen und diese Macht anschließend dazu benutzen, die Demokratie zu beseitigen. Genau aus dieser historischen Erfahrung entstand nach 1945 das Konzept der „wehrhaften Demokratie“.

Ein Schild, das in sozialen Medien verbreitet wird, bringt diese Warnung drastisch auf den Punkt:

„Hitler begann nicht mit Lagern. Er begann mit …“

Bücher verbieten
die Presse ins Visier nehmen
Einwanderern die Schuld geben
aus Nachbarn Feinde machen
Gerichte und Richter kontrollieren
Arbeitnehmerrechte angreifen
Lügen und Verschwörungstheorien verbreiten
Religion als Waffe einsetzen
Wahrheit durch Propaganda ersetzen

Diese Aufzählung ist keine wissenschaftliche Chronologie der NS-Diktatur. Sie soll daran erinnern, dass eine Demokratie nicht erst gefährdet ist, wenn ihre Institutionen bereits abgeschafft sind.

Genau deshalb haben die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes Konsequenzen aus dem Scheitern der Weimarer Republik gezogen.

Artikel 21 Absatz 2 Grundgesetz bestimmt, dass Parteien verfassungswidrig sind, wenn sie nach ihren Zielen oder dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen.

Allerdings entscheidet darüber ausschließlich das Bundesverfassungsgericht. Eine Partei darf also nicht einfach deshalb von Wahlen ausgeschlossen werden, weil sie als rechtsextrem oder verfassungsfeindlich angesehen wird. Für ein Parteiverbot gelten bewusst sehr hohe verfassungsrechtliche Anforderungen.

Meine Meinung: Wenn eine Partei nachweislich und planvoll darauf hinarbeitet, unsere freiheitliche demokratische Grundordnung zu beseitigen, muss der Rechtsstaat seine verfassungsmäßigen Möglichkeiten prüfen und nutzen.

Denn die Geschichte hat uns eines gelehrt:

Eine Demokratie muss nicht tatenlos zusehen, wie demokratische Instrumente dazu benutzt werden, sie selbst abzuschaffen.

#Demokratie #WehrhafteDemokratie #NieWieder #Grundgesetz #Rechtsextremismus

Hinweis zu den Bildern:
Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden teilweise mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt bzw. bearbeitet. Sie dienen der Illustration und Visualisierung des Beitrags. Insbesondere die historisch dargestellten Szenen sind KI-generierte Rekonstruktionen und keine historischen Originalfotografien.

Die verwendeten Bilder wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Sie dienen ausschließlich der symbolischen Darstellung und zeigen keine dokumentarischen Aufnahmen tatsächlicher Ereignisse.

Russische Fake-News-Offensive vor der Landtagswahl – So soll unsere Demokratie manipuliert werden

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann. Überzeugter demokratischer Europäer.

Kurz vor wichtigen Landtagswahlen warnen deutsche Sicherheitsbehörden erneut vor einer massiven Welle gezielter Desinformation aus Russland. Besonders im Fokus stehen soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und KI-generierte Inhalte. Ziel ist es nicht nur, einzelne Parteien oder Politiker anzugreifen – sondern vor allem das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in Demokratie, Medien und staatliche Institutionen zu erschüttern.

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden werden professionelle Fake-News-Kampagnen verbreitet. Dazu gehören täuschend echte Videos und Bilder, die mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Häufig werden dabei sogar Logos bekannter Medien missbraucht, um den Eindruck seriöser Berichterstattung zu erwecken.

Zu den verbreiteten Falschmeldungen gehören unter anderem frei erfundene Korruptionsvorwürfe, angebliche Veruntreuung von Steuergeldern oder erfundene Straftaten. Ebenso werden gesellschaftliche Konflikte bewusst angeheizt – etwa durch falsche Behauptungen über eine systematische Benachteiligung Ostdeutscher oder andere emotionale Themen, die Misstrauen und Wut erzeugen sollen.

Nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden handelt es sich dabei um koordinierte Desinformationskampagnen, die unter anderem der sogenannten „Matrjoschka“-Operation zugerechnet werden. Tausende Fake-Accounts und automatisierte Bots verbreiten die Inhalte gleichzeitig über verschiedene Plattformen und verstärken sich gegenseitig.

Das eigentliche Ziel dieser Kampagnen besteht nicht darin, eine einzelne Lüge glaubhaft erscheinen zu lassen. Vielmehr soll bei möglichst vielen Menschen der Eindruck entstehen, man könne weder Medien noch Politik oder Behörden vertrauen. Dadurch werden Unsicherheit, Polarisierung und gesellschaftliche Spaltung gefördert – ein klassisches Ziel moderner hybrider Kriegsführung.

Gerade in Wahlkampfzeiten ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Spektakuläre Behauptungen sollten immer anhand mehrerer seriöser Quellen überprüft werden. Wer ungeprüfte Inhalte weiterleitet, trägt ungewollt dazu bei, dass sich Desinformation noch schneller verbreitet.

Eine starke Demokratie lebt von Meinungsfreiheit – aber ebenso von überprüfbaren Fakten. Kritisches Denken, Medienkompetenz und das sorgfältige Prüfen von Informationen sind heute wichtiger denn je. Nur wer Informationen hinterfragt und Quellen überprüft, kann verhindern, dass gezielte Manipulation unsere demokratischen Entscheidungen beeinflusst.

#FakeNews #Desinformation #Russland #Demokratie #Wahlen

Quellen:

  • Reuters, 05.08.2026
  • Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV)
  • Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
  • WELT
  • Süddeutsche Zeitung

Studie enthüllt: Warum Terroranschläge das Wahlverhalten verändern – und weshalb die AfD davon besonders profitiert

Ein Beitrag von

Marc Raschke

Dass die AfD bei Wahlen überproportional stark von Anschlägen profitiert, ist kein Märchen, sondern wissenschaftlich erwiesen. Eine #Studie der Uni Frankfurt hat deutsche Kommunen seit 2010 untersucht, in denen es zu Anschlägen gekommen war. Das traurige Fazit: Terroranschläge beeinflussen das #Wahlverhalten in betroffenen Gemeinden deutlich, wurden in dieser Hinsicht aber bisher unterschätzt.

In Gemeinden mit erfolgreichen Anschlägen (erfolgreich im Sinne von z. B. „Bombe detonierte tatsächlich“) stieg der AD-Stimmenanteil bei Landtagswahlen um etwa 4,5 Prozentpunkte (rund 26 % mehr als in anderen Regionen). Besonders bizarr: Etwa 75 Prozent der betrachteten Anschläge waren rechtsextrem und richteten sich überwiegend gegen #Ausländer#Rechtsextreme wurden also selbst zu Terroristen. Und trotzdem profitiert die AD davon.

Drei zentrale Mechanismen machen die Autor:innen der Studie für dieses Phänomen verantwortlich:

  • Terror mobilisiert zur Wahl: Die #Wahlbeteiligung steigt lokal um rund 16 Prozentpunkte, wovon die AfD überproportional profitiert.
  • Einstellungen verschieben sich nach rechts: Sorgen über #Zuwanderung nehmen zu, besonders bei politisch bislang Inaktiven, Parteilosen und Menschen ohne Hochschulabschluss.
  • Lokale Medien berichten stark über erfolgreiche Anschläge und thematisieren den Islam, während der #Rechtsextremismus der Täter oft in den Hintergrund tritt.

Angesichts hoher AfD-Umfragewerte vor Landtagswahlen wird daher inzwischen jeder Anschlag als potenzieller Wahlkampffaktor angesehen. Dieser Effekt zeigte sich vor allem bei Landtagswahlen (Erklärung: Innere #Sicherheit ist stark Ländersache, Anschläge werden regional wahrgenommen). Und was haben wir in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin demnächst? Genau: Landtagswahlen.

#Terrorismus #Wahlverhalten #Demokratie #Rechtsextremismus #Politik

Quelle der Studie:
Sabet, Navid; Liebald, Marius; Friebel, Guido (2025): Terrorism and Voting: The Rise of Right-Wing Populism in Germany. American Economic Journal: Economic Policy, Band 17, Ausgabe 3, S. 407–440. 

Quelle des Beitrags von Marc Raschke:
https://www.linkedin.com/posts/marc-raschke-109787163_studie-wahlverhalten-auslaeunder-share-7487125778443210752-eYqi/?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0

Kleine Eiszeit entlarvt: Warum sie den menschengemachten Klimawandel NICHT widerlegt!

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann - Wir brauchen ein funktionierendes Klima auf der Erde.
Werner Hoffmann – Wir brauchen ein funktionierendes Klima auf der Erde.

Immer wieder wird von Vertretern der fossilen Lobby behauptet, die heutige Erderwärmung sei nichts Besonderes. Oft wird die sogenannte Kleine Eiszeit angeführt.

Dieses Argument hält einer Überprüfung allerdings nicht stand.

Die Kleine Eiszeit war eine kühlere Klimaperiode, die etwa vom 14. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte.

Europa, Nordamerika und Teile Asiens waren betroffen. Strenge Winter, vorrückende Gletscher und Missernten prägten diese Zeit.

Die Abkühlung war nicht überall auf der Erde gleich stark oder gleichzeitig zu beobachten.

Was verursachte die Kleine Eiszeit?

Die heutige Klimaforschung kommt zu einem klaren Ergebnis. Mehrere Faktoren wirkten zusammen. Besonders starke Vulkanausbrüche schleuderten große Mengen Schwefeldioxid in die Stratosphäre. Dort entstanden Aerosole, die einen Teil der Sonnenstrahlung zurück ins Weltall reflektierten. Dadurch kühlte sich die Erdoberfläche über Jahre ab.

Hinzu kam eine Phase geringer Sonnenaktivität, insbesondere das sogenannte Maunder-Minimum zwischen etwa 1645 und 1715. Die Sonne strahlte in dieser Zeit weniger Energie ab und verstärkte die bereits eingetretene Abkühlung. Veränderungen der Meeresströmungen sowie Rückkopplungseffekte durch Schnee und Eis trugen zusätzlich dazu bei.

Vulkanausbrüche waren der wichtigste Auslöser der Kleinen Eiszeit, während die geringere Sonnenaktivität die Entwicklung zusätzlich verstärkte.

Unterschied zur heutigen Situation.

Der aktuelle Klimawandel wird nicht durch Vulkane verursacht – im Gegenteil:

Große Vulkanausbrüche wirken kurzfristig sogar eher kühlend.

Die heutige Erwärmung wird vor allem durch den rasanten Anstieg von Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan verursacht, die durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas sowie andere menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre gelangen.

Wer also die Kleine Eiszeit als Beweis gegen den menschengemachten Klimawandel anführt, vermischt zwei völlig unterschiedliche Ursachen. Natürliche Klimaschwankungen hat es in der Erdgeschichte immer gegeben. Das bedeutet jedoch nicht, dass der heutige Klimawandel ebenfalls natürlichen Ursprungs ist.

Wissenschaftliche Messungen, physikalische Zusammenhänge und zahlreiche unabhängige Studien zeigen eindeutig, dass der Mensch heute der dominierende Treiber der globalen Erwärmung ist.

Bildung hilft. Wissenschaft statt Mythen. Fakten statt Desinformation.

Gerade rechtsextreme Gruppierungen wie auch die AfD wollen die Schulbildung abschaffen, um die Aufklärung hierüber zu minimieren.

Nicht ohne Grund unterstützt die fossile Lobby besonders die Rechtspopulisten.

Dies ist nicht nur unter Trump in den USA2.0, sondern auch in Deutschland durch die AfD, FDP und Teile der CDU zu beobachten.

#KleineEiszeit #Klimawandel #Klimakrise #BildungHilft #Wissenschaft

Hinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden teilweise mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und dienen der Illustration des Themas.

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