KI-Chatbots und Datenschutz: Was passiert mit unseren intimsten Informationen?

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Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer.

Wer einer künstlichen Intelligenz persönliche Geheimnisse anvertraut, sollte wissen: Nicht alles bleibt zwangsläufig vertraulich!

Ob ChatGPT, Gemini, Claude, Grok oder Microsoft Copilot – Millionen Menschen nutzen künstliche Intelligenz für Fragen zu Krankheiten, Finanzen, Familienproblemen oder beruflichen Angelegenheiten.

Doch eine Untersuchung des spanischen Forschungsinstituts IMDEA Networks zeigt erhebliche Datenschutzrisiken.

Was haben die Forscher herausgefunden?

Bei neun untersuchten KI-Diensten identifizierten die Wissenschaftler Verbindungen zu 44 Drittorganisationen, darunter Werbe- und Trackinganbieter.

Bei sechs der neun untersuchten Webversionen wurden gesprächsbezogene Informationen an Dritte übertragen.

Dazu gehörten teilweise automatisch erzeugte Chattitel, Links zu Unterhaltungen, persönliche Informationen und in bestimmten Fällen Gesprächsinhalte.

Die Unterschiede zwischen den Anbietern waren erheblich. Nicht jeder Chatbot übermittelte dieselben Informationen.

Besonders gefährlich: Gesundheitsdaten!

Wer einer KI seine Krankheiten, Medikamente, finanziellen Schwierigkeiten oder familiären Probleme schildert, gibt möglicherweise hochsensible Informationen preis.

Solche Angaben gehören nicht in die Hände fremder Werbeunternehmen!

Es geht um Privatsphäre, Vertrauen und informationelle Selbstbestimmung.

Auch kostenpflichtige Angebote schützen nicht automatisch

Bezahlabonnements garantieren keinen besseren Schutz vor Drittanbieter-Tracking.

Selbst das Ablehnen optionaler Cookies verhinderte in der Untersuchung nicht sämtliche Datenübertragungen.

Allerdings handelt es sich um eine wissenschaftliche Vorveröffentlichung, die noch nicht abschließend begutachtet wurde.

Meine Meinung: Hier muss die Politik handeln!

Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen. Aber technologischer Fortschritt darf nicht auf Kosten unserer Privatsphäre gehen!

Wir brauchen transparente Datenflüsse, wirksame Kontrollen und eine konsequente Durchsetzung der europäischen Datenschutzgesetze.

Gerade bei Gesundheitsdaten, Mandantenunterlagen und persönlichen Finanzinformationen darf Vertraulichkeit kein Luxus sein.

Mein Fazit

KI nutzen? Ja! Blind vertrauen? Nein!

Nutzer sollten sensible Angaben möglichst anonymisieren und vertrauliche Dokumente nicht ungeprüft hochladen.

Datenschutz ist kein Hindernis für Innovation. Er ist eine Voraussetzung für Vertrauen!

Quellen

RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND):
https://www.rnd.de/wirtschaft/diese-sensiblen-daten-geben-ki-chatbots-wie-chatgpt-an-dritte-weiter-LXHJ6F3QBFGLRIL647F47HXFRI.html

Bayerischer Rundfunk:
https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/ki-chatbots-geben-daten-weiter-was-nutzer-beachten-sollten,VXRr9pL

Mimikama:
https://www.mimikama.org/ki-chatbots-tracking-gespraeche-studie/

#KünstlicheIntelligenz #Datenschutz #ChatGPT #DigitaleÜberwachung #KIGefahren

KI-Bildhinweis: Die verwendeten Bilder wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Sie dienen der symbolischen Darstellung und sind keine Belege für konkrete Datenübertragungen der abgebildeten Unternehmen.

Die Schweiz zeigt, wie digitale Freiheit geht

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

Die Schweiz macht ernst mit digitaler Souveränität. Während viele Staaten noch darüber reden, wie abhängig Behörden von großen Softwarekonzernen sein dürfen, geht die Schweizer Bundeskanzlei einen konkreten Schritt: Rund 3.000 Beschäftigte sollen künftig mit einer souveränen Open-Source-Arbeitsplatzsoftware arbeiten.

Das ist ein politisches Signal.

Wer seine Verwaltung vollständig auf geschlossene Systeme einzelner Anbieter stützt, macht sich abhängig: von Lizenzmodellen, Preiserhöhungen, Cloud-Standorten, Vertragsbedingungen, Datenschutzregeln und technischen Vorgaben, die oft nicht in Europa entschieden werden.

Die Schweiz will diese Abhängigkeit verringern. Ab Ende 2027 sollen Mitarbeitende in besonders kritischen Geschäftsprozessen mit einer offenen Arbeitsplatzlösung arbeiten. Für die erste Phase von 2026 bis 2028 sind nach Angaben der Bundeskanzlei 9 Mio. Franken vorgesehen.

Im Zentrum steht eine Open-Source-Plattform für Büroautomation. Sie kann typische Verwaltungsaufgaben abdecken: Textverarbeitung, Tabellen, Präsentationen, E-Mail, Kalender, Dateiablage, Videokonferenzen, Chat, Wissensmanagement und Projektarbeit.

Der entscheidende Punkt ist nicht nur der Preis. Open Source bedeutet vor allem: Der Quellcode ist überprüfbar. Sicherheitsfragen, Datenflüsse und technische Abhängigkeiten lassen sich transparenter bewerten. Außerdem kann der Staat eigene Anforderungen besser einbringen, statt an die Produktstrategie eines einzelnen Konzerns gebunden zu sein.

Ein solcher Wechsel ist anspruchsvoll. Migration, Schulung, Betrieb, Support, Schnittstellen, Datenschutz und Akzeptanz der Beschäftigten müssen funktionieren. Wer jahrelang mit Microsoft 365 gearbeitet hat, ändert seine Arbeitsweise nicht über Nacht.

Für Deutschland sollte dieser Schritt ein Weckruf sein. Auch hier wird seit Jahren über digitale Souveränität gesprochen. Die Schweiz zeigt nun, dass man nicht nur Strategiepapiere schreiben, sondern tatsächlich anfangen kann.

Gerade Verwaltungen, Sozialversicherungsträger, Kommunen, Gerichte, Schulen und Ministerien verarbeiten hochsensible Daten. Wenn ihre digitale Arbeitsumgebung von wenigen internationalen Anbietern abhängt, ist das nicht nur eine technische Frage. Es ist eine Frage staatlicher Handlungsfähigkeit.

Die Botschaft ist klar: Ein moderner Staat muss digital arbeitsfähig sein, ohne sich vollständig abhängig zu machen. Open Source ist kein Allheilmittel. Aber es ist ein wichtiger Baustein für mehr Kontrolle, Transparenz und digitale Freiheit.

#OpenSource #DigitaleSouveränität #Verwaltung #Schweiz #Microsoft365

Hinweis: Die Bilder zu diesem Beitrag können mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.

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