Recycling vor dem Kollaps? Wie das neue Verpackungsgesetz den Mittelstand in die Krise stürzt

Ein Beitrag von

Alla Leshenko

Während die Union mit dem Brüskieren von Arbeitnehmern ablenkt, werden im Hintergrund eklatante Gesetzesentwürfe abgesegnet.

Am 11. Februar hat das Bundeskabinett das neue Verpackungs-Durchführungsgesetz (VerpackDG) beschlossen – und damit der Recycling-Branche in Deutschland nach Ansicht vieler Branchenvertreter einen massiven Schlag versetzt.

Reinhard Schneider (Werner & Mertz GmbH) sagt: „Bis zur von der EU beschlossenen PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) 2030 wird es kaum noch eine funktionierende Recyclingwirtschaft geben.“

Und das, obwohl die Merz-Regierung immer wieder betont, wie sehr sie sich um den Mittelstand kümmere.

Schon heute schließen Recyclingbetriebe, Anlagen stehen still, Insolvenzen häufen sich. Investitionen in moderne Sortier- und Aufbereitungsanlagen bleiben aus, weil Planungssicherheit fehlt. Der Mittelstand braucht jetzt verlässliche Rahmenbedingungen und klare Anreize – nicht erst in fünf Jahren.

Doch statt faire Wettbewerbsbedingungen für hochwertige Rezyklate zu schaffen, droht das Gesetz nach Einschätzung von Branchenexperten den bestehenden Investitionsstau weiter zu verfestigen. Ohne verbindliche Quoten, echte Marktvorteile für Rezyklate und klare ökologische Leitplanken verlieren Unternehmen den Mut, in nachhaltige Technologien zu investieren.

Schneider warnt eindringlich: Ohne echte Anreize für hochwertiges Recycling drohe der Kreislaufwirtschaft in Deutschland bis 2030 der Kollaps. Damit stünde nicht nur eine Branche auf dem Spiel, sondern auch zentrale Ziele des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung.

Das VerpackDG muss dringend nachgebessert werden. Wer eine funktionierende Kreislaufwirtschaft will, darf sie nicht politisch ausbremsen. Bitte werdet laut, informiert euch und lasst unsere Zukunft nicht im Stich.

#Kreislaufwirtschaft #Recycling #Verpackungsgesetz #Mittelstand #Nachhaltigkeit

Voting Rights at Risk? The “SAVE America Act” Could Exclude Millions of Americans

An article by

Marc Raschke
Marc Raschke.

The first hurdle has been cleared. Republicans in the U.S. House of Representatives have passed a bill that, at first glance, sounds harmless: the “SAVE America Act” is presented as a measure to prevent voter fraud by tightening proof-of-citizenship requirements. But behind the façade, voting rights groups warn of a significant restriction of access to the ballot — with potentially far-reaching consequences for millions of citizens.

At the core of the legislation is a stricter identity requirement. Anyone who wants to register to vote would have to present a passport, birth certificate, or another official document in person — and that document must match their current legal name exactly.

What sounds administrative on paper could have serious social implications:

  • Approximately 69 million married women in the United States have changed their last name after marriage. Many do not have updated documents that perfectly match voter registration records,
  • Transgender individuals who have legally changed their names to reflect their gender identity could face documentation mismatches,
  • 52 percent of eligible voters do not possess a passport. Obtaining one costs $165, can take up to six weeks, and requires an in-person application,
  • Low-income citizens may struggle to afford the required documents and associated fees,
  • People with disabilities or those living in rural areas who rely on mail voting could be disproportionately affected by mandatory in-person procedures,
  • Citizens with immigrant backgrounds are statistically more likely to lack the specific documents required under the proposal.

The bill does not provide for online registration. Instead, voters would have to appear in person to complete the process. Election experts warn that there is currently no nationwide infrastructure capable of handling such a logistical burden. In Kansas, a similar law led to approximately 31,000 eligible voters being unable to register.

Critics argue that this is not accidental but part of a broader strategy to reduce voter turnout among groups that traditionally lean Democratic — including women, low-income communities, minorities, and people with disabilities.

Supporters of the legislation claim it is necessary to prevent non-citizens from voting. However, voting as a non-citizen is already illegal and statistically extremely rare. The practical effect of the bill, critics contend, may therefore be less about fraud prevention and more about limiting ballot access.

While the United States often presents itself as a model democracy on the global stage, this debate raises fundamental questions about how accessible the democratic process truly is at home.


Commentary by Werner Hoffmann

I perceive this as a real case of election manipulation announced in advance. When lawmakers are fully aware that specific groups — women who changed their names, transgender citizens, low-income individuals, or people with immigrant backgrounds — will be disproportionately affected, and still move forward with such barriers, it is no longer a neutral administrative reform. It becomes a political instrument.

Democracy depends on broad participation. Any policy that systematically raises obstacles to voting weakens not only certain voter groups but trust in the democratic system itself.


#VotingRights #Democracy #USA #ElectionIntegrity #SAVEAmericaAct

Wahlrecht in Gefahr? Der „SAVE America Act“ könnte Millionen Amerikaner ausschließen

Ein Beitrag von

Marc Raschke
Marc Raschke.

Die erste Hürde ist genommen. Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben einen Gesetzentwurf durchgewunken, der auf den ersten Blick harmlos klingt:

Der „SAVE America Act“ soll angeblich „Wahlbetrug“ verhindern, indem er den Nachweis der Staatsbürgerschaft verschärft. Doch hinter der Fassade verbirgt sich nach Einschätzung zahlreicher Wahlrechtsgruppen ein massiver Eingriff in das Wahlrecht – mit weitreichenden Folgen für Millionen Bürger.

Kern des Gesetzes ist eine neue, strenge Identitätsprüfung: Wer wählen will, muss künftig persönlich einen Reisepass, eine Geburtsurkunde oder ein anderes offizielles Dokument vorlegen – und dieses muss exakt mit dem aktuellen Namen übereinstimmen.

Was technisch klingt, hat enorme gesellschaftliche Auswirkungen:

  • Rund 69 Millionen verheiratete Frauen in den USA haben nach der Heirat ihren Nachnamen geändert. Viele verfügen nicht über aktualisierte Dokumente,
  • Transgender-Personen, die ihren Namen an ihre Geschlechtsidentität angepasst haben, könnten Probleme bekommen, wenn Unterlagen nicht angepasst sind,
  • 52 Prozent der wahlberechtigten Amerikaner besitzen keinen Reisepass. Ein neuer kostet 165 Dollar, die Bearbeitung kann bis zu sechs Wochen dauern,
  • Menschen mit niedrigem Einkommen können sich diese Gebühren häufig nicht leisten,
  • Bürger mit Behinderung oder in ländlichen Regionen, die auf Briefwahl angewiesen sind, werden durch persönliche Vorsprachen benachteiligt,
  • Menschen mit Migrationshintergrund sind statistisch deutlich häufiger ohne die geforderten Dokumente als weiße Amerikaner.

Hinzu kommt:

Eine Online-Registrierung ist im Gesetzentwurf nicht vorgesehen. Die Anmeldung müsste persönlich erfolgen. Experten sprechen von einem organisatorischen Kraftakt, für den vielerorts die Infrastruktur fehlt. Ein ähnliches Gesetz in Kansas führte dazu, dass rund 31.000 Wahlberechtigte sich nicht registrieren konnten.

Kritiker sehen darin keinen Zufall, sondern Teil einer politischen Strategie: Die Wahlbeteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen könnte gezielt gesenkt werden – insbesondere bei Frauen, einkommensschwachen Bürgern, Minderheiten und Menschen mit Behinderung.

Die Befürworter argumentieren, man wolle verhindern, dass Nichtstaatsbürger wählen. Faktisch ist dies bereits heute illegal und statistisch extrem selten. Die eigentliche Wirkung des Gesetzes könnte daher weniger in der Betrugsbekämpfung liegen als in einer faktischen Einschränkung des Zugangs zur Wahl.

Während sich die USA international als Vorzeigedemokratie präsentieren, wird im eigenen Land über Hürden diskutiert, die Millionen Bürger vom demokratischen Prozess ausschließen könnten.


Kommentar von Werner Hoffmann

Ich empfinde dieses Vorgehen als einen echten Wahlbetrug mit Ansage.

Wenn man weiß, dass bestimmte Gruppen überproportional betroffen sind – Frauen nach Namensänderung, Transpersonen, Menschen mit geringem Einkommen oder mit Migrationshintergrund – und trotzdem genau dort die Hürden erhöht, dann ist das keine neutrale Reform mehr. Dann ist es ein politisches Instrument.

Demokratie lebt davon, dass möglichst viele Menschen ihre Stimme abgeben können. Wer systematisch Barrieren aufbaut, schwächt nicht nur einzelne Wählergruppen, sondern das Vertrauen in das gesamte System.

#Wahlrecht #Demokratie #USA #Wahlunterdrückung #SAVEAmericaAct

Angriff auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Warum es nicht um Gebühren, sondern um Macht geht

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.

Überzeugter demokratischer Europäer

Es ist Zeit, mit einem der beliebtesten rechten Kampfbegriffe aufzuräumen: Es gibt keine „GEZ-Gebühren“ mehr. Was viele noch immer so nennen, heißt seit Jahren Rundfunkbeitrag – und dieser erfüllt eine zentrale demokratische Funktion.

Ebenso wird gerne verschwiegen: Deutschland ist mit diesem Modell keineswegs allein. Auch Österreich, die Schweiz, Frankreich, Italien und viele weitere europäische Staaten finanzieren ihren öffentlich-rechtlichen Rundfunk über verpflichtende Beiträge oder Abgaben. Selbst in den USA existieren mit PBS und NPR öffentlich finanzierte Medienangebote – allerdings unter völlig anderen Voraussetzungen.

Warum wurden solche Modelle überhaupt eingeführt? Ganz einfach: als Konsequenz aus historischen Katastrophen.

Ein besonders eindrückliches Negativbeispiel ist Alfred Hugenberg. Er kontrollierte in der Weimarer Republik ein riesiges Medienimperium und nutzte diese Macht gezielt gegen demokratische Kräfte. Am Ende stellte er seine Medien den Nationalsozialisten zur Verfügung und wurde selbst Teil der NS-Regierung. Medien wurden zur Propagandamaschine – mit bekannten Folgen.

Genau deshalb wurde nach 1945 der öffentlich-rechtliche Rundfunk geschaffen: als Gegenmodell zu Medienmonopolen, als Schutz vor Propaganda, als Garant für Meinungsvielfalt.

Ein Blick in die USA zeigt, wie fragil dieses Prinzip ist. Unter der Trump-Administration wurde massiv gegen öffentlich finanzierte Medien Stimmung gemacht, Budgets infrage gestellt und journalistische Arbeit pauschal delegitimiert. Das Ergebnis war ein weiterer Vertrauensverlust in unabhängige Berichterstattung – zugunsten parteinaher und rein kommerzieller Medien.

Auch in Deutschland ist Medienmacht bereits stark konzentriert – etwa beim Konzern Axel Springer mit Marken wie BILD und WELT. Wer zusätzlich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk schwächt, verschiebt das Gleichgewicht weiter zugunsten weniger Konzerne.

Der Rundfunkbeitrag ist kein Relikt. Er ist ein demokratisches Sicherheitsnetz. Seine Abschaffung würde nicht mehr Freiheit bedeuten, sondern mehr Abhängigkeit von wirtschaftlicher und politischer Meinungsmacht.

Die Geschichte kennt diesen Weg. Und sie warnt eindringlich davor, ihn noch einmal zu gehen.

Hashtags: #GEZ #ÖRR #Pressefreiheit #AxelSpringer #Medienvielfalt

Rechtsextreme Vorfälle häufen sich – auch an #Schulen:

Ein Beitrag von

Lisa Müller.
– Kommunikationsexpertin. –

Gab es in Hessen 2023 noch 39 gelistete Fälle, so stieg die Zahl 2025 auf 159. In Sachsen stiegen die Vorfälle von 149 auf 245. Ja, alleine an Schulen. Eine „Ausbreitung einer rechtsextremen Jugendkultur“ nennt die ZEIT das. Und während jetzt viele „Bildung“ brüllen, sage ich: Es ist nicht die Schuld der #Kinder, wenn die Erwachsenen versagen.

Die fehlende Brandmauer fällt eben nicht nur bei der CDU/CSU auf. Da haben wir auch eine Miosga, die nicht nur fachlich versagt, sondern eine ARD, die einen A*Dler fragt, ob der faschistische Trump ein Vorbild für uns sei.

Da gibt es auch bei der ZEIT Journalist:innen, die laut eigener Aussage Angst vor dem Label „linksgrün“ oder „woke“ haben und sich davon zumindest im Stil ihrer Berichterstattung treiben lassen.

Und da ist eine Regierung, die seit jeher versucht, der A*D das Thema #Migration abzuluchsen, sie rechts zu überholen – und die Augen vor den ansteigenden Straftaten verschließt.

Was glauben wir denn, wo sich eine Gesellschaft hin entwickelt, der ständig „der Migrant“ als Feindbild vor Augen gesetzt wird? „Das Stadtbild“ als Katastrophe? Wir kommen allmählich an einen Punkt, an dem man die Kontrolle über die Konsequenzen verliert. An dem eine seltsame Dynamik einsetzt und Rassismus „vercoolt“.

Während ich Anekdoten über Menschen höre, die einfach aus Prinzip ihre Nachbarn anzeigen, bloß weil sie schwarz und deshalb „doch bestimmt gewalttätig“ seien (kein Scherz), frage ich mich ernsthaft, was noch passieren muss, damit aus unseren doch eher wackelig übereinander aufgetürmten Steinen eine tatsächliche #Brandmauer wird.

Ja, es sind schwierige Zeiten. Aber sie wären bedeutend leichter, wenn wir alle eines nicht mehr tun würden: uns von rechtsaußen treiben zu lassen.

Quelle:

https://www.linkedin.com/posts/lisa-m%C3%BCller-784736193_schulen-kinder-migration-share-7429793051604316160-g1PG?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0

AfD, Trump-Netzwerke und EU-Angriff: Warum Markus Frohnmaiers Kurs Baden-Württemberg gefährdet

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

– überzeugter demokratischer Europäer. –

Markus Frohnmaier steht wie kaum ein anderer AfD-Politiker für eine außenpolitische Neuorientierung Deutschlands. Seine Positionen zu Russland, zu Sanktionen und zur Europäischen Union markieren keinen diplomatischen Stilwechsel – sie stehen für einen grundlegenden Richtungsbruch.

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Während Europa nach Stabilität sucht, wirbt Frohnmaier für ein Ende der Sanktionen und für eine politische Neuordnung der transatlantischen Beziehungen. Kritiker sehen darin eine bewusste Schwächung der europäischen Geschlossenheit.

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Vernetzung mit nationalpopulistischen Kräften, offene Sympathien für politische Modelle wie „USA 2.0“ und scharfe Angriffe auf EU-Institutionen zeichnen ein klares Bild. Diese Strategie setzt nicht auf Kooperation, sondern auf Konfrontation.

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permanente Delegitimierung demokratischer Verfahren gehört dabei zur rhetorischen Grundausstattung. Institutionen werden infrage gestellt, europäische Kompromisse als „Unterwerfung“ bezeichnet, multilaterale Strukturen als Belastung diffamiert.

Besonders problematisch ist aggressive nationale Abschottung als Leitmotiv. Für Baden-Württemberg – eine exportorientierte, wirtschaftlich eng mit Europa verflochtene Region – wäre das ein riskanter Kurs. Wer den Binnenmarkt schwächt, schwächt Arbeitsplätze, Investitionen und Wohlstand.

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Gerade für Baden-Württemberg – dessen Industrie von offenen Märkten lebt, bedeutet dieser Kurs ein Spiel mit realen wirtschaftlichen Risiken.

Auch seine Nähe zu Trump-nahen politischen Netzwerken in den USA sorgt für wachsende Kritik. Eine strategische Orientierung an nationalpopulistischen Kräften außerhalb Europas verschiebt Deutschlands außenpolitische Balance – weg vom europäischen Konsens, hin zu ideologisch motivierten Machtallianzen.

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Aus meiner Sicht geht es am 8. März 2026 um mehr als eine Parteientscheidung. Es geht um die Frage, ob Baden-Württemberg und Deutschland ihren Platz in einem starken Europa behalten – oder ob sie bewusst eine Politik unterstützen, die europäische Stabilität untergräbt.

Wer diesen Kurs wählt, entscheidet sich für Konfrontation statt Kooperation – und trägt Verantwortung für die Folgen.


* KI-Fotos – satirische, journalistische Bildkompositionen. Keine Originalaufnahmen.

#Deutschland
#AfD
#Frohnmaier
#Europa
#Bundestag

Russland-Nähe und Sanktionen: Wie Markus Frohnmaiers Außenpolitik der AfD Deutschland spalten soll

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

– überzeugter europäischer Demokrat. –

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Markus Frohnmaier gilt innerhalb der AfD als außenpolitisch prägend. Als Sprecher der Bundestagsfraktion positioniert er sich regelmäßig gegen Sanktionen gegen Russland und gegen umfangreiche Waffenlieferungen an die Ukraine.

Politisch ist diese Linie hoch brisant.

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Bereits 2019 berichteten Medien über ein russisches Strategiedokument, das ein politisches Interesse am Aufstieg bestimmter AfD-Politiker nahelegte. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fordert die AfD eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik – weg von Sanktionen, hin zu Verhandlungen.

Warum vertritt ein deutscher Bundestagsabgeordneter so konsequent eine Linie, die faktisch eine Entlastung Moskaus bedeuten würde?

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Frohnmaier argumentiert wirtschaftlich: Sanktionen schadeten Deutschland stärker als Russland. Kritiker sehen darin eine Schwächung europäischer Geschlossenheit und eine Relativierung russischer Aggression.

Die Kontroverse zeigt ein grundlegendes Spannungsfeld: Ist das realpolitischer Pragmatismus – oder eine strategische Nähe zu einem autoritären Regime?

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Zusätzlich verschärfen seine Auftritte im Umfeld Trump-naher US-Politik – teils als „USA 2.0“ bezeichnet – diese Wahrnehmung. In diesen Kreisen werden liberale Demokratien, die EU und internationale Kooperation offen infrage gestellt. Wenn sich ein deutscher Abgeordneter in diesem Umfeld bewegt, entsteht zwangsläufig der Eindruck einer ideologischen Annäherung an nationalpopulistische Kräfte.

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Das sendet ein politisches Signal: weg von europäischer Stabilität, hin zu konfrontativen Allianzen.

Für Baden-Württemberg ist das keine Nebensache. Wer Markus Frohnmaier als möglichen Ministerpräsidenten unterstützt, entscheidet sich nicht nur für eine landespolitische Option, sondern für eine klar konturierte außenpolitische Haltung.

Aus meiner Sichtweise gilt daher:
Wer am 8. März 2026 die AfD und Markus Frohnmaier wählt, stellt sich aus meiner politischen Bewertung heraus nicht hinter das Verständnis einer proeuropäischen, liberalen Demokratie, wie sie in Deutschland und der EU verankert ist.

#Deutschland
#AfD
#Frohnmaier
#Demokratie
#Rechtsstaat

*KI-generiertes Symbolbild. Keine reale Fotografie, keine tatsächliche Szene. Satirische Zuspitzung im Rahmen der Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 GG.

Die neuesten Enthüllungen sind so gravierend, dass man sich fragt, warum wir überhaupt noch über Palantir diskutieren müssen.

Ein Beitrag von

Dr. Astrid Deilmann.
Dr. Astrid Deilmann.

Der Tech-Milliardär Peter Thiel – Gründer von #Palantir – steht seit Jahren wegen seiner demokratiefeindlichen Positionen in der Kritik.

Nun berichten internationale Medien auch noch von regelmäßigen Kontakten zu Jeffrey Epstein während der Zeit, in der dieser ein Vergewaltigungs- und Missbrauchsnetzwerk betrieb.

Und in der Schweiz verklagt Palantir gerade das unabhängige Republik Magazin, weil ihm dessen kritische Berichterstattung nicht passt.

Was braucht es noch, um zu verstehen, dass man einem Unternehmen aus diesem Dunstkreis keinen Zugriff auf unsere sensibelsten Daten einräumen darf?

Tatsächlich gibt es Fortschritte. Nachdem die Zivilgesellschaft lange Aufklärungsarbeit geleistet hat und Hunderttausende Menschen protestierten, bewegen sich inzwischen zumindest Teile der Bundesregierung. “Ich sehe nicht, dass Palantir für die Bundesbehörden kommt“, erklärt etwa Justizministerin Stefanie Hubig (SPD). Das ist ein großer Erfolg.

Aber:

Leider ist die Einsicht noch nicht in allen Landeshauptstädten angekommen.

Parallel zu immer neuen Enthüllungen über Palantir, Peter Thiel und Personen aus seinem Umfeld halten Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg weiter daran fest, Software dieses Konzerns bei ihren Sicherheitsbehörden einzusetzen.

Mich erschüttert vor allem die offensichtliche Schieflage: Während immer neue Fragen zur Macht, zu dubiosen Netzwerken und zu politischen Haltungen zentraler Big-Tech-Unternehmer auftauchen, bauen wir deren Technologie hierzulande weiter in staatliche Strukturen ein. Dabei geht es nicht um ein gewöhnliches IT-Produkt.

Wer, wie Palantir, komplette Datenplattformen für Polizei und Behörden liefert, gestaltet faktisch mit, wie unser Staat funktioniert – wer gesehen wird, wer verdächtig erscheint, wer ins Raster fällt. Angesichts der Bedrohung unserer Demokratie von Innen und Außen ist es völlig verantwortungslos, die Kontrolle über solche grundlegenden Funktionen an Trumps Regime abzugeben.

Wir dürfen uns nichts vormachen: Digitale Infrastruktur ist Macht. Und die Macht über staatliche  Systeme, dürfen wir nicht Milliardären anvertrauen, die Demokratie und Rechtsstaat verachten.

Das gilt auch für die Bundesländer.

#Palantirstoppen

#Palantir

https://blog-demokratie.de/bayern-baut-an-der-ueberwachungs-blackbox-palantir-csu-die-gefahr-fuer-unsere-demokratie/

https://blog-demokratie.de/bayern-baut-an-der-ueberwachungs…

„Arme Rentner mit Mieteinnahmen?“ – Wie Markus Lanz die Realität verdreht

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.

– www.Renten-Experte.de –

In einer Sendung von Markus Lanz ging es um die Frage, ob künftig auch Mieteinnahmen zur Finanzierung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung herangezogen werden sollten. Markus Lanz warf dabei sinngemäß ein, dass dann doch „der arme Rentner“, der seine Rente mit Mieteinnahmen aufbessert, ebenfalls Beiträge zahlen müsse.

Diese Darstellung ist problematisch – und spalterisch.

Denn sie suggeriert, Mieteinnahmen seien typischerweise ein Zeichen von Bedürftigkeit. Genau das ist faktisch falsch. Niemand fordert ernsthaft, kleine Vermieter oder Rentner mit moderaten Einnahmen zusätzlich zu belasten – ohne soziale Ausgestaltung.

Im Gegenteil: Es wäre ohne Weiteres denkbar, für Mieteinnahmen einen Freibetrag bei der Beitragsberechnung einzuführen. Beispielsweise könnten bis zu 15.000 Euro jährliche Mieteinkünfte beitragsfrei bleiben. Erst darüber hinausgehende Einkünfte würden berücksichtigt. Kleine Vermieter, Einliegerwohnungen oder eine moderate Rentenaufbesserung wären damit vollständig geschützt.

Lieber Markus Lanz, das war einmal wieder eine spalterische Aussage.

Die Realität des deutschen Mietmarktes sieht nämlich anders aus, als es Lanz’ Aussage nahelegt:

Rund 60 % der Mietwohnungen in Deutschland befinden sich im Besitz der obersten etwa 10 % der Bevölkerung.
Damit konzentriert sich ein Großteil des deutschen Mietwohnungsmarktes in den Händen einer vergleichsweise kleinen, einkommens- und vermögensstarken Gruppe – mit spürbaren Auswirkungen auf Mietpreise, Verhandlungsmacht und Wohnungszugang.

Quellen und Studien:

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin): Analysen zur Vermögens- und Immobilienverteilung in Deutschland, u. a. im DIW Wochenbericht zur Vermögenskonzentration,
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): Dossiers zur Vermögensungleichheit und Eigentumsverteilung in Deutschland,
Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln): Studien zur Eigentümerstruktur von Wohnimmobilien und zur Konzentration von Mietwohnungen,
Statistisches Bundesamt (Destatis): Mikrozensus- und Vermögensstatistiken zur Wohn- und Eigentumsstruktur.

Lieber Markus Lanz: Ihr Spruch, dass arme Rentner durch die Mieteinnahmen aufbessern, ist etwas lustig und verdreht die Tatsachen.

Man könnte ja durchaus auch für Mieteinnahmen einen Freibetrag in der Kranken- und Pflegeversicherung bei der Beitragsberechnung einführen, so dass beispielsweise 15.000 Euro MietEINKÜNFTE nicht berücksichtigt werden.

#Krankenversicherung #Pflegeversicherung #Mieteinnahmen #SozialeGerechtigkeit #Vermögensverteilung

Warum ein Notfallordner heute unverzichtbar ist

Ein plötzlicher Unfall, eine schwere Erkrankung oder ein unerwarteter Todesfall treffen Familien meist unvorbereitet. In solchen Situationen müssen innerhalb kürzester Zeit wichtige Entscheidungen getroffen werden – häufig unter großem emotionalem Druck. Genau hier zeigt sich, wie wertvoll ein gut strukturierter Notfallordner ist.

Der Notfallordner bündelt alle relevanten Informationen an einem zentralen Ort. Dazu gehören persönliche Daten, Versicherungen, Bankverbindungen, medizinische Angaben, Verträge, Vollmachten und wichtige Ansprechpartner. Angehörige und Vertrauenspersonen erhalten dadurch sofort Orientierung und Handlungssicherheit, statt mühsam Unterlagen zusammensuchen oder Vermutungen anstellen zu müssen.

Wichtig ist: Der Notfallordner ist keine lose Sammlung von Registern, Tabellen oder Formularen. Er ist ein echter Ratgeber, der Schritt für Schritt erklärt, was im Ernstfall wichtig ist, warum bestimmte Informationen benötigt werden und wie Vorsorge sinnvoll umgesetzt wird. Viele Nutzer erkennen erst durch den Notfallordner, an welchen Stellen ihre persönliche Vorsorge bislang unvollständig war.

Mit einem Umfang von über 143 Seiten bietet der Notfallordner deutlich mehr als einfache Vorlagen. Er führt verständlich durch Themen wie medizinische Vorsorge, rechtliche Regelungen, finanzielle Absicherung, organisatorische Abläufe und den Umgang mit Behörden. Dabei richtet er sich nicht nur an ältere Menschen, sondern an alle Lebensphasen.

Ein besonderes Merkmal des Notfallordners ist seine berufsspezifische Ausrichtung. Vorsorge ist nicht für alle Menschen gleich, denn rechtliche, wirtschaftliche und organisatorische Anforderungen unterscheiden sich je nach Tätigkeit erheblich. Deshalb gibt es den Notfallordner inzwischen in über 90 unterschiedlichen Versionen.

So benötigen beispielsweise Beamte, Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, selbstständige Unternehmer sowie 41 verschiedene Handwerksberufe jeweils eine andere Form der Vorsorge. Diese spezialisierten Notfallordner enthalten zusätzlich zum Grundordner berufsspezifische Übersichten und Zusatzkapitel mit jeweils etwa 20 bis 25 weiteren Seiten, die exakt auf die jeweilige Berufsgruppe zugeschnitten sind. Dadurch werden Themen wie Betriebsfortführung, Vertretungsregelungen, Kammern, Haftungsfragen oder spezielle Versicherungen gezielt berücksichtigt.

Die Grundversion des Notfallordners ist für Arbeitnehmer, Rentner, Studierende und Hausfrauen konzipiert und kostet 28,50 €. Darüber hinaus stehen die erweiterten Versionen für besondere berufliche Anforderungen zur Verfügung.

Der erste Notfallordner wurde bereits im Jahr 2003 entwickelt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuell wurde der Ordner grundlegend überarbeitet und neu aktualisiert, sodass alle Inhalte dem heutigen rechtlichen, organisatorischen und gesellschaftlichen Stand entsprechen. Diese kontinuierliche Pflege unterscheidet den Notfallordner deutlich von vielen einmal erstellten Mustermappen.

Ein Notfallordner ist kein Ausdruck von Angst, sondern von Verantwortung. Er entlastet Angehörige, verhindert Fehlentscheidungen und gibt Sicherheit – gerade dann, wenn klare Gedanken am schwersten fallen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bestellung finden sich unter:

Link

www.not-fallordner.de

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