Werner Hoffmann – Überzeugter demokratischer Europäer.-
Was ich durch einen Artikel von
Sebastian Klein (Link ganz unten hinter den Hashtags) erfahren habe, ist fast nicht mehr zu überbieten!
Wenn sich die Vorwürfe rund um Katharina Reiche bestätigen, dann geht es nicht mehr um normalen Austausch zwischen Politik und Wirtschaft.
Dann geht es um gezielte Einflussnahme zugunsten der reichsten Lobbygruppen dieses Landes.
Im Zentrum steht die sogenannte Stiftung Familienunternehmen – ein Name, der harmlos klingt, aber in Wahrheit die Interessen der größten Vermögensdynastien Deutschlands bündelt.
Diese Lobby kämpft seit Jahren dafür, Steuerprivilegien zu sichern und auszubauen.
Und genau hier wird es brisant:
Interne Hinweise legen nahe, dass Reiche dieser Lobby nicht nur zugehört, sondern aktiv erklärt haben soll, wie sie ihre Interessen politisch durchsetzen kann.
Das ist ein Tabubruch.
Denn es geht nicht um irgendein Detailthema, sondern um die Wegzugsbesteuerung.
Dieses Instrument verhindert, dass Superreiche einfach ins Ausland ziehen, um sich ihrer steuerlichen Verantwortung zu entziehen.
Wird diese Regel abgeschafft oder aufgeweicht, dann passiert genau das:
Milliardenvermögen verschwinden – und die Rechnung bleibt bei der arbeitenden Bevölkerung.
Das perfide daran:
Während viele Menschen jeden Euro versteuern müssen, wird im Hintergrund offenbar daran gearbeitet, den Reichsten legale Fluchtwege zu eröffnen.
Das ist keine normale Politik mehr.
Das ist Klientelpolitik im Interesse einer kleinen, extrem wohlhabenden Elite.
Noch gravierender ist die politische Dimension:
Wenn Ministerien beginnen, Lobbygruppen aktiv bei ihrer Strategie zu unterstützen, dann verschwimmt die Grenze zwischen demokratischer Entscheidungsfindung und wirtschaftlicher Einflussnahme.
Demokratie lebt davon, dass Interessen transparent ausgehandelt werden.
Katherina Reiche ist eigentlich als Bundeswirtschaftsministerin zum Wohle des Volkes eingesetzt.
Was sie hier macht, ist Deutschland bewusst zu schaden!
Nicht davon, dass sie hinter verschlossenen Türen vorbereitet und durchgedrückt werden.
Die Botschaft, die hier entsteht, ist fatal: Wer genug Geld hat, bekommt Zugang. Wer arbeitet, zahlt.
Und genau deshalb ist dieser Vorgang so gefährlich. Denn er untergräbt das Vertrauen in den Staat selbst.
Nicht zu übersehen ist außerdem, dass der Bundeskanzler Friedrich Merz diese Ministerin ins Amt gebracht hat – ein Mann, der selbst jahrelang für den Vermögensverwalter BlackRock tätig war.
Die Nähe zur Finanz- und Vermögenselite ist also kein Zufall, sondern Teil eines größeren politischen Musters.
Resümee: Wenn Politik beginnt, den Reichsten zu helfen, sich aus der Verantwortung zu ziehen, dann verliert sie ihre Legitimation. Dann wird aus Demokratie ein System, in dem Einfluss wichtiger ist als Gerechtigkeit.
Und genau deshalb muss dieser Vorgang öffentlich gemacht, kritisch hinterfragt und politisch beantwortet werden.
Am 18. April 2026 ist es so weit: In München, Köln, Berlin und Hamburg gehen Menschen auf die Straße, um ein klares Zeichen zu setzen.
Ein Zeichen gegen eine Energiepolitik, die wieder auf fossile Abhängigkeiten setzt – und gegen eine Zukunft, die dadurch ausgebremst wird.
Am 24. April 2026 folgt der dezentrale Aktionstag in der gesamten Republik.
Auch in Stuttgart wird wohl am 24.April 2026 gegen die Aktivitäten der Katherina Reiche stattfinden.
Es geht um nicht weniger als unsere wirtschaftliche Zukunft, unsere Energiepreise und den Schutz unseres Klimas.
Während weltweit massiv in erneuerbare Energien investiert wird, droht Deutschland erneut den Anschluss zu verlieren. Wer heute weiter auf Gas setzt, blockiert Innovation, verteuert Energie und macht uns abhängig von alten Strukturen, die längst überholt sein sollten.
Die aktuelle Politik sendet ein fatales Signal: Statt auf Zukunftstechnologien wie Solar- und Windenergie zu setzen, werden kurzfristige Interessen fossiler Lobbygruppen bedient. Das gefährdet nicht nur Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen, sondern belastet auch Millionen Haushalte – Tag für Tag, Monat für Monat.
Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Fehler der Vergangenheit wiederholen. Schon einmal wurde eine ganze Branche ausgebremst – mit gravierenden Folgen für Wirtschaft und Klimaschutz. Jetzt droht dasselbe erneut.
Deshalb gilt: Jetzt ist der Moment, aufzustehen. Jetzt ist der Moment, sichtbar zu werden. Jetzt ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen.
Komm zur Demonstration am 18. April 2026 in deiner Stadt. Zeige Haltung am 24. April 2026 beim bundesweiten Aktionstag.
Für eine Energieversorgung, die unsere Zukunft sichert. Für bezahlbare Energie. Für echten Klimaschutz.
Der Bundesrat beschäftigt sich heute mit der Zuckersteuer: Das ist längst überfällig!
Deutschland ist beim Thema Prävention Schlusslicht in Europa. Gleichzeitig explodieren die Zahlen: Übergewicht und Adipositas schon im Kindesalter, Typ-2-Diabetes, Karies. Vieles davon ist vermeidbar. Zuckergesüßte Getränke spielen dabei eine zentrale Rolle. Wir wissen das. Die Wissenschaft weiß das. Und trotzdem tut die Politik nichts.
Das ist nicht Eigenverantwortung. Das ist politisches Versagen.
Ein zentraler Grund dafür ist der massive Einfluss der Zucker- und Agrarlobby. Rübenbauern und Zuckerindustrie haben über Jahre hinweg politischen Druck aufgebaut, um strengere Regulierungen zu verhindern. Statt konsequenter Gesundheitsvorsorge dominieren wirtschaftliche Interessen – auf Kosten der Bevölkerung, insbesondere der Kinder. Gesundheit wird hinten angestellt, Profite stehen im Vordergrund.
Ich habe den Appell von foodwatch, DANK und vzbv unterschrieben. Gemeinsam mit über 2.900 weiteren Ärztinnen und Ärzten, darunter der Präsident der Bundesärztekammer und die Vorsitzende des Marburger Bundes, fordere ich die Ministerpräsident*innen auf:
Stimmen Sie in der bevorstehenden Bundesratsabstimmung für die Einführung einer wirksamen, nach Zuckergehalt gestaffelten Herstellerabgabe auf zuckergesüßte Getränke!
Andere Länder, wie Großbritannien, Frankreich und Mexiko, haben es vorgemacht: Eine gestaffelte Abgabe auf Softdrinks funktioniert. Sie senkt den Zuckergehalt in Produkten, reduziert den Konsum und entlastet langfristig unser Gesundheitssystem um Milliarden.
Kinder können sich aggressivem Marketing und billigen Zuckergetränken nicht entziehen. Wir als Politik können es. Und wir müssen es endlich tun.
Ein Kommentar von Werner Hoffmann
Zucker ist kein harmloser Genussstoff, sondern einer der größten Treiber moderner Volkskrankheiten. Er fördert Übergewicht, erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes und belastet langfristig unser gesamtes Gesundheitssystem. Besonders problematisch ist, dass Zucker von der Industrie gezielt und in großen Mengen als günstiger Geschmacksverstärker eingesetzt wird.
Genau hier setzt die Zuckersteuer an. Wird Zucker für Hersteller teurer, verliert er als billiger Zusatzstoff an Attraktivität. Die Folge: Produkte werden automatisch weniger stark gezuckert, gesünder und langfristig besser verträglich.
Es geht also nicht um Verbote, sondern um eine klare Lenkungswirkung. Weniger Zucker im Produkt bedeutet weniger Krankheit in der Bevölkerung – und genau das sollte das Ziel verantwortungsvoller Politik sein.
„Wir Verbraucher zahlen 6-mal für die fossile Energie“ – ein Satz, der zunächst übertrieben klingt, bei genauerem Hinsehen jedoch erschreckend real ist. Denn fossile Energie ist nicht nur an der Zapfsäule oder auf der Heizkostenabrechnung teuer. Sie belastet uns an vielen Stellen gleichzeitig – oft unsichtbar und langfristig.
Der erste Kostenblock entsteht bereits vor der eigentlichen Nutzung: der Aufbau der Infrastruktur. Pipelines, Raffinerien, Tanklager und Kraftwerke werden über Jahre hinweg aufgebaut und finanziert. Diese Investitionen werden letztlich in die Preise einkalkuliert und auch durch staatliche Mittel unterstützt – also durch Steuergelder.
Der zweite Kostenfaktor sind direkte und indirekte Subventionen während der Nutzung. Fossile Energieträger profitieren seit Jahrzehnten von steuerlichen Vorteilen, staatlichen Förderungen und politischen Rahmenbedingungen, die ihre Nutzung künstlich günstig erscheinen lassen. Doch „günstig“ ist hier nur eine Illusion – die Rechnung wird an anderer Stelle präsentiert.
Drittens folgen die sogenannten Nachlaufkosten: Rückbau von Anlagen, Renaturierung zerstörter Flächen oder – besonders drastisch – die jahrzehntelange Finanzierung von Zwischen- und Endlagern bei der Atomkraft. Diese Kosten werden häufig nicht von den Verursachern getragen, sondern auf die Allgemeinheit abgewälzt.
Viertens entstehen massive Umweltschäden. Klimawandel, Extremwetter, Luftverschmutzung und gesundheitliche Folgen führen nicht nur zu steigenden staatlichen Ausgaben, sondern auch zu höheren Versicherungsbeiträgen. Auch diese Kosten tragen wir – als Verbraucher und als Gesellschaft.
Fünftens: Die fossile Lobby schützt ihr System aktiv. Dezentrale Energieformen wie private Photovoltaikanlagen oder kommunale Windräder werden politisch und regulatorisch oft benachteiligt, ausgebremst oder wirtschaftlich unattraktiver gemacht. So bleibt die Abhängigkeit von fossilen Strukturen künstlich bestehen.
Und schließlich der sechste Punkt: Steuervermeidung. Große Energiekonzerne nutzen internationale Konstruktionen wie Lizenzverträge oder Gewinnabführungen ins Ausland, um ihre Steuerlast in Deutschland zu minimieren. Gewinne werden verschoben – die Belastung bleibt hier.
Das Ergebnis ist ein perfides System: Der Verbraucher zahlt mehrfach – direkt an der Tankstelle, indirekt über Steuern und zusätzlich über steigende Versicherungsbeiträge und Lebenshaltungskosten. Gleichzeitig profitieren Konzerne und politische Unterstützer von einem System, das auf fossiler Abhängigkeit basiert.
Wer also behauptet, die Energiewende sei zu teuer, sollte sich fragen: Wie teuer ist es wirklich, am Alten festzuhalten?
Die Abartigkeit der CDU/CSU wird nur noch durch die FDP und AfD übertroffen.
ADMS AlteDeutscheMännerSyndrom -Friedrich Merz, Jens Spahn Wolfgang Kubicki
Eine Frage zum Schluss:
Gehörte bei der damaligen Vergütung von Friedrich Merz nicht auch eine Aktienbeteiligung, Optionen oder Optionsscheine an BlackRock zur Bezahlung?
Wäre es denn dann nicht leicht erklärbar, warum Friedrich Merz weiter ein mittelbarer Lobbyvertreter von Atomenergie, Energiekonzerne und der fossilen Lobby bleibt?
Oder hat er solche Beteiligungen auf Frau und Kinder übertragen?
Stell Dir vor, unser Kanzlerersatz-Produkt kraucht gut eine Woche nicht unter seinem Stein hervor, nachdem durch #Deutschland ein Aufschrei wegen digitaler Gewalt gegangen ist. Und dann wird Fritze im Bundestag dazu gefragt. Und was macht er? Lässt einmal mehr erkennen, wie begrenzt sein Horizont ist. Und wie durchtrieben er von seinem rassistischen Weltbild ist.
So sehr, dass er selbst in einem Fall, in dem ein weißer Mann (Christian Ulmen) im Feuer der Kritik steht, weil er einer Woman of Colour (Collien Fernandes) über Jahre digitale Gewalt angetan hat, die Ursache in der Gefahr durch #Migration sieht. Der rechtsradikale Fritze ist offenkundig nicht mehr zurechnungsfähig.
Nichts, aber auch gar nichts belegt das, was Fritze da behauptet. Und wenn er tatsächlich jetzt mit der Polizeilichen #Kriminalitätsstatistik um die Ecke kommt, zitiere ich gerne aus meinem Buch „#Demokratie am Limit?“, in dem ich beschreibe, warum diese Statistik nichts besagt:
In der Statistik werden nur Fälle aufgenommen, die zur Anzeige gebracht werden. Über tatsächliche Schuld und Verurteilung besagt diese Statistik nichts. Und wir wissen aus der #Forschung, dass Menschen einen „Erdal“ schneller anzeigen als einen „Marc“. Heißt: Vieles, was „Marcs“ tun, bleibt im Schnitt öfter unangezeigt,
Wir wissen auch, dass das Risiko, dass ein „Erdal“ von der Polizei angehalten und durchsucht wird, um 20 % höher liegt als bei einem „Marc“, Stichwort #racialprofiling,
In der Kriminalstatistik werden auch alle Fälle von Menschen aufgenommen, die gar nicht in Deutschland leben; und gerade in Grenzregionen sind Raub & Co. „beliebt“, da Flucht sofort ins „#Ausland“ möglich,
Verstöße gegen gewisse Delikte können „Marcs“ gar nicht begehen; z. B. ein Verstoß gegen das #Aufenthaltsrecht,
Viele Taten, die in den eigenen vier Wänden begangen werden (z. B. #Vergewaltigung in der Ehe), werden nie zur Anzeige gebracht.
Die Statistik bildet also keine Realität ab, sondern ein völlig unbrauchbares Zerrbild. – Merz ist ein elender Lügner! Widerwärtig!
Ein Kommentar von
Werner Hoffmann. – Überzeugter demokratischer Europäer.-
Auch hier wird wieder deutlich dass der derzeitige Bundeskanzler Friedrich Merz dem #ADMS
– AlteDeutscheMännerSyndrom –
treu bleibt.
Er ist und bleibt in allen Punkten der Vergangenheit zugewendet und hält daran fest.
Dies gilt nicht nur beim Thema Gleichberechtigung, sondern auch:
Werner Hoffmann, Überzeugter demokratischer Europäer
Die Debatte um das sogenannte Verbrenner-Aus ist längst mehr als eine technische Diskussion.
Sie ist zu einem politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Machtkampf geworden. Milliardeninvestitionen, Industrieinteressen und geopolitische Abhängigkeiten treffen hier direkt auf Klimaziele, Marktkräfte und Erwartungen der Verbraucher.
Besonders deutlich wurde das beim Streit um das europäische Verbrenner-Aus. Kurz vor der Entscheidung wurde das Thema eFuels plötzlich wieder in den Mittelpunkt gerückt. Der Eindruck entstand: Der Verbrennungsmotor könne doch noch eine langfristige Zukunft haben.
Doch immer deutlicher wird: Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob sich die Mobilität verändert – sondern wie schnell.
Der Versuch, den Verbrennungsmotor durch neue Versprechen zu verlängern, wirkt zunehmend wie ein Festhalten an einer vergangenen Ära. Begriffe wie „hocheffizienter Verbrenner“ oder „klimaneutrale Verbrennung“ vermitteln den Eindruck, als ließe sich ein physikalisch begrenztes System durch Innovation grundlegend neu erfinden.
Audi-Vergleich – Qudi Q8 etron zu Audi-Verbrenner oder Audi Q8 Hybrid
Doch selbst mit synthetischen Kraftstoffen oder Hybridlösungen bleibt das zentrale Problem bestehen: Der Verbrennungsmotor nutzt Energie vergleichsweise ineffizient. Ein großer Teil geht weiterhin als Wärme verloren.
Machen wir uns nichts vor: Auch bei eFuels entsteht CO₂. Diese chemische Reaktion lässt sich weder durch politische Beschlüsse noch durch wohlklingende Narrative aufheben. Vielleicht hätten manche Fossil-Politiker im Chemieunterricht genauer zuhören sollen.
Parallel entwickeln sich Alternativen mit hoher Geschwindigkeit. Batterietechnologien werden leistungsfähiger, Ladeinfrastruktur dichter und erneuerbarer Strom zunehmend zur kostengünstigsten Energiequelle. Damit verschiebt sich die wirtschaftliche Realität oft schneller, als politische Narrative oder industrielle Strategien folgen können.
Für Verbraucher entsteht dadurch ein Spannungsfeld zwischen Gewohnheit und Veränderung. Arbeitsplätze, industrielle Strukturen und regionale Wertschöpfung stehen ebenso auf dem Spiel wie Energiepreise und Versorgungssicherheit.
Die Zeit des ADMS – des „AlteDeutscheMännerSyndroms“ – geht jedoch spürbar zu Ende. Vollstromer haben sich technisch enorm weiterentwickelt und machen den klassischen Verbrennungsmotor in einem Großteil der Alltagssituationen zunehmend überflüssig. Und Deutschland ist keine isolierte Autowelt: Globale Märkte, technologische Dynamik und internationale Konkurrenz treiben den Wandel schneller voran, als nationale Debatten ihn bremsen können.
Vielleicht hast du dich schon einmal gewundert, warum bestimmte Energiethemen immer wieder auf die gleiche Weise dargestellt werden.
Warum plötzlich überall Schlagzeilen über angeblich unbezahlbare Wärmepumpen auftauchen. Warum Elektroautos regelmäßig als angeblicher Irrweg beschrieben werden. Oder warum die Energiewende ständig als wirtschaftliche Katastrophe dargestellt wird.
Besonders deutlich wird das bei einigen großen Medienhäusern.
Wenn man genauer hinschaut, fällt auf: Viele dieser Geschichten folgen einem ähnlichen Muster.
Zeitungen wie BILD, WELT oder Magazine wie FOCUS greifen immer wieder Narrative auf, die Zweifel an der Energiewende schüren oder neue Technologien grundsätzlich infrage stellen.
Natürlich muss Journalismus kritisch sein. Kritik gehört zu einer funktionierenden Demokratie.
Doch auffällig ist, wie oft sich bestimmte Botschaften wiederholen: Wärmepumpen seien angeblich zu teuer, Elektroautos hätten angeblich keine Zukunft, erneuerbare Energien würden angeblich die Wirtschaft gefährden.
Solche Schlagzeilen erzeugen Aufmerksamkeit. Sie erzeugen Klicks. Und sie prägen das Bild vieler Menschen über Energiepolitik.
Dabei wird häufig ein entscheidender Punkt übersehen:
Die Energiebranche gehört zu den mächtigsten Wirtschaftszweigen der Welt.
Öl- und Gaskonzerne bewegen jedes Jahr gewaltige Summen. Viele dieser Unternehmen zählen gleichzeitig zu den wichtigsten Werbekunden großer Medienhäuser.
Das bedeutet nicht automatisch, dass Berichterstattung gesteuert wird. Aber wirtschaftliche Interessen, politische Narrative und mediale Aufmerksamkeit können sich gegenseitig verstärken.
Hinzu kommt ein weiterer Mechanismus: Angst verkauft sich besser als Lösungen.
Krisen erzeugen mehr Klicks als Fortschritte. Negative Schlagzeilen verbreiten sich schneller als positive Entwicklungen.
So entsteht leicht ein Bild, in dem Probleme riesig wirken, während Fortschritte kaum sichtbar werden.
Dabei verändert sich unsere Energieversorgung gerade grundlegend.
Neue Technologien entstehen. Erneuerbare Energien wachsen. Und immer mehr Menschen erzeugen Energie selbst.
Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Denn bei der Energiepolitik geht es nicht nur um Technik oder Strompreise.
Es geht auch um wirtschaftliche Macht, politische Interessen und die Frage, wer die Geschichte über unsere Energiezukunft erzählt.
Im nächsten Teil dieser Serie geht es deshalb um eine entscheidende Entwicklung:
Warum dezentrale Energie – also Strom aus Sonne, Wind und Bürgerprojekten – bestehende Machtstrukturen verändern kann.
Werner Hoffmann. – Überzeugter demokratischer Europäer.-
Hast du dich schon einmal gefragt, warum der Umstieg auf neue Energieformen oft so schwierig erscheint?
Die Antwort liegt nicht nur in der Technik. Sie liegt vor allem in einer gigantischen Infrastruktur, die über Jahrzehnte aufgebaut wurde.
Das fossile Energiesystem besteht nämlich nicht nur aus Ölquellen oder Gasfeldern. Es umfasst ein weltweites Netzwerk aus Raffinerien, Pipelines, Tanklagern, Tankstellen, Transportflotten und Millionen Verbrennungsmotoren.
Allein das Tankstellennetz ist ein beeindruckendes Beispiel.
In Deutschland gibt es mehrere tausend Tankstellen. Hinter jeder einzelnen steckt ein komplexes System: Lieferketten, Logistik, Verträge, Wartung, Personal und enorme Investitionen.
Viele dieser Tankstellen gehören großen Mineralölkonzernen oder sind über langfristige Lieferverträge an sie gebunden.
Für diese Unternehmen steht deshalb viel auf dem Spiel.
Wenn Fahrzeuge zunehmend elektrisch fahren, verändert sich ein zentrales Geschäftsmodell. Denn ein Elektroauto braucht keine Zapfsäule mehr. Strom kann zu Hause, am Arbeitsplatz oder an öffentlichen Ladepunkten geladen werden.
Das bedeutet: Die Energieversorgung wird dezentraler.
Während fossile Energie stark zentral organisiert ist – mit Förderanlagen, Raffinerien und Tankstellennetzen –, kann Strom aus erneuerbaren Energien an vielen Orten erzeugt werden.
Solaranlagen auf Hausdächern, Windparks oder kommunale Energieprojekte verändern die Struktur der Energieversorgung.
Für Teile der fossilen Infrastruktur bedeutet das jedoch eine große Herausforderung.
Tankstellen verdienen nicht nur am Kraftstoff selbst. Auch Shops, Gastronomie und Zusatzangebote hängen stark vom Verkehrsfluss und von Fahrzeugen ab, die regelmäßig zum Tanken anhalten.
Wenn sich Mobilität verändert, verändert sich deshalb auch dieses Geschäftsmodell.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: bestehende Investitionen.
Über Jahrzehnte wurden Milliarden in fossile Infrastruktur investiert. Unternehmen versuchen natürlich, diese Investitionen möglichst lange zu nutzen.
Deshalb entsteht oft politischer Druck, den Wandel zu verlangsamen oder Übergangstechnologien möglichst lange zu erhalten.
Das bedeutet nicht, dass alle Beteiligten bewusst gegen Veränderungen arbeiten. Aber wirtschaftliche Interessen spielen eine große Rolle.
Denn jede neue Technologie verschiebt Marktanteile.
Die Energiewende verändert deshalb nicht nur Technik, sondern auch wirtschaftliche Machtstrukturen.
Und genau deshalb wird sie so intensiv diskutiert.
Im nächsten Teil dieser Serie schauen wir uns eine weitere wichtige Frage an:
Welche Rolle spielen Medien dabei, wenn über Energie, Krise und Alternativen berichtet wird?