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Lobby Control
Sind Klimaziele wirklich zweitrangig geworden? Diese Frage stellt sich zunehmend, nachdem Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche auf einer Lobby-Konferenz der Öl- und Gasindustrie die Klimaziele der Europäischen Union infrage gestellt hat.
Die jährlich stattfindende CERA-Week in Texas gilt als einer der wichtigsten globalen Branchentreffs der fossilen Energiewirtschaft. Hier begegnen sich Vorstandschefs internationaler Energieunternehmen, Investoren und politische Entscheidungsträger. Neue Projekte werden vorbereitet, Strategien abgestimmt und Geschäftsinteressen ausgelotet. Kritiker sehen darin vor allem eine Plattform, auf der die fossile Lobby politischen Einfluss gewinnt.

Besonders umstritten ist dabei die Rolle des Veranstalters, des US-Unternehmers Daniel Yergin, der Deutschland seit Jahren dazu auffordert, die Energiewende zu verlangsamen oder teilweise zurückzudrehen. Stattdessen solle stärker auf heimisches Gas gesetzt werden, auch durch Fracking. Diese Positionen erinnern Beobachter an energiepolitische Vorstöße, die zuletzt auch aus dem Umfeld der Ministerin zu hören waren.
Vor diesem Hintergrund wirkt Reiches Teilnahme an einer solchen Veranstaltung für viele wie ein politisches Signal. Kritische Stimmen sprechen von einer rückwärtsgewandten Klima- und Wirtschaftspolitik, die Deutschland weiter in fossile Abhängigkeiten führen könne. Steigende Kosten, verzögerte Transformation und ein möglicher Verlust technologischer Führungsrollen werden dabei als Risiken genannt.

Für Klimaschutzorganisationen und Teile der Öffentlichkeit bestätigt sich damit ein Eindruck: Die Ministerin betreibe Politik im Sinne der fossilen Lobby – mit möglichen Folgen für Klimaziele, Versorgungssicherheit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Wer solche Entwicklungen kritisch begleiten will, kann entsprechende Initiativen unterstützen und sich informieren. Der Aufruf, Klima-Blockierer öffentlich sichtbar zu machen, gehört inzwischen fest zur Strategie vieler Aktivistinnen und Aktivisten.
Kommentar von Werner Hoffmann:
Ich fordere die Entlassung von Katherina Reiche als Bundeswirtschaftsministerin.

Ihre Politik verlängert fossile Abhängigkeiten und treibt Strompreise. Statt Innovation und erneuerbare Energien zu stärken, werden kommunale und private Erzeuger ausgebremst. Deutschland braucht Zukunft statt Rückschritt.

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Die Abartigkeit bei Energielobby der CDU – CSU wird nur noch von der FDP und der AfD überboten!
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#Klimapolitik #Energiewende #FossileLobby #Klimaziele #Deutschland

