Ein Beitrag von

Claudia Kemfert.
Benzin zu teuer, Heizkosten explodieren, Stromrechnung unverständlich – und schuld soll die Energiewende sein?
Das höre ich seit 30 Jahren. Und es ist falsch.
Nicht die Energiewende ist teuer – sondern das Festhalten an fossiler Energie.
Im Gespräch mit Martin Tillich bei Utopia geht es um vier zentrale Mythen, die die Debatte verzerren:
„Die Energiewende ist zu teuer“ – tatsächlich zahlen wir heute für fossile Abhängigkeiten und über 80 Milliarden Euro Subventionen jährlich
„Wärmepumpen sind ideologisch“ – dabei sind sie eine effiziente und kostensparende Technologie
„Ohne Atomkraft geht es nicht“ – eine teure Phantomdebatte ohne Lösung für ein erneuerbares System
„Dunkelflaute gleich Blackout“ – falsch Mit Netzen Speichern und europäischem Verbund ist Versorgung gesichert
Die entscheidende Frage lautet
Was kostet uns das Nichtstun
Klimaschutz wirtschaftliche Stärke und Versorgungssicherheit gehören zusammen
Mehr dazu auch in meinem Buch Kurzschluss
Hier geht es zum Interview

Ein Kommentar von

– Überzeugter demokratischer Europäer.-
Das Interview ist wie immer interessant und macht deutlich, dass die Fossile Energie extrem teuer ist.
Oft wird diese fossile Energie nicht nur durch den direkten Kaufpreis bezahlt, sondern
– vorgelagert durch Investitionen (Aufbau der Infrastruktur)
– Subventionen in der Nutzungsphase
– und anschließend durch nachgelagerte Finanzierung der Folgeschäden (Rückbau oder bei Atomkraft die Kosten für Zwischen- und Endlagerung).
Die Energiekonzerne rechnen sich hier noch zusätzlich arm, indem für die Gewinne in Deutschland nicht einmal Steuern gezahlt werden (durch Lizenzverträge oder Gewinn-Abführung-Verträge ins Ausland).
Bezahlen tut dies der Verbraucher und dann nochmals der Verbraucher als Steuerzahler.
Und bestimmte Politiker fördern dieses Spiel.

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