KREBS-KILLER KÜNSTLICHE INTELLIGENZ?

Wie die Charité mit KI über 170 Tumorarten entlarvt – ein medizinischer Quantensprung!

Ein Beitrag von Bernhard Scheibe

Ein neues KI-Modell der Berliner Charité erkennt mehr als 170 Tumorarten anhand ihres molekularen Fingerabdrucks – mit hoher Genauigkeit.

Das Prinzip dahinter wird in der Krebsmedizin immer wichtiger.

Weitere Infos im Link zur Tagesschau (ganz unten)


Kommentar von

Werner Hoffmann

Werner Hoffmann

Dieser Durchbruch zeigt, wie entscheidend Präzision in der modernen Onkologie ist.

Eine KI, die Tumoren molekular erkennt, könnte insbesondere Patient:innen mit schwierig zugänglichen Tumoren enorme Vorteile bringen – weniger invasive Diagnostik und schnellerer Therapiebeginn.

Dennoch bleibt wichtig:

Wie robust und breit einsetzbar ist dieses crossNN-Modell im klinischen Alltag?

Ich freue mich auf die Ergebnisse der anstehenden Studien.


Hintergrund: Das leistet die KI der Charité

  • Das KI-Modell heißt crossNN und basiert auf einem neuronalen Netzwerk.
  • Es vergleicht epigenetische Tumor-DNA-Daten mit einer Datenbank von über 8.000 bekannten Tumorprofilen.
  • Die KI kann mehr als 170 Krebsarten identifizieren – aus unterschiedlichsten Organen.
  • Die Treffsicherheit liegt bei 97,8 %, bei Hirntumoren sogar bei 99,1 %.
  • Der molekulare „Fingerabdruck“ lässt sich auch aus Nervenwasser (Liquor) oder kleinen Proben erkennen – sogenannte Liquid Biopsien werden möglich.
  • Die Architektur der KI wurde bewusst einfach und erklärbar (explainable AI) gehalten – ein Vorteil für klinische Entscheidungen.
  • Klinische Studien zur Anwendung laufen aktuell an allen acht Standorten des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK).

Die wichtigsten Vorteile der KI-Methode

  • Schnellere Krebsdiagnose, auch bei unklaren Symptomen
  • Nicht-invasive Liquid Biopsie statt belastender Gewebeproben
  • Hohe Trefferquote bei sehr vielen Tumorarten
  • Plattformunabhängigkeit, funktioniert auch mit fragmentierten oder unterschiedlichen Proben
  • Nachvollziehbare Entscheidungen für Ärzt:innen durch explainable AI

Fazit

Das crossNN-Modell der Charité ist ein starker Schritt hin zu präziser, weniger invasiver Tumordiagnose.

Ob sich diese Performance auch außerhalb hochspezialisierter Zentren bewährt, zeigen die kommenden DKTK-Studien.

Wenn auch intraoperativ überzeugende Ergebnisse erzielt werden, könnten wir tatsächlich ein neues Zeitalter in der Krebsdiagnostik erleben.


#Krebsforschung
#KünstlicheIntelligenz
#Charité
#LiquidBiopsy
#Medizininnovation

📺 Tagesschau-Link:


www.tagesschau.de/wissen/ki-tumore-krebs-100.html

Link zu Charité

Tumor diagnostics: AI model detects more than 170 types of cancer

🔗 Zur offiziellen Pressearbeit der Charité (06.06.2025)

https://www.charite.de/en/service/press_reports/artikel/detail/tumor_diagnostics_ai_model_detects_more_than_170_types_of_cancer

Das Märchen von den teuren Migranten

Ein Beitrag von

Marcel Frantzscher Präsident DIW Berlin – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Marcel Fratzscher

#Zuwanderung ist – trotz kurzfristig erheblicher Kosten – ein finanzieller Gewinn und wirtschaftlich eine überlebenswichtige Notwendigkeit für Deutschland.

Eine neue Studie von Martin Werding bestätigt frühere Untersuchungen – auch des DIW Berlin – wie essenziell die Zukunft Deutschlands davon abhängt, ob wir eine offene Gesellschaft bleiben, attraktiv für Zuwanderung werden und unsere Willkommenskultur verbessern.

Langfristig sind Migrantinnen und Migranten auch ein finanzieller Gewinn für Deutschland: Zwar steigen die Staatsausgaben durch Migration, doch das Wirtschaftswachstum und damit die Steuereinnahmen nehmen langfristig stärker zu.

Wichtig: Die Zahlen berücksichtigen auch, dass viele Migrantinnen und Migranten später selbst im Ruhestand sein werden und Leistungen aus Renten-, Pflege- und Gesundheitssystem erhalten.

Durch unsere #Demographie werden viele Unternehmen scheitern oder schließen müssen, weil ihnen die #Arbeitskräfte fehlen. Viele Deutsche werden dadurch ihre Arbeit verlieren. Besonders hart trifft es strukturschwache Regionen sowie Menschen, die nicht flexibel ihren Wohnort wechseln können – also gerade viele #AfD-Wählerinnen und -Wähler, die daher zu den größten Verlierern der von ihrer Partei geforderten Migrationspolitik gehören würden.

Auch unser Alltag würde sich ohne einen deutlichen Anstieg der Zuwanderung – gerade auch von geringer qualifizierten Menschen – dramatisch verschlechtern. Viele dieser Migranten, darunter auch Geflüchtete, arbeiten in systemrelevanten Berufen.

Es ist nachvollziehbar, dass die Bundesregierung sich um den Schutz der EU-Außengrenzen bemüht und Migration gut steuern will. Aber der öffentliche Diskurs und die aktuelle Migrationspolitik gehen in eine völlig falsche Richtung.

Leistungskürzungen, Hürden bei der Anerkennung von Qualifikationen, Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt und das Zurückdrehen der Einbürgerungsreform sind fatale Fehlentscheidungen.

Stattdessen brauchen wir eine Stärkung unserer offenen Gesellschaft, mehr #Wertschätzung und eine Bundesregierung, die zeigt: Migranten sind willkommen – als Menschen und als Mitgestaltende unseres wirtschaftlichen und sozialen Zusammenlebens.


️ Ein Kommentar von

Werner Hoffmann – Demokratie der Mitte, weil Extremflügel das Land zerstören

Die Argumente von Marcel Fratzscher sind nicht nur ökonomisch stichhaltig, sondern auch durch demografische Realitäten untermauert:

Deutschland verliert jedes Jahr Arbeitskräfte in riesigem Ausmaß – durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation.

Rund 1 Million Menschen gehen pro Jahr neu in Rente. Gleichzeitig fehlen junge Menschen, die diese Lücken schließen könnten.

Ohne Migration wäre die Erwerbstätigenzahl längst dramatisch gesunken.

Tatsächlich aber ist sie durch Zuwanderung gestiegen – was zeigt, wie stark der Arbeitsmarkt inzwischen auf Migration angewiesen ist.

Entwicklung der Erwerbstätigen in Deutschland (2010–2025):

Jahr

Erwerbstätige (in Mio.)

Veränderung zum Vorjahr

2010: 40,6 Mio.

2015: 43,0 +2,4 Mio.

2020: 44,8 +1,8 Mio.

2023: 45,9 +1,1 Mio.

2024: 46,1 +0,2 Mio.

2025: 46,2 (geschätzt)

Quellen: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, DIW Berlin

Ohne die Zuwanderung seit 2010 – vor allem ab 2015 – wären heute nicht 46 Millionen Menschen erwerbstätig, sondern mehrere Millionen weniger.

Die Migration hat den Fachkräftemangel zwar nicht behoben, aber abgefedert.

Sie ist längst kein „Kostentreiber“, sondern ein Rettungsanker für unseren Wohlstand.

Besonders paradox ist, dass ausgerechnet die Regionen mit hohem AfD-Wähleranteil – wie Sachsen, Thüringen oder Sachsen-Anhalt – besonders stark vom demografischen Wandel betroffen sind.

Ohne Zuwanderung drohen dort Pflegenotstand, Ärztemangel, Schulschließungen und das wirtschaftliche Ausbluten ganzer Landkreise.

Die populistische Stimmungsmache gegen Migration ist daher nicht nur unmenschlich, sondern auch wirtschaftlich selbstzerstörerisch.

Was wir brauchen, ist ein modernes, transparentes und planvolles Einwanderungssystem – kombiniert mit Investitionen in Bildung, Integration und berufliche Anerkennung.

Und:

eine Sprache der Anerkennung statt der Abschreckung.

#Zuwanderung
#Fachkräftemangel
#Demografie
#MigrationNutzen
#OffeneGesellschaft

Zum Originalartikel bei ZEIT ONLINE
 www.zeit.de/wirtschaft/2025-06/kosten-migration-integration-sozialleistung-finanzen-nutzen/komplettansicht

Klimakollaps per Koalitionsvertrag! – Neue Subventionen für Diesel, Gas und Flugverkehr sprengen jede Klimabilanz

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann
– Die Welt gibt es nur einmal…..
Die Erde kann auch ohne uns Menschen bestehen…
eben dann wieder mit Kleinlebewesen und ohne Menschen.

——

 Neue klimaschädliche Subventionen im Koalitionsvertrag: Ein klarer Rückschritt im Klimaschutz

1. Kernaussage: Subventionen übersteigen Klimaschutzinvestitionen

Der aktuelle Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD sieht klimaschädliche Subventionen und Steuervergünstigungen im Umfang von 9 bis 15 Mrd. € pro Jahr vor.
Zum Vergleich: Der Klima- und Transformationsfonds (KTF) plant zurzeit zusätzliche Mittel von lediglich 10 Mrd. € jährlich.
Laut FÖS unterlaufen diese Fördermaßnahmen die Wirkung des KTF massiv und setzen gefährliche Fehlanreize.

2. Übersicht der schädlichen Maßnahmen (als Liste)

  • Verkehr:
    • Senkung der Luftverkehrsteuer: Mindereinnahmen von ca. 580 Mio. €/Jahr
    • Erhöhung der Pendlerpauschale: Mehrkosten von ca. 1.360 Mio. €/Jahr
    • Gesamtsumme Verkehr: ca. 1.940 Mio. €/Jahr
  • Energie:
    • Strompreissenkung um 5 ct/kWh (Senkung Stromsteuer und Netzentgelte): ca. 10.200 Mio. €/Jahr, davon ca. 4.000 Mio. € klimaschädlich
    • Förderung von 20 GW Gaskraftwerken: 1.930–5.420 Mio. €/Jahr
    • Gesamtsumme Energie: ca. 5.908–9.830 Mio. €/Jahr
  • Industrie:
    • Erweiterung der Strompreiskompensation: +330–660 Mio. €/Jahr
    • Entlastung im Rahmen von ETS 2: +285–860 Mio. €/Jahr
    • Gesamtsumme Industrie: ca. 615–1.520 Mio. €/Jahr
  • Landwirtschaft:
    • Ausnahmen von ETS 2: Einnahmeausfall von 300–1.000 Mio. €/Jahr
    • Rückkehr zum Agrardiesel: 225–450 Mio. €/Jahr
    • Gesamtsumme Landwirtschaft: ca. 600–1.575 Mio. €/Jahr

Gesamtsumme aller neuen umweltschädlichen Subventionen und Anreize: ca. 9.063 – 14.865 Mio. €/Jahr

3. Sektorielle Wirkung im Detail

A) Verkehr

Die Rücknahme der Luftverkehrsteuer-Erhöhung (Mai 2024) kostet den Staat ca. 580 Mio. €/Jahr.
Die geplante Erhöhung der Pendlerpauschale auf 38 ct ab 2026 erzeugt zusätzliche Belastungen von ca. 1,36 Mrd. €/Jahr.
Diese Maßnahmen bevorzugen Wohlhabende, fördern den Autoverkehr und behindern die Mobilitätswende.

B) Energie

Die Senkung des Strompreises um 5 ct/kWh reduziert Anreize für Energieeinsparung.
Zudem sollen bis zu 20 GW neue Gaskraftwerke gefördert werden – Kostenpunkt je nach Konfiguration 1,9 bis 5,4 Mrd. €/Jahr.
Das fördert fossile Infrastruktur auf Jahrzehnte.

C) Industrie

Die Strompreiskompensation für energieintensive Betriebe wird ausgeweitet (zusätzliche 330–660 Mio. €).
Zusätzlich sollen ETS 2-Kompensationen für betroffene Branchen folgen (285–860 Mio. €).
Eine gezielte Förderung nachhaltiger Produktion ist nicht vorgesehen.

D) Landwirtschaft

Die Landwirtschaft soll dauerhaft vom Emissionshandel ausgenommen werden (300–1.000 Mio. €) und die Agrardieselvergünstigung zurückbekommen (225–450 Mio. €).
Das steht im klaren Widerspruch zu Klimazielen und modernen Agrarstandards.

4. Warum diese Subventionen schaden

  • Sie verfehlen die Klimaziele und verstärken fossile Pfadabhängigkeiten.
  • Sie belasten den Haushalt stärker als effektive Klimainvestitionen.
  • Sie sind sozial ungerecht, da Vorteile überproportional bei Wohlhabenderen landen.
  • Sie verhindern Innovation, weil veraltete Strukturen geschützt werden.

5. Bessere Alternativen laut FÖS

  • Zielgerichtete Strompreisreduktion für Wärmepumpen, ÖPNV und Speicher
  • Technologieoffene Ausschreibungen statt pauschaler Gasförderung
  • Abschaffung der Pendlerpauschale zugunsten einer sozial gerechten Mobilitätspauschale
  • Industriekompensation über CO₂-Grenzausgleich (CBAM) statt Subventionen
  • Vollständiger Abbau des Agrardiesels mit gleichzeitiger Förderung ökologischer Landwirtschaft

6. Fazit

Der Koalitionsvertrag setzt klimaschädliche Signale. Anstatt gezielte Investitionen in eine nachhaltige Zukunft zu tätigen, verstärken die neuen Subventionen klimapolitische Rückschritte.
Ohne eine ambitionierte Subventionsreform wird Deutschland seine Klimaziele weder sozial noch wirtschaftlich tragfähig erreichen können.

Quelle: FÖS-Analyse Juni 2025

Link https://foes.de/publikationen/2025/2025-06-FOES-KOA-Vertrag-Subventionen.pdf

Quelle bei LinkedIn:

https://www.linkedin.com/posts/foes_luftverkehrsteuer-pendlerpauschale-strompreis-activity-7336348487615201280-r-D8?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0

#Hashtags

#KlimaschutzJetzt #Subventionsabbau #Energiewende #Koalitionsvertrag2025 #FossileSubventionen

Erpressung durch Öl! Die Straße von Hormus zeigt: Fossile Energie macht uns verwundbar – nur Erneuerbare retten uns aus der Abhängigkeitsfalle!

Ein Beitrag von
Werner Hoffmann

Was passiert, wenn ein einziger geopolitischer Brennpunkt die halbe Weltwirtschaft bedroht? Genau das erleben wir jetzt: Das iranische Parlament hat die Sperrung der Straße von Hormus beschlossen – der vielleicht wichtigsten Öl- und Gas-Route der Welt. Täglich passieren hier 20 % des globalen Erdöls – doch nun steht diese Nabelschnur unserer fossilen Weltwirtschaft vor dem Abklemmen.

💣 Was bedeutet das konkret?

  • Wenn Iran Ernst macht und den Schiffsverkehr blockiert, könnten sich die Ölpreise innerhalb weniger Tage explosionsartig auf 100–120 $ pro Barrel erhöhen.
  • Benzin- und Dieselpreise steigen um 15 bis 30 Cent pro Liter
  • Heizöl und Industrieenergie werden schlagartig teurer
  • Eine neue Inflationswelle droht – mit Rezessionsgefahr
  • Zentralbanken geraten unter Druck, Zinsen zu erhöhen
  • Börsen weltweit geraten ins Taumeln, nur Waffen- und Ölkonzerne profitieren

Und all das nur, weil wir immer noch auf fossile Energie setzen!

🧯 Fossile Energie ist nicht sicher – sie ist ein permanentes Risiko

Wer glaubt, Öl, Gas und Kohle garantieren Stabilität, hat den Schuss nicht gehört. Jedes Mal, wenn irgendwo ein Krieg, ein Sanktionsregime oder ein Diktator am Gashahn dreht, werden Millionen Menschen wirtschaftlich erpresst. Ob Putins Gas, Trumps Ölpolitik, Saudis Preisdiktate oder jetzt Irans Meeresblockadefossile Energie macht uns verletzlich.

🌱 Nur Erneuerbare geben echte Freiheit

Wind und Sonne lassen sich nicht blockieren, nicht sanktionieren, nicht erpressen. Jede Kilowattstunde aus Solaranlage oder Windrad ist ein Stück Souveränität. Wer heute noch Milliarden in neue Gaskraftwerke oder Ölprojekte steckt, handelt gegen die Zukunft – ökologisch und sicherheitspolitisch.

📢 Klare Botschaft an Politik und Wirtschaft:

Wer weiterhin auf fossile Energien setzt, schadet nicht nur dem Klima –

er macht unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft erpressbar.

Der einzige Weg in eine unabhängige, stabile und bezahlbare Zukunft führt über die Erneuerbaren.

#ErneuerbareStattKrisen
#FossileMachtAbhängig
#Hormus
#Klimakrise
#EnergieUnabhängigkeit

WALD-MÄRCHEN IN DER BILD: Wie Springer, KKR & BlackRock Windkraft zum Feindbild machen

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

️ BILDs neue Kampagne: „Windrad frisst Wald“

„In Sachsen soll der Wald jetzt Windrädern weichen“ – so lautete die reißerische Schlagzeile, mit der die BILD-Zeitung jüngst Stimmung gegen die Energiewende machte. Auf 150 Hektar sollen 24 Windräder und Solarmodule entstehen – das entspreche rund 250 Fußballfeldern, schreibt das Blatt dramatisch.

Was dabei verschwiegen wird: Der Anteil dieser Fläche an Sachsens Wald beträgt gerade einmal 0,03 %. Gleichzeitig frisst der Braunkohletagebau über 20.000 Hektar – also mehr als das 137-fache – und das meist dauerhaft.

 Faktencheck: Fläche für Windkraft vs. fossile Nutzung

 Waldfläche in Sachsen

  • Gesamtfläche: ca. 521.000 Hektar
  • Geplante Windkraftfläche im Wald: ca. 150 Hektar
  • Anteil an der Gesamtwaldfläche: 0,03 %
  • Umgerechnet: ca. 214 Fußballfelder

️ Fläche für fossile Energie

Aktive Braunkohletagebaue in Sachsen:

  • Tagebau Nochten: ca. 9.000 Hektar
  • Tagebau Reichwalde: ca. 9.100 Hektar
  • Tagebau Vereinigtes Schleenhain: ca. 2.500 Hektar
  • Gesamtsumme: 20.600 Hektar = ca. 29.400 Fußballfelder
  • Anteil an Sachsens Waldfläche: ca. 4 %

Fossile Kraftwerke:

  • Fläche pro Standort: ca. 10 bis 100 Hektar
  • Gesamtfläche: im Vergleich zu Tagebau gering, aber Emissionen hoch

Solarpark Witznitz (ehemaliger Tagebau):

  • Fläche: 500 Hektar = 714 Fußballfelder

易 Warum BILD gegen Windräder Stimmung macht

1. Boulevard-Mechanismus

  • Übertriebene Flächenangaben („250 Fußballfelder“)
  • Emotionale Bebilderung (abgesägte Bäume, wütende Bürger)
  • Ausblendung von Ausgleichsmaßnahmen wie Aufforstung

2. Redaktionelle Linie

  • Klimaskepsis ist redaktionell gewollt
  • Döpfner lehnt Klimaschutz politisch-ideologisch ab
  • Politische Nähe zur FDP, CDU, INSM

3. Politische Verflechtung

  • Sachsens CDU-Ministerpräsident Kretschmer ist Windkraft-Gegner
  • Positionen werden durch BILD medial verstärkt

4. Protest als PR

  • Einzelne Bürgerproteste werden medial als Massenbewegung dargestellt
  • Fakten zur breiten Zustimmung für Windkraft werden ignoriert

 Wer steckt wirklich hinter der BILD-Linie?

Axel Springer SE

  • Medienkonzern hinter BILD, WELT, Politico Europe, Business Insider
  • Seit 2020 Mehrheit im Besitz von KKR (ca. 53 %)
  • CEO: Mathias Döpfner (ca. 20 % Anteile)

KKR – Kohlberg Kravis Roberts

  • US-Investor mit fossilem Portfolio:
  • Samson Resources (Öl), Chesapeake Energy (Fracking), Energy Future Holdings (Kohle)
  • Verbindungen zu Trump (David Petraeus, u. a.)
  • Ziel: Profite durch Medienmacht und fossile Beteiligungen

Mathias Döpfner

  • CEO Axel Springer
  • Zitat aus interner Mail: „Ich hasse Windräder“
  • Verharmlosung von Klimawandel, Angriffe auf Wissenschaft

 BlackRock – der stille Profiteur

Fossile Engagements

  • Über 250 Mrd. US-Dollar in fossile Energie investiert
  • Beteiligungen an ExxonMobil, Chevron, Shell, BP, TotalEnergies
  • Größter Einzelaktionär bei RWE, E.ON, EnBW, Wintershall Dea

Verbindung zu Springer und KKR

  • Beteiligt über Fonds an Axel Springer
  • Großinvestor bei KKR
  • Profitiert von verlangsamtem Energiewandel

里 Gesamtbild: Ein orchestriertes Spiel?

Einflussnetzwerk und Rollenverteilung:

  • BILD: Meinungsmacht gegen Windkraft, Skandalisierung
  • Axel Springer: Konzern mit politischer Agenda
  • KKR: US-Investor mit fossilem Geschäftsmodell
  • BlackRock: Weltgrößter Finanzakteur mit fossiler Dominanz
  • CDU/FDP/INSM: politische Abnehmer der publizistischen Linie

易 Fazit: Windkraft als Sündenbock – Fossile als Profiteure

Die Empörung der BILD über ein paar Windräder im Wald ist kein Journalismus – sie ist Teil eines orchestrierten Machtspiels, bei dem Medien, Investoren und Politik ihre Interessen bündeln. Während sich die öffentliche Debatte an Symbolfragen wie „Windrad im Wald“ entzündet, bleiben die wahren Klimazerstörer im Hintergrund aktiv – mit Rückendeckung durch Kapital und Meinungsmacht.

 Hashtags

  • #EnergiewendeJetzt
  • #Klimaschutz
  • #Windkraft
  • #SpringerLobby
  • #BlackRockMacht

Von Stuttgart nach Hamburg: Der große Mobilitätsvergleich 1970 – 1995 – 2025

️✈️

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann
– Die Welt gibt es nur einmal…..
Die Erde kann auch ohne uns Menschen bestehen…
eben dann wieder mit Kleinlebewesen und ohne Menschen.

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Meine eigene Reise

Vor einer Woche bin ich selbst die Strecke Stuttgart – Elmshorn gereist – mit der Deutschen Bahn.

In Hamburg habe ich dann für fünf Tage einen Mietwagen vom Typ „Cadillac Lyriq 600 E4“ übernommen.

Elektrofahrzeug
Cadillac Lyriq 600 E4 –

Wir sind dort rund 500 Kilometer mit dem Lyriq gefahren – und das zu zweit.

Schöne Ausflüge nach Büsum, Husum und nachtürlich St. Peter-Ording.

Die Bilanz?

Bahnfahrt plus Mietwagen war günstiger, als wenn ich mit meinem eigenen Pkw die gesamte Strecke von Stuttgart bis Elmshorn und zurück gefahren wäre – sowohl bei den Kosten, als auch beim Stressfaktor.

Diese Erfahrung war für mich der Anlass, einmal zu vergleichen:

Wie hat sich die Reise zwischen Stuttgart und Hamburg über die Jahrzehnte entwickelt?

Was war schneller?

Was günstiger?

Und wie nachhaltig ist das alles heute noch?


 Bahn – Die Entwicklung der Zugverbindung Stuttgart – Hamburg

 1970 – Mit dem D-Zug durchs Land

  • Zugtyp: D-Zug / TEE (Trans Europ Express)
  • Strecke: Stuttgart – Würzburg – Fulda – Kassel – Hannover – Hamburg
  • Fahrzeit: ca. 9:00–10:00 Stunden
  • Besonderheiten:
    • Keine Hochgeschwindigkeitsstrecken
    • Lokwechsel auf Teilstrecken
    • Komfortabel, aber langsam
    • Raucherabteile, Speisewagen
  • Ticketpreis (2025-äquivalent): ca. 45–50 €

 1995 – Das ICE-Zeitalter beginnt

  • Zugtyp: ICE 1 / IC
  • Strecke: Stuttgart – Mannheim – Frankfurt – Kassel – Hannover – Hamburg
  • Fahrzeit: ca. 6:30–7:00 Stunden
  • Besonderheiten:
    • Erste Schnellfahrabschnitte
    • Klimaanlage, elektronische Reservierungssysteme
  • Ticketpreis: ca. 70–90 €

 2025 – Schnell, direkt, digital

  • Zugtyp: ICE Sprinter / ICE 4
  • Strecke: Stuttgart – Mannheim – Frankfurt – Kassel – Hannover – Hamburg
  • Fahrzeit: ca. 5:15–5:30 Stunden
  • Besonderheiten:
    • Vollständig elektrifiziert
    • WLAN, Ruhebereiche, digitale Services
    • Direktverbindungen ohne Umstieg
  • Ticketpreis:
    • Sparpreis ab 35 €
    • Flexpreis bis 160

——


Pkw – Unterwegs auf vier Rädern

 1970 – Mercedes Strich-Acht oder BMW 520

  • Strecke: ca. 650 km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 85–90 km/h
  • Fahrzeit: ca. 8:00 Stunden
  • Besonderheiten:
    • Keine durchgängigen Autobahnen
    • Navigation per Karte
    • Häufiger Werkstattbedarf
  • Ø-Kosten/km: 0,25 € (2025-äquivalent)
  • Gesamtkosten: ca. 162 €

 1995 – Audi A6 oder BMW 5er E34

  • Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 100–110 km/h
  • Fahrzeit: ca. 6:30–7:00 Stunden
  • Besonderheiten:
    • Dichtes Autobahnnetz
    • Erste Navigationssysteme
  • Ø-Kosten/km: 0,40 €
  • Gesamtkosten: ca. 260 €

 2025 – Hybrid, Assistenten, Navi mit Live-Stau

  • Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 105–115 km/h
  • Fahrzeit: ca. 6:00–6:30 Stunden
  • Besonderheiten:
    • Assistenzsysteme, moderne Fahrwerke
    • Dennoch: Staurisiko und hohe Unterhaltskosten
  • Ø-Kosten/km:
    • 0,60 € (Verbrenner)
    • 0,45 € (Hybrid)
  • Gesamtkosten: ca. 295–390 €

Flug – Stuttgart – Hamburg im Detailvergleich

 1970 – Jetreise für Eliten

  • Reine Flugzeit: 1:30 Stunden
  • Anreise zum Flughafen: 0:45 Stunden
  • Zeit vor Abflug: 0:30 Stunden
  • Gesamtdauer: 2:45–3:00 Stunden
  • Ticketpreis: ca. 180–220 €

 1995 – Fliegen wird massentauglich

  • Reine Flugzeit: 1:15 Stunden
  • Anreise Flughafen: 1:00 Stunde
  • Zeit vor Abflug: 1:00 Stunde
  • Gesamtdauer: 3:15–3:30 Stunden
  • Ticketpreis: ca. 120–150 €

 2025 – Günstig, aber trügerisch

  • Reine Flugzeit: 1:10 Stunden
  • Anreise Flughafen: 1:00 Stunde
  • Zeit vor Abflug: 1:30 Stunden
  • Gesamtdauer: 3:40–4:00 Stunden
  • Ticketpreis: 50–180 € (zzgl. Gepäckoptionen)

Gesamtvergleich: Zeit & Kosten auf einen Blick

 Jahr 1970

  • Bahn: 9–10 Std. / 45–50 €
  • Pkw: 8:00 Std. / 162 €
  • Flugzeug: 2:45–3:00 Std. / 180–220 €

 Jahr 1995

  • Bahn: 6:30–7:00 Std. / 70–90 €
  • Pkw: 6:30–7:00 Std. / 260 €
  • Flugzeug: 3:15–3:30 Std. / 120–150 €

 Jahr 2025

  • Bahn: 5:15–5:30 Std. / 35–160 €
  • Pkw: 6:00–6:30 Std. / 295–390 €
  • Flugzeug: 3:40–4:00 Std. / 50–180 €

Resümee: Der Wandel der Mobilität

In den 1970er Jahren war das Auto schneller und oft auch günstiger als die Bahn, während das Flugzeug ein teures Privileg war.
In den 1990ern zogen Bahn und Flug auf Augenhöhe nach – doch heute, 2025, ist klar:

Die Bahn ist der Gewinner:

  • Schnell
  • Klimafreundlich
  • Direkt ins Stadtzentrum
  • Günstig bei frühzeitiger Buchung

Das Flugzeug verliert durch Transfer- und Sicherheitszeit seinen Zeitvorteil.

Der Pkw ist teuer, anfällig für Stau und durch CO₂-Bilanz und Verschleiß nicht mehr konkurrenzfähig.

——-


 Und wie reiste man vor 100 Jahren?

Stuttgart – Hamburg im Jahr 1925?

Kein ICE, kein Audi, kein Lufthansa-Ticket. Dafür: Zugluft, Zugpferde und Zigarettenrauch in der Holzklasse.

  • Abfahrt morgens um 5 mit Koffer, Hut und Butterbrot.
  • Zum Bahnhof? Zu Fuß. Oder mit der Pferdedroschke, wenn das Monatsgehalt es erlaubte.
  • Im Zug:
    • 16 bis 20 Stunden Reisezeit
    • 3 bis 4 Umstiege
    • Fenster auf – nicht wegen Aussicht, sondern wegen Kohlenrauch
    • Unterhaltung: Kuhzählen aus dem Waggonfenster und Geschichten von „damals, vor’m Krieg“

Ein Bordrestaurant? Nur wenn man die Picknicktasche von Oma dabei hatte.
Dafür war die Reise immerhin klimaneutral – wenn man vom Ruß mal absieht. 


Werner Hoffmann

Und zum Schluss noch ein Erfahrungswert:

Bei meiner aktuellen Bahnfahrt hatte der ICE zwar 1 Stunde und 6 Minuten Verspätung – aber die Deutsche Bahn hat sofort auf eine Rückerstattung von 25 % des Fahrpreises hingewiesen.

Bei einer Pkw-Reise hätte es dafür: genau gar nichts zurückgegeben.

➡️ Ein Lob an die Deutsche Bahn.
Kritik ist wichtig – aber Fairness auch.

#DeutscheBahn, #Strom, #ICE4, #Reisevergleich, #Verkehrswende

🔥 Hitzeschock Deutschland!– So brutal trifft uns der Klimawandel doppelt härter als den Rest der Welt 🔥

Ein Beitrag von

Karsten Schwanke Meteorologe Klima Wetter.

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Heute ist nicht nur kalendarischer Sommeranfang, sondern auch #ShowYourStripes Day – der weltweite Aktionstag, um die Dramatik der globalen Erwärmung sichtbar zu machen.

Und was sichtbar wird, ist erschreckend:

Während sich die Welt insgesamt erwärmt, rast Deutschland mit doppeltem Tempo in die Klimakatastrophe.

Zur Veranschaulichung wurde die Skala der bekannten Erwärmungsstreifen („Warming Stripes“) angepasst – von ±0,9 °C auf ±2,0 °C.

Diese grafischen Klimadiagramme, entwickelt vom britischen Klimaforscher Prof. Ed Hawkins, zeigen mit farblichen Streifen die durchschnittliche Temperaturabweichung seit Beginn der Industrialisierung.

Doch in einem zweiten Schritt wurde nun etwas viel Aufschlussreicheres getan:
Die Deutschland-Daten wurden direkt über die globale Grafik gelegt. Das Ergebnis ist ein Klima-Schock in Blau-Rot:

Deutschland erwärmt sich fast doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt.

Statt zu handeln, wie es die nackten Daten fordern würden, diskutiert die Politik noch immer über „Technologieoffenheit“ und träumt vom Weiterbetrieb fossiler Infrastrukturen.

Doch die Farben lügen nicht:
Deutschland ist längst im roten Bereich – und zwar nicht nur im Diagramm.

➡️

Was früher ein schleichender Trend war, ist heute eine fiebrige Entwicklung.

Die Temperaturstreifen sind kein Kunstprojekt.

Sie sind ein Klimanotruf. Und Deutschland steht im Epizentrum.


#ShowYourStripes

#Klimakrise

#DeutschlandErwärmtSich

#Hitzeschock

#GlobalWarming

KOLLAPS SOMMER! – Willkommen in der Hölle auf Zeitlupe

Ein Beitrag von

Daniel Mautz.

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🔥 KOLLAPS SOMMER! – Willkommen in der Hölle auf Zeitlupe

Was da draußen gerade passiert, nennen wir immer noch „Sommer“. Als wäre das einfach eine warme Jahreszeit. Doch was wirklich geschieht, ist nichts Geringeres als der systematische Kollaps unseres bisherigen Klimagleichgewichts.

T-Online beschreibt nüchtern, was längst offensichtlich ist: Was jetzt beginnt, ist kein Ausreißer.

Es ist der neue Standard.

  • Hitzewellen, die Straßen aufbrechen.
  • Nächte, in denen der Körper nicht mehr regeneriert.
  • Böden, die zu Staub zerfallen.
  • Wälder, die sich nicht mehr erholen.
  • Und Menschen, die sterben.

Nicht irgendwann. Sondern jetzt.

Und was tun wir?

Wir schreien nach Technologieoffenheit und beschützen den Verbrennungsmotor wie ein bedrohtes Kulturgut. Wir verteidigen die tägliche Fleischportion und das stets zu große Auto vorm Haus – in dessen Keller eine Öl- oder Gastherme hängt. Ein ganzer Lebensstil im Verteidigungsmodus, während draußen die Welt brennt.

Gleichzeitig ignorieren wir: Dieses Land ist völlig unvorbereitet auf das, was da kommt.

  • Keine strukturelle Hitzeschutzstrategie.
  • Keine konsequente Transformation.
  • Keine gesellschaftliche Ehrlichkeit.

Deutschland duckt sich weg. Und nennt das Differenzierung. Während die Klimakrise eskaliert, zögern wir – im Namen eines vermeintlichen Pragmatismus. Dabei ist es in Wahrheit nichts als Feigheit vor der Realität.

Was dieser Sommer zeigt, ist nicht das Ende.

Es ist das Intro.

Und wenn wir so weitermachen, wird es jedes Jahr tödlicher.

#Klimakollaps #HitzeSommer #KlimakriseJetzt #Systemversagen #KlimapolitikVersagt

🌍 Für CO₂-Ausgleich müsste man die halbe Erde bepflanzen – doch das reicht längst nicht

Ein n‑tv‑Artikel macht deutlich, dass massive Pflanzaktionen nötig wären, um den weltweiten CO₂-Ausstoß auszugleichen – konkret müssten demnach etwa die Hälfte aller Landflächen neu bewaldet werden. Aber selbst dieses extreme Szenario greift zu kurz.

 Wo entsteht wie viel CO₂? Ein globaler Blick

  • Energie (Strom und Wärme): ca. 37 Gt CO₂ pro Jahr – etwa 75 % aller Emissionen
  • Stromproduktion (Kohle, Öl, Gas): über 20 % aller globalen Treibhausgase
  • Landwirtschaft & Landnutzung: ca. 12 %
  • Industrielle Prozesse (Zement, Stahl, Chemie): etwa 9 %
  • Verkehr: weltweit etwa 15 %
  • Gebäude (Heizung): in Deutschland ca. 103 Mio t CO₂-eq (2023)
  • Abfall: unter 4 %, jedoch rückläufig

In Deutschland beliefen sich die Gesamtemissionen 2023 auf etwa 673 Mio t CO₂‑Äquivalent – ein Rückgang um 42 % seit 1990. Doch das reicht noch lange nicht für die Klimaziele 2045.

 Warum schnellstmöglich auf erneuerbare Energie umsteigen?

  • Energieerzeugung: ist für 73 % aller Emissionen verantwortlich
  • Deutschland: erzeugt rund 63 % des Stroms aus erneuerbaren Quellen, 37 % weiterhin fossil
  • Reformbedarf: Ausbau von Wind, PV, Wärmepumpen, Gebäudesanierung nötig

Ein Wald auf halber Erdfläche hätte enorme ökologische, ökonomische und soziale Einschränkungen. Deshalb: Nicht Aufforstung gegen Emissionen aufrechnen – sondern fossile Energien sofort reduzieren.

 Vorsicht Gas: Methan-Problem unterschätzt

  • Methan (CH₄): auf 20 Jahre bis zu 84‑fach klimaschädlicher als CO₂
  • Verantwortlich für: rund 30 % der globalen Erwärmung
  • Quellen: Landwirtschaft, aber auch Energieproduktion und Gasinfrastruktur
  • IEA: 75 % der Methanverluste ließen sich ohne Mehrkosten vermeiden

Gas gilt oft als „Brückentechnologie“, doch durch Leckagen und Methanfreisetzung ist es klimapolitisch problematisch – teilweise schlimmer als Kohle. Erdgas sollte nur in Ausnahmefällen und mit modernster Technik eingesetzt werden.

☢️ Atomkraft? Keine Wolkenkuckucks-Katze

  • Uran ist begrenzt: und der Abbau ist umweltschädlich
  • Endlagerung ungelöst: enorme Risiken über Jahrtausende
  • AKWs: teuer, langsam, unflexibel – ungeeignet zur dezentralen Energiewende

Atomkraft ist teuer, gefährlich und behindert den Ausbau Erneuerbarer. Kein Weg in eine nachhaltige Zukunft – weder ökonomisch noch ökologisch.

✅ Fazit & Handlungsempfehlungen

  • 1. Kein Pflanzenhell: Aufforstung hilft – aber nur mit fossilem Ausstieg
  • 2. Erneuerbares voran: Wind, Sonne, Speicher und Wärmepumpen sind Schlüssel
  • 3. Methan stoppen: Lecks erfassen, Gas nur begrenzt zulassen
  • 4. Atom abwählen: Risiken, Kosten und Altlasten sprechen dagegen
  • 5. Politik handeln lassen: klare Gesetze, klare CO₂-Bepreisung, Methanregulierung

Nur wenn CO₂ und Methan gleichzeitig massiv reduziert werden, können wir das 1,5 °C‑Ziel des Pariser Klimaabkommens noch ansatzweise erreichen.

 Danke fürs Lesen – denn das Klima wartet nicht.

#Klimakrise #Methan #Erneuerbare #AtomkraftNeinDanke #CO2Ausgleich

Die unsichtbare Falle, die die Energiewende blockiert

Was bedeutet „unsichtbare Falle“?

Der Begriff geht auf Energieexperte Jan Rosenow zurück und beschreibt den sogenannten Primärenergie-Irrtum.

Dabei handelt es sich um den weitverbreiteten Denkfehler, dass man die heutige Menge an fossiler Energie 1:1 durch erneuerbare Energie ersetzen müsse.

Dieser Vergleich führt in die Irre – denn fossile Energieträger verursachen massive Umwandlungsverluste, während Strom aus Wind und Sonne direkt genutzt wird.

Beispiel:

Ein Kohlekraftwerk wandelt nur etwa 35 % der eingesetzten Primärenergie in Strom um – der Rest verpufft als Abwärme.

Eine Wärmepumpe hingegen nutzt Strom drei- bis viermal effizienter zur Wärmeerzeugung.

Der Energiebedarf sinkt also drastisch – doch dieser Effekt wird im Primärenergie-Vergleich ausgeblendet.

Warum ist das problematisch?

  • Fehlbewertung des Umbauaufwands: Gegner behaupten, die riesige Primärenergiemenge könne niemals mit erneuerbaren Quellen ersetzt werden. Sie verschweigen, dass durch Elektrifizierung (z. B. Wärmepumpen statt Gasheizung, E-Auto statt Verbrenner) der Bedarf an Energie um bis zu 60 % sinken kann.
  • Verzerrte politische Debatte: Durch die Fixierung auf Primärenergie wird suggeriert, dass die Energiewende technisch nicht machbar sei – obwohl es längst praktikable Lösungen gibt.
  • Mediale Verbreitung falscher Maßstäbe: Medien greifen oft Zahlen zur Primärenergie auf, ohne sie zu hinterfragen. So entsteht der Eindruck, Erneuerbare seien unbedeutend – obwohl sie längst den größten Anteil an der Stromerzeugung stellen.

Aktuelle Herausforderungen der Energiewende

  • Netzstabilität sichern: Mit dem Rückzug großer Kraftwerke fehlen rotierende Massen im Netz. Neue digitale Lösungen wie „synthetische Trägheit“ aus Wechselrichtern müssen diese Funktion übernehmen.
  • Trassenausbau beschleunigen: Tausende Kilometer Stromleitungen (SüdLink, SüdOstLink) sind im Verzug – obwohl sie für Windstromtransport unerlässlich sind.
  • Bürokratieabbau: Genehmigungen für Windräder dauern teils 6–8 Jahre. Planungsrecht, Beteiligungsverfahren und Klagewege bremsen den Fortschritt.
  • Fachkräftemangel: Handwerks- und Installationsbetriebe suchen händeringend nach Personal, um Wärmepumpen, PV-Anlagen und Speicher zu verbauen.
  • Speicherlösungen und Flexibilität: Damit die volatile Stromerzeugung aus Sonne und Wind nutzbar bleibt, braucht es Lastmanagement, Batteriespeicher und neue Tarife.

Wer blockiert die Energiewende – und warum?

Hauptakteure:

  • Fossile Energiekonzerne: Fürchten den Verlust von Milliardeninvestitionen. Ihr Geschäftsmodell basiert auf Öl, Gas und Kohle.
  • Atomlobby: Internationale Konzerne wie EDF, Rosatom und Westinghouse preisen Atomkraft als „grüne Brücke“, verschweigen jedoch Risiken.
  • Industrieverbände: Energieintensive Branchen lobbyieren für günstige Industriepreise und gegen CO₂-Bepreisung – mit Standortangst-Narrativen.
  • Konservative Parteien (CDU, CSU, FDP): Setzen auf „Technologieoffenheit“, oft als Deckmantel für fossile Optionen und Verzögerung.

Taktiken & Strategien:

  • Verzögerung durch Gesetzgebung: Bauvorschriften, Abstandsregeln, kommunale Blockaden verhindern Ausbau.
  • Medienkampagnen: Über konservative Verlage werden Begriffe wie „Blackout“, „Wärmepumpenzwang“ oder „Öko-Diktatur“ verbreitet.
  • Thinktanks & Auftragsstudien: INSM, IWK oder IEA veröffentlichen Studien mit verzerrten Primärenergievergleichen.
  • „Klimaneutrale“ Ablenkungstechnologien: CCS, E-Fuels und Atomkraft werden schöngeredet, obwohl sie ineffizient oder spät verfügbar sind.

Was ist zu tun?

  • Primärenergie-Denkmuster überwinden: Fokus auf Nutzenergie, Effizienz und Elektrifizierung.
  • Klarer politischer Rahmen: Tempo bei Planungssicherheit, Bürgerbeteiligung, Netzausbau und Digitalisierung.
  • Lobbyismus zurückdrängen: Entscheidungen müssen sich an Klimazielen und Wissenschaft orientieren – nicht an Renditeinteressen.
  • Positive Narrative fördern: Die Energiewende ist eine Chance – für Klima, Wirtschaft und Gesellschaft.

Fazit

Die Energiewende wird nicht an Technik oder Geld scheitern – sondern an Denkfehlern, Verzögerungstaktiken und politischer Mutlosigkeit. Die „unsichtbare Falle“ ist ein gutes Beispiel dafür: Wer den Energiebedarf anhand veralteter Maßstäbe misst, blockiert Fortschritt.

Was wir brauchen, ist Klarheit über den Unterschied zwischen Primär- und Nutzenergie, eine ehrliche Debatte über Machtverhältnisse und eine Politik, die für eine klimaneutrale Zukunft einsteht – nicht für die Gewinne von gestern.


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