Skandal um AfD-Pastor: Wenn Religion zur Rechtfertigung gefährlicher Ideologien wird

Ein Beitrag von

Lisa Müller.

„Wenn ich stark genug bin, dass ich Frauen vergewgen kann und dadurch meine Gene weitergebe, warum ist das böse?“, fragt Tobias Riemenschneider in einem Podcast. Bevor schon hier die Empörung losgeht:

Seine Argumentation führt dahin, dass er Vergewung für falsch halte, weil er Christ sei. Und jetzt die Empörung:

Die Männer außerhalb des Christentums stellt er damit unter Generalverdacht.

Spannend, wenn man bedenkt, was in der katholischen Kirche in den letzten Jahren aufgedeckt wurde.

Riemenschneider ist Pastor in Frankfurt. Ein Pastor, der auch an Events der AfD teilnimmt – etwa an „Christen in der AfD“.

Dort sprach er über den „Großen Austausch“, die Verschwörungserzählung, nach der das deutsche Volk gegen Menschen aus anderen Ländern ausgetauscht werden solle.

U.a. geschehe dies, weil hier Abtreibung erlaubt sei, dadurch weniger deutsche Kinder geboren werden.

Spannend:

Gleiche Strategie wie die Republikaner mit den Evangelikalen in den US

Wenn er danach gefragt wird, betont er, Rassismus abzulehnen.

Und doch verbreitet er völkische Narrative und ruft die AfD dazu auf, „unser Land“ zu retten. „Gott helfe Ihnen dabei.“

Eine Instrumentalisierung des Christentums, wie wir es auch oder gerade in den #USA erleben:

Radikalisierte Christen verhalfen Trump ins Weiße Haus. Auch nannte z.B. Verteidigungsminister Hegseth den Krieg gegen Iran als „Heiligen Krieg“.

Hier in Deutschland sieht die AfD noch Wählerpotential unter konfessionellen Christ:innen.

Das zeigt sich auch in immer mehr Reels und Podcasts von strategisch genutzten, rechten Influencern, die unsere Plattformen fluten.

Ganz nach Stephen Bannons Motto „Flood the Zone with Shit“ – der Trumpberater, der sogar offiziell ankündigte, die AfD unterstützen zu wollen.

Wir reden also über eine #Wählergruppe, die bisher eher zur #CDU/CSU neigte. Diese hat unter Merz allerdings die Narrative der AfD übernommen, wirkt wie eine Echokammer radikalen Denkens. Das sehen wir auch an den aktuellen Umfragen, nach denen die AfD zum ersten Mal stärkste Partei in Deutschland wäre.

Radikale Ideen verschwinden eben nicht, indem man sie selbst immer und immer wieder wiederholt – oh Wunder. Es passiert nur das, was Expert:innen seit Jahren (!) prophezeien: Die Ideen werden bestätigt. Die AfD legitimiert. Und wenn nun die AfD bei deiner Zielgruppe (die mit dem „C“) anklopft, dann solltest du dir vielleicht allmählich über-legen, ob deine Strategie aufgeht.

Ein Kommentar von Werner Hoffmann

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer.

Die perfide Strategie wird besonders deutlich, wenn man die Vorgehensweise von Beatrix von Storch (AfD) genauer betrachtet. Sie geht ähnlich vor, wie es die Republikaner bei den Evangelikalen in den USA tun.

Link: https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/afd-christentum-social-media-influencer-100.html
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Link: https://www.ezw-berlin.de/aktuelles/artikel/ein-fundamentalistisches-christentum-als-staatsreligion-die-christen-in-der-afd-lassen-sich-von-tobias-riemenschneider-erbauen/

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Link: https://www.fr.de/politik/afd-in-sachsen-anhalt-will-kirchen-alle-gelder-streichen-94148347.html

RENTEN-SCHOCK DURCH MERZ? WARUM DIESE PLÄNE MILLIONEN TREFFEN KÖNNTEN!

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann
– Überzeugter demokratischer Europäer – Rentenberater (RDG) –

Die Diskussion um die Zukunft der gesetzlichen Rente nimmt eine neue, brisante Wendung. Laut einem Bericht von t-online plant Friedrich Merz, den Bundeszuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung zu senken.

Was technisch klingt, hat enorme Auswirkungen.

Was bedeutet der Bundeszuschuss?

Er gleicht politisch gewollte Leistungen aus, die nicht allein durch Beiträge finanziert werden können:

  • Kindererziehungszeiten,
  • Rentenansprüche aus DDR-Zeiten,
  • gesellschaftspolitische Leistungen, z.B. Mütterrente, Zuschlag zur Grundrente.

Eine Kürzung führt sofort zu einer Finanzierungslücke.

Die entscheidenden Zahlen

Der Bundeszuschuss liegt bei rund:

  • 110 bis 120 Milliarden Euro jährlich,
  • etwa 25–30 % der Rentenausgaben.

Doch das reicht nicht:

Nach Einschätzungen aus dem Umfeld der Deutschen Rentenversicherung Bund fehlen seit Jahren:

  • 20 bis 40 Milliarden Euro jährlich.

Ein sachgerechter Zuschuss läge eher bei:

  • 130 bis 160 Milliarden Euro jährlich.

Die Folgen einer Kürzung

  • steigende Beiträge,
  • sinkendes Rentenniveau,
  • mehr private Vorsorge.

Hier wird es politisch brisant.

Die Strategie dahinter

  • Die gesetzliche Rente wird als unzureichend dargestellt,
  • gleichzeitig finanziell unter Druck gesetzt,
  • während bAV und private Vorsorge gestärkt werden.

Das Problem:

In Deutschland liegt die Arbeitgeberbeteiligung an der Gesamtversorgung oft unter 50 % – deutlich weniger als in vielen europäischen Ländern.

Was wirklich passiert

  • wird die gesetzliche Rente geschwächt,
  • müssen Arbeitnehmer mehr vorsorgen,
  • werden Arbeitgeber entlastet.

Das ist kein Zufall, sondern eine politische Weichenstellung.

Resümee

Aus meiner Sicht wird gezielt Meinungsmache betrieben – auch durch CDU, CSU, FDP, AfD und Arbeitgeber.

Die gesetzliche Rente wird schlechter dargestellt, um bAV und private Vorsorge als Lösung zu präsentieren.

Das Problem: Diese Modelle haben oft minimale Arbeitgeberzuschüsse.

In vielen europäischen Ländern beteiligen sich Arbeitgeber deutlich stärker – in Deutschland bleibt ihr Anteil vergleichsweise gering.

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#Rente #Merz #Rentenpolitik #Altersvorsorge #Deutschland

Industriebetrieb ganz ohne fossile Energie

Ein Beitrag von

Claudia Kemfert.

So sieht die Energiezukunft aus: erneuerbar, effizient, intelligent – und wirtschaftlich.

Ein Unternehmen in Kupferzell zeigt eindrucksvoll, wie der vollständige Verzicht auf Öl und Gas gelingen kann: mit Solarkollektoren, Erdabsorbern, Wärmepumpen, Speichern, Betonkernaktivierung und intelligentem Energiemanagement.

Besonders bemerkenswert: Die Energiekosten liegen offenbar bei nur wenigen Cent pro Kilowattstunde – weit unter den üblichen Marktpreisen für Strom und Wärme. Das zeigt: Nicht die Erneuerbaren sind der Kostentreiber, sondern die Abhängigkeit von fossilen Energien, volatilen Weltmarktpreisen und veralteten Strukturen.

Wer heute in erneuerbare Energien, Effizienz, Speicher und smarte Steuerung investiert, senkt dauerhaft Strom- und Wärmekosten, macht sich unabhängiger von Preisschocks und stärkt die eigene Wettbewerbsfähigkeit.

Das ist kein Zukunftstraum. Das ist gelebte Praxis. Genau solche Beispiele brauchen wir viel mehr.

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RENTE UNTER BESCHUSS: Wie Arbeitgeber und Politik den Generationenvertrag systematisch aushöhlen

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
Werner Hoffmann
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Die Diskussion um die Zukunft der Rente in Deutschland ist kein Zufall, sondern Teil einer Strategie. Arbeitgeberverbände sowie CDU, CSU, FDP und AfD treiben eine Entwicklung voran, die das Umlagesystem schwächt – zugunsten kapitalgedeckter Modelle.

Deutschland hinkt bei der Arbeitgeberbeteiligung hinterher

Im europäischen Vergleich zeigt sich: Deutschland gehört zu den wenigen Ländern, in denen die Arbeitgeberbeteiligung an der gesamten Altersversorgung unter 50 % liegt.

Das bedeutet:

  • In der gesetzlichen Rentenversicherung zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils rund 50 %,
  • in vielen europäischen Ländern ist der Arbeitgeberanteil deutlich höher,
  • in der betrieblichen Altersversorgung liegt der Zuschuss meist nur bei maximal 15 % – und nur bei Sozialversicherungsersparnis.

Das Ergebnis: Die finanzielle Last verschiebt sich zunehmend auf die Beschäftigten.

Die Strategie dahinter

Die Debatte wird gezielt auf zwei Modelle reduziert:

  • Umlagesystem,
  • Kapitaldeckung.

Doch das lenkt ab. Es geht nicht um das System – sondern um die Verteilung der Kosten.

Je stärker die gesetzliche Rente geschwächt wird – etwa durch eine Absenkung unter die 48-%-Haltelinie – desto mehr wird Altersvorsorge in bAV und private Modelle verschoben. Genau dort ist die Arbeitgeberbeteiligung deutlich geringer.

AfD: Keine Partei der Arbeitnehmer und Rentner

Die AfD positioniert sich nicht als Interessenvertretung von Arbeitnehmern oder Rentnern. Forderungen zur Schwächung von Gewerkschaften und zur Infragestellung des Mindestlohns sprechen eine klare Sprache.

Auch die oft genannten „70 % Rente“ sollen nicht aus der gesetzlichen Rente entstehen, sondern aus bAV und privater Vorsorge. Dort können sich Arbeitgeber weitgehend aus der Verantwortung ziehen.

Kapitalmarkt statt Sicherheit

Mit der Verlagerung steigt die Abhängigkeit von Banken und Versicherungen – bei gleichzeitig höheren Kosten:

  • Gesetzliche Rente: ca. 1 % bis 1,5 % Verwaltungskosten,
  • private Anbieter: ca. 2,5 % bis 4 %,
  • zusätzlich ca. 2,4 % Vertriebskosten.

Wer zahlt die Rechnung?

Am Ende sind es die Arbeitnehmer:

  • höhere Eigenanteile,
  • mehr Risiko,
  • höhere Kosten.

Resümee

Die Rentendebatte ist kein neutraler Diskurs. Das Umlagesystem wird gezielt geschwächt, um kapitalgedeckte Modelle auszubauen – und die Verantwortung von Arbeitgebern zu reduzieren.

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#Rente #Altersvorsorge #bAV #Sozialpolitik #Deutschland

Betriebliche Altersversorgung: Große Errungenschaft – aber nur für wenige?

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann – Rentenberater (RDG) und Betriebswirt für betriebliche Altersversorgung (FH)

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) gilt als zweite Säule der Altersvorsorge. Doch sie ist nicht flächendeckend: Vor allem Beschäftigte in Großunternehmen und tarifgebundenen Betrieben profitieren – kleine Betriebe bleiben zurück.

Verbreitung nach Betriebsgröße

  • >1.000 MA: 75–90 %,
  • 500 MA: 70–80 %,
  • 100 MA: 50–60 %,
  • 10 MA: 20–30 %,
  • Kleinbetriebe: oft unter 20 %.

Geschlechterunterschiede

  • Männer: 27 %,
  • Frauen: 13 %.

Zwar existieren rund 18 Mio. Verträge, doch diese Zahl täuscht: ruhende Verträge, Mehrfachverträge und geringe Leistungen verzerren das Bild.

Rechtsanspruch – begrenzt

Nach § 1a BetrAVG besteht nur ein Anspruch auf Entgeltumwandlung. Der Arbeitgeber zahlt 15 % Zuschuss, aber nur bei eigener SV-Ersparnis. Zudem bestimmt er Durchführungsweg und Anbieter – echte Wahlfreiheit fehlt.

Komplexität als Problem

Die bAV ist so umfangreich und kompliziert, dass jedes Jahr bei der aba – Arbeitsgemeinschaft betriebliche Altersversorgung e.V. mehrere Tage Seminare – selbst für Spezialisten – stattfinden!

Politische Entwicklung kritisch

Einige Parteien (besonders CDU, CSU, FDP und AfD) sehen die gesetzliche Rente nur noch als Basis – teils ohne 48 %-Haltelinie. Stattdessen sollen bAV und private Vorsorge wachsen.

Reform ist notwendig

  • Abbau der Arbeitgeberhaftung, um Hemmschwellen zu senken, dafür aber,
  • Zertifizierte Standardprodukte,
  • Freie Anbieterwahl,
  • AG-Zuschüsse von 30–50 %,
  • BU- und Hinterbliebenenschutz verpflichtend integrieren,
  • Strukturen vereinfachen.

Entscheidend: Alle müssen mitziehen

  • Arbeitgeber,
  • Gewerkschaften,
  • politische Parteien,
  • Beratungsfirmen, Dienstleister und Versicherer.

Resümee

Die bAV ist wichtig, aber kein flächendeckender Erfolg.

Ohne Reformen, höhere Arbeitgeberbeteiligung und gemeinsames Handeln bleibt sie ein Privileg weniger – statt eine Lösung für alle.

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#Reha #Rentenversicherung #Altersrente #Sozialrecht #Rentenberatung

Merz greift den 1. Mai an – was das für Arbeitnehmer und die Rente bedeutet

Ein Beitrag von Johannes Wagner

#Merz und die #Union zocken mit zentralen Errungenschaften der Arbeitendenbewegung.

Krankentage, 8-Stundentag, Rente…

Leider macht der #Finanzminister Klingbeil mit. Die Kürzungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung gehen gar nicht!

In diesem Sinne: seid laut am 1. Mai 🌹

Ein Kommentar von Werner Hoffmann

Die Diskussion um den 1. Mai sorgt für Empörung – und das zu Recht. Wenn Politiker wie Friedrich Merz diesen zentralen Feiertag infrage stellen, geht es um weit mehr als einen freien Tag: Es geht um den Kern der Arbeitnehmerrechte.

Der 1. Mai steht für Errungenschaften wie den 8-Stunden-Tag, bessere Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und soziale Sicherheit – hart erkämpft durch die Arbeiterbewegung.

Er steht aber auch für Tarifverträge, Arbeitnehmerrechte und den sozialen Ausgleich, der nur durch Verhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern möglich wurde. Diese Fortschritte sind ohne Gewerkschaften undenkbar.

Jedem muss klar sein: Ohne Gewerkschaften gäbe es in Deutschland weder diese Form der Demokratie noch unseren heutigen Wohlstand. Sie sind ein Fundament unseres sozialen und wirtschaftlichen Systems.

Wer den 1. Mai relativiert oder abschaffen will, sendet ein klares Signal.

Friedrich Merz zeigt damit, wie arbeitnehmerfeindlich seine Politik ist. Allein der Gedanke, den wichtigsten Feiertag der Arbeitnehmer infrage zu stellen, offenbart eine gewerkschaftsfeindliche Haltung. Es geht nicht um Wirtschaftskraft, sondern um Ideologie.

Besonders kritisch wird es im Zusammenhang mit weiteren Entwicklungen: Diskussionen über Krankentage, Arbeitszeiten und Einschnitte bei der gesetzlichen Krankenversicherung zeigen bereits eine klare Richtung. Wenn gleichzeitig der Finanzminister Maßnahmen zulasten der Versicherten unterstützt, entsteht ein alarmierendes Gesamtbild.

Noch gravierender ist der Blick auf die Rentenpolitik. Wer symbolische Errungenschaften wie den 1. Mai angreift, wird auch vor Einschnitten bei der Altersvorsorge nicht zurückschrecken. Steigendes Renteneintrittsalter, geringere Leistungen oder stärkere Privatisierung sind reale Risiken.

Die gesetzliche Rente ist für Millionen Menschen die zentrale Absicherung im Alter. Deutschland liegt bereits heute im europäischen Vergleich bei Rentenhöhe und Arbeitgeberbeteiligung zurück. Weitere Schwächungen würden die Lage deutlich verschärfen.

Die Richtung ist klar: weniger kollektive Absicherung, mehr individuelle Verantwortung – auf Kosten der Beschäftigten.

Der 1. Mai ist kein beliebiger Feiertag. Er ist ein Symbol für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und den Wert von Arbeit.

Deshalb gilt: aufmerksam bleiben, kritisch hinterfragen und Haltung zeigen – gerade am 1. Mai.

#1Mai #Arbeitnehmerrechte #Rente #SozialeGerechtigkeit #Gewerkschaften

Katherina Reiche streicht alles, was an der Energiewende funktionieren könnte

Ein Beitrag von

Daniel Mautz
Daniel Mautz

Landwirt:innen, Grüne, SPD und der Deutsche Bauernverband protestieren gemeinsam. Das passiert fast nie.

Und wenn es passiert, hat meistens jemand im Ministerium gründlich danebengegriffen.

Wirtschaftsministerin Reiche will im EEG-Entwurf die Sonderförderung für Agri-PV ersatzlos streichen. Dazu Floating-PV auf Gewässern, Solaranlagen auf Mooren und über Parkplätzen. Alles weg.

Dabei ist Agri-PV genau das Konzept, das die ständig beklagte Flächenkonkurrenz zwischen Landwirtschaft und Energiewende auflöst. Solarstrom oben, Landwirtschaft unten. Doppelnutzung statt Verdrängung.

Reiches Ministerium behauptet, Agri-PV sei über reguläre Ausschreibungen wettbewerbsfähig. Das ist entweder Ahnungslosigkeit oder gezieltes Framing über angebliche Marktfähigkeit.

Agri-PV braucht höhere Gestelle, damit darunter gewirtschaftet werden kann. Die Investitionskosten liegen deutlich über denen normaler Freiflächenanlagen. Ohne Förderausgleich haben diese Projekte in keiner Ausschreibung eine Chance.

Besonders dreist ist der Widerspruch zum eigenen Koalitionsvertrag. Dort steht schwarz auf weiß, man wolle Doppelnutzung durch Agri-PV und Floating-PV erleichtern. Reiche tut das Gegenteil.

Die Förderprämie wurde ohnehin nie ausgezahlt, weil die EU Bedenken hatte. Statt diese auszuräumen, kippt Reiche gleich das ganze Konzept.

Das ist keine Ordnungspolitik, sondern regulatorische Sabotage an der eigenen Regierungsvereinbarung.

Der Bauernverband erwartet deutliche Korrekturen. Umweltminister Schneider warnt vor einem Schlingerkurs bei den Erneuerbaren.

Wer Technologieoffenheit predigt, aber jede Technologie abwürgt, die zwei Probleme gleichzeitig löst, hat den Begriff nicht verstanden. Oder absichtlich umgedeutet.

Link: https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/agri-pv-landwirte-gruene-und-spd-einig-gegen-streichungsplaene-114081686

Reha gestoppt wegen Rente? Wann die Deutsche Rentenversicherung plötzlich die Notbremse zieht!

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Werner Hoffmann.

– Rentenberater (RDG).-
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Viele Versicherte gehen davon aus: Ist eine Reha einmal bewilligt, wird sie auch durchgeführt. Doch genau hier lauert eine wenig bekannte Falle im Rentenrecht. Denn: Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) kann eine bereits bewilligte Reha wieder stoppen, wenn bestimmte gesetzliche Voraussetzungen eintreten.

Der entscheidende Grundsatz: „Reha vor Rente“

Im deutschen Sozialrecht gilt der Grundsatz „Rehabilitation vor Rente“. Ziel ist es, die Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen. Rechtsgrundlage ist insbesondere § 9 SGB VI (Leistungen zur Rehabilitation).

Doch dieser Grundsatz gilt nicht uneingeschränkt.

Wann darf die DRV eine Reha stoppen?

Eine bereits bewilligte Reha kann entfallen, wenn zwischenzeitlich ein Anspruch auf Altersrente entsteht. Maßgeblich sind hier vor allem:

  • § 12 Abs. 1 Nr. 2 SGB VI – Kein Anspruch auf Reha bei Altersrente,
  • § 116 Abs. 2 SGB VI – Umdeutung eines Reha-Antrags in einen Rentenantrag,
  • § 51 SGB V – Aufforderung zur Reha und Wechselwirkung mit Rentenantrag.

Das bedeutet konkret: Sobald eine Altersrente beginnt oder verbindlich beantragt wird, kann die DRV sagen: Reha ist nicht mehr erforderlich.

Besonders kritisch: Die Umdeutung

Ein Reha-Antrag kann automatisch als Rentenantrag umgedeutet werden. Das kann gravierende Folgen haben:

  • Beginn einer (ggf. gekürzten) Rente,
  • Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten,
  • dauerhafte finanzielle Nachteile.

Strategischer Fehler mit Folgen

Gerade in den letzten Jahren vor Rentenbeginn ist Vorsicht geboten. Ohne Planung kann das mehrere tausend Euro kosten.

Resümee

Eine bewilligte Reha ist kein Selbstläufer. Sobald ein Anspruch auf Altersrente entsteht, kann die DRV die Maßnahme stoppen.

Deshalb gilt: Eine fundierte strategische Beratung erfolgt nicht bei der Antragstelle, sondern durch einen unabhängigen Rentenberater (RDG) – idealerweise vor jeder Antragstellung.

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Werner Hoffmann.
Unabhängiger Rentenberater (RDG).

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💥 70 % Rente? Die Rechnung der AfD geht nicht auf!

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Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
Werner Hoffmann.
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Die Alternative für Deutschland – AfD – verspricht 70 % Rente.

Doch hinter dieser Zahl steckt ein Problem:

👉 Die Rechnung geht nicht auf.

Das Grundproblem

Die AfD will gleichzeitig:

  • höhere Renten,
  • stabile Beiträge,
  • weniger Zuwanderung.

👉 Klingt gut – ist aber mathematisch widersprüchlich.

Warum das nicht funktioniert

Die gesetzliche Rente der Deutsche Rentenversicherung basiert auf dem Umlageverfahren:

👉 Beitragszahler finanzieren Rentner.

Wenn:

  • weniger Menschen einzahlen,
  • aber mehr Geld ausgezahlt werden soll,

👉 entsteht automatisch eine Finanzierungslücke.

Der Widerspruch – einfach erklärt

👉 „Was nicht eingezahlt wird, kann nicht ausgezahlt werden.“

Oder noch klarer:

👉 „Mehr Leistung ohne mehr Einnahmen ist ein Versprechen ohne Grundlage.“

Die Realität

Um 70 % zu erreichen, bräuchte man:

  • deutlich höhere Beiträge,
  • massive Steuerzuschüsse,
  • oder zusätzliche Vorsorgesysteme.

👉 Genau das wird nicht konkret erklärt.

Der eigentliche Trick

Die Zahl 70 % wird genutzt, um:

  • Sicherheit zu vermitteln,
  • einfache Lösungen zu suggerieren,
  • komplexe Zusammenhänge zu überdecken.

Resümee

Die 70 %-Rente der AfD ist:

  • ein starkes politisches Signal,
  • aber kein durchgerechnetes Konzept.

👉 Am Ende gilt: Ohne Finanzierung bleibt jede Zahl nur ein Versprechen.

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#Rente #AfDkritik #Rentenlüge #Finanzen #Altersarmut

Teil 1c: Private Altersvorsorge Vergleich Deutschland mit Österreich: Warum Eigenvorsorge in beiden Ländern nötig ist – aber unterschiedlich wirkt!

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer

Werner Hoffmann. – Rentenberater (RDG)– .

Neben gesetzlicher Rente und bAV bildet die private Altersvorsorge die dritte Säule. Gerade hier zeigt sich: Beide Länder setzen auf Eigeninitiative – aber unter unterschiedlichen Voraussetzungen.

Grundprinzip der privaten Vorsorge

In Deutschland und Österreich gilt:

– freiwillige Vorsorge,
– individuelle Finanzierung,
– Ergänzung zur gesetzlichen Rente.

Doch die Ausgangslage ist unterschiedlich.

Deutschland: Hohe Erwartungen an Eigenvorsorge

In Deutschland wurde die private Vorsorge politisch stark gefördert:

– Riester- und Rürup-Modelle,
– steuerliche Vorteile,
– staatliche Zuschüsse.

Gleichzeitig gilt: Die gesetzliche Rente reicht oft nicht aus, und die bAV ist häufig schwach ausgeprägt.

Private Vorsorge wird dadurch zur Notwendigkeit.

Österreich: Ergänzung statt Ersatz

In Österreich ist die Situation anders:

– gesetzliche Rente deutlich höher,
– bAV stärker arbeitgebergetragen,
– private Vorsorge weniger existenziell.

Private Vorsorge ist dort sinnvoll – aber nicht zwingend Ersatz für ein schwaches System.

Typische Produkte

Deutschland:
Riester-Rente, Rürup-Rente, private Rentenversicherungen, Fonds- und ETF-Sparen.

Österreich:
klassische Rentenversicherungen, fondsgebundene Lösungen und Kapitalanlagen.

Auffällig ist: Deutschland ist stärker reguliert und stärker auf Förderung ausgerichtet.

Risikoprüfung und Zugang

Deutschland: häufig Gesundheitsprüfung bei Versicherungen und komplexe Förderregeln.
Österreich: einfacherer Zugang und weniger Bürokratie.

Der entscheidende Unterschied

Deutschland: Private Vorsorge ersetzt teilweise fehlende Leistungen.

Österreich: Private Vorsorge ergänzt ein bereits stärkeres System.

Warum ist das wichtig?

Wenn gesetzliche und betriebliche Systeme schwächer sind, steigt der Druck auf den Einzelnen. Wenn diese Systeme stark sind, bleibt private Vorsorge eine freiwillige Ergänzung.

Resümee

Deutschland setzt stark auf private Vorsorge, weil gesetzliche Rente und bAV oft nicht ausreichen. Österreich ist weniger abhängig davon, weil das Gesamtsystem stärker trägt.

Die zentrale Erkenntnis: Private Altersvorsorge ist kein Ersatz für ein starkes System – sondern nur eine Ergänzung.

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#Rente #PrivateVorsorge #Deutschland #Österreich #Altersvorsorge

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