Teil 6 – Resümee: Sicherheit im Alter braucht Technik – aber vor allem Souveränität

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Die vorherigen Teile haben gezeigt, wie wichtig einfache, verlässliche und fehlbedienungssichere Technik für ältere Menschen ist.

Telefonie und Notfallkommunikation dürfen im Alltag keine zusätzliche Hürde darstellen.

Sie müssen funktionieren – auch unter Stress, bei Unsicherheit oder nach einem Sturz.

Sprachgesteuerte Systeme und cloudbasierte Dienste können dabei eine große Hilfe sein.

Sie ermöglichen Kommunikation ohne Tasten, Menüs oder Displays.

Gleichzeitig darf jedoch nicht ausgeblendet werden, dass solche Lösungen immer auch Abhängigkeiten schaffen – insbesondere dann, wenn sie auf Cloud-Diensten außerhalb der Europäischen Union basieren.

Cloud-Dienste aus den USA, aus einem möglichen „USA 2.0“-Szenario oder aus anderen Drittstaaten unterliegen nicht dem europäischen Rechtsrahmen.

Änderungen von Geschäftsmodellen, politische Entscheidungen, Sanktionen oder sicherheitspolitische Maßnahmen können dazu führen, dass Funktionen eingeschränkt, verteuert oder im Extremfall abgeschaltet werden. Darauf haben Nutzerinnen und Nutzer keinen Einfluss.

Gerade bei sicherheitsrelevanter Kommunikation im Alter ist das ein Risiko, das zumindest bewusst mitgedacht werden sollte. Es geht dabei nicht um Misstrauen, sondern um Vorsorge. Wer sich ausschließlich auf externe Cloud-Infrastrukturen verlässt, gibt einen Teil der Kontrolle aus der Hand.

Deshalb ist es wichtig, Alternativen zu kennen: europäische Lösungen, lokale Systeme, klassische Notrufkonzepte oder offene Standards wie SIP-Telefonie. Sie sind nicht immer so bequem wie große Plattformen, bieten dafür aber mehr Unabhängigkeit, Transparenz und langfristige Stabilität.

Am Ende gilt: Technik muss dem Menschen dienen – nicht umgekehrt. Die beste Lösung ist diejenige, die zur Person, zur Lebenssituation und zum eigenen Sicherheitsbedürfnis passt. Souveränität bedeutet Wahlfreiheit.

Gerade im Alter ist diese Wahlfreiheit ein Stück Sicherheit.

Teil 5 – Es muss nicht Amazon sein – Sicherheit, Wahlfreiheit und souveräne Alternativen

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Sprachgesteuerte Systeme wie Alexa können im Alltag älterer Menschen eine große Hilfe sein. Doch so sinnvoll diese Technik ist, sie darf nicht zur einzigen Option werden.

Niemand sollte das Gefühl haben, auf einen bestimmten Konzern angewiesen zu sein, um im Alter erreichbar zu bleiben oder Hilfe rufen zu können.

Entscheidend ist nicht der Anbieter, sondern die Frage, ob eine Lösung im Alltag zuverlässig funktioniert.

Gerade ältere Menschen haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Manche möchten bewusst keine Cloud-Dienste nutzen, andere fühlen sich mit klassischer Technik wohler oder lehnen Sprachassistenten grundsätzlich ab.

Diese Haltung ist legitim. Technik soll Sicherheit geben – nicht verunsichern.

Deshalb ist es wichtig, Alternativen zu kennen. Neben sprachgesteuerten Lösungen gibt es bewährte Konzepte wie klassische Hausnotrufsysteme, WLAN- oder DECT-Telefone mit Notruftaste oder stark vereinfachte Mobiltelefone. Sie funktionieren ohne Sprachsteuerung und sind für viele Menschen vertrauter.

Entscheidend ist immer dasselbe Prinzip: Ein System muss auch dann funktionieren, wenn Stress, Angst oder körperliche Einschränkungen dazukommen. Je weniger Schritte nötig sind, desto höher ist die Sicherheit. Technik darf nicht fordern – sie muss tragen.

Open-Source-Alternative: SIP-Telefonie (VoIP) mit Freisprecheinheit

Wer bewusst unabhängig von großen IT-Plattformen bleiben möchte, kann auch auf offene Telefonie-Standards setzen. Bei der sogenannten SIP-Telefonie (VoIP) erfolgt das Telefonieren über das Internet, ohne geschlossene Ökosysteme.

In Kombination mit einer Freisprecheinheit oder einem einfach bedienbaren WLAN-Telefon kann so eine sehr stabile Lösung entstehen. Der Vorteil: keine Sprachdaten in Konzern-Clouds, freie Wahl des Anbieters und hohe Kontrolle über die Technik.

Der Nachteil ist ehrlich zu benennen: Diese Lösung ist nicht „hinstellen und fertig“. Sie erfordert einmalige Einrichtung durch Angehörige und ist weniger intuitiv als Sprachsteuerung. Für technikaffine Familien kann sie jedoch eine souveräne, langfristige Alternative sein.

Wählt man eine Lösung auf Basis von Amazon oder anderen US-Plattformen, sollte man sich dieser Abhängigkeit bewusst sein. Niemand kann garantieren, dass solche Dienste dauerhaft, unverändert und ohne politische oder wirtschaftliche Einflussnahme verfügbar bleiben. Spätestens seit den aktuellen geopolitischen Entwicklungen ist klar: Man weiß nie, ob eine künftige „USA 2.0“ bestimmte Funktionen einschränkt, abschaltet oder als strategisches Druckmittel nutzt.

Gerade bei sicherheitsrelevanter Kommunikation im Alter ist diese Abhängigkeit ein Faktor, der zumindest mitgedacht werden sollte. Deshalb ist es sinnvoll, Alternativen zu kennen und gegebenenfalls bewusst auf Lösungen zu setzen, die unabhängig, kontrollierbar und langfristig stabil sind.

Am Ende zählt nicht Ideologie, sondern Alltagstauglichkeit. Die beste Lösung ist immer die, die zur Person passt – nicht umgekehrt.

#DigitaleSouveränität

#Seniorensicherheit

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#Datenschutz

#Alltagssicherhei

Teil 4 – Extra-einfach, extra-sicher – die besten Einstellungen für ältere Menschen und häufige Fehler

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Die Einrichtung allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass die Technik im Alltag fehlbedienungssicher bleibt. Gerade bei älteren Menschen sind es oft Kleinigkeiten, die dazu führen, dass ein Gerät plötzlich nicht mehr funktioniert. Hier kommen die wichtigsten Einstellungen und die häufigsten Fehler – Schritt für Schritt.


Schritt 1: Den Anruf-Namen extrem einfach machen

  • Statt „Max Mustermann“ nur „Max“ speichern,
  • statt „Margot Mustermann“ nur „Margot“ speichern,
  • keine Spitznamen mit ähnlichem Klang verwenden.

Schritt 2: Lautstärke und Klingeln absichern

  • Am Gerät B die Lautstärke so einstellen, dass Klingeln und Sprache gut hörbar sind,
  • in der Alexa-App unter Geräte → Echo & Alexa → Gerät B → Töne prüfen, dass die Lautstärken nicht zu leise gesetzt sind,
  • Testanruf machen und gemeinsam einmal „zu laut“ und „zu leise“ prüfen.

Schritt 3: Sicherstellen, dass „Nicht stören“ aus ist

  • Alexa-App öffnen,
  • Geräte → Echo & Alexa → Gerät auswählen,
  • Nicht stören muss deaktiviert sein, sonst klingelt es nicht.

Schritt 4: Prüfen, ob das Mikrofon aus Versehen stumm ist

  • Am Echo leuchtet bei stummgeschaltetem Mikrofon meist eine rote Anzeige,
  • Mikrofon-Taste einmal drücken, damit es wieder aktiv ist,
  • danach Testanruf durchführen.

Schritt 5: Drop-In nur dann, wenn ihr es wirklich wollt (Gegensprechanlage)

  • Drop-In bedeutet: direktes Durchstellen ohne klassisches Klingeln,
  • für Senioren praktisch, aber nur nutzen, wenn beide Seiten das ausdrücklich möchten,
  • aktivieren in der Alexa-App: Geräte → Echo & Alexa → Gerät → Kommunikation → Drop-In aktivieren,
  • danach in Kontakte die Drop-In-Berechtigung setzen.

Schritt 6: Der einfachste Alltagssatz für die Mutter

  • Anrufen: „Alexa, rufe Max an“,
  • zum Annehmen: „Alexa, annehmen“,
  • zum Auflegen: „Alexa, auflegen“.

Tipp: Drucke Schritt 6 aus und lege ihn direkt neben das Gerät – dann gibt es im Alltag keine Unsicherheit mehr.

Teil 3 –So richten Sie Alexa-Telefonie zwischen zwei Orten ein – Schritt für Schritt erklärt

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

In diesem Teil wird erklärt, wie zwei Amazon-Alexa-Geräte miteinander telefonieren können, obwohl sie sich in verschiedenen Haushalten und an unterschiedlichen Orten befinden. Ein gemeinsames WLAN ist nicht erforderlich – die Verbindung erfolgt über das Internet.


Schritt 1: Voraussetzungen prüfen

[Foto Schritt 1: Voraussetzungen prüfen – Gerät A bei Max Mueller, Gerät B bei der Mutter]

– Gerät A steht bei Max Mueller zu Hause und ist mit dem WLAN verbunden,
– Gerät B steht bei der Mutter (Margot Mustermann) und ist dort mit dem WLAN verbunden,
– beide Geräte reagieren auf Sprachbefehle („Alexa, wie spät ist es?“),
– auf beiden Smartphones ist die Alexa-App installiert,
– beide haben ein eigenes Amazon-Konto.


Schritt 2: Alexa-Kommunikation aktivieren

Auf beiden Smartphones:
– Alexa-App öffnen,
– auf „Mehr“ tippen,
„Kommunikation“ auswählen,
„Anrufe & Nachrichten“ aktivieren.

Dieser Schritt ist nur einmal notwendig.


Schritt 3: Kontakte freigeben und sichtbar machen

– In der Alexa-App Kommunikation → Kontakte öffnen,
– Zugriff auf Kontakte erlauben,
– prüfen, ob sich Max und Margot gegenseitig sehen.

Falls ein Kontakt nicht sichtbar ist, kann er manuell hinzugefügt werden.


Schritt 4: Gegenseitig als Alexa-Kontakt hinzufügen

– Bei Max Mueller den Kontakt „Margot“ anlegen,
– bei der Mutter den Kontakt „Max“ anlegen,
– kurze, eindeutige Namen verwenden (ohne Nachnamen).

So versteht Alexa die Sprachbefehle zuverlässig.


Schritt 5: Testanruf durchführen

– Max sagt: „Alexa, rufe Margot an“,
– die Mutter sagt: „Alexa, rufe Max an“,
– angenommen wird mit: „Alexa, annehmen“.

Das Gespräch funktioniert nun wie ein normales Telefonat.


Schritt 6: Alltagstauglich und narrensicher machen

Für den Alltag besonders wichtig:
– Lautstärke einmal passend einstellen,
– Mikrofon darf nicht stummgeschaltet sein (keine rote Anzeige),
– „Nicht stören“ muss deaktiviert sein,
– nur einen Anrufnamen merken: „Max“.

Ergebnis: Die Mutter kann jederzeit per Zuruf telefonieren oder Hilfe holen – ohne Tasten, ohne Menüs und ohne Fehlbedienung.

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Wenn das Telefon zur Hürde wird Teil 1 – warum ältere Menschen mit moderner Telefonie kämpfen

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Telefone sollen Sicherheit geben und Nähe ermöglichen.

Für viele ältere Menschen bewirken moderne Telefone jedoch genau das Gegenteil. Statt Vertrauen entstehen Unsicherheit, Stress und häufig sogar Angst.

Der Grund ist selten mangelnde Bereitschaft, sondern eine Technik, die nicht altersgerecht ist.

Ob Smartphone oder schnurloses Festnetztelefon:

Zu viele Tasten, doppelte Belegungen, kleine Displays und unklare Menüs führen schnell zu Fehlbedienungen. Ein falscher Tastendruck genügt, und plötzlich ist das Telefon lautlos, gesperrt oder auf einen unbekannten Modus gestellt. Besonders problematisch: Diese Fehler bleiben oft unbemerkt.

Angehörige rufen an, doch das Telefon klingelt nicht mehr. Kontakte scheinen verschwunden zu sein. Manche Geräte blockieren sich sogar vollständig. Für ältere Menschen ist das extrem frustrierend – und im schlimmsten Fall gefährlich. Wer glaubt, sein Telefon funktioniere nicht mehr richtig, zögert häufig, Hilfe zu holen oder jemanden anzurufen.

Hinzu kommt die Angst, „etwas kaputt zu machen“. Nach wenigen negativen Erlebnissen wird das Telefon oft nur noch zögerlich genutzt. Gerade bei gesundheitlichen Problemen, Stürzen oder plötzlichem Unwohlsein kann diese Hemmschwelle schwerwiegende Folgen haben.

Besonders kritisch wird es in Notfallsituationen. Wer gestürzt ist oder sich plötzlich nicht gut fühlt, muss schnell Hilfe rufen können. Klassische Telefone liegen oft in einem anderen Raum, sind nicht erreichbar oder lassen sich nicht mehr korrekt bedienen. Genau hier zeigt sich, wie gefährlich technische Hürden im Alltag sein können.

Deshalb braucht es Lösungen, die ohne Tasten, ohne Menüs und ohne Angst vor Fehlbedienung funktionieren – und im Idealfall sogar zusätzliche Sicherheit im Notfall bieten.

Fortsetzung in Teil 2

#Senioren #Telefonie #Notfallhilfe #DigitaleSouveränität #Alltagssicherheit

Die Lösung heißt Vereinfachung Teil 2 – warum weniger Technik mehr Sicherheit bedeutet

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Wenn Telefone im Alltag zur Hürde werden, liegt das Problem selten bei den Menschen, sondern fast immer bei der Bedienung. Genau deshalb braucht es Lösungen, die Technik wieder auf das Wesentliche reduzieren: kommunizieren und im Notfall Hilfe rufen – zuverlässig und ohne Fehlbedienung.

Ein zentraler Ansatz ist der Abschied von komplexen Tastenkombinationen. Klassische Telefone können durch eine einzige unglückliche Berührung blockiert werden – etwa durch eine Tastensperre, die unbemerkt aktiviert wird. Für viele ältere Menschen ist dann nicht mehr nachvollziehbar, warum das Telefon plötzlich nicht mehr funktioniert. Die Folge ist Unsicherheit – und im schlimmsten Fall Funkstille im Ernstfall.

Moderne Alternativen setzen deshalb auf Sprachsteuerung oder extrem reduzierte Bedienkonzepte. Ein gesprochenes Kommando ersetzt Tasten, Menüs und Displays. Wer stürzt oder sich unwohl fühlt, kann Hilfe rufen, ohne ein Gerät in die Hand nehmen zu müssen. Das ist ein entscheidender Sicherheitsgewinn – gerade dann, wenn das Telefon nicht erreichbar ist.

Dabei gilt ausdrücklich: Es muss nicht immer ein großer IT-Konzern sein.
Neben bekannten Sprachassistenten gibt es auch:

  • WLAN-Telefone mit stark vereinfachter Oberfläche,
  • Hausnotrufsysteme mit Sprachfunktion,
  • lokal betriebene Sprachlösungen ohne permanente Cloud-Anbindung,
  • sowie Systeme auf Open-Source-Basis, die unabhängig von großen Plattformen funktionieren.

Ich werde in den nachfolgenden Teilen unterschiedliche Systemmöglichkeiten darstellen. Die erste wird zunächst sein, wie es mit Amazon funktioniert.

Danach werde ich mich mit Open Source mögliche noch beschäftigen. Denn nichts ist eigentlich langfristig wichtiger als die Unabhängigkeit von den USA.

Wichtig ist nicht der Markenname, sondern das Prinzip: Einfachheit, Verlässlichkeit und Verständlichkeit. Technik sollte älteren Menschen Sicherheit geben – nicht neue Sorgen bereiten.

Wer frühzeitig auf klare, fehlbedienungssichere Lösungen setzt, erhält Selbstständigkeit und Würde im Alltag.

Die beste Technik ist nicht die modernste – sondern die, die im entscheidenden Moment funktioniert.

#Senioren #Telefonie #Notfallhilfe #DigitaleSouveränität #Alltagssicherheit

Zu wenig Wind, zu viel Gestern – wie Deutschland sich selbst ausbremste und Merz die Windkraft kleinredet

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.

Noch 2013 klang die energiepolitische Realität in Deutschland wie eine bittere Ironie: Ausgerechnet auf der windreichen Nordsee gab es zu wenig Windkraft.

Während Politik und Wirtschaft die Energiewende rhetorisch feierten, stockte der Ausbau dort, wo er am sinnvollsten gewesen wäre. Genehmigungen lagen vor, Pläne waren gemacht – doch Projekte verzögerten sich, Investoren zögerten, politische Prioritäten schwankten. Das Ergebnis: Deutschland fiel zurück, andere Länder zogen vorbei. Die Energiewende wurde angekündigt, aber nicht konsequent umgesetzt.

Diese Ironie zieht sich bis heute durch die Debatte – und bekommt mit Friedrich Merz eine neue Zuspitzung. Der CDU-Chef erklärte öffentlich, Windräder seien „hässlich“ und passten nicht in die Landschaft. Sinngemäß stellte er in Aussicht, man könne sie eines Tages wieder abbauen. Nicht Effizienz, nicht Klimaschutz, nicht Versorgungssicherheit standen im Mittelpunkt – sondern Ästhetik. Eine Haltung, die bei vielen Kopfschütteln auslöste, weil sie den Kern der Herausforderung verfehlt: Es geht nicht um Gefallen, sondern um Energie, Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit.

Hinzu kommt Merz’ Einordnung der Windkraft als „Übergangstechnologie“. Windenergie sei demnach nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu etwas „Besserem“. Doch genau hier liegt das Problem: Wer die leistungsfähigste erneuerbare Energiequelle der Gegenwart rhetorisch abwertet, bremst den Ausbau im Hier und Jetzt. Übergangstechnologien sind keine Ausrede, sondern Brücken – und ohne sie kommt man nicht ans andere Ufer.

Viele Kritiker sehen darin ein Muster, das sie spöttisch als „Altes Deutsches Männer-Syndrom“ bezeichnen: Skepsis gegenüber sichtbarem Wandel, Nostalgie für alte Technik, Hoffnung auf ferne Wunderlösungen – und ein Unbehagen gegenüber dem, was heute machbar ist. Das ist kein medizinischer Begriff, sondern eine politische Diagnose. Sie beschreibt eine Haltung, die Fortschritt lieber vertagt als gestaltet.

Die eigentliche Ironie bleibt: Deutschland wusste es besser. Schon vor über zehn Jahren war klar, wie groß das Potenzial der Windkraft ist – besonders offshore. Doch statt entschlossen zu handeln, wurde gezögert, relativiert und klein geredet. Wer heute Windkraft als hässlich oder nur vorübergehend bezeichnet, übersieht, dass sie längst das Rückgrat einer sauberen Energieversorgung ist. Nicht irgendwann. Jetzt.

#Windkraft #Energiewende #Nordsee #FriedrichMerz #Klimapolitik

Merz träumt von Nichtmachbarem

Ein Beitrag von

Ich wette dagegen. Der Traum von der günstigen, im Interview vom Kanzler protegierten Kernfusion ist absehbar nicht erfüllbar, die Fortschritte zu langsam.

Es ist zudem wieder eine zentrale Technologie, die damit angreifbarer ist als die dezentralen, bürgernahen #Erneuerbaren.

Erneuerbare senken heute schon die Strompreise, Solar und Wind allen voran. Sie sind getragen von einer breiten Akteursvielfalt, helfen vielen Kommunen bei der Stabilisierung der Finanzen, generieren eine erhebliche Wertschöpfung und sind sauber und sicher. Zudem werden immer mehr alte Anlagen durch weniger neue ersetzt (Repowering).

Lasst uns an diesem Schatz festhalten, ihn fortentwickeln und das System den Erneuerbaren anpassen statt unsichere Versprechen für die Zukunft zu machen. Sie sind kein Übergang, sondern ein Gewinn. In einem digitalisierten, vernetzten und flexibilisierten Energiesystem allemal. Dafür braucht es verlässliche Investitionsbedingungen.

CDU, Jens Spahn und rechtslibertäre Netzwerke – die Verbindungen zu Peter Thiel und Christian Angermayer

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

– Demokratie der Mitte, weil Extremflügel das Land zerstören. –

Die CDU ringt seit Jahren um ihre politische Ausrichtung zwischen konservativer Volkspartei und marktradikal-liberalen Einflüssen.

Jens Spahn – Skandal um Skandal

Eine zentrale Figur dieser Debatte ist Jens Spahn, ehemaliger Bundesgesundheitsminister und heutiger CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender. Immer wieder geraten dabei seine politischen und persönlichen Netzwerke in den Fokus – insbesondere die Verbindungen zu Christian Angermayer und indirekt zu Peter Thiel, zwei Schlüsselfiguren des internationalen rechtslibertären Milieus.

Christian Angermayer, deutscher Investor mit Schwerpunkten in Biotech, Kryptowährungen und KI, bezeichnet sich selbst als konservativ-libertär. Er ist eng mit internationalen Tech-Eliten vernetzt und trat in Deutschland als Großspender der CDU in Erscheinung. Über Jahre flossen sechsstellige Beträge an die Partei. Gleichzeitig pflegte Angermayer persönliche Kontakte zu Jens Spahn – eine Nähe, die insbesondere während der Corona-Pandemie kritisch hinterfragt wurde, da Firmen aus Angermayers Umfeld wirtschaftlich von gesundheitspolitischen Entscheidungen profitierten. Zwar bestreitet Spahn jeden Interessenkonflikt, doch der Eindruck einer problematischen Nähe von Politik und Kapital bleibt bestehen.

Über Angermayer führt auch eine indirekte Verbindung zu Peter Thiel. Der US-Milliardär, PayPal-Mitgründer und Palantir-Investor gilt als einer der einflussreichsten Vertreter eines autoritären Libertarismus.

Thiel unterstützt offen rechte und antidemokratische Positionen, förderte Donald Trump finanziell und vertritt ein Weltbild, das demokratische Institutionen als Hindernis für wirtschaftliche und technologische „Effizienz“ betrachtet. Angermayer und Thiel sind geschäftlich und ideologisch verbunden – damit entsteht ein transatlantisches Netzwerk aus Kapital, Technologie und politischem Einfluss.

Quelle: siehe ganz unten

Konkrete direkte Absprachen zwischen Spahn und Thiel sind öffentlich nicht belegt. Doch die Struktur dieses Netzwerks ist politisch relevant: Investoren mit klarer Ideologie treffen auf Entscheidungsträger mit Macht über Gesetzgebung, Regulierung und staatliche Aufträge. Kritiker sehen darin eine schleichende Verschiebung der CDU nach rechtslibertär, weg von sozialer Marktwirtschaft und demokratischer Ausgewogenheit hin zu marktradikalen Interessen.

Die Debatte berührt damit Grundfragen demokratischer Kontrolle: Wie unabhängig ist Politik, wenn sie von finanzstarken Ideengebern flankiert wird? Ist dies das neue Gesicht der CDU – oder sollte Jens Spahn nun endlich den Löffel abgeben und aus der Politik verschwinden?

#CDU #JensSpahn #PeterThiel #ChristianAngermayer #Rechtslibertär

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/christian-angermayer-tritt-mit-grossspende-gegen-die-finanzlobby-auf-18833058.html

Hinterbliebenenrente gekürzt? So holen Sie sich trotz Einkommen mehr Geld zurück

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

www.Renten-Experte.de

Viele Hinterbliebene sind überrascht, wenn ihre Witwen- oder Witwerrente niedriger ausfällt als erwartet.

Der Grund liegt fast immer in der Anrechnung eigenen Einkommens. Doch diese Anrechnung ist komplizierter, als viele glauben, und genau hier verschenken Betroffene oft dauerhaft Geld.

Grundsätzlich gilt: Eigenes Einkommen wird nicht vollständig angerechnet, sondern nur der Teil, der einen gesetzlichen Freibetrag übersteigt. Dieser Freibetrag orientiert sich an der aktuellen Bezugsgröße der Rentenversicherung und erhöht sich zusätzlich, wenn Kinder berücksichtigt werden, für die ein Anspruch auf Kinderzuschlag besteht. Erst Einkommen oberhalb dieser Grenze führt zu einer Kürzung der Hinterbliebenenrente.

Entscheidend ist außerdem, welche Einkommensarten angerechnet werden. Dazu zählen unter anderem Arbeitsentgelt, Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit, eigene Renten sowie bestimmte Versorgungsbezüge. Vor der eigentlichen Anrechnung werden jedoch Pauschalen für Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Dadurch liegt das sogenannte anrechenbare Einkommen häufig deutlich unter dem Bruttobetrag.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der maßgebliche Zeitraum. Für die Berechnung wird oft nicht das aktuelle Einkommen herangezogen, sondern das Einkommen aus dem vorangegangenen Kalenderjahr. Ändert sich die Einkommenssituation, etwa durch Rentenbeginn, Teilzeit, Wegfall von Einkommen oder neue Rentenarten, kann eine Neuberechnung der Hinterbliebenenrente beantragt werden. Viele Betroffene wissen das nicht und akzeptieren jahrelang unnötige Kürzungen.

Auch einmalige Einnahmen, wie Abfindungen oder Urlaubsabgeltungen, sowie Einkommen aus Minijobs werden unterschiedlich bewertet. Hier entscheidet die korrekte Zuordnung darüber, ob und in welchem Umfang eine Kürzung erfolgt.

Gerade bei Rentenänderungen, insbesondere bei der Hinterbliebenen Versorgung, sollte ein unabhängiger Rentenberater prüfen, inwiefern hier Möglichkeiten bestehen, bei einer Witwenrenten Kürzung trotzdem eine höhere Witwenrente zu erhalten. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig.

Werner Hoffmann.

www.Renten-Experte.de

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