Endlich Hoffnung für Millionen: Barrierefreies Wohnen kehrt zurück – Regierung korrigiert fatalen Förderstopp

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Nach einem Jahr Stillstand kommt Bewegung in ein Thema, das für Millionen Menschen existenziell ist: barrierefreies und altersgerechtes Wohnen.

Die Bundesregierung plant, im Haushalt 2026 wieder Fördermittel für den Umbau von Wohngebäuden bereitzustellen.

Damit wird eine Entscheidung korrigiert, die viele Betroffene 2024 hart getroffen hatte: Damals wurden die Förderprogramme für altersgerechtes und barrierefreies Umbauen gestoppt.

Wichtig ist dabei eine korrekte Einordnung. Der Abbau der Förderung erfolgte nicht aus politischer Gleichgültigkeit, sondern als unmittelbare Folge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom November 2023.

Das Gericht erklärte die Umwidmung nicht genutzter Corona-Kredite in den Klima- und Transformationsfonds für verfassungswidrig.

In der Folge fehlten der früheren Bundesregierung plötzlich Milliardenbeträge, Subventionen durften haushaltsrechtlich nicht mehr fortgeführt werden.

Der Förderstopp war somit rechtlich erzwungen, nicht politisch gewollt.

Für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Familien mit Pflegebedarf hatte diese Entscheidung dennoch gravierende Folgen.

Konkret bedeutete sie keine Zuschüsse für Aufzüge, keine Unterstützung für bodengleiche Duschen, keine Hilfe für Türverbreiterungen oder Treppenlifte.

Umbauten, die ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen, wurden für viele unbezahlbar oder ganz unmöglich.

Dabei ist der Bedarf unübersehbar. Deutschland altert rapide. Immer mehr Menschen möchten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Wohnung bleiben. Barrierefreier Umbau ist deshalb kein Luxus, sondern soziale Infrastruktur.

Jeder Euro, der hier investiert wird, spart später hohe Kosten in Pflege, Krankenhausaufenthalten und stationären Einrichtungen. Dieses Argument findet nun wieder politisches Gewicht.

Ab 2026 sollen sowohl private Eigentümerinnen und Eigentümer als auch Mieterinnen und Mieter erneut unterstützt werden.

Förderfähig sollen Maßnahmen sein, die Stürze verhindern, Mobilität sichern und Pflege zu Hause erleichtern. Auch der altersgerechte Umbau von Bestandswohnungen und Mehrgenerationenhäusern rückt wieder in den Fokus.

Dass diese Förderung zurückkehrt, ist ein wichtiges Signal. Entscheidend wird jedoch sein, ob sie verlässlich, ausreichend ausgestattet und langfristig abgesichert wird. Barrierefreiheit darf nicht erneut Opfer kurzfristiger Haushaltskrisen werden.

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