Entwicklungshilfe als Feindbild – Wie die AfD mit Reisenarrativen spaltet und Deutschland schadet

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Die AfD erzählt seit Jahren dieselbe Geschichte:

Deutschland sei ein ausgeplündertes Land, die Regierung „verschenke“ hart erarbeitetes Geld ins Ausland, während „das eigene Volk“ leer ausgehe.

Diese Erzählung ist einfach, emotional – und politisch hochwirksam.

Denn sie nutzt Entwicklungshilfe bewusst als Spaltungsinstrument. Nicht, um sachlich über Haushaltsprioritäten zu sprechen, sondern um Ressentiments zu erzeugen und ein Wir-gegen-sie-Gefühl zu schüren.

Entwicklungshilfe als politisches Feindbild

In der AfD-Rhetorik wird Entwicklungshilfe fast immer als reine Schenkung dargestellt.

Der Begriff „verschenkt“ fällt auffällig oft.

Das Ziel ist klar: Wer glaubt, sein Geld werde grundlos weggegeben, empfindet Wut. Und Wut lässt sich politisch mobilisieren.

Was dabei systematisch unterschlagen wird:

Ein großer Teil der sogenannten Entwicklungshilfe besteht nicht aus Geschenken, sondern aus Krediten, projektgebundenen Investitionen, langfristigen Kooperationsprogrammen oder Zahlungen mit klaren wirtschaftlichen und politischen Gegenleistungen.

Die AfD reduziert diese komplexen Zusammenhänge auf ein simples Narrativ – nicht aus Unwissen, sondern aus Kalkül.

Spaltung durch Vereinfachung

Indem Entwicklungshilfe pauschal diskreditiert wird, entsteht ein künstlicher Gegensatz: „Die da draußen“ gegen „uns hier“. Genau diese Vereinfachung ist der Kern der Spaltungsstrategie.

Es wird nicht gefragt,

wo deutsche Firmen an Projekten beteiligt sind,
welche Arbeitsplätze dadurch entstehen,
wie Rohstoffpartnerschaften gesichert werden,
oder welche geopolitischen Alternativen es gäbe.

Stattdessen wird suggeriert, jeder Euro außerhalb Deutschlands sei ein Verlust. Das ist ökonomisch falsch – und politisch gefährlich.

Warum Entwicklungshilfe Deutschland konkret nützt

Tatsächlich profitiert Deutschland in vielfacher Hinsicht von internationaler Entwicklungszusammenarbeit:

Arbeitsplätze auch für Deutsche,
Kredit statt Geschenk,
Beziehungspflege und Stabilität,
Rohstoffe und Lieferketten,
Geopolitische Realität,.

Arbeitsplätze auch für Deutsche, viele Projekte werden von deutschen oder europäischen Unternehmen geplant und umgesetzt. Ingenieure, Handwerker, Planungsbüros, Maschinenbauer – Wertschöpfung findet sehr häufig in Deutschland statt.

Kredit statt Geschenk, zahlreiche Projekte laufen auf Rückzahlungsbasis. Länder erhalten Darlehen, zahlen diese zurück, oft gekoppelt an deutsche Leistungen oder Produkte. Ein bekanntes Beispiel sind Infrastrukturprojekte wie Verkehrs- oder Radwege, die als Investitionen mit Gegenleistung vergeben werden.

Beziehungspflege und Stabilität, internationale Kooperation schafft politische Beziehungen. Diese sind entscheidend für Handelsabkommen, Krisenprävention und diplomatischen Einfluss. Wer heute Partnerschaften pflegt, verhindert morgen teure Konflikte.

Rohstoffe und Lieferketten, Deutschland ist auf Rohstoffe angewiesen. Entwicklungshilfe ist oft Teil einer strategischen Partnerschaft, um Zugang zu Ressourcen zu sichern – fairer, transparenter und nachhaltiger, als es autoritäre Mächte tun würden.

Geopolitische Realität, wenn Deutschland sich zurückzieht, springen andere ein. China oder Russland investieren nicht aus Nächstenliebe, sondern um Abhängigkeiten zu schaffen. Entwicklungshilfe ist daher auch Außen- und Sicherheitspolitik.

Die eigentliche Gefahr

Die AfD stellt Entwicklungshilfe nicht infrage, weil sie ineffizient wäre, sondern weil sie nicht in ihr nationalistisches Weltbild passt.

Internationale Zusammenarbeit widerspricht der Erzählung von Abschottung und kultureller Abgrenzung.

Flüchtlinge Asyl

Doch ein exportorientiertes Land wie Deutschland lebt von Vernetzung, nicht von Isolation. Wer Entwicklungshilfe pauschal verteufelt, schwächt am Ende genau das, was er vorgibt zu schützen: Wohlstand, Sicherheit und Einfluss.

Resümee

Entwicklungshilfe ist kein moralischer Luxus, sondern ein strategisches Instrument moderner Politik. Die AfD nutzt sie bewusst als Spaltungswerkzeug, indem sie komplexe Realität auf plumpe Parolen reduziert. Wer jedoch genauer hinsieht, erkennt: Entwicklungshilfe ist Investition, Partnerschaft und Eigeninteresse zugleich. Nicht ihr Fortbestand ist das Problem – sondern ihre populistische Verzerrung.

Besonders wichtig ist auch:

Je besser die Entwicklung in den Entwicklungsländern voranschreitet, desto weniger Flüchtlinge gibt es aus diesen Ländern.

Sehr deutlich wurde dies, als 2013 Deutschland und die EU die Entwicklungshilfe stark reduziert wurde.

Flüchtlinge auf dem Mittelmeer an Weihnachten: „Frohes Fest Ihr Christen!“

Kurze Zeit später kamen sehr viele Flüchtlinge nach Europa

#Entwicklungshilfe
#AfD
#Demokratie
#Außenpolitik
#Deutschland

AfD-Skandal in Baden-Württemberg: Markus Frohnmaier ohne Abschluss – aber mit Machtanspruch?

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Die AfD tritt in Baden-Württemberg zur Landtagswahl 2026 mit Markus Frohnmaier als Spitzenkandidat an.

Damit erhebt sie einen klaren Anspruch:

den Anspruch auf das Amt des Ministerpräsidenten – also auf die Führung eines gesamten Bundeslandes mit Verantwortung für Verfassungstreue, innere Sicherheit, Bildung, Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ein Blick in die Fakten wirft jedoch zentrale Fragen auf.

In der offiziellen Biografie des Deutschen Bundestages werden Frohnmaiers schulische Stationen sowie ein ab 2011 begonnenes Jurastudium genannt.

Ein Studienabschluss wird dort nicht ausgewiesen.

Das ist kein formaler Nebenaspekt, sondern eine relevante Information für die Bewertung von Eignung, Reife und beruflicher Erdung – insbesondere dann, wenn jemand das höchste Regierungsamt eines Bundeslandes anstrebt.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine pauschale Abwertung alternativer Bildungswege. Entscheidend ist vielmehr: Es gibt keinen erkennbaren beruflichen Track-Record außerhalb des Politikbetriebs, der diesen Machtanspruch trägt. Frohnmaiers Karriere verläuft nahezu vollständig innerhalb von Parteistrukturen.

Hinzu kommt eine politische Dimension, die diesen Fall besonders brisant macht.

Gemeinsame Recherchen von ZDF, SPIEGEL und weiteren Medien berichteten 2019 über russische Strategiepapiere, in denen Frohnmaier als möglicher Ansatzpunkt für politische Einflussnahme genannt wurde.

Zwar bestritt er jede Zusammenarbeit – doch allein die Erwähnung eines deutschen Spitzenpolitikers in solchen Kontexten ist ein massiver Warnhinweis, gerade mit Blick auf ein Ministerpräsidentenamt.

Auch der Verfassungsschutz-Kontext wiegt schwer. Im veröffentlichten Gutachten zur AfD werden Frohnmaier Aussagen zugeschrieben, die geeignet seien, das Vertrauen in das staatliche Gewaltmonopol zu untergraben und mittelbar Angriffe darauf zu legitimieren. Das berührt den Kern des demokratischen Rechtsstaats.

Der Einwand „Andere Parteien haben auch solche Lebensläufe“ greift zu kurz. Die Daten des Bundestages zeigen: In allen Fraktionen verfügen deutliche Mehrheiten über Hochschulabschlüsse. Ein fehlender Abschluss ist nicht die Regel, sondern erklärungsbedürftig – vor allem dann, wenn er mit einer reinen Parteikarriere und sicherheitsrelevanten Warnsignalen zusammentrifft.

Resümee: Es geht nicht um Eliten-Denken. Es geht um demokratische Integrität. Wer Ministerpräsident werden will, muss Unabhängigkeit, Urteilskraft, Distanz zu extremistischen Milieus und Resilienz gegenüber ausländischen Einflussinteressen glaubhaft verkörpern. Wenn all das gleichzeitig infrage steht, ist Kritik kein Angriff – sondern demokratische Pflicht.

#BadenWürttemberg #Landtagswahl2026 #AfD #Frohnmaier #Demokratie

Quellen:
www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/F/frohnmaier_markus-1044406,

www.landtagswahl-bw.de/spitzenkandidierende-bw,
www.bundestag.de/resource/blob/272942/Kapitel_03_09_Schul-_und_Hochschulbildung-pdf.pdf,

www.zdfheute.de/video/frontal/der-fall-frohnmaier-100.html,
www.tagesspiegel.de/politik/dokumente-legen-russischen-einfluss-auf-afd-abgeordneten-nahe-5548483.html,

www.stern.de/politik/deutschland/markus-frohnmaier–russland-wollte-ueber-afd-mann-deutsche-politik-beeinflussen-8654122.html,

www.afd.de/wp-content/uploads/2019/01/BfV-Gutachten_%C3%BCber_die_AfD.pdf,

www.netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-verfassungsschutz-gutachten-zur-afd/.

RENTEN-ALARM: 14.000 € VERLOREN! Gericht kassiert freiwillige Rentenbeiträge gnadenlos ein

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann
www.Renten-Experte.de

——

Ein aktuelles Gerichtsurteil zeigt schonungslos, wie riskant freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung sein können – und wie schnell selbst fünfstellige Beträge vollständig wirkungslos werden.

Ein Zahnarzt aus Baden-Württemberg, Jahrgang 1954, hatte nach dem Verkauf seiner Praxis weiterhin gelegentlich Notdienste übernommen. In der Annahme, seine spätere Altersrente gezielt zu verbessern, zahlte er rund 14.000 Euro freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung ein.

Doch am Ende kam der Schock: Kein einziger Euro dieser Einzahlungen wurde rentensteigernd berücksichtigt.

Warum die 14.000 Euro faktisch verloren sind

Die Deutsche Rentenversicherung stufte die gelegentlichen Notdienste nicht als selbstständige Tätigkeit ein, sondern als sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Damit war der Mann in diesen Zeiträumen pflichtversichert – und genau das ist der entscheidende Punkt.

Denn wer versicherungspflichtig beschäftigt ist, darf keine freiwilligen Rentenbeiträge zahlen. Solche Zahlungen sind rechtlich unzulässig – selbst dann, wenn sie gutgläubig erfolgen.

Das Bundessozialgericht bestätigte diese Einschätzung. Der Rentenbescheid wurde rückwirkend aufgehoben, die freiwilligen Beiträge blieben ohne Wirkung. Für die spätere Rente gelten sie als verloren.

Was dieser Fall für andere bedeutet

Dieser Fall ist kein Einzelfall, sondern eine klassische Rentenfalle. Besonders gefährdet sind:

  • ehemalige Selbstständige,
  • Freiberufler im Ruhestand,
  • Rentner mit gelegentlichen Nebenjobs,
  • Personen mit unklarer sozialversicherungsrechtlicher Einordnung.

Schon eine einzelne sozialversicherungspflichtige Tätigkeit kann ausreichen, um freiwillige Einzahlungen vollständig zu entwerten.

www.Renten-Experte.de

Ganz entscheidend:

Eine Beratung durch einen unabhängigen Rentenberater ist vor Einzahlungen von freiwilligen Beiträgen auf jeden Fall empfehlenswert. Nur so lässt sich sicher klären, ob überhaupt das Recht besteht, freiwillig einzuzahlen – und ob diese Beiträge später tatsächlich die Rente erhöhen.

Klartext für Versicherte

Freiwillige Rentenbeiträge sind kein Automatismus zur Rentensteigerung. Ohne saubere Prüfung des Versicherungsstatus können sie im schlimmsten Fall reines Verlustgeschäft sein – selbst bei Beträgen im fünfstelligen Bereich.

5 Hashtags
#RentenSchock #FreiwilligeRentenbeiträge #Rentenfalle #Altersvorsorge #Rentenberatung

Aktenzeichen
Bundessozialgericht (BSG): B 12 R 9/21 R
Landessozialgericht Baden-Württemberg: L 2 R 1691/25

Quelle
www.focus.de/finanzen/14-000-euro-futsch-gericht-kassiert-freiwillige-rentenbeitraege_e5ff650b-7423-4f5b-b7d6-1ddad09903ed.html

AfD-Skandal in Baden-Württemberg: Markus Frohnmaier ohne Abschluss – aber mit Machtanspruch?

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

– Demokratie der Mitte, weil Extremflügel das Land zerstören. –

Die AfD zieht in Baden-Württemberg mit Markus Frohnmaier als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2026.

Offiziell ist er dort als Spitzenkandidat benannt, und genau das ist der politische Kern:

Wer Ministerpräsident werden will, beansprucht nicht irgendeinen Job, sondern die Führung eines ganzen Bundeslandes – mit Verantwortung für Verfassungstreue, innere Sicherheit, Bildung, Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Markus Frohnmaier – KI-generiert

Und dann schaut man in die Fakten:

In der offiziellen Biografie des Deutschen Bundestages werden Frohnmaiers schulische Stationen und ein ab 2011 begonnenes Jurastudium genannt – ein Studienabschluss wird dort nicht aufgeführt.

Das ist keine Nebensache, sondern eine zentrale Information für jede Bewertung von Eignung, Reife und beruflicher Erdung.

Ein durchgehender „blau-brauner“ Faden:

Frohnmaier verkörpert eine AfD-Karriere, die früh auf Parteiapparat und politische Inszenierung setzt – und zugleich immer wieder von schwerwiegenden Vorwürfen und Einordnungen begleitet wird:

Nähe zu extrem rechten Milieus, Anschlussfähigkeit an antidemokratische Netzwerke, sowie der Verdacht, als Einflusskanal für russische Strategien interessant zu sein.

  • Geboren 1991 in Craiova (Rumänien),
  • 2001 bis 2006 Hauptschule Grafenau-Döffingen,
  • 2006 bis 2008 Fachschule Werner-Siemens-Schule Stuttgart,
  • 2008 bis 2011 Wirtschaftsgymnasium in Calw, allgemeine Hochschulreife,
  • ab 2011 Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen, ein Abschluss wird in der Bundestags-Biografie nicht genannt.

Besonders interessant ist:

Zur Person:

Was in der offiziellen Bundestags-Biografie steht

Entscheidend ist nicht, ob jemand „nur“ einen anderen Bildungsweg hatte – entscheidend ist, dass hier ein Machtanspruch erhoben wird, ohne dass ein nachvollziehbarer beruflicher Track-Record außerhalb der Politik sichtbar wird, der diese Führungsambition trägt.

Russland-Bezug: Warum dieser Punkt politisch so brisant ist

Gemeinsame Recherchen von ZDF, SPIEGEL und weiteren Partnern berichteten 2019 über russische Strategiepapiere, in denen Frohnmaier als Ziel einer Unterstützung auftaucht – mit dem Zweck, Einfluss auf deutsche Politik zu nehmen. Frohnmaier bestritt das, aber der Kern bleibt:

Wenn ein deutscher Spitzenpolitiker in solchen Kontexten überhaupt als „Ansatzpunkt“ beschrieben wird, ist das ein massiver Warnhinweis – gerade für ein Amt wie den Ministerpräsidenten.

Verfassungsschutz-Kontext: „Angriffe auf das staatliche Gewaltmonopol“

Im veröffentlichten Verfassungsschutz-Gutachten (2019) wird Frohnmaier im Zusammenhang mit Aussagen genannt, die geeignet seien, Vertrauen in die Wirksamkeit des staatlichen Gewaltmonopols zu unterlaufen, und die „mittelbar Angriffe auf das staatliche Gewaltmonopol“ legitimieren könnten.

Das ist keine Bagatelle, sondern berührt den Kern dessen, was ein demokratischer Rechtsstaat ist: Der Staat darf Gewalt nur nach Recht und Gesetz ausüben – und politische Akteure dürfen dieses Prinzip nicht anheizen oder relativieren.

Spitzenkandidat in BW: Der Machtanspruch ist offiziell

Auf der offiziellen Übersichtsseite zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 wird Markus Frohnmaier als Spitzenkandidat der AfD geführt.

Das ist der formale Beleg: Es geht nicht um Randkommentare, sondern um die strategische Entscheidung der AfD, ihn an die Spitze zu stellen.

Und jetzt der faire Reality-Check zur Gegenfrage: „Andere Parteien auch!“

Ja: Man kann und soll die Lebensläufe aller Politiker kritisch betrachten.

Genau deshalb sind belastbare, vergleichbare Zahlen sinnvoll – nicht Bauchgefühl, nicht „die Grünen!!!“, nicht „die AfD!!!“, sondern Daten. Und die liegen vor – im Datenhandbuch des Deutschen Bundestages.

Ausbildungs- und Studienabschlüsse im Bundestag nach Parteien
Datenbasis: „Höchster berufsbildender Abschluss nach Fraktion“, 20. Wahlperiode (inklusive Nachrücker).

Wichtig zur Lesart: Die Kategorie „Hochschulabschluss“ umfasst den höchsten berufsbildenden Abschluss auf Hochschulniveau; „Promotion“ ist separat ausgewiesen. Ich nenne hier jeweils die exakten Anzahlen und die Prozentwerte innerhalb der jeweiligen Fraktion.

  • CDU/CSU (n=197): Hochschulabschluss 112 (56,9 %), Promotion 36 (18,3 %), zusammen 148 (75,2 %),
  • SPD (n=206): Hochschulabschluss 112 (54,4 %), Promotion 26 (12,6 %), zusammen 138 (67,0 %),
  • FDP (n=92): Hochschulabschluss 53 (57,6 %), Promotion 13 (14,1 %), zusammen 66 (71,7 %),
  • Grüne (n=118): Hochschulabschluss 69 (58,5 %), Promotion 23 (19,5 %), zusammen 92 (78,0 %),
  • Die Linke (n=39): Hochschulabschluss 21 (53,8 %), Promotion 6 (15,4 %), zusammen 27 (69,2 %),
  • AfD (n=83): Hochschulabschluss 43 (51,8 %), Promotion 14 (16,9 %), zusammen 57 (68,7 %).

Was diese Zahlen zeigen – und was nicht

Sie zeigen: In allen Fraktionen gibt es hohe Anteile an Hochschulabschlüssen, mit Abstufungen.

Sie zeigen aber auch:

Ein fehlender Abschluss ist im Bundestag nicht „normal“, sondern erklärungsbedürftig – vor allem dann, wenn die politische Laufbahn nahezu vollständig aus Parteifunktionen und Politikbetrieb besteht, und parallel schwerwiegende Warnsignale aus dem Extremismus- und Einflusskontext im Raum stehen.

Genau diese Kombination macht den Fall Frohnmaier politisch relevant.

Resümee

Es geht nicht darum, Menschen ohne klassischen Lebenslauf pauschal abzuwerten.

Es geht darum, dass ein Ministerpräsidenten-Amt demokratische Integrität, Urteilskraft, Distanz zu extremistischen Milieus und Unabhängigkeit von ausländischen Einflussinteressen verlangt.

Wenn ein Kandidat in Recherchen über russische Unterstützungsstrategien auftaucht, wenn er im Verfassungsschutz-Kontext zur Legitimierung von Angriffen auf das Gewaltmonopol zitiert wird, und wenn sein Lebenslauf keinen nachvollziehbaren Abschluss ausweist, dann ist das nicht „nur Kritik“. Dann ist das ein Warnsignal.

#BadenWürttemberg #Landtagswahl2026 #AfD #Frohnmaier #Demokratie

übrigens:


Wenn man die Farben von blau und braun mischt, kommt folgendes heraus:

  • Nasser Schlamm (besonders im Schatten),
  • modriger Waldboden,
  • feuchter Ton oder Lehm,
  • verwitterte Steine / Schiefer,
  • Ölverschmutztes Wasser.

Alltag & Technik

  • Schmutzwasser / Abwasser,
  • alte Motoröle oder Fettmischungen,
  • Straßenrand-Dreck nach Regen,
  • abgenutzter Asphalt,
  • Staub auf dunklem Metall.

Quellen:

  • www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/F/frohnmaier_markus-1044406,
  • www.landtagswahl-bw.de/spitzenkandidierende-bw,
  • www.bundestag.de/resource/blob/272942/Kapitel_03_09_Schul-_und_Hochschulbildung-pdf.pdf,
  • www.zdfheute.de/video/frontal/der-fall-frohnmaier-100.html,
  • www.tagesspiegel.de/politik/dokumente-legen-russischen-einfluss-auf-afd-abgeordneten-nahe-5548483.html,
  • www.stern.de/politik/deutschland/markus-frohnmaier–russland-wollte-ueber-afd-mann-deutsche-politik-beeinflussen-8654122.html,
  • www.afd.de/wp-content/uploads/2019/01/BfV-Gutachten_%C3%BCber_die_AfD.pdf,
  • www.netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-verfassungsschutz-gutachten-zur-afd/.

Kuba als nächstes Ziel – Teil 9: Warum Trumps Blick nach Venezuela weiterwandert

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Nach Venezuela rückt ein weiteres Land in den Fokus einer Außenpolitik, die weniger von Werten als von ökonomischem Kalkül geprägt ist: Kuba.

In der Logik Donald Trumps ist Lateinamerika kein Nachbarschaftsraum, sondern ein potenzieller Markt, der nach Phasen politischer Isolation und wirtschaftlicher Schwächung für Investitionen geöffnet werden soll.

Kuba verfügt über strategisch relevante Rohstoffe, die für moderne Industrie- und Energiepolitik von großer Bedeutung sind.

Besonders hervorzuheben ist Nickel:

Kuba zählt zu den weltweit größten Nickelproduzenten. Nickel ist ein Schlüsselrohstoff für Batterien, Elektromobilität, Edelstahl und Rüstungstechnologie. Eng damit verbunden ist Kobalt, das ebenfalls in nennenswerten Mengen vorkommt und für Akkutechnologien unverzichtbar ist.

Hinzu kommen Kupfer, Chrom und Eisen in wirtschaftlich nutzbaren Lagerstätten.

Vor der Nordküste Kubas, im Golf von Mexiko, werden zudem Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet, die bislang nur begrenzt erschlossen sind – nicht zuletzt wegen politischer Sanktionen und fehlender Investitionen.

Ergänzt wird dies durch Kubas strategische Lage mit wichtigen Häfen und Logistikrouten in unmittelbarer Nähe zu den USA.

Wie bei Venezuela zeigt sich auch hier ein bekanntes Muster: Sanktionen, politischer Druck und wirtschaftliche Isolation senken nicht nur den Lebensstandard der Bevölkerung, sondern entwerten gezielt das wirtschaftliche Potenzial eines Landes.

In der Trump-Logik ist das kein Kollateralschaden, sondern Teil der Strategie: Erst schwächen, dann öffnen – zu Bedingungen, die externen Akteuren nützen.

Eine zentrale politische Rolle spielt dabei Marco Rubio. Seine Eltern emigrierten aus Kuba in die USA. Rubio gilt seit Jahren als einer der härtesten US-Politiker gegenüber Kuba, Venezuela und Lateinamerika insgesamt. Er steht für eine Politik der Sanktionen und der Konfrontation, nicht für Dialog oder Annäherung. Seine Herkunft dient dabei nicht als Brücke, sondern als politische Legitimation einer besonders kompromisslosen Linie.

Auch hier gilt:

Es geht nicht primär um Demokratie oder Menschenrechte.

Es geht um Rohstoffe, Standorte und Zugriffsmöglichkeiten. Kuba wäre in diesem Kalkül kein ideologischer Gegner mehr, sondern ein zukünftiges Investitionsobjekt, sobald sich politische Rahmenbedingungen ändern.

Teil 9 macht deutlich:

Trumps Außenpolitik folgt keinem Zufall. Nach Venezuela rückt Kuba als nächster Baustein in den Fokus eines Systems, das Staaten nicht nach Werten beurteilt, sondern nach ökonomischem Potenzial.

Lateinamerika erscheint dabei nicht als Partnerraum, sondern als Rohstoff- und Marktreserve für eine Politik nach dem Prinzip Trump-Family-First.

#Trump
#Kuba
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#Geopolitik
#FamilyFirst

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