Atlas – wie ein unsichtbares Netzwerk weltweit Politik, Medien und Demokratie unterwandert

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

– Wir brauchen für eine funktionierende Demokratie keine Extremparteien, sondern Parteien, die die Mitte vertreten! –

Was auf den ersten Blick wie eine harmlose Landschaft aus Denkfabriken wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eines der einflussreichsten politischen Netzwerke der Welt. Der Film „ATLAS – Das gefährlichste Netzwerk der Welt“ aus dem funk-Format Der Dunkle Parabelritter legt offen, wie das sogenannte Atlas-Netzwerk seit Jahrzehnten im Hintergrund agiert – weitgehend unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit.

Das Atlas-Netzwerk ist kein einzelner Verein, keine Partei und keine offizielle Institution. Es handelt sich um ein globales Geflecht aus über 500 Thinktanks, Stiftungen und Lobbyorganisationen, die einer klaren Ideologie folgen: radikaler Marktliberalismus, ein möglichst schwacher Staat, Privatisierung öffentlicher Aufgaben und die Zurückdrängung sozialer Sicherungssysteme. Was dabei als „Freiheit“ propagiert wird, meint in der Praxis häufig vor allem die Freiheit von Konzernen und Vermögenden.

#Atlas #Netzwerk #AtlasNetwork #Heartland #Institut, #Werteunion #HayekStiftung, #Friedrich_Naumann_Stiftung, #Ludwigs_Erhard_Stiftung, #DieFamilienunternehmer, #AfD, #FDP, #CDU, #EIKE, #Rechtslibertäres #Magazin #eigentümlich_frei

Historisch reichen die Wurzeln dieses Netzwerks bis in die Nachkriegszeit zurück. Zentrale ideologische Grundlagen stammen von Denkern wie Friedrich August von Hayek. Aus zunächst akademischen Debatten entwickelte sich über Jahrzehnte ein strategisch aufgebautes Machtinstrument. Ziel war nie die offene politische Auseinandersetzung, sondern die langfristige Beeinflussung von Eliten, Medien, Gerichten und Gesetzgebungsprozessen.

Der Film zeigt eindrücklich, wie weitreichend dieses Netzwerk heute wirkt. In den USA hatte es maßgeblichen Einfluss auf die Besetzung des Supreme Court – mit dramatischen Konsequenzen wie der Aufhebung des bundesweiten Abtreibungsrechts. In Großbritannien unterstützten Atlas-nahe Akteure eine radikale Wirtschaftspolitik, die unter Liz Truss innerhalb kürzester Zeit eine massive wirtschaftliche Krise auslöste. In Argentinien ebneten entsprechende Netzwerke den Weg für Präsident Javier Milei, dessen Politik erhebliche soziale Verwerfungen verursacht.

Besonders alarmierend ist, dass sich der Einfluss des Atlas-Netzwerks nicht auf Wirtschaftsfragen beschränkt. Es greift gezielt in gesellschaftliche Debatten ein – gegen Klimaschutz, gegen Arbeitnehmerrechte, gegen soziale Umverteilung und häufig auch gegen Minderheitenrechte. Demokratie wird dabei nicht offen bekämpft, sondern schleichend ausgehöhlt, indem zentrale Entscheidungen in informelle, kaum kontrollierbare Zirkel verlagert werden.

Auch Deutschland bleibt davon nicht unberührt. Der Film macht deutlich, dass Atlas-nahe Organisationen, Institute und mediale Plattformen längst hierzulande aktiv sind – oft eng vernetzt mit Parteien, wirtschaftsnahen Stiftungen und meinungsprägenden Medien. Der Einfluss erfolgt subtil, aber wirkungsvoll: Narrative werden gesetzt, Begriffe verschoben und politische Alternativen systematisch als „unrealistisch“ diskreditiert.

Das wirklich Gefährliche an diesem Netzwerk ist nicht allein seine Existenz, sondern seine Unsichtbarkeit. Während Demokratie Transparenz, Öffentlichkeit und Kontrolle benötigt, operiert Atlas im Schatten – global vernetzt, strategisch langfristig und finanziell bestens ausgestattet. Wer verstehen will, warum sich Politik in vielen Ländern zunehmend von sozialen Realitäten entfernt, kommt an diesem Netzwerk nicht vorbei.

Der Film ist damit weit mehr als eine Analyse. Er ist eine Warnung: Demokratie stirbt nicht plötzlich. Sie wird leise, effizient und gut organisiert ausgehöhlt.

#AtlasNetwork #DerDunkleParabelritter #DemokratieUnterDruck #Thinktanks #PolitischeMacht

Witwenrente und eigene Rente: So wirkt sich Ihr Einkommen wirklich aus – Freibeträge, Anrechnung und typische Irrtümer

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

www.Renten-Experte.de

Wer eine Witwen- oder Witwerrente erhält, steht häufig vor einer entscheidenden Frage: Wie stark wird die eigene Rente oder anderes Einkommen auf die Hinterbliebenenrente angerechnet? Die Antwort ist komplexer, als viele glauben – und genau hier entstehen oft finanzielle Fehlentscheidungen.

Grundsätzlich gilt: Eigene Einkünfte werden nicht vollständig angerechnet, sondern erst oberhalb eines gesetzlich festgelegten Freibetrags. Dieser Freibetrag orientiert sich am aktuellen Rentenwert und kann sich erhöhen, wenn Kinder erzogen wurden. Einkommen bis zu dieser Grenze bleibt vollständig anrechnungsfrei.

Zum anrechenbaren Einkommen zählen unter anderem eigene Altersrenten, Erwerbsminderungsrenten, Einkommen aus Beschäftigung oder selbstständiger Tätigkeit sowie bestimmte Versorgungsbezüge. Maßgeblich ist dabei in vielen Fällen das Nettoeinkommen. Liegt das Einkommen über dem Freibetrag, werden 40 Prozent des übersteigenden Betrags auf die Witwenrente angerechnet (§ 97 SGB VI i. V. m. § 18a SGB IV).

Unterschieden wird zwischen der kleinen und der großen Witwenrente. Die große Witwenrente beträgt in der Regel 55 Prozent der Rente des verstorbenen Partners und wird dauerhaft gezahlt, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die kleine Witwenrente ist zeitlich befristet (§ 46 SGB VI).

Entscheidend ist außerdem, welche rechtliche Grundlage für die Witwenrente gilt. Bei sogenannten alten Witwenregelungen – also bei Ehen, die vor dem Jahr 2002 geschlossen wurden und bei denen der verstorbene Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren ist – gelten teilweise abweichende Berechnungsgrundlagen, die sich auf Höhe und Dauer der Witwenrente auswirken (§ 46 SGB VI, § 243 SGB VI).

Darüber hinaus ist strikt zu unterscheiden, ob eine betriebliche Altersversorgung vom verstorbenen Ehepartner stammt oder vom Hinterbliebenen selbst. Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung des Verstorbenen gehören zur Hinterbliebenenversorgung und unterliegen nicht der Einkommensanrechnung auf die Witwenrente. Dies gilt insbesondere bei Altfällen nach der alten Witwenregelung (§ 46 SGB VI, § 243 SGB VI).

Anders verhält es sich bei eigenen Ansprüchen des Hinterbliebenen aus einer betrieblichen Altersversorgung. Diese zählen zu den Versorgungsbezügen und können bei der Einkommensanrechnung berücksichtigt werden (§ 97 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 SGB VI, § 18a SGB IV, § 229 SGB V, § 1–3 BetrAVG).

Werner Hoffmann

www.Renten-Experte.de

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, eine eigene Altersrente lohne sich nicht, da sie vollständig mit der Witwenrente verrechnet werde. Das ist in vielen Fällen falsch. Freibeträge und unterschiedliche Einkommensarten eröffnen oft erhebliche Gestaltungsspielräume.

Die Möglichkeiten der Gestaltung sind hier vielfältig und können am besten mit einem unabhängigen Rentenberater nach RDG (Rechtsdienstleistungsgesetz) erörtert und geplant werden.

Sehr hilfreich ist in diesem Zusammenhang, wenn in einem Notfallordner alle relevanten Übersichten bereits vollständig ausgefüllt und griffbereit vorliegen. So kann im Ernstfall schneller reagiert werden.

Empfohlene Notfallordner:

www.not-fallordner.de

#Witwenrente #Hinterbliebenenrente #Rentenberatung #Altersvorsorge #Notfallvorsorge

Teil 6 – Resümee: Sicherheit im Alter braucht Technik – aber vor allem Souveränität

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Die vorherigen Teile haben gezeigt, wie wichtig einfache, verlässliche und fehlbedienungssichere Technik für ältere Menschen ist.

Telefonie und Notfallkommunikation dürfen im Alltag keine zusätzliche Hürde darstellen.

Sie müssen funktionieren – auch unter Stress, bei Unsicherheit oder nach einem Sturz.

Sprachgesteuerte Systeme und cloudbasierte Dienste können dabei eine große Hilfe sein.

Sie ermöglichen Kommunikation ohne Tasten, Menüs oder Displays.

Gleichzeitig darf jedoch nicht ausgeblendet werden, dass solche Lösungen immer auch Abhängigkeiten schaffen – insbesondere dann, wenn sie auf Cloud-Diensten außerhalb der Europäischen Union basieren.

Cloud-Dienste aus den USA, aus einem möglichen „USA 2.0“-Szenario oder aus anderen Drittstaaten unterliegen nicht dem europäischen Rechtsrahmen.

Änderungen von Geschäftsmodellen, politische Entscheidungen, Sanktionen oder sicherheitspolitische Maßnahmen können dazu führen, dass Funktionen eingeschränkt, verteuert oder im Extremfall abgeschaltet werden. Darauf haben Nutzerinnen und Nutzer keinen Einfluss.

Gerade bei sicherheitsrelevanter Kommunikation im Alter ist das ein Risiko, das zumindest bewusst mitgedacht werden sollte. Es geht dabei nicht um Misstrauen, sondern um Vorsorge. Wer sich ausschließlich auf externe Cloud-Infrastrukturen verlässt, gibt einen Teil der Kontrolle aus der Hand.

Deshalb ist es wichtig, Alternativen zu kennen: europäische Lösungen, lokale Systeme, klassische Notrufkonzepte oder offene Standards wie SIP-Telefonie. Sie sind nicht immer so bequem wie große Plattformen, bieten dafür aber mehr Unabhängigkeit, Transparenz und langfristige Stabilität.

Am Ende gilt: Technik muss dem Menschen dienen – nicht umgekehrt. Die beste Lösung ist diejenige, die zur Person, zur Lebenssituation und zum eigenen Sicherheitsbedürfnis passt. Souveränität bedeutet Wahlfreiheit.

Gerade im Alter ist diese Wahlfreiheit ein Stück Sicherheit.

Teil 5 – Es muss nicht Amazon sein – Sicherheit, Wahlfreiheit und souveräne Alternativen

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Sprachgesteuerte Systeme wie Alexa können im Alltag älterer Menschen eine große Hilfe sein. Doch so sinnvoll diese Technik ist, sie darf nicht zur einzigen Option werden.

Niemand sollte das Gefühl haben, auf einen bestimmten Konzern angewiesen zu sein, um im Alter erreichbar zu bleiben oder Hilfe rufen zu können.

Entscheidend ist nicht der Anbieter, sondern die Frage, ob eine Lösung im Alltag zuverlässig funktioniert.

Gerade ältere Menschen haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Manche möchten bewusst keine Cloud-Dienste nutzen, andere fühlen sich mit klassischer Technik wohler oder lehnen Sprachassistenten grundsätzlich ab.

Diese Haltung ist legitim. Technik soll Sicherheit geben – nicht verunsichern.

Deshalb ist es wichtig, Alternativen zu kennen. Neben sprachgesteuerten Lösungen gibt es bewährte Konzepte wie klassische Hausnotrufsysteme, WLAN- oder DECT-Telefone mit Notruftaste oder stark vereinfachte Mobiltelefone. Sie funktionieren ohne Sprachsteuerung und sind für viele Menschen vertrauter.

Entscheidend ist immer dasselbe Prinzip: Ein System muss auch dann funktionieren, wenn Stress, Angst oder körperliche Einschränkungen dazukommen. Je weniger Schritte nötig sind, desto höher ist die Sicherheit. Technik darf nicht fordern – sie muss tragen.

Open-Source-Alternative: SIP-Telefonie (VoIP) mit Freisprecheinheit

Wer bewusst unabhängig von großen IT-Plattformen bleiben möchte, kann auch auf offene Telefonie-Standards setzen. Bei der sogenannten SIP-Telefonie (VoIP) erfolgt das Telefonieren über das Internet, ohne geschlossene Ökosysteme.

In Kombination mit einer Freisprecheinheit oder einem einfach bedienbaren WLAN-Telefon kann so eine sehr stabile Lösung entstehen. Der Vorteil: keine Sprachdaten in Konzern-Clouds, freie Wahl des Anbieters und hohe Kontrolle über die Technik.

Der Nachteil ist ehrlich zu benennen: Diese Lösung ist nicht „hinstellen und fertig“. Sie erfordert einmalige Einrichtung durch Angehörige und ist weniger intuitiv als Sprachsteuerung. Für technikaffine Familien kann sie jedoch eine souveräne, langfristige Alternative sein.

Wählt man eine Lösung auf Basis von Amazon oder anderen US-Plattformen, sollte man sich dieser Abhängigkeit bewusst sein. Niemand kann garantieren, dass solche Dienste dauerhaft, unverändert und ohne politische oder wirtschaftliche Einflussnahme verfügbar bleiben. Spätestens seit den aktuellen geopolitischen Entwicklungen ist klar: Man weiß nie, ob eine künftige „USA 2.0“ bestimmte Funktionen einschränkt, abschaltet oder als strategisches Druckmittel nutzt.

Gerade bei sicherheitsrelevanter Kommunikation im Alter ist diese Abhängigkeit ein Faktor, der zumindest mitgedacht werden sollte. Deshalb ist es sinnvoll, Alternativen zu kennen und gegebenenfalls bewusst auf Lösungen zu setzen, die unabhängig, kontrollierbar und langfristig stabil sind.

Am Ende zählt nicht Ideologie, sondern Alltagstauglichkeit. Die beste Lösung ist immer die, die zur Person passt – nicht umgekehrt.

#DigitaleSouveränität

#Seniorensicherheit

#OpenSource

#Datenschutz

#Alltagssicherhei

Teil 4 – Extra-einfach, extra-sicher – die besten Einstellungen für ältere Menschen und häufige Fehler

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Die Einrichtung allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass die Technik im Alltag fehlbedienungssicher bleibt. Gerade bei älteren Menschen sind es oft Kleinigkeiten, die dazu führen, dass ein Gerät plötzlich nicht mehr funktioniert. Hier kommen die wichtigsten Einstellungen und die häufigsten Fehler – Schritt für Schritt.


Schritt 1: Den Anruf-Namen extrem einfach machen

  • Statt „Max Mustermann“ nur „Max“ speichern,
  • statt „Margot Mustermann“ nur „Margot“ speichern,
  • keine Spitznamen mit ähnlichem Klang verwenden.

Schritt 2: Lautstärke und Klingeln absichern

  • Am Gerät B die Lautstärke so einstellen, dass Klingeln und Sprache gut hörbar sind,
  • in der Alexa-App unter Geräte → Echo & Alexa → Gerät B → Töne prüfen, dass die Lautstärken nicht zu leise gesetzt sind,
  • Testanruf machen und gemeinsam einmal „zu laut“ und „zu leise“ prüfen.

Schritt 3: Sicherstellen, dass „Nicht stören“ aus ist

  • Alexa-App öffnen,
  • Geräte → Echo & Alexa → Gerät auswählen,
  • Nicht stören muss deaktiviert sein, sonst klingelt es nicht.

Schritt 4: Prüfen, ob das Mikrofon aus Versehen stumm ist

  • Am Echo leuchtet bei stummgeschaltetem Mikrofon meist eine rote Anzeige,
  • Mikrofon-Taste einmal drücken, damit es wieder aktiv ist,
  • danach Testanruf durchführen.

Schritt 5: Drop-In nur dann, wenn ihr es wirklich wollt (Gegensprechanlage)

  • Drop-In bedeutet: direktes Durchstellen ohne klassisches Klingeln,
  • für Senioren praktisch, aber nur nutzen, wenn beide Seiten das ausdrücklich möchten,
  • aktivieren in der Alexa-App: Geräte → Echo & Alexa → Gerät → Kommunikation → Drop-In aktivieren,
  • danach in Kontakte die Drop-In-Berechtigung setzen.

Schritt 6: Der einfachste Alltagssatz für die Mutter

  • Anrufen: „Alexa, rufe Max an“,
  • zum Annehmen: „Alexa, annehmen“,
  • zum Auflegen: „Alexa, auflegen“.

Tipp: Drucke Schritt 6 aus und lege ihn direkt neben das Gerät – dann gibt es im Alltag keine Unsicherheit mehr.

Teil 3 –So richten Sie Alexa-Telefonie zwischen zwei Orten ein – Schritt für Schritt erklärt

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

In diesem Teil wird erklärt, wie zwei Amazon-Alexa-Geräte miteinander telefonieren können, obwohl sie sich in verschiedenen Haushalten und an unterschiedlichen Orten befinden. Ein gemeinsames WLAN ist nicht erforderlich – die Verbindung erfolgt über das Internet.


Schritt 1: Voraussetzungen prüfen

[Foto Schritt 1: Voraussetzungen prüfen – Gerät A bei Max Mueller, Gerät B bei der Mutter]

– Gerät A steht bei Max Mueller zu Hause und ist mit dem WLAN verbunden,
– Gerät B steht bei der Mutter (Margot Mustermann) und ist dort mit dem WLAN verbunden,
– beide Geräte reagieren auf Sprachbefehle („Alexa, wie spät ist es?“),
– auf beiden Smartphones ist die Alexa-App installiert,
– beide haben ein eigenes Amazon-Konto.


Schritt 2: Alexa-Kommunikation aktivieren

Auf beiden Smartphones:
– Alexa-App öffnen,
– auf „Mehr“ tippen,
„Kommunikation“ auswählen,
„Anrufe & Nachrichten“ aktivieren.

Dieser Schritt ist nur einmal notwendig.


Schritt 3: Kontakte freigeben und sichtbar machen

– In der Alexa-App Kommunikation → Kontakte öffnen,
– Zugriff auf Kontakte erlauben,
– prüfen, ob sich Max und Margot gegenseitig sehen.

Falls ein Kontakt nicht sichtbar ist, kann er manuell hinzugefügt werden.


Schritt 4: Gegenseitig als Alexa-Kontakt hinzufügen

– Bei Max Mueller den Kontakt „Margot“ anlegen,
– bei der Mutter den Kontakt „Max“ anlegen,
– kurze, eindeutige Namen verwenden (ohne Nachnamen).

So versteht Alexa die Sprachbefehle zuverlässig.


Schritt 5: Testanruf durchführen

– Max sagt: „Alexa, rufe Margot an“,
– die Mutter sagt: „Alexa, rufe Max an“,
– angenommen wird mit: „Alexa, annehmen“.

Das Gespräch funktioniert nun wie ein normales Telefonat.


Schritt 6: Alltagstauglich und narrensicher machen

Für den Alltag besonders wichtig:
– Lautstärke einmal passend einstellen,
– Mikrofon darf nicht stummgeschaltet sein (keine rote Anzeige),
– „Nicht stören“ muss deaktiviert sein,
– nur einen Anrufnamen merken: „Max“.

Ergebnis: Die Mutter kann jederzeit per Zuruf telefonieren oder Hilfe holen – ohne Tasten, ohne Menüs und ohne Fehlbedienung.

#AlexaEinrichten

#SeniorenTechnik

#TelefonierenOhneTasten

#Alltagssicherheit

#Notfallhilfe

Wenn das Telefon zur Hürde wird Teil 1 – warum ältere Menschen mit moderner Telefonie kämpfen

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Telefone sollen Sicherheit geben und Nähe ermöglichen.

Für viele ältere Menschen bewirken moderne Telefone jedoch genau das Gegenteil. Statt Vertrauen entstehen Unsicherheit, Stress und häufig sogar Angst.

Der Grund ist selten mangelnde Bereitschaft, sondern eine Technik, die nicht altersgerecht ist.

Ob Smartphone oder schnurloses Festnetztelefon:

Zu viele Tasten, doppelte Belegungen, kleine Displays und unklare Menüs führen schnell zu Fehlbedienungen. Ein falscher Tastendruck genügt, und plötzlich ist das Telefon lautlos, gesperrt oder auf einen unbekannten Modus gestellt. Besonders problematisch: Diese Fehler bleiben oft unbemerkt.

Angehörige rufen an, doch das Telefon klingelt nicht mehr. Kontakte scheinen verschwunden zu sein. Manche Geräte blockieren sich sogar vollständig. Für ältere Menschen ist das extrem frustrierend – und im schlimmsten Fall gefährlich. Wer glaubt, sein Telefon funktioniere nicht mehr richtig, zögert häufig, Hilfe zu holen oder jemanden anzurufen.

Hinzu kommt die Angst, „etwas kaputt zu machen“. Nach wenigen negativen Erlebnissen wird das Telefon oft nur noch zögerlich genutzt. Gerade bei gesundheitlichen Problemen, Stürzen oder plötzlichem Unwohlsein kann diese Hemmschwelle schwerwiegende Folgen haben.

Besonders kritisch wird es in Notfallsituationen. Wer gestürzt ist oder sich plötzlich nicht gut fühlt, muss schnell Hilfe rufen können. Klassische Telefone liegen oft in einem anderen Raum, sind nicht erreichbar oder lassen sich nicht mehr korrekt bedienen. Genau hier zeigt sich, wie gefährlich technische Hürden im Alltag sein können.

Deshalb braucht es Lösungen, die ohne Tasten, ohne Menüs und ohne Angst vor Fehlbedienung funktionieren – und im Idealfall sogar zusätzliche Sicherheit im Notfall bieten.

Fortsetzung in Teil 2

#Senioren #Telefonie #Notfallhilfe #DigitaleSouveränität #Alltagssicherheit

Die Lösung heißt Vereinfachung Teil 2 – warum weniger Technik mehr Sicherheit bedeutet

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Wenn Telefone im Alltag zur Hürde werden, liegt das Problem selten bei den Menschen, sondern fast immer bei der Bedienung. Genau deshalb braucht es Lösungen, die Technik wieder auf das Wesentliche reduzieren: kommunizieren und im Notfall Hilfe rufen – zuverlässig und ohne Fehlbedienung.

Ein zentraler Ansatz ist der Abschied von komplexen Tastenkombinationen. Klassische Telefone können durch eine einzige unglückliche Berührung blockiert werden – etwa durch eine Tastensperre, die unbemerkt aktiviert wird. Für viele ältere Menschen ist dann nicht mehr nachvollziehbar, warum das Telefon plötzlich nicht mehr funktioniert. Die Folge ist Unsicherheit – und im schlimmsten Fall Funkstille im Ernstfall.

Moderne Alternativen setzen deshalb auf Sprachsteuerung oder extrem reduzierte Bedienkonzepte. Ein gesprochenes Kommando ersetzt Tasten, Menüs und Displays. Wer stürzt oder sich unwohl fühlt, kann Hilfe rufen, ohne ein Gerät in die Hand nehmen zu müssen. Das ist ein entscheidender Sicherheitsgewinn – gerade dann, wenn das Telefon nicht erreichbar ist.

Dabei gilt ausdrücklich: Es muss nicht immer ein großer IT-Konzern sein.
Neben bekannten Sprachassistenten gibt es auch:

  • WLAN-Telefone mit stark vereinfachter Oberfläche,
  • Hausnotrufsysteme mit Sprachfunktion,
  • lokal betriebene Sprachlösungen ohne permanente Cloud-Anbindung,
  • sowie Systeme auf Open-Source-Basis, die unabhängig von großen Plattformen funktionieren.

Ich werde in den nachfolgenden Teilen unterschiedliche Systemmöglichkeiten darstellen. Die erste wird zunächst sein, wie es mit Amazon funktioniert.

Danach werde ich mich mit Open Source mögliche noch beschäftigen. Denn nichts ist eigentlich langfristig wichtiger als die Unabhängigkeit von den USA.

Wichtig ist nicht der Markenname, sondern das Prinzip: Einfachheit, Verlässlichkeit und Verständlichkeit. Technik sollte älteren Menschen Sicherheit geben – nicht neue Sorgen bereiten.

Wer frühzeitig auf klare, fehlbedienungssichere Lösungen setzt, erhält Selbstständigkeit und Würde im Alltag.

Die beste Technik ist nicht die modernste – sondern die, die im entscheidenden Moment funktioniert.

#Senioren #Telefonie #Notfallhilfe #DigitaleSouveränität #Alltagssicherheit

Zu wenig Wind, zu viel Gestern – wie Deutschland sich selbst ausbremste und Merz die Windkraft kleinredet

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.

Noch 2013 klang die energiepolitische Realität in Deutschland wie eine bittere Ironie: Ausgerechnet auf der windreichen Nordsee gab es zu wenig Windkraft.

Während Politik und Wirtschaft die Energiewende rhetorisch feierten, stockte der Ausbau dort, wo er am sinnvollsten gewesen wäre. Genehmigungen lagen vor, Pläne waren gemacht – doch Projekte verzögerten sich, Investoren zögerten, politische Prioritäten schwankten. Das Ergebnis: Deutschland fiel zurück, andere Länder zogen vorbei. Die Energiewende wurde angekündigt, aber nicht konsequent umgesetzt.

Diese Ironie zieht sich bis heute durch die Debatte – und bekommt mit Friedrich Merz eine neue Zuspitzung. Der CDU-Chef erklärte öffentlich, Windräder seien „hässlich“ und passten nicht in die Landschaft. Sinngemäß stellte er in Aussicht, man könne sie eines Tages wieder abbauen. Nicht Effizienz, nicht Klimaschutz, nicht Versorgungssicherheit standen im Mittelpunkt – sondern Ästhetik. Eine Haltung, die bei vielen Kopfschütteln auslöste, weil sie den Kern der Herausforderung verfehlt: Es geht nicht um Gefallen, sondern um Energie, Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit.

Hinzu kommt Merz’ Einordnung der Windkraft als „Übergangstechnologie“. Windenergie sei demnach nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu etwas „Besserem“. Doch genau hier liegt das Problem: Wer die leistungsfähigste erneuerbare Energiequelle der Gegenwart rhetorisch abwertet, bremst den Ausbau im Hier und Jetzt. Übergangstechnologien sind keine Ausrede, sondern Brücken – und ohne sie kommt man nicht ans andere Ufer.

Viele Kritiker sehen darin ein Muster, das sie spöttisch als „Altes Deutsches Männer-Syndrom“ bezeichnen: Skepsis gegenüber sichtbarem Wandel, Nostalgie für alte Technik, Hoffnung auf ferne Wunderlösungen – und ein Unbehagen gegenüber dem, was heute machbar ist. Das ist kein medizinischer Begriff, sondern eine politische Diagnose. Sie beschreibt eine Haltung, die Fortschritt lieber vertagt als gestaltet.

Die eigentliche Ironie bleibt: Deutschland wusste es besser. Schon vor über zehn Jahren war klar, wie groß das Potenzial der Windkraft ist – besonders offshore. Doch statt entschlossen zu handeln, wurde gezögert, relativiert und klein geredet. Wer heute Windkraft als hässlich oder nur vorübergehend bezeichnet, übersieht, dass sie längst das Rückgrat einer sauberen Energieversorgung ist. Nicht irgendwann. Jetzt.

#Windkraft #Energiewende #Nordsee #FriedrichMerz #Klimapolitik

Merz träumt von Nichtmachbarem

Ein Beitrag von

Ich wette dagegen. Der Traum von der günstigen, im Interview vom Kanzler protegierten Kernfusion ist absehbar nicht erfüllbar, die Fortschritte zu langsam.

Es ist zudem wieder eine zentrale Technologie, die damit angreifbarer ist als die dezentralen, bürgernahen #Erneuerbaren.

Erneuerbare senken heute schon die Strompreise, Solar und Wind allen voran. Sie sind getragen von einer breiten Akteursvielfalt, helfen vielen Kommunen bei der Stabilisierung der Finanzen, generieren eine erhebliche Wertschöpfung und sind sauber und sicher. Zudem werden immer mehr alte Anlagen durch weniger neue ersetzt (Repowering).

Lasst uns an diesem Schatz festhalten, ihn fortentwickeln und das System den Erneuerbaren anpassen statt unsichere Versprechen für die Zukunft zu machen. Sie sind kein Übergang, sondern ein Gewinn. In einem digitalisierten, vernetzten und flexibilisierten Energiesystem allemal. Dafür braucht es verlässliche Investitionsbedingungen.

error

Gefällt Dir der Blog-Demokratie? Einfach weiterempfehlen