Krieg um Werte oder Krieg um Rohstoffe? Was hinter der Eskalation mit dem Iran wirklich steht

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

Keine Frage: Der Iran ist ein Staat, der Opposition unterdrückt, Frauenrechte massiv einschränkt und grundlegende Freiheitsrechte verletzt. Doch Außenpolitik folgt selten ausschließlich moralischen Motiven.

Donald Trump mischt sich kaum wegen Menschenrechten ein. Sein Interesse dürfte vor allem wirtschaftlicher Natur sein: seltene Erden, strategische Rohstoffe, Öl und Gas. Auch sein Umfeld – etwa Jared Kushner – könnte wirtschaftliche Chancen in einer geopolitischen Neuordnung sehen.

Der Iran gehört zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt.

Die wichtigsten Rohstoffe im Überblick

  • Energie: Erdöl (ca. 12 % der Weltreserven), Erdgas (15–17 % der globalen Reserven)
  • Metalle: Kupfer, Eisenerz, Zink, Blei, Chrom, Mangan, Silber
  • Strategische Rohstoffe: Potenzielle seltene Erden, Lithium-Vorkommen, Strontium

Seltene Erden sind essenziell für Batterien, Rüstungstechnologie, Halbleiter und erneuerbare Energien. Die Abhängigkeit vom chinesischen Markt ist hoch. Wer alternative Fördergebiete kontrolliert, gewinnt strategische Macht.

Hinzu kommt die Straße von Hormus – jede Eskalation dort beeinflusst sofort die globalen Energiepreise.

Die entscheidende Frage lautet daher: Geht es wirklich um Sicherheit – oder um wirtschaftliche Einflusszonen und Ressourcen?

Geschichte zeigt, dass geopolitische Interventionen selten ohne ökonomische Interessen stattfinden.

Wer die aktuelle Lage bewertet, sollte daher neben der Kritik am iranischen Regime auch wirtschaftliche Motive der Gegenseite analysieren. Machtpolitik und Ressourcen sind historisch eng miteinander verknüpft.


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Nahost Eskaliert: USA, Israel und Iran Im Krieg – Was Das Für Ölpreis, Inflation Und Börsen Bedeutet

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Ein neuer militärischer Schlagabtausch zwischen den USA, Israel und dem Iran erschüttert die Weltpolitik – und die Finanzmärkte reagieren sofort. Die Sorge: Eine Ausweitung des Konflikts könnte massive wirtschaftliche Folgen haben.

Steigende Ölpreise als unmittelbare Folge geopolitischer Eskalation.

Ölpreis Unter Druck Nach Oben

Der Iran ist ein bedeutender Ölproduzent und liegt strategisch an der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Transportrouten für Rohöl weltweit. Bereits die Angst vor Störungen lässt die Preise steigen. Sollte es zu einer Blockade oder Angriffen auf Ölinfrastruktur kommen, könnten die Preise deutlich über 100 Dollar pro Barrel klettern.

Steigende Ölpreise wirken wie eine zusätzliche Steuer auf Wirtschaft und Verbraucher. Besonders importabhängige Länder wie Deutschland wären betroffen.

Militärische Eskalation erhöht das Risiko für Energie- und Finanzmärkte.

Inflation Droht Wieder Zu Steigen

Höhere Energiepreise treiben Transport- und Produktionskosten. Das schlägt sich zeitverzögert in höheren Verbraucherpreisen nieder. Nach der jüngsten Inflationsberuhigung droht nun ein erneuter Preisschub bei Kraftstoffen, Heizkosten und vielen Alltagsprodukten.

Für die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank würde das bedeuten: Zinssenkungen könnten sich verzögern.

Militärische Eskalation erhöht das Risiko für Energie- und Finanzmärkte.

Aktienmärkte Reagieren Nervös

Geopolitische Unsicherheit sorgt typischerweise für Kursrückgänge. Anleger flüchten in sichere Häfen wie Gold oder Staatsanleihen. Besonders konjunktursensible Branchen geraten unter Druck.

Allerdings profitieren Energie- und Rüstungsunternehmen häufig von solchen Krisen. Entscheidend ist, ob der Konflikt regional begrenzt bleibt oder sich ausweitet.

Hohe Spritpreise treffen Verbraucher in Deutschland direkt.

Folgen Für USA Und Deutschland

Die USA sind energetisch unabhängiger als Europa. Deutschland hingegen ist stärker von Energieimporten abhängig und damit anfälliger für Preisschocks. Steigende Energiekosten könnten das ohnehin schwache Wachstum zusätzlich belasten.

Globale Unsicherheit führt zu Flucht in sichere Anlagen wie Gold

Resümee

Ein regional begrenzter Konflikt würde die Märkte vermutlich nur kurzfristig belasten. Eine Ausweitung mit Störungen im Öltransport könnte jedoch Inflation neu anfachen, Zinssenkungen verzögern und die Börsen weltweit deutlich unter Druck setzen. Entscheidend bleibt die Dauer und Intensität der Eskalation.

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