Werner Hoffmann – Die Welt gibt es nur einmal….. Die Erde kann auch ohne uns Menschen bestehen… eben dann wieder mit Kleinlebewesen und ohne Menschen.
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Diese Schmutz-Stoffe machen Energieriesen nervös!
Während die Welt über Lithium, Kobalt und seltene Erden diskutiert, arbeiten Forscher an etwas viel Bodenständigerem: Asche und Eisen. Klingt nach Abfall?
Ist es auch.
Doch genau das macht sie so spannend:
Günstig, verfügbar, recycelbar – und mit ungeahntem Potenzial zur Energiespeicherung.
„Asche zu Schlamm – und plötzlich voller Energie?“
Was passiert, wenn man Wasser auf kalte Asche gießt? Zunächst gar nicht viel – das Wasser perlt ab, die Asche scheint sich zu sträuben. Doch dann: Langsam saugt sie sich voll, wird schwer, klebrig, formt eine dichte Masse.
Was hier passiert, ist mehr als nur Physik – es ist Speichertechnik aus der Natur:
Die Asche bindet Wasser und speichert Wärme.
In bestimmten Fällen (z. B. mit Branntkalk) entsteht sogar Wärme durch chemische Reaktion.
Diese Eigenschaften machen sie zu einem natürlichen Wärmespeicher – ideal für Häuser, Lehmputze oder Betonwände, die Sonnenwärme am Tag speichern und nachts wieder abgeben.
Fazit: Aus Abfall wird Speicher – ganz ohne Akku, ganz ohne Technik.
鱗 „Rostet hier etwa der Strom?“
Kaum zu glauben, aber wahr: Rost kann Strom liefern. Genauer gesagt: Der Vorgang des Rostens – also die Reaktion von Eisen mit Sauerstoff – setzt Energie frei.
Das Prinzip:
Eisen + Sauerstoff + Wasser = Rost + Energie
Diese Reaktion ist nutzbar, z. B. in der Eisen-Luft-Batterie.
Der Clou: Das verrostete Eisen lässt sich wieder „aufladen“ – z. B. mit grünem Wasserstoff. So entsteht ein Kreislauf:
Rosten = Strom erzeugen – Zurückverwandeln = Speicher wieder auffüllen
Diese Technik braucht kein Lithium, keine seltenen Metalle – nur Eisen, Luft und Wasser. Also Dinge, die fast überall verfügbar sind.
⛔ Warum fürchten sich Lobbyisten?
Diese simplen Materialien – Asche, Wasser, Eisen – könnten das Energiesystem revolutionieren:
Solar- und Windstrom lassen sich günstig speichern, dezentral und ohne teure Technik.
Fossile Energieträger verlieren an Bedeutung.
Großkonzerne, die auf Atomkraft, Gas oder Lithium setzen, könnten ihr Geschäftsmodell verlieren.
Katherina Reiche (CDU), die in Energie- und Wasserstofflobbys tief vernetzt ist, dürfte diese Entwicklung kaum gefallen. Auch Investoren wie BlackRock oder KKR, die Milliarden in konventionelle Energieinfrastruktur stecken, könnten Milliardenverluste drohen.
Resümee
Die Zukunft der Energiespeicherung ist nicht teuer – sie ist clever. Ob Asche und Wasser als Wärmespeicher, oder Eisen und Rost als Stromquelle: Die Lösungen liegen im Einfachen – und genau das macht sie so gefährlich für die Fossil-Lobby.
– Werner Hoffmann – Demokratie der Mitte, weil Energiegewinn allen gehören sollten, die in einem Land leben. Die Rohstoffe eines Landes sind Allgemeingut eines Landes.
Norwegen: Offshore-Windkraft als nächste grüne Revolution
Norwegen plant einen massiven Ausbau seiner Offshore-Windkapazitäten – hier die wichtigsten Zahlen und Zeiträume:
Ambitionierte Pläne
1. Regierungsziel bis 2040
Im Mai 2022 kündigte die norwegische Regierung an, bis 2040 rund 30 Gigawatt (GW) Offshore-Windkraft zu installieren.
Das entspricht mehr als der gesamten aktuellen Inlandsstromnachfrage Norwegens.
Die Leistung soll sich auf verschiedene Nordseegebiete verteilen – teils mit festen Fundamenten, teils als Floating-Wind-Anlagen.
2. Kommende Ausschreibungen
Erste Zonen wie Utsira Nord (Floating Wind) und Sørlige Nordsjø II (Bottom-Fixed) sind in Vorbereitung.
Die erste Ausschreibung (1,5 GW Utsira Nord) soll ab 2025–2026 erfolgen.
Die Energiebehörde (NVE) bereitet weitere Flächen vor – inklusive Umweltprüfungen.
3. Langfristige Prognosen von Marktakteuren
Die Zertifizierungsstelle DNV rechnet bis 2050 mit ca. 21 GW zusätzlicher Offshore-Windleistung.
Equinor plant allein bis 2030 etwa 10–12 GW, national und international.
Der Zuwachs von 30 GW Energie entlastet Europa um umgerechnet 22 Atomkraftwerke!
⚙️ Technologischer Schwerpunkt: Floating Wind
Norwegen gilt als Vorreiter bei der schwimmenden Offshore-Windkraft:
Die Küstentiefe Norwegens macht herkömmliche Fundamente oft unmöglich.
Daher wird verstärkt auf Floating-Wind-Technologie gesetzt.
Mit Hywind Tampen wurde 2022 eine der ersten schwimmenden Offshore-Anlagen weltweit in Betrieb genommen.
Wohin fließen die Gewinne?
In Norwegen:
Der Staat vergibt Offshore-Lizenzen und erhält Nutzungsgebühren und Exporterlöse.
Staatliche Energieunternehmen wie Statkraft und Equinor speisen die Einnahmen in den Staatshaushalt ein.
Ein Teil der Einnahmen fließt in den Staatsfonds (Government Pension Fund Global) – für Rente, Infrastruktur und Klimaschutz.
Auch die Finanzierung von Netzanbindungen (z. B. NordLink) profitiert davon.
In Deutschland:
Offshore-Windparks werden von privaten Kapitalgesellschaften betrieben (z. B. RWE, EnBW, Ørsted, Shell).
Der Staat fördert Netzanbindungen und zahlt garantierte Einspeisevergütungen.
Die Gewinne verbleiben bei den Unternehmen – nicht im Bundeshaushalt.
Das wirtschaftliche Risiko tragen Bürger:innen über Strompreisstützungen oder Netzentgelte.
茶 Zusammenfassung: Offshore-Ausbauziele Norwegen
Bis 2030:
10–12 GW geplanter Ausbau (Equinor u. a.)
Hywind Tampen und erste Ausschreibungsprojekte sind aktiv oder im Bau
Bis 2040:
Staatliches Ausbauziel: 30 GW
Kombination aus festen und schwimmenden Anlagen
Großer Teil für den Stromexport in die EU vorgesehen
Bis 2050:
Marktprognosen erwarten insgesamt über 50 GW Offshore-Windleistung
Norwegen wird zu einem Schlüsselakteur im europäischen Grünstrommarkt
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Warum das zählt
Norwegen investiert in die Zukunft – mit Wind, Wasser und Weitblick.
Während viele Länder noch über „Brückentechnologien“ sprechen, baut Norwegen seine grüne Exportmacht auf. Offshore-Wind wird zum zweiten Standbein neben der Wasserkraft – und die Einnahmen daraus landen nicht bei Konzernen, sondern beim Staat, den Rentner:innen und künftigen Generationen.
Deutschland hingegen: Offshore-Wind wächst – doch die Gewinne wandern an die Börse. Netze werden öffentlich finanziert, aber die Erlöse bleiben privat.
Eine echte Transformation braucht mehr als Turbinen – sie braucht ein gerechtes Modell für Ertrag dund Verantwortung.
Norwegen zeigt, dass es geht. Jetzt liegt es an uns.
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Zusätzliche Erläuterungen:
Vom Bohrloch zur Bürgerdividende – Wer profitiert von Energiegewinnen?
Was passiert mit den Gewinnen aus Energie – speziell Öl, Gas und zunehmend auch erneuerbarem Strom?
Diese Frage entscheidet über soziale Gerechtigkeit, Generationengleichheit und Klimaschutz.
Zwei Länder, zwei Modelle – Norwegen und Deutschland – könnten unterschiedlicher kaum sein.
Verwendung der Energiegewinne in Norwegen:
Energie für alle – Staat, Rente, Zukunft
Norwegen hat früh erkannt:
Energie gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge.
Ob Öl, Gas oder Wasserkraft – der Staat ist nicht nur Regulierer, sondern Eigentümer.
Die Einnahmen fließen direkt zurück in die Gesellschaft:
Der norwegische Staat besitzt große Teile der Öl-, Gas- und Wasserkraftproduktion.
Gewinne fließen in den Staatsfonds (Government Pension Fund Global), heute über 1,5 Billionen US-Dollar schwer.
Rentensystem, Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz werden durch diese Einnahmen gestärkt.
Auch Offshore-Windkraft und Netznutzung generieren Einnahmen für den Staat – nicht für Konzerne.
Ergebnis:
Ein stabiles, solidarisches und zukunftssicheres System – finanziert durch fair verteilte Energiegewinne.
Deutschland: Gewinne für Konzerne – Subventionen trotz Klimakrise
In Deutschland ist das Gegenteil der Fall:
Energiegewinne fließen nicht in öffentliche Hände, sondern in die Kassen privater Kapitalgesellschaften.
Die Energieversorgung ist stark privatisiert – RWE, E.ON, Shell, EnBW, Vattenfall u. a. kontrollieren den Markt.
Die Gewinne fließen an Aktionäre – nicht in einen nationalen Zukunftsfonds.
Der Staat subventioniert weiterhin jährlich über 65 Mrd. € fossile Sektoren – z. B. Dieselprivileg, Kerosinsteuerbefreiung.
Eine systemische Rücklage existiert nicht – Altersarmut, Investitionsstau und soziale Ungleichheit nehmen zu.
Wer profitiert – und wer zahlt?
In Norwegen profitieren Staat, Kommunen und Bürger:innen.
In Deutschland profitieren Energiekonzerne und große Anleger – während Bürger:innen die Infrastruktur finanzieren.
Kommentar
Norwegen zeigt, dass eine gerechte Energiepolitik nicht nur möglich, sondern notwendig ist.
Gewinne aus fossilen und erneuerbaren Quellen gehören nicht an die Börse – sondern in die Gesellschaft zurück.
Deutschland hingegen verschenkt seine Chancen – und öffnet Tür und Tor für Lobbyismus und soziale Ungleichheit.
Vergleich: Norwegen vs. Deutschland – Wer profitiert?
Eigentum an Ressourcen:
– Norwegen:
Staatlich (Öl, Gas, Wasser)
– Deutschland:
Privat (Kapitalgesellschaften)
Verwendung der Gewinne:
– Norwegen: Staatsfonds für Rente & Zukunft
– Deutschland: Dividenden für Aktionäre
Subventionen:
– Norwegen:
Keine fossilen Subventionen
– Deutschland:
>65 Mrd. € jährlich an Fossilindustrie
Strompreis:
– Norwegen: Gering (Wasserkraft)
– Deutschland: Hoch (Industrieausnahmen, Umlagen)
Klimafonds:
Norwegen: Ja (weltgrößter Staatsfonds)
– Deutschland: Nein (keine Rücklage)
Norwegens Staatsvermögen nach Abzug der Schulden
Staatsfonds: ca. 1,66 Billionen USD Schulden: ca. 244 Mrd. USD Netto-Staatsvermögen: rund 1,66 Billionen USD
Netto-Staatsvermögen pro Kopf
– Norwegen: ca. 301.800 USD pro Kopf im Plus
– Deutschland: ca. –18.000 USD pro Kopf im Minus
Norwegen – Altersversorgung auf solider Grundlage
Staatliche Grundrente: ca. 2.290 € brutto/Monat Zusätzlich: Ø Pensionsvermögen ~ 290.000 € pro Person Ersatzquote: ca. 70 % Inflationsgeschützte Anpassung Breite Kapitaldeckung
– Deutschland – Rente mit Herausforderungen
Ø gesetzliche Rente: ca. 1.620 € brutto/Monat Netto meist 1.200–1.300 € Ersatzquote: unter 50 % Keine Pflicht zur kapitalgedeckten Zusatzvorsorge Altersarmut zunehmend verbreitet
Norwegen – Altersversorgung im Überblick
Grundrente plus Zusatzrente Pensionsvermögen Ø ~290.000 € Inflationsgeschützt Systemisch verlässlich
Was Norwegen kann – und Deutschland (noch) nicht will
Die höhere Altersversorgung in Norwegen ist kein Zufall.
Sie ist das Ergebnis einer klaren Entscheidung:
Gewinne aus Energie gehören dem Staat – und damit allen.
Sie werden gesichert, investiert und generationsgerecht verteilt.
In Deutschland hingegen:
Gewinne landen bei Kapitalgesellschaften.
Der Staat subventioniert sogar die Energie – aber sichert keine Rücklagen.
Es gibt keinen Staatsfonds für zukünftige Generationen.
Altersarmut ist kein Ausrutscher, sondern Systemfolge.
Zwei Systeme – zwei Gesellschaftsmodelle
Norwegen zeigt, wie ein Land soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und wirtschaftlichen Erfolg verbinden kann.
Deutschland zeigt, wie man all das trotz technologischer Möglichkeiten verspielt – durch falsche Eigentumsverhältnisse und politische Mutlosigkeit.
Ein Beitrag von Werner Hoffmann
Demokratie der Mitte, weil Energiegewinn der Allgemeinheit gehören muss und nicht den Konzernen.
Deutsche Rohstoffe gehören Deutschland und sind Ein Gut aller Bürger.
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Bevor jetzt wieder einmal fossile Lobbyisten meinen, das wäre ja Kommunismus oder Sozialismus:
Hier gleich die Erläuterung solcher bewussten Fakes:
💡 Norwegen: Kein Sozialismus – sondern kluge soziale Marktwirtschaft
Immer wieder wird das norwegische Modell diskreditiert – als angeblich „sozialistisch“ oder gar „kommunistisch“. Doch das ist nicht nur falsch, sondern zeugt von Unkenntnis.
🏛️ Norwegen ist eine Demokratie mit Marktwirtschaft
Norwegen ist ein parlamentarisch-demokratischer Rechtsstaat mit funktionierender Privatwirtschaft, starken bürgerlichen Parteien und freien Märkten. Unternehmen konkurrieren wie überall – doch bei strategisch entscheidenden Ressourcen wie Energie handelt der Staat mit Verantwortung für das Gemeinwohl.
💰 Das Eigentum an Öl, Gas und Wasserkraft
Der norwegische Staat besitzt große Teile der natürlichen Ressourcen, weil er sie als Gemeingut versteht – nicht als Enteignung, sondern als klare Regelung von Anfang an. Die Gewinne daraus fließen nicht in Parteikassen, sondern in den weltgrößten Staatsfonds – transparent, demokratisch kontrolliert und für alle Bürger:innen nutzbar.
🔍 Warum das kein Sozialismus ist:
Kein Verbot von Privateigentum
Keine zentrale Planwirtschaft
Freie Märkte in den meisten Sektoren
Unternehmerische Freiheit bleibt unangetastet
Keine Umverteilung nach Klassenideologie – sondern generationengerechte Rücklage
✅ Was es ist:
Norwegens Modell ist eine weiterentwickelte soziale Marktwirtschaft, die Kapitalismus nicht abschafft, sondern reguliert, bremst und auf das Gemeinwohl verpflichtet. Gewinne aus dem gemeinsamen Besitz der Natur werden nicht privatisiert, sondern sinnvoll verteilt – für Rente, Bildung, Infrastruktur, Klima.
📌 Fazit:
Norwegen ist kein sozialistisches System. Es ist ein funktionierendes Beispiel dafür, wie moderne Demokratien mit marktwirtschaftlichen Instrumenten soziale Gerechtigkeit fördern können – ohne in autoritäre oder kollektivistische Strukturen abzugleiten.
Ein Beitrag von Werner Hoffmann Demokratie der Mitte, weil soziale Marktwirtschaft nicht nur möglich, sondern notwendig ist.
Werner Hoffmann – Demokratie der Mitte, weil sie weder Konzernmacht noch Populismus dient, sondern das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt.
Warum Deutschland zur Industrie-Supermacht wurde – aber die Elektrifizierung dem Zufall überließ – und warum es unter Friedrich Merz noch schlimmer werden könnte
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*Zum norwegischen Gegenmodell: findest Du über den Link, der ganz unten im Artikel genannt wird.
Teil 1: Historie – Wie Deutschland die Elektrifizierung verschlief
Deutschland – das Land der Ingenieurskunst – hatte alle Voraussetzungen, um die Energiewende frühzeitig zu gestalten.
Doch statt strategischer Planung dominierte ein gefährlicher Mix aus marktradikalem Denken, regionalem Flickenteppich und fossilem Lobbyeinfluss.
Während Länder wie Norwegen ihre Elektrifizierung planvoll, staatlich gelenkt und gemeinwohlorientiert entwickelten, überließ Deutschland das Feld jahrzehntelang der Industrie – und damit den kurzfristigen Profiten statt dem langfristigen Wohl.
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Frühe Phase: Technikbegeisterung ohne Strukturpolitik
Die Elektrifizierung startete im 19. Jahrhundert vor allem in Großstädten – initiiert durch Privatunternehmen wie Siemens und AEG.
Ländliche Regionen blieben teils bis in die 1950er stromlos.
Die Priorität galt der Versorgung von Fabriken, nicht der Bevölkerung.
Eine gesamtstaatliche Energieplanung existierte nicht.
Weimarer Republik: Versäumte Reformchancen
In den 1920er-Jahren hätte die neue Demokratie erstmals Weichen für eine faire Elektrifizierung stellen können.
Stattdessen blieb die Energieversorgung ein Flickenteppich privater und kommunaler Anbieter.
Das 1923 verabschiedete Reichswasserwirtschaftsgesetz hatte kaum Auswirkungen auf die Elektrifizierung.
Regionale Stromgiganten wie RWE oder VEW setzten sich zunehmend durch – mit monopolartiger Macht.
NS-Zeit und Nachkrieg: Vom Militarismus zum Marktradikalismus
Die Nationalsozialisten nutzten Energiepolitik zur Aufrüstung, nicht zur Versorgung.
Nach 1945 setzte Westdeutschland auf die Wiederbelebung fossiler Energie:
Kohle war „Kern der Sozialen Marktwirtschaft“.
Öl wurde durch Förderprogramme in den Massenmarkt gedrückt.
Gas folgte in den 1970er-Jahren als angeblich „saubere Alternative“.
Atomkraft als angebliche Zukunft – mit falschem Versprechen
In den 1970er-Jahren wurde die Atomenergie als Antwort auf Ölkrisen inszeniert.
Die Risiken wurden systematisch verharmlost.
Atommüll-Lagerung blieb ungelöst – bis heute.
Der Staat stützte die Atomwirtschaft mit Subventionen, Steuererleichterungen und Haftungsfreistellungen. Durch die Einrichtung eines Fonds (im Jahr 2017) über knapp 24 Mrd. Euro wurde die Aufgabe und Haftung von Zwischenlagerung und Endlagerung auf den Steuerzahler übertragen, obwohl die Endlagerung weder geklärt ist, noch die Kosten auch nur im Ansatz feststehen.
Die verpasste Energiewende – mehrfach
Schon in den 1980er- und 1990er-Jahren war klar: Klimakrise, Umweltschäden, Ressourcenendlichkeit.
Doch erneuerbare Energien wurden belächelt, als „Nischenprojekte“.
Wärmepumpen galten als „unwirtschaftlich“.
Solarenergie wurde von Lobbyisten diffamiert – als teuer und ineffizient.
Der Energiepolitik fehlte eine Vision – stattdessen dominierte das Denken in Jahrzehnten fossiler Rendite.
Fazit Teil 1: Das Scheitern war politisch gewollt
Deutschland hatte die Technologie, das Know-how, die Ingenieure – doch der Wille zur Elektrifizierung im Sinne der Gesellschaft fehlte.
Die Verantwortung wurde nach unten delegiert und nach oben verkauft – an Energieunternehmen, an Verbände, an Exportinteressen.
Die Folge: Eine fossile Struktur, die bis heute schwer zu überwinden ist.
Teil 2: Aktuelle Entwicklung – Fossile Rückkehr unter Friedrich Merz & Katherina Reiche
Nicht nur die CDU UND CSU wollen die fossile Lobby fördern; auch FDP, AfD werden daran arbeiten, die Wünsche von Trump zu befriedigen.
Heute – im Jahr 2025 – droht eine neue Wende: Die Energiewende wird nicht beschleunigt, sondern politisch eingebremst.
Angetrieben von einem Kanzler mit enger Verbindung zur Finanzindustrie – Friedrich Merz – und einer Bundeswirtschaftsministerin, deren gesamter Lebenslauf eng mit der Gas- und Energielobby verknüpft ist: Katherina Reiche.
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Friedrich Merz – Kanzler der fossilen Interessen
Friedrich Merz – Umbau von Deutschland in die Vergangenheit für BlackRock, Gaslobby und sonstiger fossiler Lobby.
Ex-Aufsichtsrat von BlackRock, dem weltgrößten Finanzinvestor – mit Milliardenbeteiligungen in fossilen Energien.
Sieht Klimaschutz als „Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit“.
Spricht von „Klimasozialismus“ und blockiert jede verbindliche Klimaregulierung.
Setzt auf „Technologieoffenheit“ – ein Begriff, den Fossillobbyisten erfunden haben, um Maßnahmen zu verzögern.
Katherina Reiche – Ministerin der Gas- und Energielobby
Funktionen & Verbindungen:
2005–2015: Bundestagsabgeordnete (CDU), Staatssekretärin im Bundesumweltministerium
2015–2019: Hauptgeschäftsführerin des VKU (Verband kommunaler Unternehmen)
2016–2023: Aufsichtsrätin bei Westenergie (E.ON-Tochter)
2018–2023: Vorstandsvorsitzende des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches)
Seit 2020: Vorsitzende im Nationalen Wasserstoffrat
Ab 2025: Bundeswirtschafts- und Energieministerin unter Friedrich Merz
Reiches Politik im Überblick:
Kürzung der Wärmepumpenförderung
Förderung „wasserstofftauglicher“ Gasnetze
Bevorzugung von „blauem Wasserstoff“ aus Erdgas
Blockade von Solardachpflichten und Windkraftregelungen
VKU: Lobbyverband der Stadtwerke, Betreiber fossiler Kraftwerke und Müllverbrennungen – Reiche vertrat hier unternehmerische statt klimapolitische Interessen.
DVGW: Zentrale Institution der Gaswirtschaft, definiert Standards, schreibt Lobbypositionen – unter Reiches Führung Ausweitung fossiler Infrastrukturpolitik.
Westenergie: E.ON-Tochter, einer der größten Gasnetzbetreiber – Reiche saß im Aufsichtsrat und beeinflusste Ausbauentscheidungen.
Nationaler Wasserstoffrat: Reiche forcierte „blauen Wasserstoff“ und verzögerte gezielt Investitionen in echte grüne Alternativen.
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Resümee: Deutschland fällt zurück – mit Ansage
Norwegen investiert staatlich gesteuert, vorausschauend und bürgernah. Deutschland hingegen unter Merz & Reiche: lobbyhörig, fossilorientiert, zukunftsvergessen.
Die Energiewende ist keine technische Herausforderung. Sie ist eine politische Entscheidung. Und unter dieser Bundesregierung wird sie systematisch sabotiert.
– Werner Hoffmann – weil Norwegen zeigt, dass Wohlstand, Klimaschutz und soziale Sicherheit kein Widerspruch sind.
In Talkshows, Kommentaren und Lobbykreisen taucht immer wieder dieselbe Killerphrase auf: „Norwegen kann sich die Energiewende ja leisten – dank Öl und Gas.“
Diese verkürzte Erzählung ist nicht nur falsch, sondern ein beliebtes Vehikel der fossilen Lobby, um von den Erfolgen und dem konsequenten Kurswechsel Norwegens abzulenken.
Norwegen war schon lange vor dem Ölboom von 1969 ein Land der grünen Energie. Die Elektrifizierung begann mit der Nutzung der Wasserkraft im 19. Jahrhundert – und heute ist das Land ein weltweit anerkanntes Vorbild für Strom aus erneuerbaren Quellen, nachhaltige Mobilität und Wärmewende.
Um die Verzerrung durch Lobbyargumente zu entlarven und die wahren Wurzeln des norwegischen Erfolgsmodells aufzuzeigen, wurde diese mehrteilige Blogreihe verfasst:
Vom Bohrloch zur Bürgerdividende – Wer profitiert von Energiegewinnen? Was passiert mit den Gewinnen aus Energie – speziell Öl, Gas und zunehmend auch erneuerbarem Strom? Rentensystem, Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz Netto-Staatsvermögen pro Kopf https://blog-demokratie.de/was-ist-in-norwegen-etwas-anders-als-in-deutschland/
Norwegen ist nicht dank Öl reich – sondern trotz Öl grün geblieben. Ein Beispiel, das zeigt: Klimaschutz, Wirtschaft und Lebensqualität sind keine Widersprüche – sie sind untrennbar verbunden, wenn der politische Wille vorhanden ist.