Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Donald Trump erklärt seit Monaten, er könne den Krieg in der Ukraine „schnell beenden“.
Diese Aussage wirkt auf den ersten Blick wie ein diplomatisches Versprechen. Tatsächlich ergibt sie vor allem wirtschaftlich und geopolitisch Sinn.
Denn ein andauernder Krieg verhindert Investitionen, blockiert Privatisierungen und macht den Zugriff auf strategische Rohstoffe unmöglich. Ein stabiler Frieden hingegen öffnet Märkte.

Die Ukraine verfügt über eines der größten bekannten Lithiumvorkommen Europas. Lithium ist ein Schlüsselrohstoff für Batterien, Elektromobilität, Energiespeicher und militärische Technologien.
Wer sich hier Zugriff sichert, kontrolliert nicht nur Wertschöpfung, sondern auch geopolitische Abhängigkeiten. Genau an diesem Punkt setzt die neue Rohstofflogik an, die Trumps Politik prägt.

Ein n-tv-Bericht zeigt, dass Trump-nahe Investoren gemeinsam mit TechMet Zugang zum größten ukrainischen Lithiumfeld erhalten sollen.
TechMet ist kein politischer Akteur, sondern ein strategischer Rohstoffinvestor.
Doch gerade diese Rolle macht das Unternehmen relevant: Es verbindet staatliche Interessen, private Investitionen und globale Lieferketten. Ein Frieden erhöht den Wert solcher Projekte schlagartig.
In diesem Zusammenhang taucht immer wieder der Name Jared Kushner auf.
Kushner ist nicht offiziell Teil dieses Lithium-Konsortiums. Dennoch ist seine Rolle zentral für das Verständnis der Gesamtstrategie.
Nach Trumps Abwahl (erste Amtszeit) gründete Kushner den Fonds Affinity Partners, der unter anderem durch rund zwei Milliarden US-Dollar aus dem saudischen Staatsfonds Public Investment Fund finanziert wurde.
Dieser Fonds investiert gezielt in Energie, Infrastruktur und geopolitisch sensible Schlüsselindustrien. Er ist kein Ukraine-Akteur, profitiert aber strukturell von Stabilisierung, Marktöffnung und Privatisierung.
Dasselbe Muster zeigt sich beim Interesse Trumps an Grönland.
Grönland ist reich an Seltenen Erden, Uran und strategischen Metallen und zugleich militärisch hoch relevant. Ob Ukraine oder Arktis:
Es geht nicht um Diplomatie aus Idealismus, sondern um Kontrolle über Zukunftsrohstoffe.

Trumps Friedensrhetorik ist daher kein Widerspruch, sondern Teil eines konsistenten Konzepts.
Krieg zerstört Werte, Frieden schafft Zugriff, Rohstoffe sichern Macht.
Der Frieden, den Trump meint, ist ein investierbarer Frieden – stabil genug für Kapital, profitabel genug für Netzwerke, strategisch genug für geopolitische Dominanz.
Damit markiert Teil 10 einen Wendepunkt in dieser Serie: Weg von der reinen Machtpolitik, hin zur Rohstoff- und Investitionslogik, die erklärt, warum Frieden plötzlich zur zentralen Forderung wird.
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