Teil 1 – Wie Manuel Hagel als Merz-Vertrauter zur CDU-Machtoption aufgebaut wurde

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Manuel Hagel wird von der CDU Baden-Württemberg gerne als moderner Hoffnungsträger präsentiert.

Jung, kontrolliert, medientauglich – ein Politiker, der angeblich für Erneuerung steht.

Doch dieser Eindruck hält einer genaueren Betrachtung kaum stand. Hinter der professionellen Fassade verbirgt sich ein klassischer Machtpolitiker, dessen Aufstieg eng mit den konservativen Machtzentren der CDU verbunden ist.

Der entscheidende Faktor für Hagels Karriere ist die Nähe zu Friedrich Merz.

Seit Merz die CDU auf Bundesebene neu ausgerichtet hat, wurden loyale, wirtschaftsnahe Parteikader gezielt gefördert.

Hagel gehört genau zu diesem Kreis.

Er ist kein innerparteilicher Reformer, kein Querdenker, sondern ein Funktionär, der sich geräuschlos in bestehende Machtstrukturen eingefügt hat.

Sein Aufstieg ist weniger das Ergebnis neuer Ideen als vielmehr Ausdruck strategischer Loyalität.

Nach außen wirkt Hagel modern, dialogbereit und anschlussfähig. Politisch jedoch ist er klar im konservativen Parteibasisflügel verankert.

Entscheidungen werden aus der Perspektive klassischer Machtzirkel getroffen:

wirtschaftsnah,

ordnungspolitisch streng,

sozial zurückhaltend.

In zugespitzter Form lässt sich dieses Politikverständnis dem

ADMS

zuordnen – dem Alte-Deutsche-Männer-Syndrom.

Der Stil ist nicht laut oder polarisierend, sondern leise, kontrolliert und kalkuliert.

Hagel ist ein Machtmensch ohne Lautstärke.

Er vermeidet offene Konflikte und verkauft Kontinuität als Stabilität.

Tatsächlich steht er für eine Politik, die gesellschaftliche Modernisierung eher als Risiko denn als Chance betrachtet.

Besonders deutlich wird das bei seiner Haltung zu Arbeitnehmerrechten.

Seine Offenheit für Karenztage bei Krankheit folgt exakt dem Leistungs- und Misstrauensnarrativ der Merz-CDU.

Soziale Absicherung wird nicht als Schutz, sondern als potenzieller Missbrauch interpretiert – mit den Beschäftigten als Verlierern.

Auch beim Thema Transparenz zeigt sich dieser Machtinstinkt.

Ein starkes Transparenzregister, das Lobbykontakte und wirtschaftliche Verflechtungen sichtbar macht, gehört nicht zu Hagels politischen Prioritäten.

Transparenz stört dort, wo Politik bevorzugt im engen Zusammenspiel mit wirtschaftlichen Interessen entsteht.

Teil 1 zeigt damit klar:

Manuel Hagel steht nicht für einen politischen Neuanfang der CDU in Baden-Württemberg.

Er ist das landespolitische Produkt der Merz-CDU – modern verpackt,

aber inhaltlich tief im konservativen Machtdenken verankert.

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