Ein Beitrag von

Daniel Mautz.
Es ist fast schon ein Ritual.
Immer wenn es um Entwicklungshilfe geht, greifen Gegner:innen zu einem Beispiel, das besonders plastisch wirkt.
Der Bau von Radwegen in Peru wird dabei seit Jahren als Beleg für angeblich sinnlose Projekte angeführt.
Doch die Tagesschau hat die Fakten überprüft – und das Ergebnis ist eindeutig:
Das Projekt war Teil einer Verkehrs- und Sicherheitsstrategie in einer Region, in der viele Menschen alltäglich mit dem Rad unterwegs sind.
Jährlich gibt es dort zahlreiche Unfälle mit Toten und Verletzten.
Sichere Radwege retten in diesem Kontext Leben und sichern Mobilität für breite Bevölkerungsschichten.
Die Faktenlage
- Das Projekt war kein deutscher Alleingang, sondern eingebettet in internationale Entwicklungszusammenarbeit,
- Radfahren ist in der Region eines der zentralen Verkehrsmittel, nicht bloß Lifestyle,
- Verkehrssicherheit und Gesundheitsversorgung sind legitime Ziele von Entwicklungszusammenarbeit.
Die Kampagne gegen „Radwege in Peru“ ist daher kein Versehen, sondern ein kalkuliertes Narrativ.
Es soll den Eindruck erwecken, deutsche Steuergelder würden verschwendet – während es in Wahrheit um grundlegende Infrastruktur für arme Regionen geht.
Das eigentliche Problem sind nicht Radwege in Peru.
Das Problem ist die Art, wie sie in Deutschland instrumentalisiert werden.
Strohmänner ersetzen echte Argumente, um Entwicklungszusammenarbeit, Klimaschutz und internationale Solidarität zu diskreditieren.
Die wirklich relevanten Fragen lauten:
- Warum fließen global immer noch Milliarden in fossile Subventionen?
- Warum verhindern Konzerne faire Handelsstrukturen?
- Warum lassen wir zu, dass autoritäre Regierungen Gelder veruntreuen, während die Folgen bei den Schwächsten landen?
Die Radwege in Peru sind nicht das Problem.
Das Problem ist, dass hierzulande lieber Strohmänner bekämpft werden, statt die echten Ursachen von Ungerechtigkeit und Klimazerstörung anzugehen.
Wer über Radwege spotten will, sollte sich erst die Bilanz fossiler Subventionen anschauen.
#Entwicklungshilfe
#Klimaschutz
#Mobilität
#Faktencheck
#InternationaleSolidarität