Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.
Fasching ist die Zeit der Masken. Und der Ehrlichkeit. Denn selten zeigt sich Politik so entlarvend wie im närrischen Ausnahmezustand. Also Bühne frei für eine kleine, aber sehr treffende politische Büttenrede.
Die große Frage lautet:
Wer wird als „Nürnberger Würstchen“ bezeichnet?

Ein politisches Würstchen mit Lizenz zum Tröten,
ausgestattet mit einem ausgeprägten Napoleon-Komplex,
und im Karneval des politischen Betriebs auch bekannt als:
Wurstpolitiker.
Taraaaaa!

Die politische Bütt
Er tritt auf wie ein Feldherr,
argumentiert wie ein Buchhalter,
und denkt wie jemand, der Arbeit vor allem vom Hörensagen kennt.

Sein Lieblingssatz:
„Wir brauchen Karenztage!“
Nicht für Banken.
Nicht für Lobbyisten.
Nicht für Manager, die sich am Bonus verschlucken.
Nein.
Für kranke Arbeitnehmer.
Die Idee dahinter ist so simpel wie falsch:
Wenn Menschen am ersten Krankheitstag Geld verlieren,
werden sie plötzlich gesund.
Alaaf! Grippe weg! AU aufgelöst!

Brückentag-Märchen und Montags-Logik
Besonders absurd:
An Brückentagen sind Krankmeldungen nachweislich am niedrigsten.
Doch Fakten stören im Fasching nur.
Sie sind Konfetti: bunt, lästig und schnell weggefegt.
Und montags?
Ja, montags gibt es mehr Krankmeldungen.

Warum?
Weil Krankheiten kein Wochenende kennen
und Samstag und Sonntag keine Werktage sind.
Die Erkältung meldet sich nicht freiwillig am Sonntag.
Der Bandscheibenvorfall kennt keinen Tarifvertrag.
ADMS – Das politische Leiden der Saison
Jetzt zum Kern der Sache:
Wer hat ADMS?
Und was ist das?
ADMS bedeutet:
Alte,
Deutsche,
Männer,
Syndrom.

Symptome:
chronischer Mangel an Empathie,
reflexartiges Misstrauen gegenüber Arbeitnehmern,
und der feste Glaube, Disziplin ersetze Realität.
Besonders verbreitet ist ADMS bei Politiker-Prols aus
AfD, CDU, CSU und FDP.
Helau Weidel.
Helau Merz.
Helau Söder.
Helau Lindner.
Satire? Ja.
Zufall? Leider nein.
Der Goldene ADMS-Orden











Neu im närrischen Programm:
Der Goldene ADMS-Orden
Verliehen an Politiker,
die konsequent nach unten treten,
nach oben buckeln,
und dabei erklären, das sei „Leistungsgerechtigkeit“.
Verleihung:
Jährlich an Fasching.
Mit Tröte.
Ohne Selbstkritik.
Aber mit Standing Ovations aus der eigenen Filterblase.

Resümee
Fasching darf übertreiben.
Politik sollte es nicht.
Wenn soziale Realität durch Vorurteile ersetzt wird,
bleibt am Ende nur ein kleines Würstchen,
das sich für eine Bratpfanne hält.

Helau, Alaaf – bleibt gesund.
Ohne Karenztag.
Und möglichst ohne ADMS.
#Fasching #Satire #Politik #Arbeitswelt #Karenztag

