Grundlast ist ein Märchen – Wie alte Energie-Mythen Deutschlands Zukunft blockieren

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Seit Jahren wird den Menschen erzählt: „Ohne Kohle, Gas und Atom geht in Deutschland das Licht aus.“

Dieses Argument wird besonders von CDU, CSU, AfD und FDP immer wiederholt.

Das Problem:

Dieses Argument ist wissenschaftlich falsch.

Eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung im renommierten Journal Cell Reports Physical Science (Cell Press) kommt zu einem klaren Ergebnis:

Moderne Stromsysteme brauchen keine klassischen Grundlastkraftwerke. Entscheidend ist nicht „Dauerstrom“, sondern Flexibilität.

Was bedeutet „Grundlast“ überhaupt?

Früher war die Stromversorgung einfach gedacht:

Große Kraftwerke liefen rund um die Uhr, Strom floss in eine Richtung, und Verbraucher mussten sich anpassen.

Dieses Denken stammt aus einer Zeit vor Windrädern, Solaranlagen, Speichern und digitalen Netzen.

Heute ist die Realität eine andere: Stromsysteme werden stabil, wenn sie schnell reagieren können – und genau das können starre Großkraftwerke oft nicht.

Warum Grundlastkraftwerke heute ein Problem sind

Kohle- und Atomkraftwerke lassen sich nur schwer herunterfahren. Sie reagieren langsam und produzieren häufig Strom auch dann, wenn er gar nicht gebraucht wird. Das führt zu einem paradoxen Effekt: Wenn viel Wind- und Solarstrom da ist, werden erneuerbare Anlagen teilweise abgeregelt, weil starre Kraftwerke das Netz blockieren.

Klartext: Nicht zu wenig Strom ist das Problem – sondern zu wenig Flexibilität.

Was sagt die Wissenschaft?

Die Studie zeigt anhand von Modellen und Simulationen:

Versorgungssicherheit hängt nicht davon ab, dass einige Kraftwerke ständig laufen.

Sie hängt davon ab, dass das System Schwankungen ausgleichen kann – schnell, intelligent und dezentral.

Genau dafür sind Speicher, flexible Reservekraftwerke und steuerbarer Verbrauch deutlich besser geeignet als klassische Grundlast.

Was ersetzt die alte Grundlast? Ganz einfach erklärt

1. Wind und Sonne im Zusammenspiel
Wind und Solar ergänzen sich oft zeitlich. Außerdem gleicht sich über große Regionen vieles aus: Wenn es in einer Region windstill ist, weht in einer anderen oft Wind, und umgekehrt.

2. Stromspeicher
Batterien können in Sekunden reagieren. Für längere Zeiträume gibt es Pumpspeicher, Wärmespeicher und langfristig auch Wasserstoff-Lösungen. Speicher liefern Strom dann, wenn er gebraucht wird – nicht dann, wenn ein Kraftwerk zufällig gerade läuft.

3. Flexible Reservekraftwerke
Gas-Kraftwerke können als Reserve dienen, aber nur bei Bedarf. Nicht als Dauerlösung, nicht als Grundlast – sondern als Sicherheitsnetz für besondere Situationen.

4. Intelligenter Verbrauch (Lastmanagement)
E-Autos laden, wenn viel Strom da ist. Industrie verschiebt Prozesse. Wärmepumpen arbeiten netzdienlich. Der Verbrauch passt sich an – und stabilisiert das Netz.

Das ist der Kern der modernen Energieversorgung: Flexibilität statt Starre.

Warum erzählen CDU, CSU, AfD und FDP trotzdem etwas anderes?

Weil diese Parteien politisch und ideologisch oft an der alten Energiewelt festhalten.

Man könnte sagen: alte Welt – alte Reflexe.

Dazu kommt, dass sich die fossile Lobby über Jahrzehnte in politische und mediale Strukturen eingearbeitet hat – teils direkt, teils über Netzwerke und Vorfeldorganisationen.

Friedrich Merz – Umbau von Deutschland in die Vergangenheit für BlackRock, Gaslobby und sonstiger fossiler Lobby.

Auch Organisationen wie EIKE und Partnernetzwerke aus den USA tragen zur Verbreitung von Narrativen bei, die Zweifel säen und die Energiewende diskreditieren sollen – häufig nicht aus wissenschaftlichen Gründen, sondern aus Interessenpolitik.

Katherina Reiche (CDU).

Die wahre Gefahr für Deutschland

Die Gefahr sind nicht Windräder und Solaranlagen. Die Gefahr ist, dass Deutschland aus Angst und Lobbydruck auf alte Technologien setzt, während die Welt längst auf flexible, erneuerbare Systeme umstellt.

Wer die Zukunft blockiert, riskiert nicht nur Klimaziele, sondern auch industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Versorgungssicherheit.

Resümee

Grundlast ist kein Naturgesetz – sie ist ein Relikt. Moderne Systeme sind sicher, wenn sie flexibel sind. Die Technik ist da, die ökonomischen Argumente werden immer stärker, und die wissenschaftliche Lage ist eindeutig.

Wer heute noch Kohle, Atom und Grundlast fordert, schützt nicht Deutschland – er schützt alte Geschäftsmodelle.

Wissenschaftliche Quelle:
Cell Reports Physical Science (Cell Press), Artikel: S2666-3864(25)00649-6, „Baseload power plants are not essential for future …“

Grundlast ist ein Märchen – Wie alte Energie-Mythen Deutschlands Zukunft blockieren

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Seit Jahren wird den Menschen erzählt: „Ohne Kohle, Gas und Atom geht in Deutschland das Licht aus.“ Dieses Argument wird besonders von CDU, CSU, AfD und FDP immer wiederholt. Das Problem: Dieses Argument ist wissenschaftlich falsch.

Eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung im renommierten Journal Cell Reports Physical Science (Cell Press) kommt zu einem klaren Ergebnis: Moderne Stromsysteme brauchen keine klassischen Grundlastkraftwerke. Entscheidend ist nicht „Dauerstrom“, sondern Flexibilität.

Was bedeutet „Grundlast“ überhaupt?

Früher war die Stromversorgung einfach gedacht: Große Kraftwerke liefen rund um die Uhr, Strom floss in eine Richtung, und Verbraucher mussten sich anpassen. Dieses Denken stammt aus einer Zeit vor Windrädern, Solaranlagen, Speichern und digitalen Netzen.

Heute ist die Realität eine andere: Stromsysteme werden stabil, wenn sie schnell reagieren können – und genau das können starre Großkraftwerke oft nicht.

Warum Grundlastkraftwerke heute ein Problem sind

Kohle- und Atomkraftwerke lassen sich nur schwer herunterfahren. Sie reagieren langsam und produzieren häufig Strom auch dann, wenn er gar nicht gebraucht wird. Das führt zu einem paradoxen Effekt: Wenn viel Wind- und Solarstrom da ist, werden erneuerbare Anlagen teilweise abgeregelt, weil starre Kraftwerke das Netz blockieren.

Klartext: Nicht zu wenig Strom ist das Problem – sondern zu wenig Flexibilität.

Was sagt die Wissenschaft?

Die Studie zeigt anhand von Modellen und Simulationen: Versorgungssicherheit hängt nicht davon ab, dass einige Kraftwerke ständig laufen. Sie hängt davon ab, dass das System Schwankungen ausgleichen kann – schnell, intelligent und dezentral. Genau dafür sind Speicher, flexible Reservekraftwerke und steuerbarer Verbrauch deutlich besser geeignet als klassische Grundlast.

Was ersetzt die alte Grundlast? Ganz einfach erklärt

1. Wind und Sonne im Zusammenspiel
Wind und Solar ergänzen sich oft zeitlich. Außerdem gleicht sich über große Regionen vieles aus: Wenn es in einer Region windstill ist, weht in einer anderen oft Wind, und umgekehrt.

2. Stromspeicher
Batterien können in Sekunden reagieren. Für längere Zeiträume gibt es Pumpspeicher, Wärmespeicher und langfristig auch Wasserstoff-Lösungen. Speicher liefern Strom dann, wenn er gebraucht wird – nicht dann, wenn ein Kraftwerk zufällig gerade läuft.

3. Flexible Reservekraftwerke
Gas-Kraftwerke können als Reserve dienen, aber nur bei Bedarf. Nicht als Dauerlösung, nicht als Grundlast – sondern als Sicherheitsnetz für besondere Situationen.

4. Intelligenter Verbrauch (Lastmanagement)
E-Autos laden, wenn viel Strom da ist. Industrie verschiebt Prozesse. Wärmepumpen arbeiten netzdienlich. Der Verbrauch passt sich an – und stabilisiert das Netz.

Das ist der Kern der modernen Energieversorgung: Flexibilität statt Starre.

Warum erzählen CDU, CSU, AfD und FDP trotzdem etwas anderes?

Weil diese Parteien politisch und ideologisch oft an der alten Energiewelt festhalten. Man könnte sagen: alte Welt – alte Reflexe. Dazu kommt, dass sich die fossile Lobby über Jahrzehnte in politische und mediale Strukturen eingearbeitet hat – teils direkt, teils über Netzwerke und Vorfeldorganisationen.

Auch Organisationen wie EIKE und Partnernetzwerke aus den USA tragen zur Verbreitung von Narrativen bei, die Zweifel säen und die Energiewende diskreditieren sollen – häufig nicht aus wissenschaftlichen Gründen, sondern aus Interessenpolitik.

Die wahre Gefahr für Deutschland

Die Gefahr sind nicht Windräder und Solaranlagen. Die Gefahr ist, dass Deutschland aus Angst und Lobbydruck auf alte Technologien setzt, während die Welt längst auf flexible, erneuerbare Systeme umstellt.

Wer die Zukunft blockiert, riskiert nicht nur Klimaziele, sondern auch industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Versorgungssicherheit.

Resümee

Grundlast ist kein Naturgesetz – sie ist ein Relikt. Moderne Systeme sind sicher, wenn sie flexibel sind. Die Technik ist da, die ökonomischen Argumente werden immer stärker, und die wissenschaftliche Lage ist eindeutig.

Wer heute noch Kohle, Atom und Grundlast fordert, schützt nicht Deutschland – er schützt alte Geschäftsmodelle.

#Energiewende
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#Klimaschutz
#Energiepolitik
#FaktenStattMythen

Wissenschaftliche Quelle (wissenschaftliche Studie):


https://www.cell.com/cell-reports-physical-science/fulltext/S2666

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