Ein Beitrag von Raphael Kreusch

Immer noch ist zu lesen, die USA drohten, schrittweise in autokratische Verhältnisse abzurutschen.
Wir sind fünf Jahre später. Mindestens.
In Minneapolis wurde Alex Jeffrey Pretti von ICE-Agenten erschossen. Nach Renee Nicole Good ist er das zweite Todesopfer in wenigen Wochen. Ich zähle im Video zehn Schüsse.

In einem offiziellen Statement behauptet Homeland Security nun, der Mann habe ICE mit einer Handschusswaffe bedroht. Videos zeigen hingegen, wie er ein Handy in der Hand hält und filmt, auch dann noch, als er einer Frau zur Seite springt, die festgenommen werden soll.

Was stimmt: Er hatte wohl eine Waffe am Körper. So irre ich das Waffenrecht in den USA finde: Nach allem, was bislang öffentlich ist, trug er diese Waffe legal. Videoaufnahmen zeigen zudem, wie man sie ihm abnahm, bevor die ersten Schüsse fielen.

Sollte sich all das bestätigen, wäre Alex Jeffrey Pretti entwaffnet, geschlagen, getreten und zu einem Zeitpunkt erschossen worden, da er weitestgehend wehrlos und von mehreren ICE-Mitgliedern demobilisiert auf dem Boden lag.
Das ist keine Notwehr, sondern eine Hinrichtung, die die US-Regierung nun auf offiziellem Wege zu vertuschen sucht.

Fünf Jahre später. Mindestens.
Kommentar von Werner Hoffmann

Wie abartig sich das Rechtssystem und auch die Exekutive in den USA2.0 entwickelt hat.
ICE ist fast wie eine moderne SA anzusehen.
Ich habe große Sorge, wie dynamisch sich dies noch bis zu den kommenden Wahlen entwickeln wird.
#USA #Politics #HumanRights #Police #BreakingNews

