Erbschaftsteuer als Sozialismus? Wie Milliardenerben ihre Privilegien verteidigen

Ein Beitrag von Daniel Mautz

Daniel Mautz

„Sozialismus ist, wenn Milliardenerben Steuern zahlen sollen.“
So klingt derzeit die Empörung, sobald in Deutschland über eine strengere Erbschaftsteuer gesprochen wird. Im Handelsblatt warnt eine Mittelstandsunternehmerin davor, die SPD wolle im Namen der Gerechtigkeit vor allem Erben bestrafen.

Vererbtes Vermögen sei meist Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit und bereits mehrfach besteuert. Eine höhere Erbschaftsteuer greife daher nicht den Ertrag, sondern die Substanz an – Maschinen statt Einkommen. Schon zehn Prozent könnten Nachfolgerinnen und Nachfolger in Schulden treiben oder zum Verkauf zwingen. Am Ende, so das bekannte Szenario, übernähmen chinesische Konzerne oder arabische Investoren deutsche Unternehmen. Sozialistinnen und Sozialisten, so der Vorwurf, nähmen Armut für alle in Kauf.

Das klingt dramatisch, ist aber vor allem praktisch. Es ist die alte Erzählung, nach der jede Begrenzung von Erbprivilegien automatisch den Mittelstand zerstört.

Gleichzeitig gilt: Ausgerechnet sehr große Betriebsvermögen werden heute oft durch Verschonungsregeln und Gestaltungsmöglichkeiten so niedrig besteuert, dass normale Lohnarbeit dagegen wie ein Hochsteuersatzexperiment wirkt. Leistung wird monatlich abgerechnet, Erbschaft wird optimiert.

Wer wirklich Familienunternehmen schützen will, hat einfache Hebel: hohe Freibeträge für normale Erbschaften, eine Belastung nur bei sehr großen Vermögen, lange Stundungsfristen und Zahlungen aus laufenden Erträgen statt aus der Substanz. Das Problem ist nicht die Idee einer Erbschaftsteuer, sondern die Schlupflöcher, die sie für sehr Reiche zu einem Optionalangebot machen.

Währenddessen läuft die Realität weiter: Investitionen fehlen, Infrastruktur bröckelt, die Klimakrise kostet – und die Rechnung soll erneut bei denen landen, die nichts erben. So bequem kann Ideologie sein.

Kommentar von Werner Hoffmann

Diese Haltung überrascht bei Natalie Mekelburger nicht. Sie ist Unternehmerin in dritter Generation und Gründungsmitglied von #R21. Es geht hier nicht nur ums Erben, sondern um das gesamte Steuersystem. Kapitaleinkünfte werden häufig mit rund 25 Prozent besteuert, während Arbeitseinkommen deutlich höher belastet wird.

R21 bezeichnet sich als Thinktank für neue bürgerliche Politik, der Freiheit, Eigenverantwortung und soziale Marktwirtschaft stärken will. Gleichzeitig wehrt man sich dort konsequent gegen jede ernsthafte Begrenzung großer Erbprivilegien. Bemerkenswert ist zudem, dass ein solcher Verein selbst öffentliche Fördermittel in Millionenhöhe erhält – politisch flankiert etwa durch Jens Spahn.

Das Problem ist nicht die Erbschaftsteuer. Das Problem sind die Ausnahmen, die sie für sehr Reiche faktisch freiwillig machen – während diejenigen, die nichts erben, weiter die Hauptlast tragen.

#R21 #Natalie_Mekelburger #Erbschaftsteuer #Steuergerechtigkeit #Vermögensungleichheit

Demokratie in Gefahr: Wie Donald Trump dem autoritären Umbau der USA näherkommt

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Werner Hoffmann.

Lange galt es als Übertreibung, doch inzwischen verdichten sich die Hinweise:

Donald Trump arbeitet systematisch daran, demokratische Prozesse in den USA auszuhöhlen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um rhetorische Angriffe auf Institutionen, sondern um konkrete Szenarien, in denen Wahlen delegitimiert, blockiert oder faktisch unmöglich gemacht werden könnten.

Besonders brisant ist die Frage, ob es Trump gelingen könnte, die Wahlen zum Repräsentantenhaus und zum Senat zu sabotieren – nicht offen, sondern perfide über rechtliche Grauzonen und institutionelle Blockaden.

Verfassungsrechtliche Sollbruchstellen

Die US-Verfassung garantiert regelmäßige Wahlen, doch sie enthält gefährliche Graubereiche. Nach Artikel I organisieren die Bundesstaaten die Kongresswahlen. Diese föderale Struktur kann politisch missbraucht werden – etwa durch gezielte Blockaden, Ressourcenentzug oder administrative Sabotage.

Der Ausnahmezustand als Machtinstrument

Ein zentrales Risiko liegt im Missbrauch eines nationalen Notstands. Zwar erlaubt kein Gesetz ausdrücklich die Aussetzung von Kongresswahlen. Doch eine faktische Verhinderung ist möglich: geschlossene Wahllokale, eingeschüchterte Wahlhelfer, chaotische Sicherheitslagen oder angebliche Bedrohungsszenarien.

Die Demokratie wird nicht offiziell abgeschafft – sie wird handlungsunfähig gemacht.

Verfassungszusätze als Einfallstor

Der 20. Zusatzartikel regelt Beginn und Ende von Amtszeiten. Kommt es zu chaotischen oder blockierten Wahlen, entstehen Machtlücken, die politisch instrumentalisiert werden können. Auch der 14. Zusatzartikel, eigentlich ein Schutzinstrument der Demokratie, wird zunehmend politisch umgedeutet – bis hin zur Delegitimierung politischer Gegner.

Alte Urteile, neue Tricks

Mehrere Entscheidungen des Supreme Court stärken die Rolle der Bundesstaaten bei Wahlregeln. In ihrer Gesamtheit eröffnen sie gefährliche Spielräume. Nicht ein einzelnes Urteil ist das Problem, sondern die strategische Kombination juristischer Grauzonen.

Der eigentliche Plan: Vertrauen zerstören

Am wirksamsten bleibt Trumps bewährte Methode: die systematische Zerstörung des Vertrauens in Wahlen. Permanente Betrugsvorwürfe, Desinformation, Einschüchterung von Wahlhelfern und Behörden bereiten den Boden für ein Szenario, in dem jede Wahl entweder gewonnen – oder als illegitim erklärt wird.

Resümee

Donald Trump muss die Demokratie nicht offiziell abschaffen. Es genügt, ihre Funktionsfähigkeit zu sabotieren. Die US-Verfassung setzt auf guten Willen – genau dieser fehlt.

Die größte Gefahr liegt in der schleichenden Normalisierung des Ausnahmezustands.

#Demokratie

#USA

#Trump

#Rechtsstaat

#Politik

Schluss mit „lifestyle-teilzeit“? wie der CDU-Wirtschaftsflügel Arbeitende unter Druck setzt

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Werner Hoffmann

Der CDU-Wirtschaftsflügel treibt einen Vorstoß voran, der es in sich hat:

Der Rechtsanspruch auf Teilzeit soll nach Plänen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) künftig nur noch gelten, wenn eine „besondere Begründung“ vorliegt.

Als Beispiele werden etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder berufsbegleitende Weiterbildung genannt.

Alles andere wird abgewertet – als wäre Teilzeit für viele Menschen ein Hobby und nicht längst bittere Realität.

Brisant: Das Papier trägt sinngemäß die Stoßrichtung „kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“.

Damit wird pauschal unterstellt, wer weniger arbeitet, wolle nur mehr Freizeit – obwohl Teilzeit in Deutschland oft dort entsteht, wo Staat und Arbeitgeber versagen: fehlende Kitas, zu wenig Ganztag, Pflege ohne ausreichende Unterstützung, psychische und körperliche Belastungen in Berufen, die längst am Limit laufen.

Selbst innerhalb der CDU regt sich Widerstand. Der Sozialflügel warnt, man zäume das Pferd von der falschen Seite auf: Wenn Menschen in einer „Teilzeitfalle“ stecken, müsse man zuerst Betreuung und Pflege-Infrastruktur verbessern – nicht Rechte beschneiden.

Auch von SPD, Grünen und Linken kommt scharfe Kritik: Der Vorstoß sei respektlos gegenüber Menschen, die hart arbeiten und zugleich Familie, Pflege oder gesundheitliche Grenzen managen müssen. Denn Teilzeit ist statistisch längst kein Randphänomen: 2024 arbeiteten 29 Prozent der Beschäftigten in Teilzeit, bei den Frauen 49 Prozent, bei den Männern 12 Prozent.

Was hier passiert, ist politische Verschiebung per Framing: Nicht die Rahmenbedingungen sollen besser werden, sondern die Menschen sollen sich an ein System anpassen, das ihnen immer weniger Luft lässt. Wer so Politik macht, schürt Spaltung – zwischen „Vollzeit“ und „Teilzeit“, zwischen Lebensrealität und Lobbydenken.

Europarechtlicher Hinweis:

Aus meiner Sicht liegt hier eine mittelbare Ungleichbehandlung vor.

Da Teilzeit überwiegend von Frauen genutzt wird, trifft eine Einschränkung des Teilzeitanspruchs Frauen in besonderem Maße.

Das EU-Recht verbietet solche faktischen Benachteiligungen ausdrücklich. Der Europäische Gerichtshof stellte bereits im Urteil Bilka-Kaufhaus (Rs. C-170/84) klar, dass formal neutrale Regelungen unzulässig sind, wenn sie überwiegend Frauen benachteiligen.

Auch die Richtlinie 2006/54/EG untersagt dies eindeutig.

#Deutschland #CDU #Teilzeit #Arbeitszeit #Fachkraeftemangel

Jens Spahn, R21 und Steuermillionen: Ein gefährliches Spiel mit der Verfassung

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Werner Hoffmann

Der Verein Republik21 e. V. (R21) tritt nach außen als bürgerliche Denkfabrik auf. Tatsächlich wurde er von prominenten Akteuren aus dem Umfeld der CDU gegründet, darunter frühere und aktive CDU-Abgeordnete sowie konservative Vordenker. R21 versteht sich als Impulsgeber für eine „neue bürgerliche Politik“, fällt jedoch seit seiner Gründung immer wieder durch Positionen auf, die deutlich nach rechts rücken.

Besonders brisant ist die Haltung des Vereins zur sogenannten Brandmauer gegenüber der AfD. Führende Köpfe von R21 haben öffentlich infrage gestellt, ob diese Abgrenzung noch zeitgemäß sei. Damit wird genau jene Brandmauer relativiert, die bislang als demokratischer Grundkonsens galt, um eine Zusammenarbeit mit rechtsextremen Kräften auszuschließen.

Problematisch wird dies vor allem deshalb, weil R21 als gemeinnütziger Verein anerkannt und im Vereinsregister eingetragen ist. Gemeinnützigkeit bedeutet nach deutschem Recht jedoch, dass ein Verein nicht parteipolitisch einseitig oder gezielt auf politische Einflussnahme zugunsten bestimmter Parteien ausgerichtet sein darf.

Trotzdem hat Jens Spahn öffentlich dafür plädiert, R21 künftig mit jährlichen Fördermitteln auszustatten. Diese Gelder stammen nicht aus Parteikassen der CDU, sondern direkt aus der Staatskasse. Damit würde ein politisch klar positionierter Verein mit öffentlichen Mitteln unterstützt.

Jens Spahn – Der Gast bei den Republikanern beim Parteitag in der USA

Hinzu kommt die politische Rolle Jens Spahns selbst. Unter seinem Einfluss hat sich ein Teil der CDU deutlich nach rechts entwickelt. Spahn wird parteiintern und öffentlich zunehmend dem rechten Flügel der CDU zugerechnet. Seine ideologische Nähe zu konservativ-autoritären Strömungen in den USA ist offenkundig: Nicht ohne Grund nahm er 2024 am Parteitag der US-Republikaner teil und äußerte sich mehrfach wohlwollend gegenüber Akteuren der sogenannten USA 2.0 rund um Donald Trump.

Dass Jens Spahn weiterhin eine zentrale Führungsrolle innerhalb der CDU einnimmt, schadet der Partei massiv. Er steht für eine strategische Öffnung nach rechts, die nicht nur die Brandmauer zur AfD untergräbt, sondern auch das Vertrauen vieler Wählerinnen und Wähler in die demokratische Verlässlichkeit der CDU erschüttert.

Nach § 52 der Abgabenordnung dürfen gemeinnützige Organisationen zwar allgemein zur politischen Bildung beitragen, nicht jedoch parteipolitisch wirken oder politische Willensbildung einseitig lenken. Aus meiner Sicht müsste Bundesfinanzminister Lars Klingbeil eine Förderung von R21 ablehnen, bis zweifelsfrei geklärt ist, ob die Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit noch erfüllt sind. Andernfalls droht ein gefährlicher Präzedenzfall: Staatsgeld für politisch einseitige Einflussnahme.

#Deutschland #CDU #R21 #JensSpahn #Verfassung

Fünf Jahre später: Wenn Bundesbeamte schießen und der Staat die Wahrheit verbiegt

Ein Beitrag von Raphael Kreusch

Immer noch ist zu lesen, die USA drohten, schrittweise in autokratische Verhältnisse abzurutschen.

Wir sind fünf Jahre später. Mindestens.

In Minneapolis wurde Alex Jeffrey Pretti von ICE-Agenten erschossen. Nach Renee Nicole Good ist er das zweite Todesopfer in wenigen Wochen. Ich zähle im Video zehn Schüsse.

In einem offiziellen Statement behauptet Homeland Security nun, der Mann habe ICE mit einer Handschusswaffe bedroht. Videos zeigen hingegen, wie er ein Handy in der Hand hält und filmt, auch dann noch, als er einer Frau zur Seite springt, die festgenommen werden soll.

Was stimmt: Er hatte wohl eine Waffe am Körper. So irre ich das Waffenrecht in den USA finde: Nach allem, was bislang öffentlich ist, trug er diese Waffe legal. Videoaufnahmen zeigen zudem, wie man sie ihm abnahm, bevor die ersten Schüsse fielen.

Sollte sich all das bestätigen, wäre Alex Jeffrey Pretti entwaffnet, geschlagen, getreten und zu einem Zeitpunkt erschossen worden, da er weitestgehend wehrlos und von mehreren ICE-Mitgliedern demobilisiert auf dem Boden lag.

Das ist keine Notwehr, sondern eine Hinrichtung, die die US-Regierung nun auf offiziellem Wege zu vertuschen sucht.

Fünf Jahre später. Mindestens.

Kommentar von Werner Hoffmann

Wie abartig sich das Rechtssystem und auch die Exekutive in den USA2.0 entwickelt hat.

ICE ist fast wie eine moderne SA anzusehen.

Ich habe große Sorge, wie dynamisch sich dies noch bis zu den kommenden Wahlen entwickeln wird.

#USA #Politics #HumanRights #Police #BreakingNews

Warum heute-show und ZDF Magazin Royale erst spät 2026 starten – Sendetermine und Hintergründe

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Der Start ins Jahr 2026 hat viele Zuschauer irritiert. Während politische Satire im ZDF sonst zuverlässig durch Oliver Welke und Jan Böhmermann geprägt wird, dominierten im Januar plötzlich Formate mit Fabian Köster den Bildschirm. Schnell entstand der Eindruck, die bekannten Sendungen seien ersetzt oder grundlegend verändert worden. Doch dieser Eindruck täuscht.

Die klassische heute-show mit Oliver Welke befand sich zu Jahresbeginn in der regulären Winterpause. Zwischen dem 1. Januar und dem 29. Januar 2026 lief keine neue Ausgabe der heute-show. Der Staffelstart 2026 erfolgte erst am Freitag, 30. Januar 2026 um 22:30 Uhr im ZDF. Dieses Vorgehen ist nicht neu: Die heute-show pausiert traditionell rund um den Jahreswechsel und kehrt erst zurück, wenn das politische Tagesgeschäft wieder an Fahrt gewinnt.

Stattdessen setzte das ZDF im Januar auf heute-show spezial und heute-show extra. Diese Ableger werden häufig von Fabian Köster und Lutz van der Horst getragen und fokussieren sich stärker auf Reportagen, längere Einspieler und thematische Schwerpunkte. Sie sind Ergänzungen, kein Ersatz für die Hauptsendung mit Oliver Welke.

Ähnlich verhielt es sich beim ZDF Magazin Royale. Auch Jan Böhmermann war im Januar 2026 nicht mit neuen Folgen im linearen Fernsehen vertreten. Die erste neue Ausgabe des Jahres lief erst am Freitag, 27. Februar 2026, gegen 23:00 Uhr im ZDF. Hintergrund ist ebenfalls eine bewusste Programmplanung: Das ZDF hat die Zahl der jährlichen Folgen reduziert und setzt stärker auf klar getrennte Frühjahrs- und Herbststaffeln. Ziel sind aufwendigere Recherchen und längere Vorbereitungszeiten.

Die auffällige Präsenz von Fabian Köster zu Jahresbeginn ist daher kein Zeichen für einen Umbau der bekannten Satireformate, sondern Teil einer strategischen Übergangsphase während der Winterpause. Welke und Böhmermann bleiben die zentralen Gesichter der politischen Satire im ZDF – sie starten 2026 lediglich später.

Resümee: Der Januar 2026 war kein Bruch mit bewährten Formaten, sondern eine planmäßige Pause. Wer die heute-show oder das ZDF Magazin Royale vermisst hat, musste sich lediglich etwas gedulden.

#heuteshow #ZDFMagazinRoyale #OliverWelke #JanBöhmermann #ZDF

Ausverkauf der kritischen Infrastruktur: Wie Deutschlands Öllager in falsche Hände geraten

Ein Beitrag von Ernst – Christoph Stolper

Das ist ein Skandal, vergleichbar mit dem Verkauf der deutschen Gasspeicher an Gazprom. Der US-Ölkonzern Sunoco LP, kontrolliert vom Trump-Vertrauten Kelcy Warren, übernimmt den führenden deutschen Tanklagerbetreiber Tanquid – und damit die Kontrolle über zentrale Öllager sowie strategisch und militärisch bedeutsame Fernleitungen in Deutschland.

Diese Anlagen sind Teil der kritischen Infrastruktur. Sie sichern Energieversorgung, Logistik und im Ernstfall auch die Handlungsfähigkeit von Staat und Bundeswehr. Fachleute warnen, dass Abhängigkeiten bei Lager- und Transportkapazitäten die politische Erpressbarkeit erhöhen und Krisen verschärfen können.

Besonders brisant: Bundesministerin Katherina Reiche hat die für diesen Deal notwendige Genehmigung erteilt. Damit wird ein Kernbereich der nationalen Sicherheitsarchitektur faktisch in ausländische Hand gegeben. Nach den Lehren aus der russischen Energieabhängigkeit wirkt dieser Schritt wie die nächste strategische Fehlentscheidung – mit langfristigen Risiken für Versorgungssicherheit und staatliche Resilienz.

Kommentar von Werner Hoffmann

Ich traue meinen Augen nicht, als ich beim ZDF und in der Tagesschau gelesen habe, dass Katherina Reiche hier zugestimmt hat. In meinen Augen ist sie ein Sicherheitsrisiko für Europa und für Deutschland. Wie unüberlegt und dumm kann man nur sein, so etwas zu dulden? Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen braucht es Schutzmechanismen, Transparenz und eine klare sicherheitspolitische Linie. Wer das ignoriert, verspielt Vertrauen und gefährdet die Stabilität unseres Landes.

#Energiesicherheit #Deutschland #Geopolitik #CDU #KatherinaReiche

https://www.zdfheute.de/wirtschaft/oellager-deutschland-tanquid-trump-usa-kontrolle-warren-100.html

AfD-Agenda für Bayern: Menschenjagd, Lagerlogik und Abriss der Zukunft

Ein Beitrag von Florian Hohenauer

Liebe Bayern, kennt ihr Katrin Ebner-Steiner? Sie ist Fraktionschefin der AfD in Bayern – und hat gestern offenbart, was diese Partei hier vorhat:

  • ICE-Menschenjäger in Bayern,
  • „Brot, Bett, Seife und Ausgangssperren“ für Asylbewerber,
  • „Remigration“ in bayerischen Abschiebefliegern.

Gleichzeitig sollen zentrale Zukunftsressorts abgeschafft werden:

  • das Ministerium für Wissenschaft & Kunst,
  • das Ministerium für Umwelt & Verbraucherschutz,
  • das Digitalministerium.

Das ist die toxische Mischung aus Menschenfeindlichkeit, autoritärem Staatsdenken und gezielter Zukunftszerstörung. Immerhin sagen sie offen, was sie planen. Jetzt müssen wir ihnen nur noch glauben.

Trotz dieses Programms steht die AfD in Bayern bei rund 19 Prozent. Offenbar wollen manche Menschenjagd, Lager und Gewalt. Denn eines ist klar: So viele Menschen lassen sich nicht einfach „abschieben“. Es würde wieder Lager geben.

Noch ist Zeit. Für ein Verbotsverfahren. Für eine klare gesellschaftliche Ächtung der Anführer. Und für Abstand zu AfD-nahen Fanmedien wie Nius, Tichy & Co. Ja, dort gibt es auch „konservativen“ Populismus. Ja, das mag verlockend erscheinen. Aber die Wahrheit ist: Diese Plattformen nutzen ihre Leser – nicht umgekehrt.

Besonders perfide ist die Ankündigung, auch Menschen abzuschieben, die sich angeblich „den deutschen Pass erschlichen haben“. Was das konkret bedeutet, entscheidet dann die AfD. Niemand kann sich in so einem System sicher fühlen.

Kommentar von Werner Hoffmann

Und es soll ernsthaft Menschen geben, die so eine perfide, abartige Partei wählen?
Unvorstellbar. Für mich ist das Nazi-pur!

Ich habe nichts dagegen, wenn Gewaltverbrecher, die zu mindestens sechs Monaten Haft verurteilt wurden, oder schwere Straftäter ohne Bewährung mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe abgeschoben werden. Der Rechtsstaat muss hier konsequent handeln.

Aber wer einen Apfel klaut oder ein Bußgeld wegen Falschparkens erhält, darf in einem demokratischen Rechtsstaat nicht abgeschoben werden. Wer diese Grenzen verwischt, ersetzt Recht durch Willkür und öffnet politische Verfolgung Tür und Tor.

#Demokratie #Verantwortung #NieWieder
https://www.br.de/nachrichten/bayern/afd-fraktion-will-abschiebe-polizei-nach-trumps-vorbild-ice,V995hdW

Ghost Pairing – wie Betrüger dein WhatsApp-Konto heimlich übernehmen

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor einer neuen, besonders perfiden Betrugsmasche bei WhatsApp: dem sogenannten Ghost Pairing.

Dabei nutzen Kriminelle eine eigentlich legitime Funktion von WhatsApp, um sich unbemerkt Zugriff auf fremde Konten zu verschaffen – oft, ohne dass Betroffene es sofort merken.


Platzhalter: gefälschte Verifizierungs-Nachricht auf dem Smartphone, im Hintergrund ein Täter im Schatten.

Der Betrug beginnt meist mit einer harmlos wirkenden Nachricht. Diese scheint von WhatsApp, Meta, dem Support oder sogar von bekannten Kontakten zu stammen. In der Nachricht wird behauptet, das Konto müsse dringend überprüft oder gesichert werden. Über einen Link gelangt man auf eine täuschend echte Webseite, auf der zur Bestätigung der Telefonnummer oder Identität aufgefordert wird.

Wer dort Daten eingibt oder einen angezeigten Code übernimmt, koppelt in Wahrheit ein fremdes Gerät mit dem eigenen WhatsApp-Konto. In manchen Fällen sollen Nutzer sogar einen QR-Code scannen. Auch hier gilt: Der Scan verbindet nicht das eigene Gerät, sondern das Smartphone eines Betrügers. Das Gefährliche daran ist, dass WhatsApp für das Opfer häufig ganz normal weiterläuft.

Im Hintergrund lesen die Täter jedoch Chats mit, greifen auf Kontakte und Fotos zu und können im Namen der betroffenen Person weitere Betrugsnachrichten verschicken. WhatsApp selbst fordert niemals per Chat zur Eingabe von Codes, zum Scannen von QR-Codes oder zur Bestätigung eines Kontos auf. Genau auf diese Unsicherheit setzen die Betrüger.

Das BSI empfiehlt daher, eingehende Nachrichten grundsätzlich kritisch zu prüfen, keine unbekannten Links anzuklicken und niemals Codes weiterzugeben. Zusätzlich sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung in WhatsApp aktiviert werden. Unter den Einstellungen lässt sich außerdem jederzeit kontrollieren, welche Geräte mit dem eigenen Konto verknüpft sind. Unbekannte Verbindungen sollten sofort entfernt werden.

Wer aufmerksam bleibt und diese einfachen Schutzmaßnahmen beachtet, kann verhindern, dass aus einem kurzen Klick ein kompletter Kontrollverlust über das eigene WhatsApp-Konto wird.

#WhatsApp #CyberSecurity #OnlineBetrug #Datenschutz #Phishing

Werner Hoffmann

Microsoft-Abhängigkeit als Risiko: Sozialversicherer testen digitalen Notfallplan ohne US-Konzerne

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Werner Hoffmann.
Ich stelle bei mir auf
Linux Mint und Open Source um.

Die digitale Infrastruktur vieler Behörden wirkt modern, ist jedoch zugleich hochgradig verwundbar. Wer im Alltag nahezu vollständigg auf proprietäre Softwarelösungen setzt, begibt sich in eine riskante Abhängigkeit. Kommt es zu größeren Störungen, Cyberangriffen oder politischen Konflikten, steht nicht nur der Verwaltungsalltag still – im Ernstfall sind auch zentrale Leistungen für Bürgerinnen und Bürger gefährdet. Genau dieses Risiko rückt nun stärker in den Fokus: Große deutsche Sozialversicherer testen erstmals eine offene, herstellerunabhängige Arbeitsumgebung für Krisensituationen.

Im Mittelpunkt steht eine quelloffene Plattform, die als vollständiger digitaler Ersatzarbeitsplatz dienen soll, wenn zentrale IT-Systeme ausfallen oder nicht mehr zuverlässig nutzbar sind.

Beteiligt sind unter anderem die Deutsche Rentenversicherung Bund sowie die Bundesagentur für Arbeit, unterstützt von spezialisierten IT-Dienstleistern aus dem Sozialversicherungsbereich. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit auch dann aufrechtzuerhalten, wenn etablierte Systeme kurzfristig nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die getestete Lösung vereint klassische Büro- und Kommunikationsfunktionen in einer browserbasierten Umgebung. Dazu zählen Textverarbeitung, Termin- und Aufgabenorganisation, E-Mail-Kommunikation, Projektarbeit sowie digitale Besprechungen. Da der Zugriff ausschließlich über den Browser erfolgt, sind keine lokalen Installationen oder spezielle Endgeräte erforderlich. Mitarbeitende können ortsunabhängig arbeiten – ein entscheidender Vorteil in Krisenlagen.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf technischer Unabhängigkeit. Die beteiligten Organisationen betreiben ihre jeweiligen Systeme auf unterschiedlichen Cloud-Infrastrukturen. So wird gezielt geprüft, ob Zusammenarbeit auch dann funktioniert, wenn verschiedene Rechenzentren und Anbieter genutzt werden. Damit entsteht bewusst ein Gegenmodell zu geschlossenen Software-Ökosystemen, die Nutzer langfristig an einzelne Konzerne binden.

Das Projekt ist Teil einer staatlich geförderten Strategie zur Stärkung digitaler Souveränität. Öffentliche Einrichtungen sollen nicht nur funktional, sondern auch rechtlich und politisch unabhängiger werden. Gerade bei sensiblen Bereichen wie Rente, Arbeitsförderung und sozialen Leistungen geht es dabei nicht um Bequemlichkeit, sondern um Versorgungssicherheit.

Bewährt sich dieses Modell, könnte ein cloudbasierter Notfallarbeitsplatz künftig zum Standard für Behörden werden – nicht als Ersatz bestehender Systeme, sondern als Absicherung gegen Ausfälle, Abhängigkeiten und geopolitische Risiken. Die zentrale Botschaft ist eindeutig: Digitale Resilienz entsteht durch Offenheit, Vielfalt und Kontrolle über die eigene Infrastruktur.

#DigitaleSouveränität
#OpenSource
#ITResilienz
#ÖffentlicheVerwaltung
#CloudUnabhängigkeit

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