Trump gegen Windräder: Warum Europas Energieunabhängigkeit ihm ein Dorn im Auge ist

Ein Beitrag von Tim Achtermeyer

Tim Achtermeyer.

Trump nennt Windräder „Loser“. Man kann darüber lachen. Man sollte es aber nicht.

Denn dahinter steckt mehr als nur populistische Polemik. Trump greift Windkraft nicht zufällig an. Er greift sie an, weil sie Europa unabhängig macht.

Erinnern wir uns: Als Russland den Gashahn zudrehte, stand Europa ziemlich hilflos da. Die Abhängigkeit von fossilen Importen rächte sich brutal. Also mussten schnell Alternativen her. LNG-Terminals wurden hochgezogen, neue Lieferverträge abgeschlossen – viele davon mit den USA. Das war damals richtig. Europa brauchte schnelle Lösungen.

Aber eines darf sich nicht wiederholen: Wir dürfen nicht von einer Abhängigkeit in die nächste stolpern. Russland ist nicht die USA, klar. Doch Abhängigkeit bleibt Abhängigkeit. Und wer abhängig ist, kann unter Druck gesetzt werden – politisch, wirtschaftlich, strategisch. Diese Lektion haben wir teuer gelernt.

Genau deshalb müssen erneuerbare Energien massiv ausgebaut werden. Wind, Solar und vor allem Speichertechnologien. Erneuerbare sind nicht nur gut fürs Klima. Sie sind heute die effizientesten und langfristig günstigsten Technologien. Sie machen uns unabhängig von Gaslieferungen, von geopolitischen Spielchen und von explodierenden Preisen.

Und genau deshalb ist Trump so laut dagegen. Ein energieunabhängiges Europa passt nicht in sein Weltbild. Wer selbst versorgt ist, lässt sich nicht erpressen. Genau deshalb sollten wir beim Ausbau der Erneuerbaren genauso laut sein, wie er dagegen wettert.


Kommentar von Werner Hoffmann

Wir alle kennen diese größenwahnsinnigen Behauptungen: Windräder seien hässlich, man könne daneben nicht reisen, ihre Drehung mache angeblich krank oder verdrehe den Kopf. All das ist Unsinn – oft verbreitet von jenen, die ein Interesse daran haben, fossile Abhängigkeiten zu erhalten.

Fakt ist: Windräder – an Land wie auf See – gehören zu den leistungsfähigsten Energielieferanten überhaupt. Sie produzieren sauber, effizient und bezahlbar. Vor allem aber schaffen sie Unabhängigkeit: von fossilen Energien, von autoritären Staaten und von einer mächtigen fossilen Lobby, die genau diese Unabhängigkeit fürchtet.

Wer Windkraft bekämpft, bekämpft nicht Landschaften – sondern Freiheit.

Ähnlichkeiten sind bewusst gewählt von links nach rechts:
Rex Tillerson, Wladimir Putin, Donald Trump, Jared Kushner,
Mohammed bin Zayed, Mohammed bin Salman und anonymer fossiler Industrie-Veteran – steht stellvertretend für alte Öl- und Gaslobby (KI-generiert, so wie alle Fotos).

#Energiewende #ErneuerbareEnergien #Windkraft #Europa #Klimaschutz

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