Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Das Jahr 2026 bringt für viele Menschen in Deutschland spürbare finanzielle Veränderungen.
Arbeitnehmer, Rentner, Familien und Leistungsbeziehende sind gleichermaßen betroffen. Während es an einigen Stellen Entlastungen gibt, steigen an anderer Stelle Beiträge und Pflichten.

Bei den Steuern wird der Grundfreibetrag angehoben. Damit bleibt ein größerer Teil des Einkommens steuerfrei. Auch die Grenze, ab der höhere Steuersätze greifen, wird nach oben verschoben.
Für viele wird der Entlastungseffekt jedoch teilweise durch steigende Abgaben abgeschwächt.

Wichtig sind auch Änderungen bei den Sozialversicherungen. Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Krankenversicherung steigen.
Wer gut verdient, zahlt dadurch mehr.

Gleichzeitig wird die Grenze, ab der ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich ist, höher angesetzt, was den Wechsel für einige erschwert.
Rentnerinnen und Rentner können mit einer Rentenanpassung zur Jahresmitte rechnen.
Zusätzlich wird der Hinzuverdienst attraktiver:
Ein deutlich höherer Betrag soll steuerfrei möglich sein, wenn man im Alter weiterarbeitet (Ab Regelaltersrente). Allerdings bleiben Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in vielen Fällen weiterhin relevant.
In der gesetzlichen Krankenversicherung deuten viele Signale auf höhere Zusatzbeiträge hin.
Krankenkassen reagieren damit auf gestiegene Kosten im Gesundheitswesen. Das erhöht die monatliche Belastung für Beschäftigte und Rentner.

Der Mindestlohn steigt Anfang 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde. Davon profitieren vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen.
Parallel werden die Grenzen für Minijobs angepasst. Auch bei der Ausbildungsvergütung sind Verbesserungen vorgesehen.
Familien erhalten mehr Unterstützung durch ein höheres Kindergeld und angepasste Kinderfreibeträge. Diese Effekte werden in der Regel automatisch berücksichtigt.
Beim bisherigen Bürgergeld stehen Reformen an. Geplant ist eine neue Grundsicherung mit strengeren Mitwirkungspflichten und veränderten Regeln beim Vermögen. Die Umstellung soll im Laufe des Jahres 2026 greifen.
Unterm Strich gilt: 2026 bringt sowohl Verbesserungen als auch Mehrbelastungen. Wer am Ende profitiert, hängt stark von Einkommen, Lebenssituation und Versicherungsstatus ab.
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