Arbeiten bis 70 – aber regieren bitte nicht bis 90: Wenn alte Männer die Zukunft verweigern

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Das darf man doch am Samstag morgen wohl sagen?

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Es gibt derzeit eine besonders zynische Debatte: Menschen sollen bis 70 arbeiten, körperlich schuften, geistig liefern, flexibel bleiben – während andere mit 70, 75 oder 85 Jahren noch immer Weltpolitik betreiben, als wäre das Jahr 1985 nie zu Ende gegangen.

Und genau hier liegt das Problem.

Denn manche dieser Herren leiden offenkundig an einer ganz besonderen Erscheinung unserer Zeit. Nicht medizinisch anerkannt, aber gesellschaftlich hochgefährlich.

Der Name dieser Erscheinung lautet: ADMS – Alte-Deutsche-Männer-Syndrom.

Ergänzung: Das #AltedeutscheMännersyndrom ist wie die spanische Grippe. Sie kommt nicht in Deutschland vor, sondern auch im Ausland!!!

ADMS ist schlimmer als Demenz oder Alzheimer. Denn ADMS ist keine Vergessenskrankheit, sondern eine Verweigerung der Realität.

Betroffene zeigen typische Symptome: Sie halten sich für alternativlos, sie erklären die Welt mit Denkmodellen aus dem letzten Jahrhundert, sie verwechseln Macht mit Weisheit, sie hören nicht mehr zu, reden aber umso lauter, und sie glauben ernsthaft, dass junge Generationen gefälligst zu funktionieren haben, während sie selbst keinen Platz machen.

Besonders fatal wird ADMS, wenn es politische Macht mit sich bringt.

Lebende und höchst aktive Beispiele finden sich leider zuhauf: Wladimir Putin (72), Donald Trump (79), Friedrich Merz (70), Benjamin Netanjahu (76), Xi Jinping (72), Ali Chamenei (86) und Alexander Lukaschenko (71).

Was all diese Männer eint, ist nicht ihr Alter allein. Es ist die Unfähigkeit loszulassen, die Angst vor Kontrollverlust und der unbedingte Wille, ihre überholten Weltbilder anderen aufzuzwingen.

Und dann kommen genau diese Kreise und sagen: Die Pflegekraft soll bis 70 arbeiten. Der Handwerker auch. Die Kassiererin sowieso.

Aber sie selbst? Sie bleiben. Entscheiden. Moralisieren. Blockieren.

Das ist keine Erfahrung. Das ist Machtmissbrauch durch Altersstarrsinn.

Arbeiten bis 70 kann man diskutieren. Regieren, hetzen und die Welt blockieren mit 70 plus darf niemals Normalität werden.

ADMS ist kein Witz. ADMS ist eine Gefahr.

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45 Jahre gearbeitet – und trotzdem weniger Rente? Warum Abschläge manchmal sogar sinnvoll sein können

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Unabhängiger Rentenberater
(ab 1.2.2026)

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Viele Menschen sind überzeugt: Wer 45 Jahre gearbeitet hat, erhält automatisch die volle Rente ohne Abzüge.
Diese Annahme ist weit verbreitet – aber sie ist falsch.

Die Realität der gesetzlichen Rente

Die 45 Jahre beziehen sich auf eine besondere Wartezeit,
anerkannt werden nur bestimmte Versicherungszeiten,
und entscheidend ist das Erreichen der jeweiligen Altersgrenze.

Welche Zeiten angerechnet werden können

Pflichtbeiträge aus Beschäftigung oder Selbstständigkeit,
Kindererziehungszeiten,
Pflege von Angehörigen,
Zeiten mit Arbeitslosengeld I,
freiwillige Beiträge unter klaren gesetzlichen Voraussetzungen.

Welche Zeiten nicht zählen oder kaum wirken

Bürgergeld bzw. früheres Arbeitslosengeld II,
längere beitragsfreie Unterbrechungen,
Schul- und Studienzeiten nach dem 17. Lebensjahr,
Minijobs ohne eigene Rentenbeiträge.

Der entscheidende Punkt: der Rentenbeginn

Die abschlagsfreie Rente ist nur bei Erreichen der Altersgrenze möglich,
wer früher in Rente geht, erhält Abschläge,
pro Monat 0,3 Prozent,
dauerhaft und lebenslang.

Warum ein Rentenabschlag nicht immer schlecht sein muss

Besonders bei Ehepaaren mit zwei hohen Renten,
kann eine sehr hohe eigene Altersrente Nachteile haben,
denn bei einer Witwen- oder Witwerrente wird die eigene Rente angerechnet,
oberhalb eines Freibetrags kommt es zu Kürzungen,
im Extremfall entfällt die Hinterbliebenenrente ganz.

Ein Beispiel aus der Praxis

Langjährig Beschäftigte großer Arbeitgeber wie Debeka,
mit stabilen Erwerbsbiografien und überdurchschnittlichen Rentenansprüchen,
sind häufig von dieser Konstellation betroffen,
eine bewusst etwas niedrigere eigene Rente kann dazu führen,
dass im Todesfall des Partners mehr Witwen- oder Witwerrente verbleibt.

Was unbedingt geprüft werden sollte

Ist der Versicherungsverlauf vollständig?,
stimmen alle angerechneten Zeiten?,
lohnt sich ein früherer Rentenbeginn trotz Abschlag?,
wie wirken sich Rentenhöhe und Hinterbliebenenversorgung gemeinsam aus?

Resümee

45 Arbeitsjahre sind kein Automatismus für eine volle Rente.


Entscheidend ist nicht nur die Höhe der eigenen Rente,
sondern die Gesamtstrategie für beide Partner.
Gerade bei strategischen Entscheidungen rund um den Rentenbeginn und mögliche Abschläge sollte man sich unbedingt von einem unabhängigen Rentenberater begleiten lassen, um finanzielle Fehlentscheidungen mit lebenslanger Wirkung zu vermeiden.

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