Trump und die manipulierten Wahlkarten – wie Republikaner mit schmutzigen Tricks die Demokratie aushöhlen

Ein Beitrag von

Werner HoffmannDemokratie der Mitte, weil nur eine faire Stimme auch eine echte Stimme ist.

Teil 1 – Wie das Verfahren funktioniert

Um zu verstehen, wie Donald Trump und die Republikaner die Wahl beeinflussen wollen, muss man sich zuerst das Prinzip der Wahlkreis-Neuordnung ansehen. In den USA wird die politische Landschaft nicht allein durch Stimmen entschieden, sondern auch durch die Linien, die Wahlkreise voneinander trennen. Wer die Mehrheit in den Parlamenten der Bundesstaaten hat, kann diese Linien neu ziehen – und damit Ergebnisse verzerren.

Das Verfahren ist erschreckend simpel und für Laien oft schwer zu glauben:

  • Die Mehrheit einer Partei kann Wahlkreise so zuschneiden, dass die eigenen Anhänger breit verteilt werden, während die Stimmen der Gegenseite in wenige Wahlkreise gepackt werden, die diese dann zwar haushoch gewinnen – aber nur dort,
  • so kann eine Partei mit insgesamt weniger Stimmen dennoch mehr Sitze erringen.

Ein ganz einfaches Beispiel macht das deutlich: Es gibt 10 Wählerinnen und Wähler, die in zwei Wahlkreise aufgeteilt werden müssen. Sechs wählen die Demokraten, vier die Republikaner.

  • Faire Aufteilung: In beiden Wahlkreisen hätten die Demokraten die Mehrheit. Ergebnis: 2 Sitze Demokraten, 0 Sitze Republikaner.
  • Manipulative Aufteilung: Die Linien werden so gezogen, dass alle 6 Demokraten in einen Wahlkreis gebündelt werden. Dort gewinnen die Demokraten überwältigend. Im zweiten Wahlkreis bleiben 4 Republikaner ohne demokratische Gegenstimmen – sie gewinnen dort. Ergebnis: 1 Sitz Demokraten, 1 Sitz Republikaner – obwohl die Demokraten insgesamt die klare Mehrheit haben.

Dieses Prinzip heißt Gerrymandering. Es verzerrt die Repräsentation, indem es Mehrheiten in Sitze umwandelt, die mit dem tatsächlichen Wählerwillen nur noch wenig zu tun haben. Trump und seine Verbündeten treiben diese Praxis aktuell auf eine neue Spitze.

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Teil 2 – Wie Trump und die Republikaner das Verfahren aktuell nutzen

Donald Trump hat erkannt, dass Gerrymandering für die Republikaner eine Überlebensstrategie ist. Während er selbst im Fokus der Präsidentschaftswahlen steht, arbeiten seine Parteifreunde in den Bundesstaaten gezielt daran, die Wahlkreise so zu verändern, dass sie für die kommenden Jahre einen Vorteil behalten.

Besonders in Staaten wie Texas, North Carolina oder Florida haben republikanische Mehrheiten in den Parlamenten Wahlkreiskarten durchgesetzt, die Demokraten systematisch benachteiligen.

Dabei geht es nicht nur um den kurzfristigen Gewinn einzelner Sitze. Die Strategie ist langfristig angelegt:

  • Republikanische Stimmen werden möglichst gleichmäßig auf viele Wahlkreise verteilt, sodass die Partei dort überall eine knappe, aber sichere Mehrheit erhält,
  • während demokratische Stimmen in wenigen Wahlkreisen konzentriert werden, die diese dann zwar haushoch gewinnen, aber außerhalb dieser Hochburgen keine Chance haben.

Trump nutzt seine Macht innerhalb der Republikanischen Partei, um diese Vorgehensweise zu verstärken. Er macht Druck auf Gouverneure, Landesparlamente und lokale Parteiorganisationen, damit sie Gerrymandering als politisches Werkzeug einsetzen.

Sein Ziel ist klar: Er will den Anschein erwecken, dass die Republikaner stärker sind, als sie es tatsächlich sind. Selbst wenn sie auf Bundesebene weniger Stimmen erhalten, sollen sie dank der manipulierten Wahlkreise mehr Sitze im Kongress sichern – und damit die politische Richtung des Landes bestimmen.

Diese Strategie ist nicht neu, aber unter Trump wurde sie zu einem zentralen Machtinstrument. Während frühere Präsidenten zumindest den Anschein der Neutralität wahren wollten, tritt Trump offen dafür ein, dass „seine“ Partei die Spielregeln so verändert, dass sie auch gegen den Mehrheitswillen die Oberhand behält.

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Teil 3 – Trumps nächste Strategie: Drohung mit diktatorischen Mitteln

Doch Trump belässt es nicht beim Manipulieren der Wahlkreise. Schon jetzt deutet er an, dass er im Fall einer Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen oder bei den Zwischenwahlen zum Repräsentantenhaus und Senat nicht einfach abtreten würde.

Trump spielt offen mit dem Gedanken, den staatlichen Apparat gegen politische Gegner einzusetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Immigration and Customs Enforcement (ICE) – eine Bundesbehörde, die eigentlich für Einwanderungskontrolle zuständig ist.

Trump hat ICE bereits mehrfach als eine Art „private Einsatztruppe“ bezeichnet, die im Notfall auch im Inneren der USA eingesetzt werden könnte. Kritiker sehen darin eine gefährliche Drohung: Sollte Trump das Gefühl haben, politisch zu scheitern, könnte er versuchen, ICE als paramilitärisches Instrument einzusetzen – um Proteste niederzuschlagen, Gegner einzuschüchtern und seine Macht zu sichern.

Damit zeichnet sich ein erschreckendes Szenario ab:

  • Erst die Manipulation der Wahlkreise, um die Republikaner künstlich stärker wirken zu lassen,
  • dann die Drohung mit staatlicher Gewalt, falls das politische Kalkül nicht aufgeht.

Das Ergebnis wäre eine Erosion demokratischer Strukturen und ein Schritt hin zu diktatorischen Verhältnissen.

Trump testet damit bewusst die Grenzen des Systems – und riskiert, dass die Demokratie in den USA schweren Schaden nimmt.

#Gerrymandering #Demokratie #Trump #USA #Republikaner

Die Klimareise ins Ungewisse – droht Europa der Kälte-Schock?

#Volker #Quaschning

Das Risiko, dass wir noch in diesem Jahrhundert einen dramatischen Kippunkt im Nordatlantik erreichen, steigt zunehmend. Das zeigen neueste Studien. Bricht die Nordatlantik-Strömung wirklich zusammen, würde das Klima in Europa massiv abkühlen.

Wir bekommen dann drastische Probleme, unter anderem mit unserer Landwirtschaft.

Noch können wir die Katastrophe aufhalten. Ambitionierter Klimaschutz ist wichtiger denn je.

Mehr dazu unter:

Kommentar von

Werner Hoffmann – Wir brauchen ein funktionierendes Klima auf der Erde.

Nun höre ich schon die Zweifler, die jetzt sagen: „Siehst Du, es wird doch nicht so heiß und irgendwie gleicht sich das dann alles aus…“

Irrtum:

Da muss ich diese Menschen leider beunruhigen.

Warum?

Ganz einfach. Wenn die Meereszirkulation schwächer wird, bekommen wir über den Golfstrom zwar weniger Wärme, aber das Mittelmeer bleibt heiß.

Das führt zur extremen Hitze und damit zu mehr aufsteigender Feuchtigkeit. Diese tropische Luft wird dann mit der kalten Luft über Mitteleuropa (Frankreich, Schweiz, Westdeutschland, Südwestdeutschland) zusammentreffen.

Dies führt dann in diesen Regionen zu Extremwetterlagen. Hitze mit subtrobischem Klima und im Winter zeitweise extremerKälte mit Stürmen, die wir nicht für möglich halten.

Wenn der Golfstrom schwächelt, kommt auch in der Südhalbkugel keine kühlere Wasserströmung im unteren Bereich des Meeres an.

Konsequenz: Es entsteht dort eine extreme Überhitzung.

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Weitere Gefahren:

Wenn der Golfstrom nachlässt, wird der Salzgehalt im Wasser nachlassen, denn die Gletscher werden weiter abschmelzen, denn der hohe CO2- und Methangehalt in der Atmosphäre wird weiter die Gletscher vernichten. Gletscher sind Süßwasser.

Und dieses Süsswasser reduziert den Salzgehalt im Atlantik.

Die Meeresströmung kommt noch mehr ins Stocken.

Durch die Erwärmung des Atlantik und der Tiefsee werden dort riesige Mengen Methan freigesetzt.

Was steckt dahinter?

1. Methanhydrate im Meeresboden

Methan wird in Form von Methanhydraten („brennendes Eis“) in Sedimenten unter dem Meeresboden gespeichert. Diese Kristalle bestehen aus Methan, das in einem Eisskelett eingeschlossen ist.   Die globalen Vorkommen sind enorm. Geschätzt enthalten sie bis zu 500–3 000 Gigatonnen Kohlenstoff; andere Quellen geben sogar 1 700 GtC allein in der Tiefsee an—weit mehr als die bestätigten Kohlereserven.

2. Warum ist das bedenklich?

Erhöhen sich Wassertemperatur und Druckbedingungen durch Ozeanerwärmung, kann sich Methanhydrat auflösen, Methan entweicht in die Wasserschichten – und potenziell in die Atmosphäre. Methan ist ein starkes Treibhausgas: über 20 Jahre wirkt es ~72 ×, über 100 Jahre etwa 25–33 × stärker als CO₂. 

3. Was sagen Studien?

Frühere Warmzeiten zeigen Hinweise auf solche Methanfreisetzungen: Zum Beispiel im tropischen Atlantik (Golf von Guinea), als die Mittelschichten um rund 6,8 °C wärmer wurden—vermutlich durch eine Abschwächung der Atlantischen Strömung (AMOC). Das führte zur Destabilisierung von Methanhydraten und Methanfreisetzung. 

  • Paleo-Daten aus dem tropischen Atlantik der vorletzten Warmzeit bestätigen, dass Tiefenwassererwärmung Rückkopplungseffekte auslöste – Methan wurde freigesetzt und teilweise oxidiert. 
    Eine aktuelle Studie fand Hinweise auf große Gasblasen (Pockmarks) auf dem Meeresboden im Atlantik, entstanden durch das Aufschmelzen von Methanhydraten. Das betrifft auch Zonen, die bisher als stabil galten—was das Risiko erhöht. 
  • Zwar ist es möglich, dass ein Teil dieses Methans nicht durch das Meerwasser nicht die Atmosphäre gelangt, aber wie viel dort ankommt, steht nicht fest.

Bereits in früheren Artikeln hatte ich darauf hingewiesen, dass zwar das Klima auf der Erde sich erwärmt, allerdings kann es in Europa nicht nur zur Erwärmung alleine kommen, sondern zu Wetterextremen, die zwischen

  • Hitze und Kälte
  • subtropischen Klima und Trockenheit

innerhalb eines Jahres sich abwechselt. Und auch innerhalb der einzelnen Regionen dies das Leben zeitweise unmöglich macht.

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Nunja, im Durchschnitt ist es ja alles in Ordnung.

Während Brandenburg und Thüringen austrocknet, gibt es in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Tornados, subtropische Sommer und im Winter dann Extremkälte..

Hauptsache wir heizen weiter mit Öl bzw. Gas und fahren weiter mit quietschenden Verbrennern vielleicht aber auch einen Verbrenner-SUV“.

<Sarkasmus ENDE>

Wenn ich die Aktivitäten der derzeitigen Bundesregierung (CDU, CSU und SPD2.0) verfolge, dann ist dies weder hinnehmbar, noch akzeptabel.

Noch schlimmer wären die FDP und AfD!

Ich kann nur hoffen, dass die Wähler nicht 5 nach 12 erst wach werden, sondern bereits 2026 bei den Landtagswahlen aufwachen!

Nachfolgen von mir noch ein paar ältere Artikel zu diesem Thema.

www.tagesschau.de/klimawandel-kollabiert-der-golfstrom-100.html

#Klimawandel
#Kippunkt
#Nordatlantik
#Klimaschutz
#Europa

Radwege in Peru – Die Lügenkampagne der Gegner:innen der Entwicklungshilfe!

Ein Beitrag von

Daniel Mautz.

Es ist fast schon ein Ritual.

Immer wenn es um Entwicklungshilfe geht, greifen Gegner:innen zu einem Beispiel, das besonders plastisch wirkt.

Der Bau von Radwegen in Peru wird dabei seit Jahren als Beleg für angeblich sinnlose Projekte angeführt.

Doch die Tagesschau hat die Fakten überprüft – und das Ergebnis ist eindeutig:

Das Projekt war Teil einer Verkehrs- und Sicherheitsstrategie in einer Region, in der viele Menschen alltäglich mit dem Rad unterwegs sind.

Jährlich gibt es dort zahlreiche Unfälle mit Toten und Verletzten.

Sichere Radwege retten in diesem Kontext Leben und sichern Mobilität für breite Bevölkerungsschichten.

Die Faktenlage

  • Das Projekt war kein deutscher Alleingang, sondern eingebettet in internationale Entwicklungszusammenarbeit,
  • Radfahren ist in der Region eines der zentralen Verkehrsmittel, nicht bloß Lifestyle,
  • Verkehrssicherheit und Gesundheitsversorgung sind legitime Ziele von Entwicklungszusammenarbeit.

Die Kampagne gegen „Radwege in Peru“ ist daher kein Versehen, sondern ein kalkuliertes Narrativ.

Es soll den Eindruck erwecken, deutsche Steuergelder würden verschwendet – während es in Wahrheit um grundlegende Infrastruktur für arme Regionen geht.

Das eigentliche Problem sind nicht Radwege in Peru.

Das Problem ist die Art, wie sie in Deutschland instrumentalisiert werden.

Strohmänner ersetzen echte Argumente, um Entwicklungszusammenarbeit, Klimaschutz und internationale Solidarität zu diskreditieren.

Die wirklich relevanten Fragen lauten:

  • Warum fließen global immer noch Milliarden in fossile Subventionen?
  • Warum verhindern Konzerne faire Handelsstrukturen?
  • Warum lassen wir zu, dass autoritäre Regierungen Gelder veruntreuen, während die Folgen bei den Schwächsten landen?

Die Radwege in Peru sind nicht das Problem.

Das Problem ist, dass hierzulande lieber Strohmänner bekämpft werden, statt die echten Ursachen von Ungerechtigkeit und Klimazerstörung anzugehen.

Wer über Radwege spotten will, sollte sich erst die Bilanz fossiler Subventionen anschauen.

#Entwicklungshilfe
#Klimaschutz
#Mobilität
#Faktencheck
#InternationaleSolidarität

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