Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.
Mit dem Jahreswechsel 2026 sind in Deutschland eine ganze Reihe Regeländerungen gestartet. Manche klingen technisch – wirken aber ganz konkret: mehr Geld an der einen Stelle, mehr Kosten an anderer. Und wer nicht hinschaut, wundert sich später über Abzüge, höhere Beiträge oder neue Grenzen.

1) Aktivrente: Arbeiten im Rentenalter wird steuerlich belohnt
Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und freiwillig weiterarbeitet, kann ab 2026 mit der Aktivrente bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Das soll Anreize schaffen, länger im Job zu bleiben – kann sich aber nur dann wirklich lohnen, wenn man Vertragsdetails, Abgaben und persönliche Steuerlage sauber prüft.
2) Rentenversicherung: Wichtige Stellschrauben werden angepasst
In der gesetzlichen Rentenversicherung ändern sich zum 1. Januar 2026 mehrere Werte und Grenzen. Besonders wichtig für viele Betroffene: Die Hinzuverdienstgrenzen bei Erwerbsminderungsrenten steigen – bei voller Erwerbsminderung liegt die jährliche Grenze nun bei rund 20.700 Euro, bei teilweiser Erwerbsminderung bei mindestens rund 41.500 Euro.
Außerdem werden Rechengrößen wie die Beitragsbemessungsgrenze angepasst – relevant für Beschäftigte mit höheren Einkommen und für Unternehmen.
3) Mindestlohn: Mehr Stundenlohn – aber oft auch neue Preisschilder
Der gesetzliche Mindestlohn ist seit 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro gestiegen. Für viele Beschäftigte bedeutet das mehr Brutto – gleichzeitig erhöht es für manche Branchen die Kostenbasis, was sich indirekt wieder in Preisen niederschlagen kann.
4) Familien und Steuern: Kindergeld, Freibeträge, Pendlerpauschale
Für Familien gibt es ebenfalls Änderungen: Das Kindergeld steigt auf 259 Euro pro Monat, zudem werden Kinderfreibeträge angehoben. Und bei der Mobilität wird die Pendlerpauschale dauerhaft auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer erhöht – relevant für alle, die regelmäßig zur Arbeit fahren.
5) Krankenkasse und Alltag: Genau hinschauen lohnt sich
Zum Jahreswechsel ändern sich oft auch Beitragssätze, Zuschläge und viele Detailregeln im Alltag. Wer seine Finanzen plant – ob als Arbeitnehmer, Selbstständiger oder Rentner – sollte 2026 besonders aufmerksam bleiben, weil kleine Stellschrauben in Summe spürbar werden können.

Resümee
2026 ist kein “normales” Umstellungsjahr. Es ist ein Jahr, in dem der Staat gleichzeitig Anreize setzt (Aktivrente, höhere Grenzen) und Parameter nachjustiert (Rentenwerte, Bemessungsgrenzen, Lohnuntergrenze). Wer das clever nutzt, kann profitieren – wer es ignoriert, zahlt schnell drauf.
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