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Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Der Bericht der Süddeutschen Zeitung zeigt, wie riskant es wird, wenn ein einflussreicher Journalist soziale Medien nicht nur nutzt, sondern sich darin verfängt.
Besonders brisant wirkt dabei das wiederholte wechselseitige Zustimmen zwischen Ulf Poschardt und dem Profil „Anna Nina Hatfield“.
Genau dieses Profil ist nach den dargestellten Recherchen nicht authentisch.
Es wird mit einer emotionalen Geschichte versehen, inklusive einer „angeblich seltenen Krankheit.“

bei Ki-Bildern.
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Gleichzeitig gibt es auffällige Unstimmigkeiten, die zumindest Zweifel auslösen müssten.
Wer beruflich für Quellenkritik, Einordnung und Wahrhaftigkeit steht, sollte bei solchen Signalen nicht achtlos reagieren.
Denn Likes und Zustimmungen sind keine harmlosen Gesten. Sie erzeugen Reichweite, Glaubwürdigkeit und Wirkung.
Wenn ein prominenter Journalist Fake-Accounts sichtbar aufwertet, normalisiert er Manipulation.
Das beschädigt Vertrauen, nicht nur in die Person, sondern in den Berufsstand insgesamt. Journalismus lebt von Glaubwürdigkeit.
Wer diese Glaubwürdigkeit durch unkritisches Online-Verhalten untergräbt, braucht klare Grenzen.
Ulf Poschardt, der Herausgeber der „Welt“, kritisiert regelmäßig angebliche Intransparenz in Medien. Das hält ihn nicht davon ab, Posts mit einer Frau zu veröffentlichen, die offenbar nicht existiert.
Es wird Zeit, dass der Presserat solche Fälle ernsthaft prüft und deutliche Maßstäbe setzt. Digitale Verantwortung ist keine Nebensache. Sie ist Teil journalistischer Ethik und muss auch so behandelt werden.


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