Rentenrealität in Deutschland – Extreme Unterschiede zwischen Arbeitnehmern und Beamten

Ein Beitrag von Werner Hoffmann.

– Rentenexperte –
www.Renten-Experte.de

Deutschland diskutiert viel über Rente, spricht aber selten über die tatsächlichen Spannweiten.

Dabei zeigt gerade der Blick auf die Extremfälle, wie unterschiedlich Altersversorgung in Deutschland ausgestaltet ist – selbst unter Arbeitnehmern und noch stärker im Vergleich zu Beamten.

Arbeitnehmer: von Altersarmut bis zur absoluten Spitzenrente

Am unteren Ende stehen Millionen Beschäftigte mit Niedriglöhnen, Teilzeit oder Erwerbsunterbrechungen.

Trotz 35–45 Beitragsjahren liegen gesetzliche Renten häufig unter 900 € brutto, netto oft nur 700–800 €. Viele benötigen Grundsicherung, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben.

Am oberen Ende existiert ein extrem seltener Ausnahmefall:

46 Versicherungsjahre, durchgehend Beiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze sowie eine zulässige Sonderzahlung.

Ergebnis ist eine gesetzliche Rente von 3.265 € netto (Brutto: 3.722 €, Kranken- und Pflegeversicherung bereits abgezogen).

Dieser Rentner gehört zu den rund zehn höchsten gesetzlichen Rentenbeziehern Deutschlands.

Höhere Renten sind systembedingt praktisch ausgeschlossen.

Wichtig:

Sonderzahlungen sind keine freie Option, sondern nur zum Ausgleich von Abschlägen bei vorzeitigem Rentenbeginn erlaubt, betragsmäßig begrenzt und genehmigungspflichtig.

Zusätzlich kann eine betriebliche Altersversorgung bestehen. Im Beispiel beträgt diese 912 € netto (Brutto 1.140 €).

Steuern sind bei beiden Beträgen noch nicht berücksichtigt.

Gesamtversorgung Arbeitnehmer (vor Steuern): ca. 4.177 € monatlich, vollständig eigenfinanziert und eine absolute Ausnahme.

Nur Vorstände und Gesellschafter-Geschäftsführer toppen diese Top10-Rentner.

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Beamte:

Versorgung nach Besoldungsgruppen

Beamte zahlen keine Rentenbeiträge. Ihre Pension richtet sich nach Besoldung und Dienstzeit, maximal bis 71,75 % der letzten ruhegehaltfähigen Bezüge.

Eine betriebliche Altersversorgung gibt es nicht.

  • A4 (einfacher Dienst): ca. 1.600–1.900 € brutto Pension. Abzuziehen sind ca. 350 € private Krankenversicherung plus Pflegeversicherung,
  • A16 (höherer Dienst): ca. 4.800–6.000 € brutto, ebenfalls minus Kranken- und Pflegeversicherung,
  • Besoldung B (z. B. Staatssekretäre, Ministerialdirektoren, Behördenpräsidenten): Pensionen im Maximalfall 8.500–10.500 € brutto,
  • Besoldung R (Richter, Präsidenten oberster Gerichte, Generalstaatsanwälte): Pensionen bis 7.200–9.800 € brutto.

Auch hier fallen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an, dennoch liegen die Nettopensionen deutlich über den Höchstleistungen der gesetzlichen Rente.

Resümee

Deutschland hat faktisch zwei Alterssicherungssysteme:

ein beitragsfinanziertes mit harter Obergrenze für Arbeitnehmer – und ein steuerfinanziertes, planbares Versorgungssystem für Beamte.

Selbst der bestmögliche Arbeitnehmerfall bleibt eine Ausnahme. Die zentrale Frage ist daher nicht Neid, sondern Systemgerechtigkeit.

#Rente

#Pension

#betrieblicheAltersversorgung

#Systemvergleich

Rentner-Realität 2026: Diese Zahlen entlarven den Mythos vom reichen Ruhestand

Ein Beitrag von Werner Hoffmann.

www.Renten-Experte.de

Viele Menschen glauben noch immer, dass Rentnerinnen und Rentner finanziell gut abgesichert sind.

Die Realität sieht jedoch deutlich anders aus. Aktuelle Auswertungen zeigen:

Ein großer Teil der Rentner lebt mit erstaunlich wenig Geld – und Altersarmut ist längst kein Randphänomen mehr.

Das durchschnittliche Einkommen im Ruhestand liegt deutlich unter dem früheren Erwerbseinkommen.

Besonders betroffen sind Alleinstehende, Frauen sowie Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien.

Bürgerversicherung für Rentner ist die Katastrophe

Während einige wenige gut abgesichert sind – etwa durch Beamtenpensionen, Betriebsrenten oder Vermögen – kämpft die Mehrheit mit steigenden Lebenshaltungskosten, hohen Mieten und wachsendem Gesundheitsaufwand.

Auffällig ist die enorme Spreizung: Ein kleiner Teil verfügt über komfortable Rücklagen, während viele Rentner Monat für Monat genau rechnen müssen.

Rücklagen für unerwartete Ausgaben, Pflege oder notwendige Anschaffungen fehlen oft vollständig. Wer keine zusätzliche Vorsorge getroffen hat, ist besonders gefährdet.

Hinzu kommt:

Die gesetzliche Rente allein reicht für viele nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Trotz jahrzehntelanger Arbeit liegen die Renten häufig nur knapp über der Grundsicherung. Inflation, steigende Energiepreise und höhere Beiträge zur Krankenversicherung verschärfen die Lage zusätzlich.

Diese Zahlen machen klar: Altersvorsorge ist kein Luxus, sondern zwingend notwendig. Wer sich frühzeitig informiert, Ansprüche prüft und alle Möglichkeiten ausschöpft, kann Risiken reduzieren.

Doch ebenso deutlich wird: Die Politik steht in der Verantwortung, Altersarmut wirksam zu bekämpfen und Renten verlässlich abzusichern.

#Rente
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#Altersvorsorge

Mehr Geld oder neue Belastungen? Was sich 2026 für Millionen Menschen ändert

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Werner Hoffmann Rentenexperte – www..Renten-Experte.de

Das Jahr 2026 bringt für viele Menschen in Deutschland spürbare finanzielle Veränderungen.

Arbeitnehmer, Rentner, Familien und Leistungsbeziehende sind gleichermaßen betroffen. Während es an einigen Stellen Entlastungen gibt, steigen an anderer Stelle Beiträge und Pflichten.

Bei den Steuern wird der Grundfreibetrag angehoben. Damit bleibt ein größerer Teil des Einkommens steuerfrei. Auch die Grenze, ab der höhere Steuersätze greifen, wird nach oben verschoben.

Für viele wird der Entlastungseffekt jedoch teilweise durch steigende Abgaben abgeschwächt.

Wichtig sind auch Änderungen bei den Sozialversicherungen. Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Krankenversicherung steigen.

Wer gut verdient, zahlt dadurch mehr.

Gleichzeitig wird die Grenze, ab der ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich ist, höher angesetzt, was den Wechsel für einige erschwert.

Rentnerinnen und Rentner können mit einer Rentenanpassung zur Jahresmitte rechnen.

Zusätzlich wird der Hinzuverdienst attraktiver:

Ein deutlich höherer Betrag soll steuerfrei möglich sein, wenn man im Alter weiterarbeitet (Ab Regelaltersrente). Allerdings bleiben Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in vielen Fällen weiterhin relevant.

In der gesetzlichen Krankenversicherung deuten viele Signale auf höhere Zusatzbeiträge hin.

Krankenkassen reagieren damit auf gestiegene Kosten im Gesundheitswesen. Das erhöht die monatliche Belastung für Beschäftigte und Rentner.

Der Mindestlohn steigt Anfang 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde. Davon profitieren vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen.

Parallel werden die Grenzen für Minijobs angepasst. Auch bei der Ausbildungsvergütung sind Verbesserungen vorgesehen.

Familien erhalten mehr Unterstützung durch ein höheres Kindergeld und angepasste Kinderfreibeträge. Diese Effekte werden in der Regel automatisch berücksichtigt.

Beim bisherigen Bürgergeld stehen Reformen an. Geplant ist eine neue Grundsicherung mit strengeren Mitwirkungspflichten und veränderten Regeln beim Vermögen. Die Umstellung soll im Laufe des Jahres 2026 greifen.

Unterm Strich gilt: 2026 bringt sowohl Verbesserungen als auch Mehrbelastungen. Wer am Ende profitiert, hängt stark von Einkommen, Lebenssituation und Versicherungsstatus ab.

#Steuern2026 #Rente #Mindestlohn #Kindergeld #Sozialversicherung

Wenn Journalisten Fake-Profile befeuern – ein Warnsignal für den Berufsstand

Audio-Datei

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

– Demokratie der Mitte, weil Extremflügel das Land zerstören. –

Der Bericht der Süddeutschen Zeitung zeigt, wie riskant es wird, wenn ein einflussreicher Journalist soziale Medien nicht nur nutzt, sondern sich darin verfängt.

Besonders brisant wirkt dabei das wiederholte wechselseitige Zustimmen zwischen Ulf Poschardt und dem Profil „Anna Nina Hatfield“.

Genau dieses Profil ist nach den dargestellten Recherchen nicht authentisch.

Es wird mit einer emotionalen Geschichte versehen, inklusive einer „angeblich seltenen Krankheit.“

Die seltsamste Erkrankung
bei Ki-Bildern.
5 Finger+Daumen = 6

Gleichzeitig gibt es auffällige Unstimmigkeiten, die zumindest Zweifel auslösen müssten.

Wer beruflich für Quellenkritik, Einordnung und Wahrhaftigkeit steht, sollte bei solchen Signalen nicht achtlos reagieren.

Denn Likes und Zustimmungen sind keine harmlosen Gesten. Sie erzeugen Reichweite, Glaubwürdigkeit und Wirkung.

Wenn ein prominenter Journalist Fake-Accounts sichtbar aufwertet, normalisiert er Manipulation.

Das beschädigt Vertrauen, nicht nur in die Person, sondern in den Berufsstand insgesamt. Journalismus lebt von Glaubwürdigkeit.

Wer diese Glaubwürdigkeit durch unkritisches Online-Verhalten untergräbt, braucht klare Grenzen.

Ulf Poschardt, der Herausgeber der „Welt“, kritisiert regelmäßig angebliche Intransparenz in Medien. Das hält ihn nicht davon ab, Posts mit einer Frau zu veröffentlichen, die offenbar nicht existiert.

Es wird Zeit, dass der Presserat solche Fälle ernsthaft prüft und deutliche Maßstäbe setzt. Digitale Verantwortung ist keine Nebensache. Sie ist Teil journalistischer Ethik und muss auch so behandelt werden.

Presseethik #Journalismus #FakeAccounts #Medienverantwortung #Presserat

Link https://www.sueddeutsche.de/medien/ulf-poschardt-welt-ki-instagram-anna-nina-li.3358339?reduced=true

Kommunen ausgeblutet, Demokratie in Gefahr – wie Interessenvertreter bremsen und die Energielobby gewinnt

Ein Beitrag von Dirk Neubauer.

„Jetzt kommen die Interessenvertretungen wieder aus den Löchern und sind berufsmäßig entsetzt.

Dabei wissen wir in der Kommunalpolitik seit mindestens zehn Jahren, dass die Kommunen auf diese Katastrophe zusteuern. Seit dieser Zeit schreibe ich darüber und kämpfe dagegen.

Angegriffen wurde ich dafür zuerst vom Städte- und Gemeindetag, also der angeblichen Interessenvertretung der Kommunen. Keine Ahnung habe ich, will mich nur wichtig machen, hieß es. Wir regeln das. Bis heute. Man kann bei mir aber auch Schlimmeres lesen, nicht wahr, Bert Wendsche?

Der langjährige Präsident dieser Vereinigung sitzt seit einer gefühlten Ewigkeit mit den Regierenden am Tisch.

Inzwischen greift er mich regelmäßig an und gehört eher zum Kabinett als zur kommunalen Basis.

Das ist die Taktik in Dresden:

Man assimiliert die Gegenseite durch Vornamenvertrautheit und Kamingespräche. Ähnlich läuft es beim Landkreistag, wo überwiegend CDU-nahe Personen sitzen.

So bleibt es beim Kanonendonner. Wann immer Bürgermeisterinnen und Bürgermeister handeln wollten, wurde gebremst. Die eigenen Interessenvertreter fungieren als Vorstopper des sächsischen Finanzministers.

Ein Beispiel: Würden wir die Energiewende gemeinsam mit den Kommunen gestalten, ließe sich deren Finanzlage massiv verbessern.

Allein in Mittelsachsen hätten gemeinsame Landwerke rund 30 Millionen Euro pro Jahr eingebracht – 20 Jahre lang.

Ergebnis:

Von der CDU blockiert.

Man schützt lieber die Energielobby.

Der Rest soll sich totsparen. Und die Demokratie gleich mit. Denn sie stirbt auch, weil Menschen so jede Möglichkeit verlieren, ihr Leben selbst zu gestalten.

Bereits im August 2024 habe ich diese Zahlen benannt und Wege aufgezeigt. Passiert ist: nichts.“

Kommentar von Werner Hoffmann

Wie es anders geht, zeigt Norwegen.

Norwegen war einst eines der ärmsten Länder Europas.

Reich wurde es nicht durch Erdöl, sondern durch politische Weitsicht.

Bereits vor über 100 Jahren führte Norwegen die Heimfallregel ein. Seit 1969 fließen 78 Prozent der Gewinne aus Öl und Gas in den norwegischen Staatsfonds – zum Nutzen der gesamten Gesellschaft.

In Deutschland dagegen werden Gewinne fossiler Energiekonzerne durch Auslandsstandorte und Gewinnabführungsverträge verschoben.

Gleichzeitig subventioniert der Staat fossile Energie mit über 60 Mio. Euro jedes Jahr und übernimmt zusätzlich Umwelt- und Klimaschäden.

Die Kosten tragen wir alle – finanziell, gesellschaftlich und demokratisch.

Der Weg aller Lobbyparteien

  • CDU
  • CSU
  • AfD
  • FDP

ist falsch und folgt nur dem Cash!

Norwegen – das grüne Gegenmodell: Warum der fossile Reichtum nur ein Teil der Wahrheit ist

#KommunenInNot

#Energiewende

#DemokratieStärken

#FossileLobby

#ÖffentlicheFinanzen

Alles Meins und ich bin das Recht!

Ein Beitrag von Gerhard Steiner

US-Präsident Donald Trump (79) hat sich zwei Stunden lang mit vier Reportern der ihm nicht gerade wohlgesinnten „New York Times“ (NYT) zum Interview hingesetzt – und abermals eine Ansage an die Welt gemacht.

Die Reporter fragen nach Grenzen für Trumps militärische, wirtschaftliche oder politische Macht.

Der Präsident dazu:

„Ja, da gibt es eine Sache – meine eigene Moral. Mein eigener Kopf.

Es ist das Einzige, was mich stoppen kann.“

Er fährt fort:

„Ich brauche kein Völkerrecht, ich habe nicht die Absicht, Menschen zu verletzen.“

Die Reporter haken nach.

Ob seine Regierung sich also nicht an internationale Gesetze halten müsse?

Trump

„Das tue ich.“

Und relativiert:

„Es hängt davon ab, was Ihre Definition von internationalem Recht ist.“
Quelle : Bild

——

Ein Kommentar von

Werner Hoffmann.
– Demokratie der Mitte, weil Extremflügel das Land zerstören. –

Trump ist die Spitze des Eisberges, die in eine Diktatur mündet.

Doch wie eine Diktatur endet ist auch bekannt.

Trump lebt nicht ewig.

Und danach kommt höchstwahrscheinlich ein Nachfolger, der noch schlimmer sein könnte.

Aber irgendwann werden die Aktivitäten von Trump/Nachfolger dazu führen, dass zu viele Gegner dann Trump/Nachfolger angreifen.

In der Geschichte hat Deutschland dies selbst ab 1932 erlebt. Hitler hatte sich mit der ganzen Welt angelegt.

Auch die größte Meereswelle ebbt ab.

Besser wäre, wenn dies die Amerikaner noch merken und bei den kommenden Wahlen deutlich machen.

Senat und Kongress, die beide von den Republikanern mehrheitlich besetzt bleiben, ist für Trump die Öffnung zur uneingeschränkten Diktatur.

#Trump

#Diktatur

#Republikaner

#DikataorTrump

Eisiger Jänner, heiße Wahrheit: Warum Kälte den Klimawandel nicht widerlegt

Ein Beitrag von Olefs Marc

Wir erleben aktuell (Anfang Jänner 2026) eine für das heutige Klima ungewöhnlich kalte Phase.
Der Jänner liegt bislang rund –4,2 °C unter dem Mittel 1991–2020, begleitet von mehreren Eistagen in Folge (Tageshöchstwert < 0 °C).

Solche Wetterlagen fühlen sich nach „früher“ an – und werden daher oft als Argument gegen den Klimawandel herangezogen. Ein Blick auf die langfristigen Beobachtungsdaten zeigt jedoch ein anderes Bild. Die Auswertung der Jahressummen der Eistage in allen österreichischen Landeshauptstädten seit 1961 macht den Unterschied zwischen Wetter und Klima deutlich: Die dünnen Linien stehen für einzelne Jahre (Wetter), die rote Linie für den langfristigen Trend (Klima).

Das Ergebnis ist eindeutig:
In allen Städten nimmt die Zahl der Eistage langfristig massiv ab. Die relative Abnahme beträgt – auf Basis des Klimatrends – je nach Stadt rund 77 bis 89 % (von den frühen 1960er-Jahren bis heute).

Kalte Phasen verschwinden also nicht vollständig. Aber sie werden seltener, kürzer und insgesamt deutlich weniger prägend für das Jahresmittel. Genau darin liegt der Kern der Debatte: Ein kalter Jänner widerlegt den Klimawandel nicht – er tritt auf einem deutlich wärmeren Ausgangsniveau auf.

Wichtige sektorale Auswirkungen dieser Entwicklung sind unter anderem:

1. Wintertourismus: deutlich geringere natürliche Schneesicherheit im Tiefland und in vielen Mittelgebirgslagen,
2. Energie: sinkender Heizenergiebedarf im Mittel, bei weiterhin hohen Lastspitzen während Kälteepisoden,
3. Ökosysteme & Landwirtschaft: weniger Frosttage verändern Vegetationszyklen, Überwinterung und Schädlingsdruck,
4. Gesundheit: klimatisch begünstigte Ausbreitung vektorbasierter Krankheiten (z. B. durch Zecken oder invasive Stechmücken),
5. Gesundheit: Kältetodesfälle nehmen langsamer ab als hitzebedingte Todesfälle zunehmen – Hitze wird zum dominierenden klimabezogenen Gesundheitsrisiko,
6. Infrastruktur: insgesamt weniger Frost-Tau-Wechsel in tiefen Lagen, aber weiterhin relevante Risiken bei Extremereignissen.

Resümee:
Kälteereignisse gehören weiterhin zu unserem Klima. Was sich ändert, ist ihre Häufigkeit, Dauer und Bedeutung im langfristigen Trend.

Quelle: GeoSphere Austria

#Klimawandel #WetterVsKlima #Eistage #Klimadaten #Erderwärmung

Alternative Kraftstoffe als Klimaretter? Was sie wirklich können – und warum es keine Alternativen in der Praxis sind

Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Alternative Kraftstoffe wie HVO100, E-Fuels und Wasserstoff werden seit einiger Zeit als vermeintliche Lösung für die Klimaprobleme des Verkehrssektors präsentiert.

Sie sollen den Verbrennungsmotor retten und zugleich die CO₂-Emissionen senken.

Doch bei genauer Betrachtung zeigt sich: In der praktischen Anwendung stoßen diese Konzepte schnell an klare Grenzen.

HVO100, ein synthetischer Dieselkraftstoff aus biogenen Reststoffen wie Altspeiseöl, kann die CO₂-Bilanz gegenüber fossilem Diesel verbessern.

Allerdings ist die verfügbare Menge stark begrenzt. Nachhaltige Rohstoffe stehen nur in kleinem Umfang zur Verfügung, die Herstellung ist teuer, und ein flächendeckender Einsatz im Straßenverkehr ist nicht realistisch.

HVO100 bleibt damit eine Nischenlösung für einzelne Anwendungsfälle, nicht aber eine breite Alternative.

E-Fuels werden politisch gern als technologische Wunderwaffe dargestellt. Sie entstehen aus Wasserstoff und CO₂ unter Einsatz großer Mengen erneuerbaren Stroms. Genau hier liegt das Problem:

Der Wirkungsgrad ist extrem schlecht. Ein Großteil der eingesetzten Energie geht bei der Herstellung verloren. Für Pkw bedeutet das hohe Kosten, geringe Effizienz und eine Produktion, die auf absehbare Zeit nicht in ausreichender Menge möglich ist.

Auch Wasserstoff gilt vielen als klimafreundlicher Hoffnungsträger. In der Praxis ist seine Nutzung jedoch aufwendig. Herstellung, Speicherung und Transport sind energieintensiv und teuer.

Im Verbrennungsmotor ist Wasserstoff zudem ineffizient und verursacht weiterhin Schadstoffe. Sinnvoll eingesetzt wird er vor allem dort, wo Batterien an ihre Grenzen stoßen, etwa im Schwerlastverkehr oder in der Industrie.

Unterm Strich gilt: Alternative Kraftstoffe können bestehende Emissionen punktuell senken, sie ersetzen jedoch keine echte Verkehrswende.

Für den Pkw-Bereich bleibt der direkte Einsatz von erneuerbarem Strom im Elektrofahrzeug der effizienteste und klimawirksamste Weg. Alles andere verzögert vor allem den notwendigen Strukturwandel.

#AlternativeKraftstoffe
#Verkehrswende
#EFuels
#Wasserstoff
#Klimaschutz

Öl macht abhängig, Strom macht frei – warum wir den Verbrenner-Irrsinn endlich beenden müssen

Ein Beitrag von Volker Quaschning

Volker Quaschning.

Europa hat fast kein eigenes Erdöl mehr.

Trotzdem klammern wir uns weiterhin an den Verbrennungsmotor – eine Technologie, die uns wirtschaftlich, geopolitisch und klimapolitisch in Abhängigkeit hält.

Ein durchschnittlicher Verbrenner verschlingt über seine Lebensdauer rund 100 Badewannen voller Erdöl.

Dieses Öl ist danach unwiederbringlich verbrannt. Weg.

Für immer.

Beim Elektroauto sieht die Welt grundlegend anders aus. Die benötigten Rohstoffe für Batterien und Solaranlagen bleiben im System.

Sie können recycelt, wiederverwendet und technisch weiterentwickelt werden, wenn sie einmal im Land sind. Beim Verbrenner dagegen muss der Treibstoff ständig neu importiert werden – Jahr für Jahr, Krise für Krise.

Diese Abhängigkeit gleicht der eines Junkies. Der nächste Schuss ist immer nötig, egal wie teuer oder gefährlich er ist. Und wie bei echten Drogen wird auch um Öl Krieg geführt. Staaten destabilisieren sich gegenseitig, autoritäre Regime werden finanziert, Konflikte eskalieren – nur damit der Nachschub nicht reißt.

E-Autos in Kombination mit erneuerbaren Energien bieten dagegen echte Souveränität. Strom aus Sonne und Wind kennt keine OPEC, keine Blockaden, keine Tankerkrisen. Er macht uns unabhängiger, sicherer und langfristig günstiger. Jeder weitere Verbrenner verlängert dagegen eine Abhängigkeit, die wir uns politisch und wirtschaftlich längst nicht mehr leisten können.

Carport mit Photovoltaik zum Laden des Vollstromer für durchschnittlich 55-65 km pro Tag im Jahresdurchschnitt.

Die Technik ist da.

Die Alternativen sind da. Was fehlt, ist der konsequente politische und gesellschaftliche Wille. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob wir umsteigen – sondern warum wir diesen Irrsinn noch immer nicht beenden.

#Energiewende
#Elektromobilität
#ÖlAbhängigkeit
#Klimaschutz
#Verkehrswende

Deutschland versorgt seit drei Tagen seine Nachbarländer mit inzwischen zusammen einer TWh Strom zu Preisen von bis zu rund 100 Euro/MWh.

Ein Beitrag von

Prof. Dr.-Ing. Dieter Buchberger.

Auch Frankreich bezieht teuren Strom aus Deutschland.

Der in Deutschland verbrauchte Strom wird rechnerisch zu 95% aus EE erzeugt und das bereits seit Monatsbeginn.

Auch Ende letzten Monats war die Situation ähnlich.Gas und Kohle muss noch eingesetzt werden, da wir in der Heizperiode in den noch nicht dekarbonisierten Fernwärmenetzen ordentlich Heizbedarf haben.

Eine Schwalbe macht bekanntlich keinen Sommer!
Dennoch ist dies ein toller Start in ein neues Jahr, das uns mit größter Sicherheit einen Rekord an Windzubau, einen hohen Solarzubau, einen Rekordzubau an Batterien und im größeren Stil den Einstieg in flexibilisierte Biogas-Anlagen bringen wird.

Die neuen EE-Anlagen erhalten im Mittel Vergütungen, die rund 30% unter dem heutigen Marktpreis liegen.

Die Batterien erhalten keine EE-Zuschüsse und helfen – so ist es angestrebt – den Netzausbau zu verbilligen. Insgesamt wird der Strom billiger und die Netzstabilität in Dunkelflauten höher.


Hoffentlich bremst das Wirtschaftsministerium nicht!

Windkraft.

An dieser Stelle sei auch ganz herzlich dem Kollegen Prof. Bruno Burger am Fraunhofer ISE gedankt, dessen öffentlich zugängliche und perfekt aufbereitete Energiedatenanalysen solche Auswertungen ermöglichen.

#Energiewende

#ErneuerbareEnergien

#Windenergie

#Netzstabilität

#Energieversorgung

Quelle:

https://www.linkedin.com/posts/prof-dr-ing-dieter-buchberger-78b95954_deutschland-versorgt-seit-drei-tagen-seine-activity-7413277750364495873-DClF?utm_source=share&utm_medium=member_ios&rcm=ACoAADSumNEBGYgkWA6yjTr6uB0NX_Lnrr_XlN0

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