Peter Thiel rechts-libertär, demokratie-skeptisch und stark konservativ

Milliarden-Deal mit Thiel-Netzwerk? Drohnen-Auftrag für die Bundeswehr wird zum Demokratie-Risiko

Ein Beitrag von

Dr. Astrid Deilmann von Campact

Dr. Astrid Deilmann

Es gibt Momente, in denen Ignoranz gefährlich wird. Genau so ein Moment ist jetzt.

Während die Bundesregierung öffentlich mehr Unabhängigkeit von Trumps USA betont, verhandelt sie parallel einen Drohnen-Großauftrag für die Bundeswehr – und im Hintergrund taucht ein Name auf, der seit Jahren polarisiert: Peter Thiel.

Der Milliardär hinter Palantir steht für ein Tech-Netzwerk, das weltweit Überwachungssoftware an Sicherheitsbehörden liefert. Immer wieder gerät sein Umfeld dort in den Fokus, wo staatliche Macht, Big Tech und geopolitische Interessen ineinander greifen.

Nun geht es um einen Auftrag von über einer halben Milliarde Euro für STARK Defence. Wenn Kapital aus Thiels Umfeld in sicherheitsrelevante Schlüsseltechnologie der Bundeswehr fließt, ist das kein Nebenschauplatz, sondern ein strategisches Risiko.

Peter Thiel rechts-libertär, demokratie-skeptisch und stark konservativ
Peter Thiel rechts-libertär, demokratie-skeptisch und stark konservativ

Verteidigungsminister Boris Pistorius betont, Thiel halte persönlich weniger als zehn Prozent an STARK. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass Einfluss nicht nur über direkte Beteiligungen entsteht. Über mehrere Fonds könne sich ein deutlich größerer kumulativer Einfluss ergeben.

Hier geht es nicht um einen gewöhnlichen Rüstungsauftrag. Es geht um die Frage, ob Deutschland militärische Schlüsseltechnologie in Abhängigkeit von Akteuren bringt, die liberale Demokratien offen infrage stellen.

Auch fachlich stehen die Stark-Drohnen in der Kritik. Expertinnen und Experten bemängeln unzureichend getestete Reichweite, Nutzlast und Steuerungssysteme. Die Integration in bestehende Strukturen der Bundeswehr gilt als schwierig. Bei Tests durch Bundeswehr und British Army soll es erhebliche Probleme gegeben haben.

Damit entstehen zwei Risiken: politische Abhängigkeit und technische Unsicherheit.

Das eigentliche Problem ist strukturell. Seit Jahren diskutieren wir über digitale Souveränität und Abhängigkeiten von Big Tech. Doch kurzfristige Wirtschaftsinteressen verdrängen immer wieder langfristige sicherheitspolitische Erwägungen.

Demokratische Souveränität bedeutet mehr als Strategiepapiere. Sie bedeutet, im entscheidenden Moment klare Grenzen zu ziehen.

Wenn Investorenstrukturen unklar bleiben und technische Zweifel bestehen, darf es keinen Schnellschuss geben.

Deshalb braucht es vollständige Transparenz, eine unabhängige Prüfung – und bis dahin einen Stopp des Deals.

Der entscheidende Moment ist jetzt.

#Bundeswehr #PeterThiel #DrohnenDeal #DigitaleSouveränität #Sicherheitspolitik


Bildideen (fotorealistisch) für DALL·E:

  • Bundeswehr-Drohne auf einem deutschen Militärflugplatz bei Dämmerung, dokumentarischer Foto-Look, 16:9, realistische Beleuchtung.
  • Reichstagsgebäude nachts, subtiler Digital-Netzwerk-Overlay im Himmel als Symbol für Tech-Einfluss, fotorealistisch, 16:9.
  • Schreibtisch mit Dokumenten „Defence Contract“, Lesebrille, deutsche Flagge unscharf im Hintergrund, investigativer Look, 16:9.
  • Drohnen-Kontrollzentrum, Operator vor mehreren Monitoren mit Live-Feeds und Karten, fotorealistisch, 16:9.
  • Debatte im Bundestag, politischer Schlagabtausch, Nachrichtenfoto-Stil, fotorealistisch, 16:9.
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