Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.
www.renten-experte.de
Wer 45 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung erreicht, kann deutlich früher als andere in Rente gehen – ohne lebenslange Abschläge.
Doch der genaue Zeitpunkt hängt ausschließlich vom Geburtsjahr ab. Schon wenige Monate Unterschied können über tausende Euro Rentenhöhe entscheiden.
Damit du den Überblick behältst, findest du hier keine unübersichtliche Tabelle, sondern eine klare, verständliche Liste, die zeigt, wann welcher Jahrgang abschlagsfrei in Rente gehen kann.

Altersrente für besonders langjährig Versicherte (45 Beitragsjahre)
- Geburtsjahr 1961: Rentenbeginn mit 64 Jahren + 6 Monaten (Juli 2025 – Juli 2026),
- Geburtsjahr 1962: Rentenbeginn mit 64 Jahren + 8 Monaten (September 2026 – September 2027),
- Geburtsjahr 1963: Rentenbeginn mit 64 Jahren + 10 Monaten (November 2027 – November 2028),
- Geburtsjahr 1964 und jünger: Rentenbeginn ab 65 Jahren (Januar 2029 – Januar 2030).
Der konkrete Rentenbeginn hängt jeweils vom Geburtsmonat ab und bewegt sich innerhalb der genannten Zeiträume.
Was viele unterschätzen
Ein abschlagsfreier Rentenbeginn klingt immer attraktiv – ist aber nicht automatisch die beste Entscheidung.
Ob ein Rentenabschlag langfristig wirklich nachteilig ist, muss immer im Einzelfall geprüft werden.

Beispiel:
Erhält eine Frau eine Altersrente mit Abschlägen, die oberhalb der Hinzuverdienstgrenze bei einer späteren Witwenversorgung liegt, kann dies erhebliche Auswirkungen haben.
Verstirbt der Ehemann, kann die Witwenrente gekürzt oder sogar vollständig angerechnet werden, weil das eigene Einkommen zu hoch ist.
In solchen Fällen kann eine bewusst niedrigere eigene Altersrente durch Abschläge dazu führen, dass die Witwenrente höher ausfällt oder überhaupt gezahlt wird.
Solche Wechselwirkungen zwischen Altersrente, Hinterbliebenenrente und Einkommensanrechnung werden häufig übersehen – können finanziell jedoch entscheidend sein.

Deshalb sollte der Rentenbeginn niemals isoliert, sondern immer im Gesamtkontext der persönlichen Versorgungssituation betrachtet werden.
Hilfreich ist hierbei die Beratung durch einen unabhängigen Rentenberater, der nicht nur den Rentenstart, sondern alle Auswirkungen auf Einkommen, Abschläge und Hinterbliebenenversorgung im Blick hat.
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