Verbrennerauto verbraucht im Durchschnitt 100 Badewannen Öl

Öl macht abhängig, Strom macht frei – warum wir den Verbrenner-Irrsinn endlich beenden müssen

Ein Beitrag von Volker Quaschning

Volker Quaschning.

Europa hat fast kein eigenes Erdöl mehr.

Trotzdem klammern wir uns weiterhin an den Verbrennungsmotor – eine Technologie, die uns wirtschaftlich, geopolitisch und klimapolitisch in Abhängigkeit hält.

Ein durchschnittlicher Verbrenner verschlingt über seine Lebensdauer rund 100 Badewannen voller Erdöl.

Dieses Öl ist danach unwiederbringlich verbrannt. Weg.

Für immer.

Beim Elektroauto sieht die Welt grundlegend anders aus. Die benötigten Rohstoffe für Batterien und Solaranlagen bleiben im System.

Sie können recycelt, wiederverwendet und technisch weiterentwickelt werden, wenn sie einmal im Land sind. Beim Verbrenner dagegen muss der Treibstoff ständig neu importiert werden – Jahr für Jahr, Krise für Krise.

Diese Abhängigkeit gleicht der eines Junkies. Der nächste Schuss ist immer nötig, egal wie teuer oder gefährlich er ist. Und wie bei echten Drogen wird auch um Öl Krieg geführt. Staaten destabilisieren sich gegenseitig, autoritäre Regime werden finanziert, Konflikte eskalieren – nur damit der Nachschub nicht reißt.

E-Autos in Kombination mit erneuerbaren Energien bieten dagegen echte Souveränität. Strom aus Sonne und Wind kennt keine OPEC, keine Blockaden, keine Tankerkrisen. Er macht uns unabhängiger, sicherer und langfristig günstiger. Jeder weitere Verbrenner verlängert dagegen eine Abhängigkeit, die wir uns politisch und wirtschaftlich längst nicht mehr leisten können.

Carport mit Photovoltaik zum Laden des Vollstromer für durchschnittlich 55-65 km pro Tag im Jahresdurchschnitt.

Die Technik ist da.

Die Alternativen sind da. Was fehlt, ist der konsequente politische und gesellschaftliche Wille. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob wir umsteigen – sondern warum wir diesen Irrsinn noch immer nicht beenden.

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