Trump schaltet Europa ab – Wie der angehende Diktator einen EU-Richter digital auslöscht

Ein Beitrag von

– Werner Hoffmann –
Demokratie der Mitte, weil Extremflügel das Land zerstören.

Was wie eine düstere Science-Fiction klingt, ist längst Realität:

Ein europäischer Richter wird nicht „nur“ politisch attackiert – er wird digital abgeschnitten.

Der Fall des französischen IStGH-Richters Nicolas Guillou zeigt, wie schnell ein moderner Mensch durch US-Sanktionen in eine Art digitales Exil geraten kann. Und er zeigt etwas, das Europa ungern ausspricht: Wer die digitalen Schalter kontrolliert, kontrolliert Macht.

Ausgelöst wurde die Eskalation durch Maßnahmen der USA gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH/ICC) und einzelne Vertreter des Gerichts. Im Kern geht es um die politische Konfrontation rund um Ermittlungen und Entscheidungen des IStGH, die in Washington als Angriff auf US-Interessen und auf Israel interpretiert wurden. Die Folge: Sanktionen – nicht nur symbolisch, sondern praktisch, hart, existenziell.

Das Prinzip ist brutal einfach: Viele zentrale digitale Dienste, Zahlungsanbieter und Plattformen sind US-basiert oder US-rechtlich exponiert. Wird eine Person sanktioniert, entsteht ein Dominoeffekt: Konten, Zahlungen, Buchungen, Log-ins – plötzlich geht nichts mehr. Genau das beschreibt Guillou: Er berichtet, dass er bei zahlreichen Diensten gesperrt wurde – von Shopping und Zahlungsverkehr bis zu Reise- und Alltagsservices.

Warum wir uns auch von Windows, Apple, Chrome trennen müssen und auf Linux und OpenSource setzen müssen.

Besonders heikel: Die Sanktionen wirken nicht nur dort, wo US-Recht direkt greift. Sie wirken auch indirekt, weil Unternehmen und sogar Banken außerhalb der USA oft „auf Nummer sicher“ gehen. Aus Angst vor Reputationsschäden, US-Gegenmaßnahmen oder Problemen im US-Geschäft wird der Kontakt abgebrochen. So entsteht eine Art private Übererfüllung politischer Vorgaben: Nicht ein Gericht entscheidet über soziale und wirtschaftliche Teilhabe, sondern Plattformregeln, Compliance-Abteilungen und Risikomodelle.

Guillou beschreibt diese Situation als Rückfall in frühere Internetzeiten: Wer nicht zahlen, nicht buchen, nicht auf Standarddienste zugreifen kann, wird im Alltag ausgebremst – selbst dann, wenn er weiterhin formal frei ist. Genau darin liegt die neue Qualität: Digitale Sanktionen sind ein moderner Käfig. Man steht nicht hinter Gittern – aber man kommt kaum noch durch die Türen, die heute jeder braucht.

Und hier wird es politisch explosiv: Wenn ein Staat – oder eine Regierung – in der Lage ist, einzelne Personen in Europa per Knopfdruck aus großen Teilen der digitalen Infrastruktur auszuschließen, dann ist das ein Angriff auf europäische Handlungsfähigkeit. Der Fall wird deshalb von vielen als Warnsignal verstanden: Europa ist bei Cloud, Zahlungsverkehr, Plattformökonomie und Identitätsdiensten oft zu abhängig, um sich im Ernstfall wirksam zu schützen.

Trump steht dabei als Symbolfigur für eine Politik, die Kritiker als zunehmend autoritär beschreiben – daher auch die zugespitzte Formulierung „angehender Diktator“ als politische Wertung und Warnruf. Unabhängig von der Wortwahl bleibt der Kern: Es geht um die Instrumentalisierung digitaler Hebel, um Institutionen und Personen unter Druck zu setzen – und um die Frage, ob Europa dem etwas entgegensetzen kann.

Trump NFT Bible – Trump verkauf seine eigene Bibel

Juristisch und strategisch landet Europa damit bei einer Grundsatzfrage: Reicht es, Regeln zu schreiben – oder braucht es eigene, robuste Alternativen? Viele Experten verweisen auf Schutzmechanismen wie das europäische „Blocking Statute“ und auf die Notwendigkeit, digitale Souveränität praktisch aufzubauen: europäische Zahlungsrails, europäische Cloud-Stacks, weniger Plattformabhängigkeit, klarere staatliche Schutzvorgaben für betroffene Amtsträger.

Resümee: Der Fall Nicolas Guillou ist mehr als eine persönliche Geschichte. Er ist ein Blick in die Zukunft – eine Zukunft, in der politische Konflikte nicht nur mit Worten, Zöllen oder Diplomatie ausgetragen werden, sondern mit Logins, Zahlungsstopps und digitalen Sperren. Wer glaubt, das betreffe „nur Einzelfälle“, übersieht das Entscheidende: Wenn es einen trifft, kann es im nächsten Schritt viele treffen. Und Europa sollte spätestens jetzt wissen, wie gefährlich es ist, wenn die wichtigsten Schalter nicht in Europa stehen.

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Vor kurzem sagte mir jemand, dass Trump nicht nur ein verurteilter Straftäter ist, sondern „das Potenzial zu einer Mischung aus Hitler und Stalin hat.

Man kann nur hoffen, dass Trump noch gestoppt werden kann.

Kein Disput hatte in der Nachkriegswelt so stark erpresst, wie Trump.“

#Trump

#DigitaleSouveränität

#US_Sanktionen

#Rechtsstaat

#Europa

Quellen (zur eigenen Recherche):

www.derstandard.at/story/3000000298066/digitale-ausloeschung-wie-us-sanktionen-einen-europaeischen-richter-lahmlegen  www.heise.de/news/Wie-ein-franzoesischer-Richter-von-den-USA-digital-abgeklemmt-wurde-11087453.html  www.whitehouse.gov/presidential-actions/2025/02/imposing-sanctions-on-the-international-criminal-court/  verfassungsblog.de/sanctions-us-icc-united-states/  www.lemonde.fr/en/international/article/2025/11/19/nicolas-guillou-french-icc-judge-sanctioned-by-the-us-you-are-effectively-blacklisted-by-much-of-the-world-s-banking-system_6747628_4.html 

Rente 2026: Dieses Plus erwartet Millionen Rentner – so stark steigt die gesetzliche Rente wirklich

Ein Beitrag von

– Werner Hoffmann –

www.Renten-Experte.de

Für Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland gibt es gute Nachrichten:

Für das Jahr 2026 zeichnet sich eine spürbare Rentenerhöhung ab. Nach aktuellen Prognosen soll die gesetzliche Rente zum 1. Juli 2026 um rund 3,7 % steigen.

Damit könnte die Rentenanpassung oberhalb der erwarteten Inflation liegen – und für viele Ruheständler ein reales Plus bedeuten.

(Quelle: siehe ganz unten).

Warum steigt die Rente 2026?

Die jährliche Rentenanpassung folgt einer gesetzlich festgelegten Formel. Entscheidend ist dabei vor allem die Lohnentwicklung des Vorjahres (also die Einkommen aus 2025). Steigen die Löhne, steigen zeitversetzt auch die Renten.

Zusätzlich spielt das politisch garantierte Mindestsicherungsniveau eine Rolle: Es soll sicherstellen, dass das Rentenniveau nicht „durchrutscht“, sondern innerhalb der vorgesehenen Leitplanken bleibt.

In der Praxis heißt das:

Die Renten sollen sich weiterhin eng an der Lohnentwicklung orientieren – und nicht von der Preisentwicklung „abgehängt“ werden.

So wirkt sich die Rentenerhöhung 2026 konkret aus (Prognose: +3,7 %, brutto)

Die erwartete Erhöhung von +3,7 % macht sich je nach Rentenhöhe unterschiedlich bemerkbar. Beispiele (alles Bruttowerte):

  • 800 € Rente → +29,60 € → 829,60 €,
  • 1.000 € Rente → +37,00 € → 1.037,00 €,
  • 1.200 € Rente → +44,40 € → 1.244,40 €,
  • 1.400 € Rente → +51,80 € → 1.451,80 €,
  • 1.600 € Rente → +59,20 € → 1.659,20 €,
  • 1.800 € Rente → +66,60 € → 1.866,60 €,
  • 2.000 € Rente → +74,00 € → 2.074,00 €,
  • 2.500 € Rente → +92,50 € → 2.592,50 €,
  • 3.000 € Rente → +111,00 € → 3.111,00 €,
  • 3.500 € Rente → +129,50 € → 3.629,50 €,
  • 3.722 € (Top-Ten-Rentner) → +137,71 € → 3.859,71 €.

Wichtig: Diese Beträge sind brutto – also vor Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung sowie vor einer möglichen Steuerbelastung.

Netto kann das Plus je nach persönlicher Situation sichtbar geringer ausfallen.

Noch nicht endgültig beschlossen – aber die Richtung ist klar

Die endgültige Entscheidung über die Rentenanpassung fällt erst, wenn alle relevanten Daten vollständig vorliegen.

Eine Prognose ist jedoch ein starkes Signal:

2026 könnte für viele Rentner ein deutliches Plus bringen – und damit etwas mehr Luft im Alltag, gerade bei hohen Fixkosten.

#Rente2026 #Rentenerhöhung #GesetzlicheRente #Altersvorsorge #Rentenpolitik

Quelle (zum Nachlesen):
https://www.finanz.de/news/rentenerhoehung-2026-tabelle-10543/

München kehrt zu Open Source zurück – Leise, strategisch und unterschätzt

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann
– Demokratie der Mitte, weil Extremflügel das Land zerstören.-

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Nach dem viel diskutierten Ende des LiMux-Projekts wirkte es lange so, als hätte die Stadt München das Kapitel Open Source endgültig geschlossen.

Doch dieser Eindruck täuscht. München nähert sich freien Softwarelösungen wieder an – nicht laut, nicht ideologisch, sondern schrittweise, professionell und dauerhaft. Der Fokus liegt dabei weniger auf einer großen „Alles-oder-nichts“-Umstellung, sondern auf einem strategischen Ausbau von Open Source dort, wo es der Verwaltung konkret hilft.

Vom LiMux-Aus Zur Neuausrichtung

LiMux war einst eines der bekanntesten Open-Source-Projekte in Europas Verwaltungen. Tausende Arbeitsplätze wurden auf Linux umgestellt, Abhängigkeiten von proprietären Herstellern sollten sinken. Später folgte die politische Kehrtwende – und mit ihr der Abbruch der großen Desktop-Migration. Entscheidend ist jedoch: Das Ende von LiMux bedeutete nicht das Ende von Open Source in München, sondern den Übergang zu einer anderen, pragmatischeren Strategie.

Ein Plan Statt Symbolpolitik

Statt einer neuen Mammutmigration setzt München inzwischen auf ein klares Prinzip: Open Source soll dort eingesetzt werden, wo es sinnvoll, wirtschaftlich und nachhaltig ist. Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn damit wird Open Source nicht als Glaubensfrage behandelt, sondern als Werkzeug, um Risiken zu reduzieren, Alternativen zu stärken und langfristig handlungsfähig zu bleiben – gerade in Zeiten wachsender digitaler Abhängigkeiten.

Dazu gehören unter anderem:

  • die gezielte Förderung freier Software in der Verwaltung,
  • die institutionelle Verankerung von Open Source-Kompetenz,
  • die Veröffentlichung städtischer Software als Open Source,
  • die Zusammenarbeit mit Communities und anderen Behörden,
  • die Orientierung am Grundsatz Public Money, Public Code.

Das OSPO: Open Source Bekommt Eine Feste Adresse

Ein zentraler Schritt ist die Einrichtung eines Open Source Program Office (OSPO). Damit bekommt Open Source in der Stadtverwaltung eine organisatorische Heimat. Ein OSPO sorgt dafür, dass Open Source nicht von Einzelpersonen abhängt, sondern strukturell getragen wird – mit klaren Zuständigkeiten, rechtlicher Absicherung und strategischer Koordination.

Typische Aufgaben eines OSPO sind:

  • die Prüfung und Klärung von Lizenz- und Compliance-Fragen,
  • die interne Beratung zu Open-Source-Einsatz und Beschaffung,
  • die Vernetzung mit externen Entwickler-Communities,
  • die Identifikation geeigneter Projekte für die Verwaltung,
  • die Förderung der Veröffentlichung eigener Entwicklungen.

Damit folgt München einem internationalen Trend: Immer mehr öffentliche Einrichtungen schaffen OSPO-Strukturen, um digitale Souveränität nicht nur zu fordern, sondern praktisch umzusetzen.

Open Source Sabbatical: Zeit, Geld Und Fokus Für Freie Software

Besonders spannend ist das neue Open Source Sabbatical. Die Idee: Qualifizierte Entwicklerinnen und Entwickler sollen für einen bestimmten Zeitraum finanziell unterstützt werden, damit sie sich konzentriert der Arbeit an Open-Source-Projekten widmen können – Projekte, die für München relevant sind und idealerweise auch anderen Verwaltungen zugutekommen.

Die Besonderheit: Es geht nicht um „Marketing-Open-Source“, sondern um echte Arbeit an echten Problemen – und zwar so, dass der Nutzen nicht nur intern bleibt. Das stärkt gleichzeitig:

  • die Qualität und Sicherheit genutzter Software,
  • die Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern,
  • die Wiederverwendbarkeit öffentlicher IT-Lösungen,
  • die Zusammenarbeit mit der Open-Source-Community,
  • die Attraktivität der Verwaltung als moderner IT-Arbeitgeber.

Praxisbeispiel: Integreat-Chat

Als erstes Projekt im Rahmen dieses Ansatzes wurde die Weiterentwicklung eines konkreten digitalen Angebots umgesetzt: der Integreat-Chat. Ziel ist eine mehrsprachige und möglichst barrierearme Chat-Funktion, die Menschen beim Zugang zu Informationen unterstützt – etwa im Kontext von Integration, Orientierung und Verwaltungsfragen.

Wichtig ist dabei die Logik hinter dem Projekt: Wenn öffentliche Stellen Software finanzieren oder weiterentwickeln, sollte diese Software möglichst offen, prüfbar und wiederverwendbar sein. Genau das ist der Kern von Public Money, Public Code – und genau hier setzt München sichtbar an.

Kein LiMux 2.0 – Und Genau Deshalb Ist Es Interessant

München plant derzeit keine Rückkehr zu einer flächendeckenden Linux-Desktop-Migration. Auf den ersten Blick mag das enttäuschend wirken.

In Wahrheit kann es aber ein Vorteil sein: Denn der neue Kurs macht Open Source breiter, robuster und weniger anfällig für politische Stimmungswechsel.

Statt „Entweder alles oder nichts“ entsteht etwas, das in Verwaltungen oft erfolgreicher ist: ein kontinuierlicher Ausbau. Open Source wird nicht auf ein Betriebssystem reduziert, sondern als strategische Ressource verstanden – für mehr Kontrolle, weniger Abhängigkeit und bessere Zusammenarbeit über Stadt- und Landesgrenzen hinweg.

Resümee

München zeigt, dass Open Source in der Verwaltung nicht zwingend über spektakuläre Großprojekte laufen muss. Entscheidend sind Strukturen, Kontinuität und echte Umsetzungsarbeit. Mit OSPO, Sabbatical-Ansatz und dem Prinzip Public Money, Public Code entsteht eine leise, aber wirksame Rückkehr – und damit ein Signal, das weit über München hinaus Bedeutung haben kann.

#OpenSource #DigitaleSouveränität #PublicMoneyPublicCode #Linux #OpenGovernment

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