Immer wieder ist zu hören, der öffentlich-rechtliche Rundfunk würde angeblich keine Winnetou-Filme mehr zeigen.
Als Begründung werden dann Debatten über politische Korrektheit, veränderte Sichtweisen auf historische Darstellung oder ein angeblicher „Kulturwandel“ genannt.
Das klingt dramatisch, ist aber in dieser Pauschalität nicht richtig.
Ja, es stimmt: Im Hauptprogramm von ARD und ZDF laufen die Karl-May-Klassiker heute seltener als früher. Aber: Auf öffentlich-rechtlichen Sendern wie BR Fernsehen und ONE tauchen die Filme weiterhin auf, besonders rund um Weihnachten und den Jahreswechsel. Zusätzlich laufen viele Karl-May-Filme auf Spartensendern und privaten Klassik-Kanälen, was die gefühlte „Unsichtbarkeit“ erklärt.
Hier kommen die nächsten konkreten Termine – mit Datum, Uhrzeit und Sender.
Öffentlich-rechtlich: BR Fernsehen und ONE
Fr., 26.12.2025, 11:35–13:30, BR Fernsehen, Old Shatterhand,
So., 28.12.2025, 00:40–02:35, BR Fernsehen, Old Shatterhand,
So., 28.12.2025, 16:45–18:40, ONE, Old Shatterhand.
Weitere Sender: Karl May im Feiertagsprogramm
Fr., 26.12.2025, 08:10–09:40, Kabel Eins Classics, Old Surehand,
Mi., 31.12.2025, 18:35–20:15, Kabel Eins Classics, Winnetou I,
Mi., 31.12.2025, 20:15–22:00, Kabel Eins Classics, Der Schatz im Silbersee,
Mi., 31.12.2025, 22:00–23:30, Kabel Eins Classics, Winnetou II,
Do., 01.01.2026, 01:00–02:35, Kabel Eins Classics, Unter Geiern.
Resümee
Winnetou ist nicht verschwunden. Die Klassiker laufen nur heute öfter in Dritten Programmen, auf Spartensendern und rund um Feiertage. Wer behauptet, Karl May sei „aus dem Fernsehen gestrichen“, erzählt meist eher eine Legende als die Realität.
Europa ist politisch, wirtschaftlich und kulturell eng miteinander verbunden – und doch fehlt etwas Zentrales: eine gemeinsame, von allen verstandene Sprache, die niemanden bevorzugt und niemanden ausschließt.
Genau hier setzt Lona an. Nicht als Ersatz, sondern als ergänzende europäische Verständigungssprache.
1. Das sprachliche Grundproblem Europas
Die Europäische Union vereint heute über 440 Millionen Menschen mit mehr als 20 Amtssprachen. Diese Vielfalt ist ein Schatz – aber sie erzeugt auch Barrieren.
In der Praxis dominiert eine Sprache: Englisch.
Das führt zu einer stillen Ungleichheit:
Muttersprachler haben strukturelle Vorteile,
viele Bürger können sich nur vereinfacht ausdrücken,
Gefühle, Zweifel und Nuancen gehen verloren.
Europa spricht miteinander – aber nicht auf Augenhöhe.
2. Warum Sprache eine Demokratiefrage ist
Demokratie lebt von Beteiligung. Beteiligung braucht Sprache.
Menschen müssen:
ihre Meinung sagen können,
widersprechen dürfen,
Gefühle, Sorgen und Unsicherheiten ausdrücken.
Wenn Sprache zur Hürde wird, entsteht ein Demokratiedefizit. Wer sich sprachlich unterlegen fühlt, zieht sich zurück. Schweigen ersetzt Teilhabe.
Eine Union, die demokratisch sein will, muss sprachlich fair sein.
3. Warum keine bestehende Sprache dieses Problem löst
Nationale Sprachen sind identitätsstiftend – aber sie verbinden nicht ganz Europa.
Englisch ist historisch gewachsen, aber:
grammatisch komplex,
kulturell nicht neutral,
ungleich verteilt.
Eine gemeinsame europäische Sprache darf keine Nation bevorzugen. Sonst entsteht Dominanz statt Verständigung.
4. Lona als ergänzende Brückensprache
Lona ist bewusst anders konzipiert:
keine Muttersprache – also neutral,
sehr einfache Grammatik,
klare Strukturen für Dialog,
gleiche sprachliche Chancen für alle.
Lona ersetzt keine nationale Sprache. Sie kommt dort zum Einsatz, wo Europa als Ganzes spricht: in Bürgerdialogen, digitalen Räumen, Austauschprogrammen, zivilgesellschaftlichen Projekten.
5. Warum gerade Gefühle und Respekt entscheidend sind
Europa ist nicht nur ein Binnenmarkt. Europa ist ein emotionales Projekt.
Unterschiedliche Erfahrungen, Ängste, Hoffnungen und Perspektiven prallen aufeinander. Genau hier versagt oft technokratische Sprache.
Lona setzt bewusst auf:
klare Gefühlswörter,
respektvolle Kommunikation,
Deeskalation statt Konfrontation.
Was in Teil 10 gelernt wurde – Gefühle, Höflichkeit, Mitgefühl – ist kein Zusatz. Es ist die Grundlage für europäische Verständigung.
6. Europa braucht Verständigung, nicht Vereinheitlichung
Eine gemeinsame ergänzende Sprache bedeutet nicht weniger Vielfalt.
Sie bedeutet:
mehr gegenseitiges Verstehen,
mehr Beteiligung,
mehr Demokratie im Alltag.
Nationale Sprachen bleiben erhalten. Lona verbindet sie.
7. Ein Europa der Menschen
Solange Europa sprachlich fragmentiert bleibt, wird es als Projekt der Institutionen wahrgenommen.
Mit einer gemeinsamen ergänzenden Sprache kann Europa zu einem Projekt der Menschen werden.
Eine Union ohne gemeinsame Sprache bleibt abstrakt. Eine Union mit einer gemeinsamen Sprache wird erlebbar.
Lona ist kein sprachliches Experiment. Lona ist eine demokratische Einladung.
#Lona #Europa #Demokratie #Sprache #Eurolingua
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24 Amtssprachen – aber keine gemeinsame Verständigung
In der Europäischen Union gibt es heute 24 gleichberechtigte Amtssprachen. Diese Vielfalt ist kultureller Reichtum – sie ist aber zugleich eine praktische Hürde für Verständigung, Teilhabe und Demokratie.
Rein rechtlich sind alle Sprachen gleichgestellt. In der Realität jedoch dominiert eine einzige Verkehrssprache. Wer sie nicht sicher beherrscht, kann seine Meinung, Gefühle und Einwände oft nur eingeschränkt ausdrücken.
Genau hier entsteht ein Demokratiedefizit: Gleiche Rechte – aber ungleiche sprachliche Chancen.
Warum eine ergänzende gemeinsame Sprache notwendig ist
Europa braucht keine neue Nationalsprache und keine kulturelle Vereinheitlichung. Europa braucht eine zusätzliche, neutrale Verständigungsebene.
Eine Sprache, die niemanden bevorzugt,
die leicht erlernbar ist,
die Gefühle, Respekt und Widerspruch erlaubt,
und die allen Bürgerinnen und Bürgern offensteht.
Lona ist genau dafür gedacht: als Brückensprache zwischen den 24 Amtssprachen – nicht statt ihnen.
Mit Lektion 8 lernst du in Lona, wie du Meinungen ausdrückst, zustimmst, widersprichst und abwägst – klar, höflich und ohne sprachliche Hürden.
1. Worum es in dieser Lektion geht
Eine gemeinsame Sprache funktioniert nur dann, wenn Menschen darin auch unterschiedliche Ansichten ausdrücken können – verständlich, respektvoll und ohne komplizierte Grammatik.
Lona vermeidet bewusst:
komplizierte Konjunktive,
verschachtelte Nebensätze,
indirekte Höflichkeitsformen.
Stattdessen setzt Lona auf:
kurze Aussagen,
klare Marker,
gleiche Formen für alle Personen.
2. Meinung sagen
In Lona wird eine Meinung mit einem einfachen Meinungswort formuliert. Die Grundstruktur ist:
mi + denken / fühlen / finden + Aussage.
Beispiele:
Mi pensa bon, = Ich denke, das ist gut,
Mi pensa no bon, = Ich denke, das ist nicht gut,
Mi senti klar, = Ich empfinde das klar,
Mi opini nova idea, = Ich habe eine neue Meinung / Idee.
3. Zustimmen
Zustimmung ist in Lona direkt und freundlich:
Ia, = Ja,
Mi agree, = Ich stimme zu,
Mi agree total, = Ich stimme völlig zu,
Mi agree parte, = Ich stimme teilweise zu,
Isto es bon, = Das ist gut.
4. Widersprechen
Widerspruch bleibt in Lona sachlich – ohne Eskalation:
No, = Nein,
Mi no agree, = Ich stimme nicht zu,
Mi no pensa sama, = Ich denke nicht dasselbe,
Isto es no klar, = Das ist nicht klar,
Mi dubi, = Ich habe Zweifel.
5. Abwägen und differenzieren
Lona erlaubt Abstufungen – ohne Sprachakrobatik:
Forse, = Vielleicht,
Parte bon, parte no, = Teilweise gut, teilweise nicht,
Mi pensa es posible, = Ich denke, es ist möglich,
Mi no es sicher, = Ich bin nicht sicher,
Mi pensa, ma mi dubi, = Ich denke so, aber ich zweifle.
6. Nach Meinungen fragen
Dialog ist zentral. So fragst du nach der Haltung anderer:
Tu pensa?, = Was denkst du?,
Tu agree?, = Stimmst du zu?,
Tu senti komo?, = Wie empfindest du das?,
Tu es pro o kontra?, = Bist du dafür oder dagegen?
7. Mini-Dialog in Lona
A:
Mi pensa isto es bon idea.
= Ich denke, das ist eine gute Idee.
B:
Mi agree parte.
= Ich stimme teilweise zu.
A:
Pro vat no total?
= Warum nicht vollständig?
B:
Mi dubi kosto.
= Ich zweifle wegen der Kosten.
A:
Mi pensa kosto es ok.
= Ich denke, die Kosten sind in Ordnung.
B:
Forse.
= Vielleicht.
8. Warum diese Lektion entscheidend ist
Mit Lektion 8 zeigt Lona seinen Kern: Diskussion ohne Hürden. Du kannst:
deine Meinung sagen,
widersprechen ohne Streit,
zustimmen ohne Unterordnung.
Ausblick: In Teil 9 geht es um Gefühle ausdrücken, Höflichkeit & Respekt und darum, wie Lona Konflikte sprachlich entschärft.
Das Landgericht Hamburg hat die Klagen gegen CORRECTIV abgewiesen.
Damit ist gerichtlich bestätigt:
Die Berichterstattung über das sogenannte „Potsdamer Treffen“ war rechtlich zulässig und journalistisch korrekt.
Auch die Einordnung des dort vorgestellten Konzepts der „Remigration“ als „Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger“ ist vom Gericht nicht beanstandet worden.
Geklagt hatten Ulrich Vosgerau und Gernot Mörig.
Beide nahmen an dem Treffen in einem Hotel bei Potsdam teil, gemeinsam mit AfD-Politikern, rechtsextremen Akteuren und ideologischen Vordenkern der extremen Rechten.
Zentrales Thema war das von Martin Sellner vorgestellte Remigrationskonzept.
Dieses sieht vor, Menschen mit Migrationsgeschichte – auch deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger – durch gezielten Anpassungsdruck, rechtliche Verschärfungen und soziale Ausgrenzung zur Ausreise zu bewegen.
Dieses Konzept wurde vom Bundesverwaltungsgericht als verfassungswidrig eingeordnet.
Es widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz, der Menschenwürde und dem Schutz der Staatsbürgerschaft im Grundgesetz.
Seit fast zwei Jahren versuchen die Kläger, die Berichterstattung zu diesem Treffen juristisch zu bekämpfen.
Mit dem Urteil aus Hamburg ist nun klar:
Investigativer Journalismus darf benennen, einordnen und warnen.
Der Rechtsstaat gewinnt. Die Pressefreiheit gewinnt. Danke CORRECTIV. Danke Hamburg.
Am Ende des Elbtunnels ist doch noch Licht für unsere Demokratie.
#Rechtsstaat #NieWiederIstJetzt
Ein Kommentar von
Werner Hoffmann. – Demokratie der Mitte, weil Extremflügel das Land zerstören.-
Dieses Urteil ist ein wichtiges Signal für die Demokratie. Endlich stellt wieder ein deutsches Gericht klar, dass kritischer Journalismus nicht eingeschüchtert werden darf.
Das Landgericht Hamburg hat gezeigt, dass Gerichte nicht Teil einer Vernebelungsstrategie sind, sondern Bollwerke des Rechtsstaats.
Was in Potsdam stattfand, war kein harmloser Ideenaustausch.
Es war ein strategisches Treffen eines rechtsradikalen Netzwerks, das bewusst an den Fundamenten unserer Verfassung rüttelt.
Das Remigrationskonzept ist nichts anderes als ein Angriff auf das Grundgesetz, verpackt in technokratische Sprache.
Wer Menschen allein wegen Herkunft, Abstammung oder politischer Zuschreibung aus dem Staatsvolk drängen will, verlässt den Boden der Demokratie.
Dass CORRECTIV diese Zusammenhänge öffentlich gemacht hat, war notwendig.
Dass Gerichte diese Arbeit schützen, ist unverzichtbar.
Demokratie lebt von Transparenz, nicht von Schweigen.
Hamburg hat heute nicht nur CORRECTIV geschützt.
Hamburg hat die Öffentlichkeit, die Wahrheit und die demokratische Ordnung verteidigt.
Ergänzende Einordnung zu den Klägern
Ulrich Vosgerau ist Mitglied der CDU und kein AfD-Mitglied. Gleichzeitig gilt er seit Jahren als juristischer Unterstützer der AfD.
Er trat unter anderem als Anwalt der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassgericht auf und war in Verfahren rund um Björn Höcke tätig.
Zudem saß Vosgerau im Kuratorium der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung. Seine Teilnahme am Potsdamer Treffen führte dazu, dass sich die Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer öffentlich von ihm distanzierte.
Gernot Mörig gilt als zentraler Organisator des Potsdamer Treffens.
Er ist seit Jahrzehnten in der extrem rechten Szene aktiv und war in der Vergangenheit in rechtsextremen und neonazistischen Organisationen engagiert.
Mörig fungierte als Netzwerker zwischen AfD-nahen Kreisen, Identitären und ideologischen Vordenkern wie Martin Sellner.
Diese Hintergründe machen deutlich:
Die juristischen Angriffe auf CORRECTIV waren keine Einzelklagen, sondern Teil eines politischen Abwehrkampfes gegen Aufklärung.
Dass dieser Kampf vor Gericht gescheitert ist, ist ein Sieg für den Rechtsstaat und für die demokratische Öffentlichkeit.